Noch mehr Fragen zu SSS advanced

    • skelo
      skelo
      Bronze
      Dabei seit: 18.04.2005 Beiträge: 1.387
      Hier kommen wieder ein paar Fragen zu der SSS (speziell in den höheren Limits, wo es nicht mehr strikt nach SHC geht). Bitte versucht so ausführlich wie möglich zu antworten und wenn ihr PokerTracker-Werte erwähnt, dann bitte auch kurz sagen, welche Werte genau gemeint sind und bei welchen Werten ihr dann was macht).

      1.) Grundsätzlich sind der SHC und die Artikel zur SSS doch eine Anleitung zum profitablen Spielen gegen Random Gegner. Solange ich also bei einem Gegner keine PT-Stats (bzw. nur sehr wenige Hände) und keine Notes habe, spiele ich doch ganz strikt nach SHC oder?

      2.) Ich halte jetzt Hände aus dem SHC (nicht AA oder KK) und ich habe vor mir einen Raiser (und manchmal auch vor dem Raise Limper). Nun kann ich doch im Prinzip den PFR-Wert des Gegners mit meiner Hand per PokerStove vergleichen und wenn ich vorne liege mache ich einen Push oder? Bitte erzählt doch mal genau, was eure Überlegungen zu dieser Sache sind. Auf was achtet ihr genau bei solchen Situationen?

      3.) Grundsätzlich müsste es doch immer +EV sein, gegen einen PFR-Gegner zu pushen wenn meine Hand gegen die PFR-Range des Gegners laut Pokerstove vorne liegt. Aber man muss doch noch weitere Dinge beachten oder? Ich denke die Position des Gegners ist wichtig (wie ändert ihr den angezeigten PFR-Wert des Gegners dann abhängig von dessen Position ab?) und auch die Anzahl der Hände auf die sich der PFR-Wert bezieht (ab welcher Anzahl hat man denn einen verlässlichen Wert?).

      4.) Ich komme mit PocketPairs zum Flop wobei ich entweder gelimpt oder geraist habe. Am Flop habe ich dann ein Overpair. Bitte erläutert mir eure Spielweise bei einem unraised/raised Pot, IP und OOP und gegen 1 oder mehrere Gegner. Wie weit spielt hier die Drawlastigkeit des Flops eine Rolle? Oder kann man mit Overpair immer pushen?
  • 5 Antworten
    • gertrud16
      gertrud16
      Bronze
      Dabei seit: 08.09.2006 Beiträge: 412
      na mal sehen... ich spiele mit Erfolg und mit PT

      1. sehe ich auch so
      2. wenn du die Zeit dafür hast... aber das war ja nicht die Frage: JA
      3. auf eine entsprechende Samplesize: +EV... Pokerstove nutze ich nicht
      4. Drawlastigkeit ist schon einflußgebend.
      pushen würde ich bei drawigen Boards nur raised und iP Ist aber mehr ein Gefühl denn mit Beweisführung
    • drunkenJedi
      drunkenJedi
      Bronze
      Dabei seit: 07.04.2007 Beiträge: 853
      Original von skelo
      Hier kommen wieder ein paar Fragen zu der SSS (speziell in den höheren Limits, wo es nicht mehr strikt nach SHC geht). Bitte versucht so ausführlich wie möglich zu antworten und wenn ihr PokerTracker-Werte erwähnt, dann bitte auch kurz sagen, welche Werte genau gemeint sind und bei welchen Werten ihr dann was macht).

      1.) Grundsätzlich sind der SHC und die Artikel zur SSS doch eine Anleitung zum profitablen Spielen gegen Random Gegner. Solange ich also bei einem Gegner keine PT-Stats (bzw. nur sehr wenige Hände) und keine Notes habe, spiele ich doch ganz strikt nach SHC oder?
      Das SHC setzt voraus, dass du ein Anfänger bist und von NLHE wenig bis gar keine Ahnung hast. Als erfahrener Spieler kannst du vor allem in LP und in den Blinds deutlich looser spielen, auch gegen unbekannte Gegner.

      2.) Ich halte jetzt Hände aus dem SHC (nicht AA oder KK) und ich habe vor mir einen Raiser (und manchmal auch vor dem Raise Limper).
      Leider gibt es keinen einfachen Weg die Range eines Gegners aus den Preflopstats herauszulesen. Erstens ändert sich natürlich die Range je nach Position und den Aktionen der Gegner die vorher dran waren, und wie stark sich bestimmte Gegner an die Position anpassen, lässt sich auch schwer sagen. Außerdem ist die Rangfolge der Hände in Pokerstove nicht identisch mit der realen Reihenfolge der Wertigkeit der Hände (die natürlich auch stark von der aktuellen Situation abhängt).

      Nun kann ich doch im Prinzip den PFR-Wert des Gegners mit meiner Hand per PokerStove vergleichen und wenn ich vorne liege mache ich einen Push oder? Bitte erzählt doch mal genau, was eure Überlegungen zu dieser Sache sind. Auf was achtet ihr genau bei solchen Situationen?
      Ob du gegen die Raiserange des Gegners vorne liegst oder nicht ist irrelevant, da ja der Gegner nur einen Teil seiner Hände callt.
      Relevant ist also zunächst wie oft der Gegner foldet und wie viel du dabei gewinnst. Außerdem kommt es darauf an wie deine Potodds im Falle eines Calls sind und wie viel Equity du gegen die Callrange hast.
    • karlo123
      karlo123
      Black
      Dabei seit: 25.06.2005 Beiträge: 10.193
      Original von skelo
      Hier kommen wieder ein paar Fragen zu der SSS (speziell in den höheren Limits, wo es nicht mehr strikt nach SHC geht). Bitte versucht so ausführlich wie möglich zu antworten und wenn ihr PokerTracker-Werte erwähnt, dann bitte auch kurz sagen, welche Werte genau gemeint sind und bei welchen Werten ihr dann was macht).

      1.) Grundsätzlich sind der SHC und die Artikel zur SSS doch eine Anleitung zum profitablen Spielen gegen Random Gegner. Solange ich also bei einem Gegner keine PT-Stats (bzw. nur sehr wenige Hände) und keine Notes habe, spiele ich doch ganz strikt nach SHC oder?

      Ja genau so. Eventuell kann man in den late Positions steals einbauen.

      2.) Ich halte jetzt Hände aus dem SHC (nicht AA oder KK) und ich habe vor mir einen Raiser (und manchmal auch vor dem Raise Limper). Nun kann ich doch im Prinzip den PFR-Wert des Gegners mit meiner Hand per PokerStove vergleichen und wenn ich vorne liege mache ich einen Push oder? Bitte erzählt doch mal genau, was eure Überlegungen zu dieser Sache sind. Auf was achtet ihr genau bei solchen Situationen?

      Der PFR-Wert bzw. VPIP-Wert sind schon 95% der Arbeit. Notes kommen dazu 8ala trapper) und man muss miteinrechnen lassen (bzw. kann das den Erwarungswert stigern) wie viele Hände er auf den Push foldet.

      3.) Grundsätzlich müsste es doch immer +EV sein, gegen einen PFR-Gegner zu pushen wenn meine Hand gegen die PFR-Range des Gegners laut Pokerstove vorne liegt. Aber man muss doch noch weitere Dinge beachten oder? Ich denke die Position des Gegners ist wichtig (wie ändert ihr den angezeigten PFR-Wert des Gegners dann abhängig von dessen Position ab?) und auch die Anzahl der Hände auf die sich der PFR-Wert bezieht (ab welcher Anzahl hat man denn einen verlässlichen Wert?).

      Sicher ist die Position wichtig. Hast du genug Hände so bietet sich eine PT Analyse an, welche Hände der Gegner in welcher Position wie spielt.

      4.) Ich komme mit PocketPairs zum Flop wobei ich entweder gelimpt oder geraist habe. Am Flop habe ich dann ein Overpair. Bitte erläutert mir eure Spielweise bei einem unraised/raised Pot, IP und OOP und gegen 1 oder mehrere Gegner. Wie weit spielt hier die Drawlastigkeit des Flops eine Rolle? Oder kann man mit Overpair immer pushen?

      Du kommst mit gelimpten Pocket Pairs zum Flop. Das ist aber ganz selten die feine SSS-Strategie :D . Naja und sonst gilt halt wenn du nicht sicher abweichen möchtest overPair (also jetzt nicht unbedingt 77 als Overpair) = ALLIn. Deshalb sollt man ein Overpair halt auch betten , da es ja doch anfällig ist.
    • drunkenJedi
      drunkenJedi
      Bronze
      Dabei seit: 07.04.2007 Beiträge: 853
      Original von karlo123
      Original von skelo
      1.) Grundsätzlich sind der SHC und die Artikel zur SSS doch eine Anleitung zum profitablen Spielen gegen Random Gegner. Solange ich also bei einem Gegner keine PT-Stats (bzw. nur sehr wenige Hände) und keine Notes habe, spiele ich doch ganz strikt nach SHC oder?

      Ja genau so. Eventuell kann man in den late Positions steals einbauen.

      Wie, du willst also ernsthaft gegen unbekannte Gegner AQs gegen nen BU first-in Raise wegwerfen? Und TT folden nachdem CO raist und BU und SB callen?
      Und du willst mit ATs vom BU first in auch nur "eventuell" raisen?
      Keine Stats oder Reads zu haben ist doch keine Entschuldigung dafür massenweise Situationen mit klar positivem Erwartungswert auszulassen. Es ist nunmal Fakt, dass das SHC in late Position und in den Blinds eine viel zu tighte Spielweise vorgibt.
    • karlo123
      karlo123
      Black
      Dabei seit: 25.06.2005 Beiträge: 10.193
      Original von drunkenJedi
      Original von karlo123
      Original von skelo
      1.) Grundsätzlich sind der SHC und die Artikel zur SSS doch eine Anleitung zum profitablen Spielen gegen Random Gegner. Solange ich also bei einem Gegner keine PT-Stats (bzw. nur sehr wenige Hände) und keine Notes habe, spiele ich doch ganz strikt nach SHC oder?

      Ja genau so. Eventuell kann man in den late Positions steals einbauen.

      Wie, du willst also ernsthaft gegen unbekannte Gegner AQs gegen nen BU first-in Raise wegwerfen? Und TT folden nachdem CO raist und BU und SB callen?
      Und du willst mit ATs vom BU first in auch nur "eventuell" raisen?
      Keine Stats oder Reads zu haben ist doch keine Entschuldigung dafür massenweise Situationen mit klar positivem Erwartungswert auszulassen. Es ist nunmal Fakt, dass das SHC in late Position und in den Blinds eine viel zu tighte Spielweise vorgibt.
      Steals sind bei mir auch Resteals :D . In der Regel aber ist es nicht die erste Hand die villian gegen uns spielt, so dass ich zumindest grob sehe: oh der hat noch garnichts gespielt oder halt jede Hand.

      Und es ist nicht unwichtig von wo Villian stealt. Aus dem BU repushe ich ihn natürlich looser als aus UTG kommend.

      Bei Steals ist mir übrigens meine Hand fast immer egal, da ich auf einen Repush fast immer folden muss. Ich steale in der Regel gegen Stats.