Spielzüge auf den Low-Limits, die das Leben erleichtern ;-)

    • nesmit187
      nesmit187
      Bronze
      Dabei seit: 22.08.2012 Beiträge: 215
      Hallo,

      auch wenn sich jede Situation im Poker von der vorherigen unterscheidet, muss es doch ein paar Spielzüge geben, an denen man sich orientieren kann.

      1.) Z.B. kann ich auf dem passenden Board einen Contibet-Bluff machen und bei einem Call von Villain - und wenn sich meine Hand nicht verbessert - aufgeben und einfach check/fold spielen. Ist das Board nicht für eine Contibet geeignet, kann ich sofort check/fold spielen.

      2.) Dann ist mir in einem Coaching-Video eine Fausregel begegnet, die ungefähr so ging:

      a) Hero erhöht Preflop, Villain calls
      b) Hero macht eine made hand (Overpair, Toppair, Flushdraw, OESD) am Flop
      c) Spielzug: bet/fold (Flop) - bet/fold (Turn) - check/fold (River)

      3.) In einem anderen Coaching-Video wurde ein weiterer Spielzug aufgezeigt, der ungefähr so ging:

      a) Villain erhöht Preflop, Hero calls
      b) Hero macht ein Monster (Two Pair, Set, Straight, Flush oder besser)
      c) Spielzug: Check zum Preflop-Agressor/call (Flop) - check/raise bzw. in Position bet/raise (Turn) - bet/raise (River)

      Gibt es weitere Faustregeln bzw. Standardspielzüge an denen man sich orientieren kann, wie man eine Hand spielen kann?
  • 12 Antworten
    • Magerkwark
      Magerkwark
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2012 Beiträge: 1.992
      Benutz doch bitte das Wort "Micro"-Stakes, da sich dein Post offensichtlicherweise auf die kleinsten Limits bezieht. Unter Low-Stakes versteht man eher Limits wie NL 50 und 100

      1.) Kann man auch weiter barreln wenn es "scare- Karten" gibt wie zum beispiel das As

      2.) River kann man auch check/call spielen wenn Villain aggressiv ist und am turn und River draws busten, bzw es kommen blanks

      3.) Man kann auch den Flop raisen oder bis zum River warten.
    • tiasam1
      tiasam1
      Bronze
      Dabei seit: 07.01.2010 Beiträge: 2.845
      Original von nesmit187
      1.) Z.B. kann ich auf dem passenden Board einen Contibet-Bluff machen und bei einem Call von Villain - und wenn sich meine Hand nicht verbessert - aufgeben und einfach check/fold spielen. Ist das Board nicht für eine Contibet geeignet, kann ich sofort check/fold spielen.

      bin eher für barreln / barreln / barreln
    • Gantoris
      Gantoris
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2008 Beiträge: 829
      Strategie um die Micro limits zu schlagen:

      1. Never Bluff
      2. Never Slowplay
      3. Made-Hand -> Barreln, barreln,barreln
    • circe
      circe
      Bronze
      Dabei seit: 18.03.2005 Beiträge: 1.495
      4.value Betting FTw
    • DorfDisko
      DorfDisko
      Bronze
      Dabei seit: 22.09.2009 Beiträge: 248
      die beste faustregel ist:

      beachte möglichst viele faktoren am tisch und versuche darauf basierend die beste entscheidung zu treffen.

      was ich damit sagen will ist: klar lassen sich die micros wohl noch mit ABC-Poker schlagen. Aber den maximalen EV bekommst du, wenn du auf möglichst viele Dinge achtest und deinen Gegner liest. Da kann es dann auch mal mehr bringen ins loosere oder tightere von den "Faustregeln" abzuweichen. Sicher bringen solche Faustregeln was um überhaupt zu wissen, was man in verschiedenen Situationen gut spielen kann. Aber versuch dich nicht aufs büffeln von Faustregeln zu konzentrieren, sondern evaluiere die Situation immer neu.
    • SonMokuh
      SonMokuh
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2010 Beiträge: 2.861
      Na ja es gibt schon einige wichtige standard Lines, die für blutige Anfänger praktisch sind:

      - Eine standard Line ist z.B. bet Flop, bet Turn, check behind River auf drawheavy boards gegen Fische (je höher VPIP/WTS, desto besser das play) mit Top pair any kicker, so lange kein draw ankommt. z.B. A2 auf A:cT:c3:s6.

      - bet/bet/bet (2/3 bis 3/4 Potsize) mit Kicker J oder höher bei gutem board runout (alle draws busten) gegen Fische. Z.B. QJ auf Q:s2:s3:hT:h2.

      - Ein paar grundsätzliche Annahmen gegen Fische: draws werden immer gechased, auch gutshots out of position, auch gegen zwei dicke bets. Flop cbets werden gecallt mit: any pair (22 auf KQ3 wird nicht gefoldet), any draw. Turnbets werden gecallt mit: any draw, any toppair und je niedriger die Flop Karten, desto öfter auch mit second pair (auf 463Tr sollte man mit nem turncall von A4 rechnen). top pair wird nie gefoldet.
      Je tighter der Fisch, desto konservativer sollten die Annahmen werden. 38/15/30 VPIP/PFR/WTS kann vielleicht mal ein Toppair folden. Also wie immer ist natürlich nicht alles in Stein gemeißelt, aber als grunsätzliche Annahmen gegen loose Fische ist's glaub ich nicht verkehrt (bei mir funktionierts ;) ). Für 50/5 (VPIP/PFR) oder loosere Fische aber ausnahmslos anwendbar ^^

      - sets auf drawless boards gegen regulars: call Flop, call Turn, shove River (falls man in position spielt). oop würde ich lieber den Flop als den Turn raisen, also entweder raise flop, bet Turn, bet River oder call Flop, call Turn, checkraise allin River (falls villain aggro genug zum 3 mal barreln ist bzw. overpairs 3 mal valuebettet). Man sollte sich halt an das halten, was man dem Gegner verkaufen will: wenn man auf lowcard boards den Flop callt, will man weake pockets/floats repräsentieren, von denen man gebarrelt werden kann. raise turn ist da imo suboptimal, weil's als bluff einfach zu teuer ist bzw. mit weaken madehands wenig Sinn macht. Wenn dann lieber gleich den Flop raisen, das ist günstiger und lässt sich besser als bluff verkaufen als call Flop, checkraise Turn out of position auf nem 973Kr board.
      Auf drawheavy boards kann man natürlich am Flop schon action machen um draws zu repräsentieren und hoffen, dass er selbst starke draws/overpairs reinstellt. TT auf 4:s3:cT in position direkt zu raisen ist halt selten das beste play (gerade wenn man wenig blufft) - sieht man aber noch reihenweise auf NL50 und auch mal NL100.

      Bezieht sich übrigends alles auf shorthanded, von Fullring hab ich keine Ahnung =)

      Edit: Achja und das wichtigste: Position + Initiative + Skill = $$
    • SteveWarris
      SteveWarris
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2007 Beiträge: 5.790
      das beste ist, selber nachzudenken welcher spiezug der beste sein könnte.
    • blackkiwi
      blackkiwi
      Bronze
      Dabei seit: 01.01.2011 Beiträge: 616
      Bis zu welchem Limit zählen die Micro Stakes? Bis zu NL25?

      Ab wann heißen die Dinger lowstakes, gibts da grenzen irgendwo??
    • SonMokuh
      SonMokuh
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2010 Beiträge: 2.861
      Original von SteveWarris
      das beste ist, selber nachzudenken welcher spiezug der beste sein könnte.
      Ja klar, aber standardlines sind genauso wie das open raising chart einfach hilfreich für Anfänger. Man spart sich unangenehme Erfahrungen und muss das Rad nicht jedes mal neu erfinden. Drüber nachdenken, warum die Lines gut sind, sollte man natürlich trotzdem.

      @blackkiwi: NL20-NL100 sind imo lowstakes, alles darunter sind micros.
    • tomsnho
      tomsnho
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Original von blackkiwi
      Bis zu welchem Limit zählen die Micro Stakes? Bis zu NL25?

      Ab wann heißen die Dinger lowstakes, gibts da grenzen irgendwo??
      Bis NL10 ist's definitiv Microstakes. NL20 und NL25 sind so ein Streitfall - ich persönlich seh's wie SonMokuh und würde sie schon als Lowstakes bezeichnen, andere wiederum sehen NL20 und teilweise NL25 noch als Micros.

      Selbiges gilt für die Grenze nach oben. NL200 sehen manche noch als Lowstakes, andere bereits als Midstakes.
    • puma89111
      puma89111
      Global
      Dabei seit: 01.10.2007 Beiträge: 2.745
      REVOLUTIONÄRE ENTDECKUNGEN

      Ich hätts ja an deiner Stelle für mich behalten und ein E-Book verfasst ums Teuer zu verkaufen. Dass du hier solch hochklassigen Content für lau verscherbelst ist nicht sehr klug.
    • dragon9999
      dragon9999
      Black
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 1.366
      Man sollte sich beim Pokern nicht an Standardzügen oder an allgemeine Lines orientieren.
      Die eigenen Lines hängen von Gegern/Ranges/Equity/Balancing ab.
      Gegen 2 unterschiedliche Gegner kann man beim selbern board und selber Hand nicht die selbe Line spielen, bedeutet im Endeffekt daß der EV unterschiedlich ist bei gleicher Line und nicht immer die beste Line ist.