Mietrecht Österreich - Auflösungsvertrag?

    • Barkeeper
      Barkeeper
      Bronze
      Dabei seit: 23.03.2006 Beiträge: 8.797
      Hallo,

      ich wohne seit 15 Monaten in einer ~30 m² (Hauptraum 17m²) Wohnung, den befristeten Mietvertrag (bis 30.09.2015) hab ich von der Vormieterin übernommen.
      Beim Anschauen der Wohnung entging mir ein Wasserschaden da dieser von einem Schrank verdeckt wurde, beim Einzug meldete ich diesen Schaden umgehend weshalb die Hausverwaltung einen Handwerker schickte. Anschließend passierte 13 Monate nichts mehr! Trotz unzähliger Anrufe wurde ich immer vertröstet. Am Freitag war wieder ein Handwerker da, er gab an dass die komplette Wand im Wohnraum feucht ist (Richtwert bis 70, bei mir bis 150, Einheit hab ich leider vergessen). Der Handwerker wollte mir jedoch keinerlei Informationen geben was das für Konsequenzen hat. Mir ist das ganze jedoch schön langsam zu bunt, nach zahlreichen Krankheiten (u.a. zuletzt 2 Wochen Mandelentzündung) will ich einfach nur hier raus. Nach meinen ermessen muss jedoch die ganze Wand verputzt werden, womit die Hausverwaltung wohl unmöglich noch bis 2015 warten kann?!
      Hab ich eine Chance auf Mietauflösung?
      Über Antworten freue ich mich sehr!

      An die Mieterhilfe hab ich mich schon gewendet, aber viellicht findet sich ja hier auch der ein oder andere der sich damit auskennt.

      Grüße
  • 3 Antworten
    • Albatrini
      Albatrini
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 23.01.2006 Beiträge: 15.128
      Du könntest nach dieser Dauer normalerweise mit einer Kündigungsfrist (diese Kenntnis ist aus einem 3-Jahresvertrag und hoffentlich auch auf deinen, welcher wohl 5+ Jahre ist, anwendbar) von 3 Monaten kündigen oder auch nach Ankündigung die Miete mindern, sofern es dich einschränkt. Für Mietminderungen gibt es soweit ich weiß auch einen Katalog mit Richtwerten.

      Da du nachfragst nehm ich aber auch an, dass dir die drei Monate Kündigungsfrist zu lang wären?


      ~Alex
    • Barkeeper
      Barkeeper
      Bronze
      Dabei seit: 23.03.2006 Beiträge: 8.797
      Sorry, hab die Antwort gar nicht gesehen! Danke für deine Mühe!
      Will eine außerordentliche Kündigung erreichen, dürfte wohl auch mit §1117 ABGB und/oder §1118 ABGB durchgehen. Mal sehen was passiert :)

      Grüße
    • zk0235qw
      zk0235qw
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2010 Beiträge: 200
      mietrecht is kompliziert und die erste frage die man klären muss ob überhaupt das mietrechtgesetz anwendbar ist. allein diese frage könnte dich schon vor probleme stellen. da du das ABGB erwähnst: dies käme nur subsidiär zur anwendung.

      meine empfehlung. es gibt mieterschutzvereinigungen, die dir bei der entscheidung, was am besten zu tun ist, helfen. ausserdem kosten sie nix, ausser eine mitgliedschaft.(kosten sind überschaubar).
      meiner freundin haben sie damals 1000e euro gespart, weil die vermieterin überhöhten zins verlangt hat.
      also am besten dort anrufen und den fall schildern, falls dein fall aussichtsreich erscheint, werden sie dich vertreten.

      viel glück.