Oust zählen - Beispiel

    • Sinner316
      Sinner316
      Bronze
      Dabei seit: 02.02.2006 Beiträge: 735
      Hallo, ich hab in einem Pokerbuch ein sehr merkwürdiges Beispiel zum Outs zählen gefunden und wollte mal nachfragen ob ich da zu recht skeptisch bin oder ob das so in Ordnung geht:

      Hole Cards: 8h, 7h

      Flop: 9c, 7d, 2h



      Jetzt zählt der Autor folgendermaßen:

      Backdoor-Herz-Flush: 1,5
      Drilling: 2
      2 Pair: 3
      Backdoorstraight (3 nebeneinander liegende Karten): 1,5

      Das ergibt gesamt 8 Outs und ist somit gleichwertig mit einem OESD.

      Ich hätte mir jetzt erstens überlegt dass der Backdoorflush, sollte er improven - ein sehr niedriger wäre und somit 1,5 Outs wohl zu hoch wären.
      Viel irritierender finde ich aber dass hier überhaupt nicht berücksichtigt wird, dass die Karten zur Straight auch die Farbe Herz haben könnten, was somit ja schon im Backdoorflush berücksichtigt wäre.

      Kann man hier also wirklich von 7,5 - 8 Outs ausgehen?
  • 6 Antworten
    • gear
      gear
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2006 Beiträge: 4.809
      wie stark man discountet hängt sehr stark von der gegnerzahl ab.
      gegen einen gegner würde ich mir diese outs so geben (mal ganz abgesehen davon, dass wir hu mit dieser hand noch vorne liegen könnten)

      gegen mehrere gegner werden unsere outs auf 2 pair unsauber, da die 8 straights komplettieren kann

      den backdoor flush seh ich aber oft genug als stark an, da jemand ebenfalls 2 herz auf der hand halten müsste, was nicht so wahrscheinlich ist

      backdoorflushs muss man nur dann stark discounten, wenn man nur eine karte davon hält, und diese nicht die höchste oder zweithöchste mögliche Flushkarte ist
    • Sinner316
      Sinner316
      Bronze
      Dabei seit: 02.02.2006 Beiträge: 735
      Und ich gebe mir trotzdem für Backdoorstraigt und -flush jeweils 1,5 Outs obwohl die Karten die mir zur Straight fehlen auch Herzkarten sein könnten? Sind das dann nicht weniger Outs?
    • nrockets
      nrockets
      Black
      Dabei seit: 11.02.2007 Beiträge: 7.047
      Dein Gedankengang ist prinzipiell richtig.

      Allerdings müsstest du die Outs dann mathematisch gesehen nur minimal abrunden und kämst insg. auf einen Wert der nur ein Bruchteil kleiner ist als der Wert 3 , daher ist dies im Großen und Ganzen zu vernachlässigen und du solltest nach diesen Richtlinien spielen.
    • Knuddelbar
      Knuddelbar
      Bronze
      Dabei seit: 28.12.2006 Beiträge: 352
      aber ich würde generell auf einen backdoor draw keine 1,5 outs geben sondern 1out auf den backdoor flushdraw und 0,5 bis maximal 1 out auf den backdoor straight draw. alles andre ist schönreden und wenn mans danach nicht wieder discountet einfach schlecht. wären dann also 1,5 outs und nicht 3 wie mi beispiel
    • Crovax
      Crovax
      Black
      Dabei seit: 10.09.2006 Beiträge: 11.331
      in dem Fall kannst du ruhig grosszügig sein, denn oft liegst du hier auch noch vorne
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Prinzipiell sollte man einer 1-card BDStraight nur 1 Out geben (auf einem rainbow Board), vor allem wenn die Hole Card nicht die oberste Karte ist.
      Auf einem 972TJ Board kann man mit einer 8 gegen KQ verlieren, auf einem 7629T nicht. Auch kann auf einem 76K54 Board jemand eine schlechtere 1-card Straight halten, auf einem 97K65 Board geht das nicht. Außerdem muß man natürlich auch discounten, weil 1-card Straights leicht getied werden können und man kaum IO bekommt.
      Einzige Ausnahme ist, wenn man nur wenig (1-2) Gegner hat.

      Einen Backdoorflushdraw braucht man nicht zu discounten, solange man beide Hole Cards dafür benutzt. Die Gefahr der Domination ist nur gering und selbst wenn: Wenn man einen 1.5 Outs Draw um 10-15% discounted, bleiben immer noch 1.3 Outs übrig.