Grundsatzurteil erwirken

  • 14 Antworten
    • Mephisto87
      Mephisto87
      Black
      Dabei seit: 19.02.2006 Beiträge: 4.176
      Dazu fände ich die Einrichtung eines "Fonds" für Eddy Scharf sinnvoll.

      Ich bin mir sicher hier würden einige Spenden um eine Revision zu garantieren und vieleicht noch mehr Anwälte ins Boot zu holen!
    • Coletrader
      Coletrader
      Bronze
      Dabei seit: 31.03.2008 Beiträge: 2.164
      Original von Mephisto87
      Dazu fände ich die Einrichtung eines "Fonds" für Eddy Scharf sinnvoll.

      Ich bin mir sicher hier würden einige Spenden um eine Revision zu garantieren und vieleicht noch mehr Anwälte ins Boot zu holen!
      Eddi hatte doch einmal versucht so etwas in der Art ins Leben zu rufen:

      „Verband zur Wahrung der Pokerspielerinteressen"

      Wurde damals aber soweit ich mich erinnere niedergeflamt...
    • Mephisto87
      Mephisto87
      Black
      Dabei seit: 19.02.2006 Beiträge: 4.176
      Original von Coletrader
      Original von Mephisto87
      Dazu fände ich die Einrichtung eines "Fonds" für Eddy Scharf sinnvoll.

      Ich bin mir sicher hier würden einige Spenden um eine Revision zu garantieren und vieleicht noch mehr Anwälte ins Boot zu holen!
      Eddi hatte doch einmal versucht so etwas in der Art ins Leben zu rufen:

      „Verband zur Wahrung der Pokerspielerinteressen"

      Wurde damals aber soweit ich mich erinnere niedergeflamt...

      ja ich weiß aber es gab auch genügend positive Kommentare. Und die Flamer die nicht geglaubt haben er zieht es durch bis zum Gericht und will sich die Kohle einstecken ersticken jetzt hoffentlich an ihren Flames.

      Aber bitte dadrüber soll hier jetzt NICHT diskutiert werden, kann den Scheiß nicht mehr hören/lesen. Daher bin ich auch froh das die derzeitige Diskussion im Black Forum ist, da bleibt es wenigstens auf einem gewissen Niveau. Wer nicht will soll einfach nicht posten - fertig.
    • Tandor1973
      Tandor1973
      Black
      Dabei seit: 25.04.2007 Beiträge: 3.987
      Als Eddy damals um Spenden gebeten hat war die Situation eine komplett andere.

      Niemand konnte absehen ob das Verfahren tatsächlich stattfindet, oder wie viele andere wieder eingestellt wird.

      Jetzt ist sicher das es ein BFH Urteil geben wird.
    • nimini
      nimini
      Global
      Dabei seit: 15.06.2008 Beiträge: 890
      Wäre mit 'ner Spende dabei aber Eddy ist hier ja durch Kindergartenspielchen und mimimimi gesperrt worden...

      Er scheint auf alle Fälle eine andere Strategie oder beflisseneren Anwalt zu benötigen!?

      LG,
      nimini
    • Egozocker
      Egozocker
      Bronze
      Dabei seit: 26.08.2006 Beiträge: 7.019
      Original von nimini
      Er scheint auf alle Fälle eine andere Strategie oder beflisseneren Anwalt zu benötigen!?
      es wäre zunächst mal hilfreich, wenn blinde aufhören würden, über farbe zu diskutieren. du kennst die strategie von eddys anwalt? du hast alle schriftsätze gelesen (und verstanden)? du weißt, dass eddys anwalt nicht "beflissen" genug war?

      back to topic:

      ich denke, dass eddy auf alle fälle revision einlegen wird, schließlich hängt dem vernehmen nach seine wirtschaftliche existenz von diesem urteil ab. ob das bfh-urteil dann tatsächlich eine grundsätzliche bedeutung für andere fälle haben wird, bleibt dahingestellt. selbst wenn das urteil für eddy positiv ausfällt, muss es dies nicht für die community sein. Ein urteil à la: grundsätzlich kann professionelles pokerspiel die tatbestandsmerkmale der einkünfte aus gewerbebetrieb erfüllen, aber in diesem speziellen fall nicht.... bringt den meisten auch keine rechtssicherheit.
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      Hi ihr,

      die beste Chance auf ein Grundsatzurteil ist ja der Fall von Eddy.

      Meine persönliche Meinung:

      Ich glaube nicht, dass das "Eddy war nur ein Hobbyspieler" Argument gute Erfolgschancen hat. Allein die ganzen Medienauftritte und der Pro-Vertrag sprechen bei Eddy dagegen.

      Die beste Chance sehe ich darin, im Sinne der Aussagen vieler Suchtexperten, Juristen und Wissenschaftlern, deutlich zu machen, dass Poker im rechtlichen Sinne (und laut vielen auch im tatsächlichen Sinne) ein Glücksspiel ist und die tatsächlichen Gewinne von Eddy dies nicht entkräften (denn: tatsächliche Gewinner gibt es ja z.B. auch beim Lotto).

      Nun der Schlüsselpunkt: Man sollte noch einen Mathematiker/Logiker engagieren, welcher das beliebte Argument entkräftet, dass Poker für die eine Gruppe Glücksspiel, für die andere Gruppe aber Geschicklichkeitsspiel ist.

      Es gibt nämlich nur zwei logische haltbare Konstellationen denn der Erfolg des einen Spielers ist ja automatisch er Misserfolg des anderen:

      a) Ein "Pro" gewinnt überwiegend durch Können. Ein "Fisch" verliert durch Nicht-Können.
      b) Ein "Pro" gewinnt überwiegend durch Glück. Ein "Fisch" verliert überwiegend durch Pech.

      Dieser Punkt wird insbesondere logisch, wenn man sich vorstellt, dass ein "Pro" und ein "Fisch" gegeneinander Heads-Up spielen.

      Dort muss es nach den Gesetzen der Logik entweder für beide Glücksspiel, oder für beide Geschicklichkeitsspiel sein.

      Der einzige "Ausweg" aus der o.g. Situation wäre die sample size (was ja auch mathematisch korrekt wäre, denn je höher meine sample size, desto kleiner der Glücksfaktor). Das Konzept der sample size existiert aber in der Rechtsprechung zum Thema Glücksspiel soweit ich weiss nicht. (auch wenn es mittlerweile bitter nötig wäre)

      Auf Basis der oben genannte Punkte könnte man dann argumentieren, dass so lange Poker rechtlich als "Glücksspiel" angesehen wird, es eben auch für alle Spieler gleichermaßnen Glücksspiel ist und demnach steuerlich auch wie andere Glücksspiele behandelt werden sollte.

      Wenn der BFH sich aber nicht an der - zugegebenermaßen dürftigen - Rechtsprechung zum Thema Poker orientiert, sieht es wohl eher schlecht aus, denn ist es nunmal so, dass nach hoher sample size der Glücksfaktor kleiner als der Können-Faktor wird.

      Dies könnte dann allerdings vielleicht politisch den Stein ins Rollen bringen, dass Poker rechtlich nicht mehr so behandelt wird, wie typische Glücksspiele wie Roulette.

      Lg,
      Dominik
    • OstapBender
      OstapBender
      Black
      Dabei seit: 29.01.2007 Beiträge: 5.416
      Habt ihr das mal dem Kazemi gesteckt? ^^
    • Indy1701e
      Indy1701e
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2007 Beiträge: 40.327
      Hallo zusammen,

      ist ein Urteil zu Gunsten von Eddy Scharf nicht im Grunde schlecht für die Allgemeinheit der Pokerspieler?

      Aktuell stützt das Gericht seine Entscheidung auf die Gewerbsmäßigkeit, dass sollte an sich auch legitim sein, um steuerpflichtig zu sein.

      Eddy stützt seine Argumentation darauf, dass er nur Hobby-Spieler ist und zudem Poker zum Großteil ein reines Glücksspiel sei, mit einigen Geschicklichkeitselementen.

      Das Finanzamt argumentiert ja gerade damit, dass der Glücksfaktor nur gering sei, wenn mehrere gute Pokerspieler aufeinander treffen.

      Gerade das ist doch das, was wir im Grunde auch möchten: Die Legalisierung des Spiels, weil es eben kein Glücksspiel ist. Das man im Gegenzug dann Steuern zahlen muss ist sicherlich klar, aber man bewegt sich dann auch nicht mehr in der oft genannten Grauzone.

      Viele Grüße
      Indy
    • itSmIn3z
      itSmIn3z
      Black
      Dabei seit: 17.09.2008 Beiträge: 2.524
      Wie Dominik es wieder mal auf den Punkt bringt^^ nh

      Mir ist es unbegreiflich wie man so einem Prozess ohne Sachverständige bestreiten kann (sei es jetzt von Seiten des Gerichts oder der Verteidigung).

      Original von Indy1701e
      Hallo zusammen,

      ist ein Urteil zu Gunsten von Eddy Scharf nicht im Grunde schlecht für die Allgemeinheit der Pokerspieler?
      Kommt halt darauf an was man erreichen will. Legalisierung/Regulierung oder möglichst geringe Wahrscheinlichkeit von Steuernachzahlungen.

      Original von Indy1701e
      Das Finanzamt argumentiert ja gerade damit, dass der Glücksfaktor nur gering sei, wenn mehrere gute Pokerspieler aufeinander treffen.
      Das ist aber doch abstrus. Wenn ich gegen einen Fish spiele, habe ich Glück wenn ich gewinne - gegen einen guten Gegner aber ist es Skill? Not...
      Ich gewinne/verliere ja nur wenn es einen Skill-Unterschied gibt. Wenn es den nicht gibt ist "Glück" entscheidend. Hier kommt dann die Varianz/Samplesize ins Spiel.
    • notmyproblem
      notmyproblem
      Einsteiger
      Dabei seit: 22.09.2012 Beiträge: 19
      b) Ein "Pro" gewinnt überwiegend durch Glück. Ein "Fisch" verliert überwiegend durch Pech.

      ?( ?( ?( ?(



      leute ich bin arbeitslos wir brauchen keinen fonds ich hab so viel minus gemacht durch dieses pech .. ich kann einfach so mal klagen und bekomme Prozesskostenhilfe :D


      TROLOLOLOOOO
    • nimini
      nimini
      Global
      Dabei seit: 15.06.2008 Beiträge: 890
      Original von Egozocker
      Original von nimini
      Er scheint auf alle Fälle eine andere Strategie oder beflisseneren Anwalt zu benötigen!?
      es wäre zunächst mal hilfreich, wenn blinde aufhören würden, über farbe zu diskutieren. du kennst die strategie von eddys anwalt? du hast alle schriftsätze gelesen (und verstanden)? du weißt, dass eddys anwalt nicht "beflissen" genug war?

      back to topic:

      ich denke, dass eddy auf alle fälle revision einlegen wird, schließlich hängt dem vernehmen nach seine wirtschaftliche existenz von diesem urteil ab. ob das bfh-urteil dann tatsächlich eine grundsätzliche bedeutung für andere fälle haben wird, bleibt dahingestellt. selbst wenn das urteil für eddy positiv ausfällt, muss es dies nicht für die community sein. Ein urteil à la: grundsätzlich kann professionelles pokerspiel die tatbestandsmerkmale der einkünfte aus gewerbebetrieb erfüllen, aber in diesem speziellen fall nicht.... bringt den meisten auch keine rechtssicherheit.
      1) Keine Ahnung welche Laus Dir jetzt über die Leber gelaufen ist Du Sehender. ;) War es im "Strampelanzug" Thread" (?) wo jemand dargelegt hatte, daß Dr. Robert Kazemi sich nicht gut mit Steuerrecht auszukennen scheint, was im Prozeß von großem Vorteil gewesen wäre!?

      2) Muß es auch nicht zwangsläufig sein (also gut für die Pokercommunity), da es ohnehin momentan ein individuelles Urteil ist. Am BFH ist es dennoch unwahrscheinlich, daß es überhaupt keine Auswirkungen auf die momentan aktuelle Rechts"sicherheit" haben wird, oder?
    • sarc
      sarc
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 06.06.2008 Beiträge: 12.194
      Gibts hier irgendwo nen frei zugänglichen Thread in dem drinsteht, um was es hier eigentlich im Detail geht? Ok, man kann sich einiges zusammenreimen, interessiert mich jetzt grad aber doch genauer. Den Link von OP kann ich nicht lesen, und der andere Thread hat damit ja jetzt nur bedingt was zu tun, oder seh ich das falsch?
    • nimini
      nimini
      Global
      Dabei seit: 15.06.2008 Beiträge: 890
      Original von sarc
      Gibts hier irgendwo nen frei zugänglichen Thread in dem drinsteht, um was es hier eigentlich im Detail geht? Ok, man kann sich einiges zusammenreimen, interessiert mich jetzt grad aber doch genauer. Den Link von OP kann ich nicht lesen, und der andere Thread hat damit ja jetzt nur bedingt was zu tun, oder seh ich das falsch?
      Es wird breit die letzten Tage, seit dem Urteil gegen Eddy Scharf, unter "Poker allgemein" --> "Strategen im Strampelanzug" diskutiert. Da bekommst Du einen ganz guten Einblick z.B.