NL5 - 2nd barrels auf ipoker

    • wd978
      wd978
      Silber
      Dabei seit: 04.09.2011 Beiträge: 275
      huhu,

      bin vor 6 tagen von stars auf ipoker gewechselt, spiele bisschen speed nl5.

      habe in den 6 tagen über 22k hände gespielt und habe laut hm2 eine turncbet success von 25% oO

      meine stats:

      flop cbet: 64
      turn cbet: 58

      ist das normal hier auf nl5? dann kann ich mir die auch ganz sparen.


      danke :)
  • 10 Antworten
    • TBoombastic
      TBoombastic
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 30.09.2007 Beiträge: 1.299
      Die Frage ist besser im No Limit Forum aufgehoben!

      Aber ich kann dir schonmal so ein paar Dinge sagen.
      Es ist normal dass die Sucess Werte auf den Mikros niedriger wie auf höheren Limits!
      Da es viele Callingstations gibt, werden dementsprechend deine Cbets auch gecallt.

      Dazu hängen noch viele andere Faktoren davon ab, wie erfolgreich deine bets sind. Es ist möglich dass du die falschen Karten als Second Barrel verwendest. Eine generelle Aussage darüber zu tätigen ist nicht möglich!

      Noch ein Tipp von mir am Rande! Musst du dir auch nicht zu Herzen nehmen, ist nur meine persönliche Auffassung. Wenn du in 6 Tagen 22k Hände gespielt hast, auch wenn es Speed ist, ist das mmn viel zu viel, um das mit einer normalen/optimalen Tischanzahl zu erreichen. Daher glaube ich dass du durch deine hohe Anzahl an Tischen einfach nicht konzentriert deine Cbet Spots aussuchst.
    • Ferklsepp307
      Ferklsepp307
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 5.477
      TBoombastic :s_thumbsup:

      @wd978, wenn du möchtest, dann verschiebe ich den Thread ins "No Limit" Strategieforum
    • wd978
      wd978
      Silber
      Dabei seit: 04.09.2011 Beiträge: 275
      ja bitte :) lieb von dir
    • Ferklsepp307
      Ferklsepp307
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 5.477
      bitte schön
    • SonMokuh
      SonMokuh
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2010 Beiträge: 2.861
      Wenn du nicht ultra tight bist, sieht der Turn cbet Wert in Kombination mit cbet success nicht gerade gut aus. Wie sind denn die Gegner da so? Sind die Fische eher tight oder loose? VPIP höher oder niedriger als 40 ist imo ein guter Ansatzpunkt.
      An fischigen Tischen sollte der Turn cbet wert vermutlich geringer sein, weil du nicht oft genug starke draws hast, die du +EV barreln kannst und auch nicht oft genug toppair+ hittest. Zumindest ist die Situation bei mir so.
      Am besten du lieferst mal andere Werte mit. Deine Openraising Ranges nach Position und mehr Infos über den playerpool. Und vielleicht ein paar Beispielhände in denen du bluffbarrelst. Funktioniert speed poker wie zoom? Also sitzt man nach jeder Hand mit anderen Leuten am Tisch?
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Um das zu beurteilen musst du uns tatsächlich mehr über den Spielerpool beibringen.

      1. Auf 22k Hände kann die Samplesize etwas verzerrt sein, aber 25% klingt für mich nach dem typischen Fischpool und hier gibt es etwas, dass mir vor ein paar Jahren mal aufgefallen ist

      2nd Barrels als Bluff ohne ausreichend starke Equity bzw. ohne die dritte Barreln sind häufig Geldverbrennung.

      Das Problem in solchen Spielerpools ist, dass die Gegner sich am Flop oft festlegen mit ihren marginalen Händen bis zum River zu gehen und erst dort eine Entscheidung zu treffen.

      => d.h. z.b. wenn du ne Hand wie 33 hast und das Q72r Board cbettest und gecallt wirst und am Turn dann die Scarecard mit dem Ass kommt, dann wird es dir oft passieren, dass ne Hand wie 78 oder so nochmal callt und die eigentliche Scarecard erstmal völlig ignoriert wird.

      Die Lösung ist es dabei einerseits den Flop Fold To Cbet Wert im Auge zu behalten (wenn dieser hoch ist, dann ist es meistens schon nichtmehr sinnvoll weitere Bets zu investieren) und sich unter Umständen einen besseren Plan zurechtlegen.

      => z.b. wenn du jemanden hast, der nur 30% auf Cbets foldet und du hast 33 auf einem Q95r Board, dann ist die beste Strategie dort einfach C/F zu spielen. Es sind so die typischen Spots in denen dann am Turn der K oder das A doublebarrelt werden ohne Equity und der Gegner einfach nicht oft genug foldet.

      Viel besser ist der Plan mit Händen, die Equity haben oder aufpicken können am Turn Cbets mit anschliessenden Turndoublebarrel zu machen, wenn diese Turnkarten entsprechend der eigenne Range helfen. So kann man wahrscheinlich sogar profitabel ohne 3-Barrelbluffstrategie spielen, weil man oft am Turn noch immer mit 30% Equity unterwegs ist und so in immerhin 30% der Fälle den River trifft.



      Poste doch auch mal deine River Cbet und vor allem die River Cbet Success Werte (da wird dir was lustiges auffallen wahrscheinlich - ist auch symptomatisch für die Micros imo).
    • onese7en
      onese7en
      Bronze
      Dabei seit: 19.12.2010 Beiträge: 4.716
      Original von Ghostmaster
      => z.b. wenn du jemanden hast, der nur 30% auf Cbets foldet und du hast 33 auf einem Q95r Board, dann ist die beste Strategie dort einfach C/F zu spielen. Es sind so die typischen Spots in denen dann am Turn der K oder das A doublebarrelt werden ohne Equity und der Gegner einfach nicht oft genug foldet.
      Da hast du mal wieder bei einem Leak von mir ins Schwarze getroffen.

      Das oben angesprochene passiert bei mir sehr oft. Da bette ich Q95r blind, weil es ja ein trockener Flop mit Highcard ist. Ein A am Turn wird gebettet, weil Villain ja am Flop schon wenig weglegt und da noch eine weite Range haben muss, aus der er Middle Pairs und Floats folden kann. Und wenn es dann ganz braindead wird, schiebe ich meinen Reststack halt auf einem blank River rein, weil Villain dann außer Monster fast alles folden muss, was er zuvor halt noch gut callen kann.

      Klingt alles gut. Und dann zeigt Villain mit QJ und gewinnt den Pot. Nicht weil meine Gedanken ganz falsch sind. Sondern deshalb, weil ich wieder mal den Fehler gemacht habe, mir den Gegner nicht anzuschauen und versucht habe, eine Calling Station zu bluffen, anstatt solch eine Line mal gegen Regs zu spielen und gegen eine Calling Station lighter zu valuebetten.
      Ich erinnere mich da an einen Post von dir: Ich muss immer etwas MEHR machen. Mehr valuebetten gegen Stations, mehr bluffen gegen Spieler, die postflop viel folden. Das muss ich einfach mal irgendwie lernen... ;)

      Eine Frage aber habe ich noch:
      Ist es denn überhaupt sinnvoll, 33 gegen solche Gegner zu openraisen, wenn ich auf einem Board wie Q95r dann c/f spiele? Wo hole ich dann den Value raus? Nur aus den Set-Hits ja eher nicht. Aber wenn ich Q95r nicht cbette, dann sehen AJT, KT8, J65, usw. ja nicht wirklich besser aus. Mit Flushdraws sogar ganz und gar nicht.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Eine Frage aber habe ich noch:

      Ist es denn überhaupt sinnvoll, 33 gegen solche Gegner zu openraisen, wenn ich auf einem Board wie Q95r dann c/f spiele? Wo hole ich dann den Value raus? Nur aus den Set-Hits ja eher nicht. Aber wenn ich Q95r nicht cbette, dann sehen AJT, KT8, J65, usw. ja nicht wirklich besser aus. Mit Flushdraws sogar ganz und gar nicht.


      Ja ist es. Du gibst dann auf Board vermehrt auf, auf denen du gar keine Equity hast und konzentrierst dich auf Boards, auf denen du entweder voll triffst oder die sehr trocken sind.

      Q95r z.b. ist nur auf den ersten Blick ein trockenes Board. Wenn du dir mal so recht überlegst, dann gibts dort ziemlich viele Straightdraws (inkl. Gutshots), wenn der Gegner relativ viel callt. Für Bluffs eignen sich dann eher so Boards wie A72r, K72r, Q73r etc. => d.h. Boards bei denen nur sehr wenig connected ist.
    • wd978
      wd978
      Silber
      Dabei seit: 04.09.2011 Beiträge: 275
      danke für die antworten :)

      meine openraising ranges sehen so aus:

      utg: 22+, ATs+, KTs+, AJo+, KJo+ - 12,5%

      mp: 22+, ATs+, KTs+, QTs+, JTs, ATo+, KTo+, QTo+, JTo - 18%

      co: 22+, A2s+, K9s+, Q9s+, J9s+, T9s, 98s, 87s, 76s, 65s, 54s, A9o+, K9o+, Q9o+, J9o+, T9o - 27,6%

      bu: 22+, A2s+, K8s+, Q8s+, J8s+, T8s+, 98s, 87s, 76s, 65s, 54s, A2o+, K8o+, Q8o+, J8o+, T8o+, 98o - 39,6%

      sb: 22+, A2s+, KTs+, QTs+, JTs, A2o+, KTo+, QTo+, JTo - 27,6%


      bin schon ziemlich tight unterwegs aber komme so besser zurecht :)


      meine river cbet success ist auf 56% was natürlich sehr hoch ist, aber das problem ist, das hud von hm2 funktioniert noch nicht auf ipoker speed und gegen unknown kann ich keine 3barrel bluffs auspacken...


      2nd barreln tu ich in der regel mit fsd, oesd, wenn ich am turn nen gutshot bekomme, auf Q,K,A falls scarecard, bei overcards wenn flop paired war, wenn ein flush ankommt und die valuehände halt.


      edit: jap speed poker ist fast das selbe wie zoom, nur mit dem unterschied dass es ausschließlich 6max tische gibt und massenweise shortstacks rumlaufen (min. buy-in 20bb) und alle tische turbo sind, also es keine timebank gibt.
    • SonMokuh
      SonMokuh
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2010 Beiträge: 2.861
      Die Buttonrange würde ich noch ein bisschen erweitern, 50% sind bestimmt nicht verkehrt.
      Wenn die Tische entweder sehr fischig sind oder die Regs oft 3betten, würde ich die UTG und MP Ranges ein bisschen verkleinern (22-55 und KJo würde ich dann in UTG streichen). Ich orientier mich mit meinen highcard openraises gegen Fische hauptsächlich daran, was ich 3 mal valuebetten kann. All die Hände die ich bei Hit 3 mal valuebetten kann, raise ich auch wenn ich gegen den Fisch oop bin. Alles was ich nur zwei mal valuebetten kann tendenziell eher wenn ich IP bin (gerade gegen unknown Fische).
      In deiner CO Range würde ich die schlechtesten offsuited Hände durch die besten suited Hände, die du weglässt, ersetzen. Also T9o - K9o raus und 64s-T8s + J8s rein. Finde ich persönlich besser. Es sei denn hinter dir sitzen nur Fische, dann würd ich mich wieder vermehrt an Highcards orientieren.