Ex Chef zahlt nicht

    • SimonS79
      SimonS79
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2009 Beiträge: 968
      Hallöle!
      Hab das Thema nicht bei Ausbildung und beruf reingesetzt weil ich eher finde das es ein rechtliches Thema ist, falls ihr, meine lieben mods aber doch meint da gehört es hin dann bitte verschieben.

      Folgendes ist das problem, mein Vater hat seine alte Arbeitsstelle gekündigt weil die Burschen ständig zu spät zahlten, Überstunden gar nicht bezahlt wurden ( die Mitarbeiter werden ständig vertröstet) und er eben was besseres gefunden hat.

      Er hat denen geschrieben das er darum bittet das sein Gehalt und die ca 800 (!) Überstunden bist zum 10ten gezahlt werden (hat ihnen also eine Frist gesetzt). Natürlich taten sie nichts dergleichen, sie haben sich auch gar nicht mehr gemeldet.
      Die Überstunden kann er nachweisen, primär gehts aber erstmal darum das die das Gehalt mal so langsam zahlen.
      ICH bin ja der Meinung das die beste Line wäre denen nochmals eine Frist zu setzen und sollten die dann nicht zahlen beim Gericht für die Insolvenz zu beantragen da ich ja dann davon ausgehen muss das sie nicht zahlen können :O
      ER meint der Anwalt macht das schon und die sind eher beeindruckt wenn die einen brief vom RA bekommen.
      ICH glaube das beeindruckt sie kein bisschen und kostet ihn nur geld zumal ich die ja keinen Grund haben deswegen in Hektik zu verfallen da es sie ja nichts kostet.

      Google ist mir keine Hilfe, da ich dazu neige das zu lesen was ich lesen will und die Fälle da meist doch nicht so vergleichbar sind.
      Hatte vielleicht jemand schon mal diesselbe Situation? Wer kennt sich aus, was für möglichkeiten hat er seinen Kohlen noch zu bekommen?

      Bude abfackeln/ Moskau inkasso ist keine Option ;)
  • 30 Antworten
    • Gluecksfisch
      Gluecksfisch
      Einsteiger
      Dabei seit: 28.05.2009 Beiträge: 3.054
      wie willst Du (oder Dein Vater) denn für eine Firma Insolvenz anmelden? Ich denke mal das kann nur ein Geschäftsführer oder ein Vertretungsberechtigter mit Prokura oder sowas.
      Abgesehen davon wird sowas über das Arbeitsgericht geklärt, daher ist der Weg über den Anwalt schon der richtige falls die Parteien wirklich streiten und sich nicht sachlich via Telefon darüber reden lässt.

      Achte darauf das alle Formalien richtig eingehalten sind, zB rechtmässige Kündigung, schriftliche Bestätigung und Einhaltung von Fristen und versuche alles schriftlich belegen zu können ...
    • SimonS79
      SimonS79
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2009 Beiträge: 968
      Original von Gluecksfisch
      wie willst Du (oder Dein Vater) denn für eine Firma Insolvenz anmelden? Ich denke mal das kann nur ein Geschäftsführer oder ein Vertretungsberechtigter mit Prokura oder sowas.
      Abgesehen davon wird sowas über das Arbeitsgericht geklärt, daher ist der Weg über den Anwalt schon der richtige falls die Parteien wirklich streiten und sich nicht sachlich via Telefon darüber reden lässt.
      Weisst du das oder glaubst du das? Soweit ich informiert bin kann jeder dem ich Geld schulde für mich Insolvenz anmelden, bin allerdings auch kein Anwalt und hoffe das hier jemand mehr ahnung hat als ich ;)
    • SimonS79
      SimonS79
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2009 Beiträge: 968
      Original von Gluecksfisch

      Achte darauf das alle Formalien richtig eingehalten sind, zB rechtmässige Kündigung, schriftliche Bestätigung und Einhaltung von Fristen und versuche alles schriftlich belegen zu können ...
      Ähm, seit wann muss den derjenige der die Kündigung erhalten hat bestätigen das er sie erhalten hat?
    • Gluecksfisch
      Gluecksfisch
      Einsteiger
      Dabei seit: 28.05.2009 Beiträge: 3.054
      ob das sein "muss" weiss ich nicht, ich würde mir den Eingang bestätigen lassen wenn ich irgendwo etwas kündige - ob es Mobilfunkvertrag oder Arbeitsvertrag ist.

      Zum Thema Insolvenz: Ich weiss es nicht, kann mir aber nicht vorstellen das sowas möglich ist ... dafür gibts halt Proukra, vertretungsberechtigte Personen und Geschäftsführer, die entsprechend bei der IHK eingetragen sind.
    • vegas1972
      vegas1972
      Einsteiger
      Dabei seit: 05.04.2012 Beiträge: 295
      Insolvenz kann nur der Inhaber/Geschäftsführer o.ä. eines Unternehmens anmelden, keine externe Person.

      Ansonsten wie Glücksfisch schon sagte:

      Überprüfen ob Kündigung fristgerecht und rechtlich einwandfrei, prüfen ob/wie die Auszahlung der Überstunden im Arbeitsvertrag geregelt ist.

      Eventuell nochmal ein Schreiben mit eine letzten Fristsetzung + Hinweis auf Rechtsanwalt / Klage.

      Arbeitsrechtsschutz hat Dein Vater ja hoffentlich, dann kostet ihn der Spass auch nichts.
    • SimonS79
      SimonS79
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2009 Beiträge: 968
      Ich bin mir schon ziemlich sicher das ein Gläubiger für ein Unternehmen Insolvenz beantragen kann, ist aber die Frage ob das Sinn macht, da bin ich mir nämlich nicht so sicher. Kann ja sein das man sich damit eher ins knie schiesst.
      Ist übrigens eine GmbH falls das was zur sache tut
    • SimonS79
      SimonS79
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2009 Beiträge: 968
      Original von vegas1972
      Insolvenz kann nur der Inhaber/Geschäftsführer o.ä. eines Unternehmens anmelden, keine externe Person.

      Sorry, aber das stimmt definitv nicht, auf jeden fall kann das auch die Krankenkasse oder das Finanzamt.
    • vegas1972
      vegas1972
      Einsteiger
      Dabei seit: 05.04.2012 Beiträge: 295
      Nochmals:

      Wegen einer ausstehenden Zahlung kann niemand für ein Unternehmen die Insolvenz beantragen.

      Bei einer GmbH entsprechend der Geschäftsführer bzw. die Gesellschafter...
    • Gluecksfisch
      Gluecksfisch
      Einsteiger
      Dabei seit: 28.05.2009 Beiträge: 3.054
      google sagt:

      Der Insolvenzantrag kann als Eigenantrag des Unternehmers (bei Kapitalgesellschaften durch Vertretungsorgan .d.h. Geschäftsführer/ Vorstand zu stellen), oder als Fremdantrag durch einen Gläubiger (z.B. Sozialversicherungsträger, Lieferanten oder Angestellten) gestellt werden.

      ##

      Grundsätzlich können sowohl der Schuldner selbst als auch seine Gläubiger Insolvenzantrag stellen. Um willkürliche Anträge von Gläubigern zu verhindern, müssen sie beim Antrag zugleich ihr berechtigtes Interesse an der Insolvenz sowie ihre Forderung gegen den Schuldner und den Eröffnungsgrund (s. oben) glaubhaft machen gemäß § 14 Abs. 1 InsO.

      Bei Antragstellung des Schuldner ist die Rechtsform des Unternehmens entscheidend. Ist der Schuldner selbständig oder freiberuflich tätig, kann neben dem Gläubiger nur er selbst Insolvenz beantragen. Die wichtigsten Zuständigkeiten im Überblick:

      Quelle: http://www.anwalt.de/rechtstipps/vorsicht-insolvenz-was-muessen-sie-beachten_003648.html

      ##

      http://www.sanierungsportal.de/default.php?d=misc_det&faq_id=21
    • Alyssa660
      Alyssa660
      Bronze
      Dabei seit: 02.02.2011 Beiträge: 514
      EIn Gläubiger kann Insolvenz einer Firma anmelden, allerdings unter bestimmten Voraussetzungen. Nicht bezahlte Überstunden gehören nicht dazu.
      Du kannst denen einen Mahnbescheid zukommen lassen. Kostet ein bissl was, aber dann ist die Frist rechtskräftig und nach Ablauf der Frist kannste sie verklagen.
    • SimonS79
      SimonS79
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2009 Beiträge: 968
      Original von vegas1972
      Nochmals:

      Wegen einer ausstehenden Zahlung kann niemand für ein Unternehmen die Insolvenz beantragen.

      Bei einer GmbH entsprechend der Geschäftsführer bzw. die Gesellschafter...
      [INVALID EMAIL]

      Es ist ja lieb gemeint das ihr nur helfen wollt, aber wenn ihr es nicht sicher wisst dann postet es doch bitte nicht ;)
    • DiscoRpion
      DiscoRpion
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2006 Beiträge: 8.966
      Wie kommst du auf den Quark dass "jeder" Gläubiger einfach Insolvenz für ein Unternehmen beantragen kann?
      Bringst da sicher einiges durcheinander...
      Arbeitsgericht wird das regeln!
      Wenn euch nicht danach ist, dann müsste es auch möglich sein ein gerichtliches Mahnverfahren einzuleiten um die Ansprüche durchzusetzen.
      Vielleicht hast du mal gehört, dass das Gericht je nach Situation etwas in Richtung Insolvenz einleiten kann, aber du als Gläubiger kannst das sicher nicht.

      Was spricht dagegen einfach zum Arbeitsgericht zu gehen?
      Ganz abgesehen davon, dass eine Insolvenz das letzte sein wird, was du dir als Gläubiger wünschen kannst...

      edit: Ja einen Fremdantrag gibt es tatsächlich, aber ihr müsst ja erst mal versuchen eure Ansprüche durchzusetzen, bevor ihr das Gericht einschaltet.
      Es macht einfach keinen Sinn eine Insolvenz einzuleiten, wenn es auch nur irgendwelche geringen Aussichten gibt an das Geld zu kommen.
      Und das wird per Arbeitsgericht oder anderen gerichtlichen Schritten locker möglich sein...

      edit2: es geht beim Fremdantrag in erster Linie auch um Forderungen der öffentlichen Hand...
    • SimonS79
      SimonS79
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2009 Beiträge: 968
      Original von DiscoRpion
      Wie kommst du auf den Quark dass "jeder" Gläubiger einfach Insolvenz für ein Unternehmen beantragen kann?
      Bringst da sicher einiges durcheinander...
      weil es so ist, ich zitiere mal:
      "Heutzutage kann jeder, der Forderungen gegenüber einem Schuldner geltend macht, einen so genannten Insolvenz - Fremdantrag stellen - mit weit reichenden und für den Schuldner nicht abzuschätzenden Folgen. Jedenfalls muss das betroffene Unternehmen gegenüber dem Gericht Stellung nehmen."

      Ob das nun wirklich zielführend ist mag ja eine ganz andere Frage sein, es ist auf jedenfall ein ziemlich brachiales Mittel sie zum zahlen zu bringen und kostet ihn erstmal nichts. ICH gehe auch davon aus das sie nicht zahlen wollen aber durchaus können
    • Alyssa660
      Alyssa660
      Bronze
      Dabei seit: 02.02.2011 Beiträge: 514
      Ich sags nochmal, da es ja sein kann das du es überlesen hast:

      Mahnbescheid mit Frist, danach auf die Summe verklagen.
    • vegas1972
      vegas1972
      Einsteiger
      Dabei seit: 05.04.2012 Beiträge: 295
      Was Du vielleicht meinst ist, dass ein Gläubiger beim Insovenzgericht beantragen kann, dass die finanzielle Situation eines Unternehmens geprüft wird...
    • SimonS79
      SimonS79
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2009 Beiträge: 968
      Original von Alyssa660
      Ich sags nochmal, da es ja sein kann das du es überlesen hast:

      Mahnbescheid mit Frist, danach auf die Summe verklagen.
      Doch hab ich gelesen, sorry. Das ist der Weg den mein Vater auch gehen will, ich befürchte nur eben das am ende der anwalt mehr kostet als das gehalt ist :f_frown:
    • DiscoRpion
      DiscoRpion
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2006 Beiträge: 8.966
      Ein Mahnbescheid bei bei Gericht (gerichtltlicher Mahnbescheid) kostet keine 20€...
      Danach erst mal abwarten ob dem widersprochen wird und je nachdem weitere Schritte gehen...
      Die Kosten sind erst mal minimal.

      edit: ohne Anwalt machbar.
      "Gerichtlichen Mahnbescheid" bei der Post oder einem Schreibwarenladen besorgen (weiß nicht wo es den überall gibt), ausfüllen wie ausführlich in den Unterlagen beschrieben, abschicken, warten.
      Nach 2 Wochen geht es dann weiter. Einen Anwalt wird dein Vater erst brauchen, wenn er wirklich vor dem Arbeitsgericht klagen möchte.
      Das wäre aber auch wieder ein anderer Weg.
    • Alyssa660
      Alyssa660
      Bronze
      Dabei seit: 02.02.2011 Beiträge: 514
      Wenn du einen Insolvensantrag stellst dann brauchst du einen ANwalt, und mußt es begründen warum. Du denkst doch nicht etwa das mal eben so zum Gericht wackelst und ein Unternehmen in die Pleite schicken kannst. Warscheinlich hast du den Begriff "Insolvenz" nicht verstanden.

      Im schlimmsten Fall kann das zu einer Verleumdungsklage des Unternehmers euch gegenüber herauslaufen, denn wenn das Unternhemen Zahlungsfähig ist und du die gemachten Überstunden nicht belegen kannst, dann zahlst du für Sachen wie Umsatzeinbußen wegen Rufschädigung und deren Anwalts,- und Gerichtskosten.

      Wenn du Glück hast sagt dir der Anwalt zu dem du gehst wegen der Insolvenz das ohne einen Mahnbescheid und Gerichtsurteil eh keine Chance auf Antrag einer Insolvenz hast. Hast du einen schlechten Anwalt nimmt der dir erstmal 500 Euro ab und sagt es dir dann.
    • DiscoRpion
      DiscoRpion
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2006 Beiträge: 8.966
      Mir fällt grad auf, dass ein Anspruch auf Lohn vielleicht nicht über den gerichtlichen Mahnbescheid geltend zu machen ist, da "das Geld" ja auch verseteuert werden muss und Sozialabgaben des Arbeitgebers berücksichtigt werden sollte.
      Macht ja keinen Sinn, wenn der Arbeitgeber nun einfach den Lohn zahlt, keine Sozialabgaben zahlt und der Lohn nicht versteuert wird...

      Vielleicht ist der Gang zum Arbeitsgericht doch die beste Wahl.
      Dann aber doch besser mal zum Anwalt gehen.

      Nur meine Gedanken dazu.

      Aber bitte nicht den Weg des Fremdantrags auf Insolvenz gehen. Das ist sicher nicht der Weg, den ein Arbeitnehmer als erstes gehen sollte, wenn er seinen Lohn ausgezahlt bekommen möchte.
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