Buchführung selber machen

    • func87
      func87
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2006 Beiträge: 2.764
      Hallo zusammen,

      meine Mutter möchte sich nach über 30 Jahren Selbstständigkeit im Gastronomiebereich nun langsam zur Ruhe setzen und wird ab Anfang nächsten Jahres nur noch einen kleinen Second-Hand-Laden (Kleidung für Kinder & Erwachsene) führen, damit sie "nicht einrostet" und noch ein bisschen arbeiten kann.

      Bisher hat Sie die Gesamte Buchführung immer von einem Steuerberater machen lassen (gesamelte Rechnungen, Belege, Kassenabschläge zum Steuerberater geschickt und der hat ALLES weitere gemacht).

      Da nun häufiger die Information aus dem Bekanntenreis kam, dass man die Buchführung mit diversen Programmen auch selber erledigen und somit sehr viel Geld sparen kann und der Second-Hand-Laden sicher nicht soviel Geld abwirft, kam meine Mutter auf mich zu und fragte mich ob ich mich mit der Buchführung beschäftigen möchte.

      Ich selbst habe eine kaufmännische Ausbildung gemacht und in der Theorie habe ich auch schon damit gearbeitet (buchen auf Konten, Inventur, Schlussbilanzen, ...).
      Habe aber noch nie praktisch damit gearbeitet.

      Meine Fragen:
      1. Was kann man selber machen (entsprechende Sorfalt vorrausgesetzt)?
      2. Was sollte man besser dem Steuerberater überlassen?
      3. Welches Programm empfiehlt sich für einen kleinen Second-Hand-Laden? (Anfangs ohne Personal, später ggf. 1 Angestellte; kein CRM)
      4. Wo fängt man an? Sind die Programme auch schon mit kleinen "Tutorials" oder "Managern" ausgetattet, die einen unterstützen und Tips zur korrekten Nutzung des Programms geben?

      Besten Dank!
  • 9 Antworten
    • CMB
      CMB
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2007 Beiträge: 6.448
      Lass es!

      CMB
    • fischief
      fischief
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 4.801
      Hi,

      wenn Ausbildung plus ein paar Jahre Berufserfahrung in dem Bereich machs. Wenn nicht siehe Post von CMB.
    • chuck2001
      chuck2001
      Gold
      Dabei seit: 22.11.2007 Beiträge: 3.705
      Weiß nicht wie hoch bei euch deutschen die Schwellenwerte sind, die nicht überschritten werden dürfen, jedoch denke ich dass ein kleiner Second-Hand-Laden diese nicht überschreitet und somit eine einfache Einnahmen- Ausgaben-Rechnung völlig reicht, oder? Wenn ja, kann man das doch easy selbst machen und sich die Kosten für den Steuerberater sparen - oder etwa nicht?
    • FiftyBlume
      FiftyBlume
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2010 Beiträge: 8.580
      Klar kann man das selber machen.

      Wie teuer kam euch denn der Steuerberater, daraus kann man meist schon ablesen, wie viel Aufwand das bedeutet.

      Im Grunde ist das kein Problem, weil du ja einfach "nur" nachschauen/lernen musst, was der Steuerberater mit den Unterlagen gemacht hat...

      Du musst nur wissen, ob sich das für dich lohnt - meist tut es das, weil man ja schon für sich selbst ordentlich Buch führt und das eben nur noch in die offizielle Form übertragen muss.
    • marketoring
      marketoring
      Global
      Dabei seit: 23.11.2012 Beiträge: 39
      Grundsätzlich verstehe ich nicht, warum die Leute immer alle zum Steuerberater gehen, um dort ein Paar belege abheften zu lassen.

      Dafür gibt es Buchhalterinnen. Entweder suchst du dir ein Büro, was recht teuer ist oder eine die nebenbei Buchhaltungsservice anbietet.

      Ich hatte eine, Dort habe ich 1x im Monat alles hingeschickt, sie hat sortiert, kontiert, quittiert, gebucht, UST Voranmeldung gemacht und mir das ganze wieder zurückgeschickt. Ich habs einfach in den Ordner geheftet und ruhe war. hat mich 60€ netto gekostet pro Monat. Bei der UST Sonderprüfung gab es keine Beanstandungen. Alles sauber.

      Alternativ ist, du suchst dir sojemand aus deiner Stadt/Ort und machst es mit ihr gemeinsam 1x im Monat. So kannst du lernen, und direkt alles besprechen. Das ganze dauert halt 2-3 Stunden pro Monat (zumindest bei mir, aber hatte auch ne Menge Bewirtungsbelege).

      Zum Steuerberater gehst du dann am Ende des Jahres, mit deinen Konten (Buchhaltungskonten) und der macht dann die EKS-Erklärung fertig. Der weiss was du wie wo warum absetzen kannst, setzt seinen Stempel und Unterschrift drunter und ab zum Finanzamt. Für Buchhaltung finde ich einen Steuerberater total oversized.

      Wenn du übrigens richtig klein bist, geh zu http://www.steuerberaten.de
    • Badaboombadabang
      Badaboombadabang
      Bronze
      Dabei seit: 07.02.2010 Beiträge: 1.767
      Ordner auf dem Desktop wo du alle Word - und Notepaddateien sammelst und ne Heftzwecke sind as far as i manage my life genug.
    • chuck2001
      chuck2001
      Gold
      Dabei seit: 22.11.2007 Beiträge: 3.705
      http://www.amazon.de/gp/product/3648017071/ref=gb1h_img_c-1_6807_A2NV6ZSGTCCSR?smid=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_t=101&pf_rd_s=center-1&pf_rd_r=08X5SE1S67ZWD0CGQ0SE&pf_rd_i=872398&pf_rd_p=346666807

      grad nur zufällig gesehen, ist mit vier sternen bewertet und ab 16:15 beim cyber monday vergünstigt - is zwar die 2012er version, für die es schon ein update gibt, aber "mailen sie uns ihren kaufbeleg und sie erhalten das update 2013 gratis" ;)

      falls es dich interessiert
    • FiftyBlume
      FiftyBlume
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2010 Beiträge: 8.580
      Original von marketoring
      Zum Steuerberater gehst du dann am Ende des Jahres, mit deinen Konten (Buchhaltungskonten) und der macht dann die EKS-Erklärung fertig. Der weiss was du wie wo warum absetzen kannst, setzt seinen Stempel und Unterschrift drunter und ab zum Finanzamt. Für Buchhaltung finde ich einen Steuerberater total oversized.
      Dazu nochmal kurz:

      Der Steuerberater kann auch nur das Absetzen, was man ihm in Form von Belegen mitgibt - wenn du nicht weißt, dass du deinen PC absetzen kannst, und ihm deswegen keine Rechnung gibst, dann setzt er ihn auch nicht ab.

      Entsprechend musst du also im Grunde vorher schon wissen, was du absetzen kannst und dann kannst du das auch selbst eintragen und zusammenrechnen.


      Wenn man sich ein bisschen damit beschäftigt, kann man sicherlich noch etwas Geld sparen, die Frage ist, ob man das denn auch will.


      Unabhängig von deiner Entscheidung rate ich dir, auf jedenfall selbst eine ordentliche Buchhaltung zu machen(z.B. in Form einer Einnahmen-Ausgaben-Liste) und schon Sachen zu markieren, die evt. steuerlich geltend gemacht werden können, sodass man nicht von einer evt. Nachzahlung arg überrascht ist.
    • josch2001
      josch2001
      Black
      Dabei seit: 25.03.2006 Beiträge: 16.984
      Original von fischief
      Hi,

      wenn Ausbildung plus ein paar Jahre Berufserfahrung in dem Bereich machs. Wenn nicht siehe Post von CMB.
      Schmarrn, du must ja nicht gleich alles übernehmen. Wie hier schon geschrieben wurde kannst du kleinere Tätigkeiten auch selbst machen. Sortieren, Kassenbuch führen usw. Je nachdem was du dir zutraust. Finde die Idee dir ne Buchhalterin zu suchen, die dir das zeigt am besten. Sprech halt auch mal mit deinem Steuerberater, wenn er ein ehrlicher Kerl ist sagt er dir auch was man selbst machen kann.