nesmit187

    • nesmit187
      nesmit187
      Bronze
      Dabei seit: 22.08.2012 Beiträge: 215
      Lektion 1

      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?
      • Weil das Poker spielen Spaß macht.
      • Weil Poker eine willkommende Abwechslung zum Alltag ist.
      • Weil mich die intellektuelle Herausforderung beim Pokern reizt und ich den Willen habe, mich gegen andere Spieler - auf meinen Weg durch die Limits :D - durchzusetzen.
      • Weil man mit Pokern Geld verdienen kann (auch wenn zu Beginn nur geringe Beträge z.B. für kleine Belohnungen stehen, so kann es sich - bei entsprechendem Einsatz - doch zu einem guten und regelmäßigen Nebenverdienst entwickeln).



      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?
      • Ich spiele lieber, als mich mit der Theorie zu beschäftigen. Es ist nicht so, dass ich gar keine Theorie mache (habe den Einsteigerkurs absolviert, einige weiterführende Artikel gelesen und viele Videos gesehen). Am liebsten sitze ich aber an den Tischen - insbesondere wenn ich in einem theoretischen Bereich nicht weiterkomme, lasse ich ihn erst einmal liegen...
      • Momentan hakt es bei mir noch deutlich beim Thema Equity (dies fällt mir immer wieder auf, wenn ich meine Hände im Handdiskussions-Forum poste).
      • Ich kann die Range meiner Gegner nur schwer einschätzen und denke zu oft, dass ich geschlagen bin, so dass ich meine Hand aufgebe und mir Value entgehen lasse.
      • Ich bin mir nicht sicher, ob ich zu viele Tische spiele. Ich spiele zur Zeit 6 Tische und fühle mich gut dabei. Aber wenn ich dann plötzlich an 3 Tischen eine Entscheidung treffen muss, kann es schonmal eng werden. Allerdings kann das auch passieren, wenn ich nur 4 Tische spiele - zumal die Time Bank begrenzt ist.
      • Ich kann eine Pokersession nur schwer beenden, wenn ich darin Verlust gemacht habe und spiele weiter, um meine Verluste wieder reinzuholen, wobei ich dann oft noch mehr Verlust mache. :f_frown:



      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?
      • Tight bedeutet, dass man nur ausgewählte Starthände spielt, um sich gegen die - meist unbekannten - Gegner nicht in marginale Situationen zu bringen, sondern um ihre Hände möglichst zu dominieren. Bei der Handauswahl spielen die Position am Tisch (Preflop und Postflop), die Stacksize des Gegners und eventuelle Reads eine Rolle. Nach Flop, Turn und River muss man seine Handstärke stets neu evaluieren und sollte dann nur - mit Ausnahme eines Bluffs - seine starken Hände (starke Draws, Made Hands, Monster) weiterspielen und sich von schlechten Händen lösen.
      • Aggressiv bedeutet, dass wir unsere - gut ausgewählten Starthände - betten oder raisen, anstatt zu limpen oder zu callen. Somit spielen wir aktiv, anstatt passiv, so dass wir unsere Gegner vor schwere Entscheidungen stellen und versuchen sie zu Fehlern zu zwingen.
      • Tight-aggressiv meint damit, dass wir unsere gut ausgewählten Starthände durch betten und raisen agressiv spielen.
  • 16 Antworten
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hi, willkommen in unserem Kurs.

      Ich denke was deine Schwächen betrifft, bist du mit dem Anfänger Kurs schonmal auf einem guten Weg, und auch das Posten von Händen ist sehr gut und wird dir viel weiterhelfen.

      Wo genau liegen deine Probleme bezüglich der Equity?

      Zum beenden einer Session mit Verlust, hier ist es wichtig ein Stop-Loss Limit zu haben. Also beispielsweise wenn du 2 oder 3 Stacks down bist musst du dich einfach zwingen eine Pause zu machen, oder auch an dem Tag gar nicht mehr weiterspielen. Man fängt irgendwann einfach unterbewust an zu tilten. Was nie gut ist.

      Frage 3 gefällt mir sehr gut.

      Von daher sage ich schonmal viel Spaß mit Lektion 2
    • nesmit187
      nesmit187
      Bronze
      Dabei seit: 22.08.2012 Beiträge: 215
      Original von SpeedyBK
      Wo genau liegen deine Probleme bezüglich der Equity?
      Mein Problem liegt darin, dass ich mit der Equity, die das Equilab ausspuckt, nicht richtig umzugehen weiß. Ich glaube, dass ich diese zu den Pot-Odds ins Verhältnis setzen muss. Die Pot-Odds lassen sich ja auch prozentual darstellen (teilweise wird dann hier von benötigter Equity gesprochen; irgendwo ist mir auch die Formel Equity = 1/Odds + 1 begegnet).

      Ich habe mir folgende Formel zusammengereimt: Equity meiner Hand (also der Wert aus dem Equilab) > Pot-Odds (benötigte Equity) = +EV (Profit)

      Letztlich fehlt mir ein Artikel oder Thread, in dem das Thema Equity für Einsteiger verständlich und nachvollziehbar erklärt wird.

      Ich hatte auch schon eine Anfrage im Strategie-Forum gestartet. Dort wurde ich aber letztlich - auch vom Mod - an Google verwiesen, was ich komisch fand, da doch gerade für solche Fragen eine Pokerschule da sein sollte.
    • nesmit187
      nesmit187
      Bronze
      Dabei seit: 22.08.2012 Beiträge: 215
      Lektion 2

      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum?

      Wie im Artikel „Crushing NL 50 (1/6) Das Preflopspiel“ zu lesen ist, würde ich an folgenden Stellen abweichend vom SHC spielen:
      • Blindsteeling
      • Isolation
      • Domination

      Voraussetzung ist wohl immer, dass ich Reads auf meine Gegner habe.

      Beim Blindsteeling würde ich z.B. Axo, Kxs, oder suited One Gappers aus später Position erhöhen, wenn vor mir alle ausgestiegen sind oder andersherum meinen Bigblind gegen ein vermeintliches Blindsteeling-Raise verteidigen. So würde ich auch spielen, wenn ich noch keine Reads auf meine Gegner habe. Wenn mir dabei viel Gegenwehr entgegenschlägt, würde ich mein Spiel natürlich anpassen müssen. Außerdem würde ich hier Hände, die ich auf ein Reraise nach mir folden müsste, bei einem Reraise der Blinds auch broke spielen, insbesondere QQ, AK. Bei entsprechenden Reads auf die Gegner auch mal JJ oder AQ.

      Schwieriger wird es in den Bereichen Isolation und Domination. Zwar habe ich die Theorie verstanden. In der Praxis würde ich jedoch meist aussagekräftige Reads auf meine Gegner benötigen. Diese fehlen mir aber oft, da die Gegenspieler ständig wechseln, ich kein Tracking-Programm nutze und ich bei 4-6 gespielten Tischen nicht immer alles mitbekomme. :f_confused:

      Außerdem würde ich manchmal aus MP3 abweichend vom SHC spielen:
      • KQo würde ich hier raisen, wenn vor mir alle aussteigen oder es vor mir einen Limper gab, da die Hand deutlich stärker ist als die übrigen Hände in der Kategorie (also Kjo, Kto, Qjo, QTo, JTo).
      • 99 würde ich hier raisen, wenn vor mir alle aussteigen oder es vor mir einen Limper gab, da ich hier, auch wenn ich das Set nicht treffe, auf vielen Flops noch ein Overpair habe.
      • AQ würde ich hier raisen, auch wenn es vor mir einen Limper gab, da die Hand doch relativ stark ist (Stichwort: Domination).



      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat.
      Hier die Hand, auch wenn sie schon etwas zurückliegt.

      Durch das SHC habe ich Preflop eigentlich kaum Schwierigkeiten - anders sieht es meist Postflop aus. Nur bei QQ oder AK fällt es mir schwer die Hand auf ein Reraise hin zu folden oder zu puschen - auch wenn beides im Anfängerbereich wohl kein großer Fehler ist.



      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo?

      Ich habe eine Equity von 46,32%.

             Equity     Win     Tie
      UTG    46.32%  37.92%   8.41% { AKo }
      UTG+1  53.68%  45.27%   8.41% { 88+, AJs+, KQs, AKo }


      Meine Frage: Die Berechnung der Equity mit dem Equilab ist kein Problem. Aber wie berechne ich die Equity manuell?
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Frage 1:
      Das schaut sehr gut aus. Ein wichtiger Punkt ist noch, dass das SHC einiges verallgemeinert. Zum Beispiel werden Positionen und Hände zu Gruppen zusammengefasst. Da liegt noch einiges Potential verborgen, wenn man dies differenzierter betrachtet. Bezüglich Reads: Das ist halt das Problem der Microlimits und des Großen Spielerpools. Da kann man leider nicht zu jedem Gegner Reads haben. Wenn du an den Tischen allerdings nicht alles mitbekommst, dann solltest du vielleicht einen oder 2 Tische weniger spielen.

      Frage 2:
      Zur Hand hat Achim ja schon etwas gesagt.

      Frage 3:
      Schau mal bei deinem Kollegen hier, der hat das gleiche gefragt: Infinitom
      Ist halt sehr aufwendig.


      Zu deiner Frage:
      Letztendlich ist die Equity fast gleich zu den Pot Odds, sie ist nur etwas genauer. Von den Pot Odds kennst du ja folgende Beziehung:

      Pot Odds = möglicher Gewinn : zu zahlender Einsatz

      das ist das gleiche wie:

      Benötigte Equity = möglicher Gesamtgewinn / zu zahlender Einsatz.

      Und wenn du die benötigte Equity kennst, dann brauchst du die eigentlich nur noch mit dem Wert vergleichen, den das Equilab ausspuckt.

      Ich werde im Verlauf des Kurses mal schauen, ob wir und das anhand einige Beispiele anschauen können.
    • nesmit187
      nesmit187
      Bronze
      Dabei seit: 22.08.2012 Beiträge: 215
      Lektion 3

      Frage 1: Du hältst K :spade: Q :spade: . Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 3 :diamond: 3 :club: ? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: J :spade: 5 :diamond: 3 :spade: ?

      Vor dem Flop:

      Equity Win Tie
      Hero 50.78% 50.40% 0.38% { KsQs }
      Villain 49.22% 48.84% 0.38% { 3d3c }


      Nach dem Flop

      Board: Js5d3s
      Equity Win Tie
      Hero 26.46% 26.46% 0.00% { KsQs }
      Villain 73.54% 73.54% 0.00% { 3d3c }

      Fazit: Trotz des 2nd-Nut-Flush-Draw kein guter Spot. Wenn beide Spieler einen vollen Stack haben/hatten scheidet ein All-In aus. Ich habe am Flop 8 Outs (A, T, 9, 8, 7,6, 4,2) und würde daher streng nach Pot-Odds (5:1) callen oder folden.


      Frage 2: Wie würdest du in der folgenden Hand agieren? No Limit Hold'em $2 (9-handed)

      Spieler und Stacks:
      UTG: $2.00
      UTG+1: $2.08
      MP1: $1.92
      MP2: $1.00
      MP3: $3.06
      CO: (Hero) $2.08
      BU: $2.00
      SB: $2.00
      BB: $1.24
      Preflop: Hero is CO with A :club: J :club:
      5 folds, Hero raises to $0.08, BU calls $0.08, SB folds, BB calls $0.06.

      Flop: ($0.25) 2 :club: 6 :diamond: 3 :diamond: (3 players)
      BB checks, Hero checks, BU checks.

      Turn: ($0.25) 5 :club: (3 players)
      BB checks, Hero bets $0.22, BU raises to $0.44, BB folds, Hero...?

      Hero calls!

      Begründung:

      1. Range des Gegners:
      Nach dem Flat Call Preflop und dem Check am Flop würde ich dem BU eine sehr weite Range geben, z.B. wie 22+, AT+, KQ, QJ, JT, suited connectors.

      Das Raise am Turn symbolisiert dann grundsätzlich Stärke, vor allem da es ein min-raise ist. Gegen Hände wie 74, 4x, 66, 55, 33, 22, 77+ liege ich hier hinten. Obwohl ich ein Set oder Overpair beim BU aufgrund des check behind IP am Flop eher für unwahrscheinlich (aber nicht unmöglich) halte. Eher wahrscheinlich ist ein Twopair (65) oder ein Straight-Draw mit 87 oder ein Flush-Draw (:club: oder :diamond:) mit dem der BU einen Semibluff macht. Dabei gehe ich eher von einem :club: Flush-Draw aus. Mit einem :diamond: Flush-Draw hätte Villain dem Semibluff wohl eher den Flop gespielt, statt den Flop zu checken und dann am Turn einen Semibluff zu machen.

      2. Outs:
      Jedes :club: bringt mir den Nutflush, jede 4 eine Straight, jedes A und jeder J das Toppair.

      Ich gebe mir:

      7 (statt 9) Outs auf den Flush – da ein Flushdraw z.B. KQ , KT, QT, beim Gegner auch wahrscheinlich ist

      3 (statt 4) Outs auf die Straight – der Gegner könnte A4 gespielt haben, dann würden wir nur splitten

      2 (statt 3) Outs auf das A – der Gegner könnte ein Ax (z.B. zwei Overcards wie AT oder der Gutshot zum Wheel) so spielen, so dass ein A mir ein Toppair mit gutem Kicker bringen würde

      3 Outs auf den J – einen J (z.B. JJ, AJ, KJ) sehe ich nicht beim Gegner. Auch QQ+ nicht, so dass der J mir ebenfalls ein Toppai mit Topkicker bringen würde

      Ich habe somit zwischen 15-19 Outs. Die Outs habe ich nach der „gefühlten“ Range des Gegners discountet.

      3. Odds:
      15 Outs sind Odds von 2:1

      4. Pott Odds:
      Am Turn sind nach Heros bet und Villains raise insgesamt ($0,25 + $0,22 + $ 0,44) $ 0,91 im Pot. Hero müsste noch $ 0,22 bezahlen. Mach Pot-Odds von 0,91:0,22 ~ 4,1:1.

      Die Pott Odds (4:1) sind größer als die Odds (2:1), daher MUSS Hero callen.

      5. Equity:
      Nach diesen Überlegungen habe ich mich nochmal dem Equilab zugewendet:

      a) Gebe ich Villain 22+, 74 oder den :club: und :diamond: Flush-Draw sieht es schlecht für mich aus.

      Board: 6d3d2c5c
      Equity Win Tie
      Hero 27.36% 24.89% 2.47% { AcJc }
      Villain 72.64% 70.17% 2.47% { 55+, 33-22, 74s, 65s, AdKd, KcQc, 74o, 65o }

      b) Nehme ich den :diamond: Flush-Draw raus – da er dann wohl bet Flop und nicht check Flop raise Turn gespielt hätte – sieht es nicht besser aus:

      de.pokerstrategy.com
      Board: 2c6d3d5c
      Equity Win Tie
      Hero 27.36% 24.89% 2.47% { AcJc }
      Villain 72.64% 70.17% 2.47% { 55+, 33-22, 74s, 65s, KcQc, 74o, 65o }

      Aber warum ändert sich die Equity hier nicht???

      c) Nehme ich Sets, Twopiars, Overpair (99+) und die Straigt raus und gebe ihm nur den :club: und den :diamond: Flush-Draw liege ich leicht vorne:

      de.pokerstrategy.com
      Board: 2c6d3d5c
      Equity Win Tie
      Hero 55.11% 52.27% 2.84% { AcJc }
      Villain 44.89% 42.05% 2.84% { AdKd, KcQc }

      d) Erst wenn ich Villain allein den :club: Flush-Draw gebe liege ich weit vorne:

      Board: 6d3d2c5c
      Equity Win Tie
      Hero 82.95% 79.55% 3.41% { AcJc }
      Villain 17.05% 13.64% 3.41% { KcQc }


      Frage 3: Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten.

      Hier die Hand, auch wenn sie wieder etwas länger zurückliegt.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Frage 1:
      Das ist soweit korrekt.


      Frage 2:

      Zur Range: Einen Draw sehe ich hier eigentlich nicht am Turn raisen, schon gar nicht minraisen. Ich würde hier schon von einer Starken Hand also der Straight oder einem Set ausgehen.

      Zu den Outs:
      Der Flushdraw geht klar, wobei wir aufpassen müssen, wenn unser Gegner ein Set hat, dann können wir uns darauf nur 7 Outs geben. Die 3 Outs zur Straight können wir knicken. Wenn du dir das Board nochmal anschaust, wirst du feststellen, dann die Straight am Board liegt, wenn noch eine 4 kommt. Wir splitten also im besten Fall und verlieren, wenn der gegner eine 7 hat. Zuletzt die Toppairs, wenn wir dem Gegner hier eine starke Range geben, reicht ein Toppair nicht mehr zum gewinnen, daher würde ich diese Outs direkt discounten.
      Es bleibt also irgendetwas zwischen 7 und 9 Outs, die wir uns geben können.

      Zu den Potodds:
      Wie sieht die Sache nun aus, nachdem wir unsere Outs etwas zusammengestrichen haben?

      Zur Equity:
      Die brauchen wir hier eigentlich nicht, nachdem wir die Aufgabe über die Potodds schon gelöst haben.


      Frage 3:
      Ich sehe die Hand so wie K73, das passt schon so. Ein Fold ist da zu weak imo.
    • nesmit187
      nesmit187
      Bronze
      Dabei seit: 22.08.2012 Beiträge: 215
      Lektion 3 – Nachtrag

      Frage 2:

      Original von SpeedyBK

      Wie sieht die Sache nun aus, nachdem wir unsere Outs etwas zusammengestrichen haben?
      Bei Outs zwischen 7 und 9 sieht es so aus:

      7 Outs = Odds von 6:1
      8 Outs = Odds von 5:1
      9 Outs = Odds von 4:1

      Die Pott Odds liegen nach wie vor bei 4:1.

      Daraus folgt:
      a) Demnach kann Hero streng nach Pott Odds nur bei 9 Outs callen, da sich hier Odds und Pott Odds die Waage halten.

      b) Bei 7 oder 8 Outs müssen dann die Implied Odds berücksichtigt werden.

      aa) 8 Outs = Odds von 5:1

      Wenn Hero $ 0,22 callen soll, müssen mindestens (5* $ 0,22) § 1,10 im Pot sein. Tatsächlich beträgt der Pot aber nur $ 0,91. Das macht eine Differenz von $ 0,19.

      Wenn Hero am Turn callt sind $ 1,13 im Pot.

      Da wir Villain eine starke Hand geben, wird er am River sicher bereit sein, weitere $ 0,19 (in einen Pot von $ 1,13) zu investieren, wenn wir unseren Flush treffen.

      bb) 9 Outs = Odds von 4:1
      Hier müssten mindestens (6* $ 0,22) $ 1,32 im Pot sein; es fehlen also am Turn $ 0,41 im Pot.

      Auch hier dürfte Villain am River bereit sein, weitere $ 0,41 (in einen Pot von $ 1,13) – d.h. ca. 1/3 Potsize – zu zahlen, wenn unser Flush ankommt.

      c) Unter Berücksichtigung der Implied Odds sollte Hero auch bei 7-9 Outs callen.



      Original von SpeedyBK

      Die brauchen wir hier eigentlich nicht, nachdem wir die Aufgabe über die Potodds schon gelöst haben.
      Zur Equity habe ich nur etwas geschrieben, da ich damit noch einige Probleme habe. Wollte mich einfach etwas mit dem Thema beschäftigen.

      Sind mir dabei – abgesehen davon, dass ich Villain ein zu weite Range gegeben habe – Fehler unterlaufen?
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Nö, das ist im wesentlichen alles richtig. Du kannst in der Aufgabe einfach mit 8 Outs rechnen. Wie gesagt, gegen Sets haben wir 7 Outs, gegen fast alles andere haben wir 9 Outs. Eigentlich müsste man jetzt schauen, wie viele Handkombinationen das jeweils sind, aber da ändern sich eh nur noch nachkommastellen, von daher kann man einfach mit 8 Outs rechnen, und das hast du ja getan und das passt soweit auch alles.

      Dann also viel Spaß bei Lektion 4.
    • nesmit187
      nesmit187
      Bronze
      Dabei seit: 22.08.2012 Beiträge: 215
      Lektion 4

      Frage 1: Poste eine Hand in unseren Handbewertungsforen, in der du postflop die Initiative hast.

      Hier zwei Hände, in der ich postflop (eigentlich) die Initiative hatte, die dann aber etwas merkwürdig abliefen, da ich plötzlich mit einer Donkbet (Hand 1) bzw. einem Raise (Hand 2) konfrontiert war ?(

      Hand 1 und Hand 2

      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde.

      Hier zwei Hände, bei denen ich mich als Handbewerter probiert habe.

      Hand 1 und Hand 2


      Frage 3: Du stehst am Flop mit K :spade: Q :diamond: . Auf dem Board liegt J :spade: , 9 :club: , 8 :heart: und dein Gegner hält 7:club: 7 :heart: . Welche Equity besitzt du in diesem Spot?

      Equity=41,41%


      Board: J:spade: 9:club: 8:heart:
      Equity Win Tie
      UTG 41.41% 41.41% 0.00% { KsQd }
      UTG+1 58.59% 58.59% 0.00% { 7h7c }


      Gibt es dazu noch eine Zusatzfrage – oder war das schon alles? :s_cool:
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Joa, das wars schon.

      Zu deinen Händen hast Ghost ja schon etwas gesagt und die Bewertungen sowie die Frage 3 zur Equity sehen auch gut aus. Von daher kann ich dich gleich zur Lektion 5 weiterschicken, da gibts dann auch wieder mehr zu tun ;) .
    • nesmit187
      nesmit187
      Bronze
      Dabei seit: 22.08.2012 Beiträge: 215
      Lektion 5

      Frage 1: Poste eine Hand zur Bewertung, bei der du deine Entscheidungen von den Stats deines Gegners abhängig gemacht hast.

      Ich spiele (noch) ohne Stats, daher poste ich eine (ältere) Hand, bei der ich meine Entscheidung von Notes über den Gegner abhängig gemacht habe. Hoffe, das geht aus.

      Hand


      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde.

      Hier wieder zwei Hände, bei denen ich mich als Handbewerter probiert haben.

      Hand 1 – hier konnte sich der Handbewerter mit meiner Meinung anfreunden.
      Hand 2 – hier lag dafür ziemlich daneben.

      Insgesamt habe ich immer noch Probleme damit, Villain eine vernünftige Range zu geben.


      Frage 3: Sieh dir folgende Situation an:

      $10 NL Hold'em (7-handed)

      Stacks & Stats:
      UTG ($10)
      MP ($8)
      MP2 ($9)
      CO ($10)
      Hero($10)
      SB ($10) (17/13/2.6/24/1212) [VPIP/PFR/AF/WTS/Hands]
      BB ($10) (27/9/2.0/29/333) [VPIP/PFR/AF/WTS/Hands]

      Preflop: Hero is BU with 6Diamond , 7Diamond
      4 folds, Hero raises to $0.40, SB calls $0.40, BB calls $0.40

      Flop: ($1.20) 3Diamond , 3Heart , TDiamond (3 players)
      SB checks, BB checks, Hero checks

      Turn: ($1.20) JDiamond (3 players)
      SB bets $1.00, BB calls $1.00, Hero...

      Wie würdest du agieren und warum?

      Wie gesagt, spiele ich noch ohne Stats, daher alle Angaben ohne Gewähr.

      Der SB scheint ein TAG zu sein. Der BB – aufgrund der Lücke zwischen VPIP und PFR – eher ein looser Spieler. Dem SB gebe ich daher folgende Range: 22+, AT+, Broadways und suitde connector (78+). Beim BB sehe ich noch zusätzlich Hände wie A2s+, K6s+, kleinere suited Connectors (54s) und One Gappers (T8s+)

      Am Flop habe ich den Flushdraw (und Backdoor Straightdraw). Nachdem beide Spieler checken hätte man daher durchaus eine Cbet als Semibluff machen können. Dagegen spricht, dass auf dem paired Board mit zwei :diamond: wohl alle Pocketpairs, Overcards und Flushdraws callen, die Cbet also wenig Foldequity erzeugt. Wenn ich nicht sicher weiß, dass beide Gegner auf eine Cbet folden, finde ich den Check behind auch vertretbar.

      Am Turn treffe ich dann den Flush. Allerdings keinen sehr hohen. Meiner Meinung nach sind hier zwei Lines denkbar.

      1. Raise (so auf $ 4,50)

      a) pro: Ich bekomme Value von jeder 3 und den Flushdraws

      b) contra: Eine 3 macht nur einen sehr kleinen Teil in der gegnerischen Range aus. Auch könnte bereits ein höherer Flush unterwegs sein. Weiter vertreibt ein Raise viele schlechtere Hände, von denen ich sonst (vielleicht) noch etwas Value am River bekommen würde, z.B. AJ, KJ, QJ. Schließlich müsste ich nach einem Raise und einem Call auf ein weiteres :diamond: am River wohl c/f spielen.

      2. Call

      a) pro: Potcontroll. Und ich bin IP, d.h. ich kann am River entscheiden, ob ich nochmal eine Bet calle oder nach einem erneuten Check der Gegner sebst nochmal für Value bette.

      b) contra: Vielleicht weniger Value von Händen wie A3 und Flushdraws.

      Ich würde mich hier dennoch für den Call am Turn und den den Call bzw. die Bet am River entscheiden.


      Frage 4: Sieh dir folgende Situation an:

      $10 NL Hold'em (8-handed)

      Stacks & Stats
      UTG ($8)
      MP ($10)
      MP2 ($9)
      MP3 ($6)
      Hero ($10)
      BU ($10) (25/21/3.8/26/1250) [VPIP/PFR/AF/WTS/Hands]
      SB ($10)
      BB ($10)

      Preflop: Hero is CO with JHeart , JSpade
      4 folds, Hero raises to $0.40, BU 3-bets to $1.30, 2 folds, Hero calls $1.30

      Flop: ($2.75) 6Heart , 9Spade , TClub (2 players)
      Hero...

      Wie würdest du agieren und warum?

      Der BU scheint loose/aggressiv zu sein. Ich würde ihm folgende 3bet-Range geben: 88+, ATs, AJo, KJs, KQo

      Preflop hätte ich die 3bet nicht OOP gecallt, sondern gefoldet. Aber es ist ja nur eine Beispielhand.

      Am Flop habe ich dann das Overpair (und den Backdoor Straightdraw). Gegen Villains Range sehe ich mich hier vorne. Am liebsten würde ich den Pot gleich mitnehmen, da ich am Turn keine Highcard sehen möchte - mit Ausnahme einer Q vielleicht, weil sie mir den OESD bringt. Hier sind drei Lines denkbar.

      1. Bet - da keine Draws möglich sind so 1/2 bis 2/3 Potsize

      a) pro: Villain kann - z.B. mit Overcards - nicht behind checken. Auf ein Raise von Villain könnte ich die Hand noch easy folden. Auch bei einem Call könnte ich ab Turn easy c/f spielen.

      b) contra: Bei einem Call, weiß ich immer noch nicht genau, wo ich stehe - dürfte vermutlich aber hinten liegen. Turn und River spielen sich dann OOP auch nicht gut.

      2. C/R

      a) pro: Als PFA und aggressiver Spieler wird Villain sicher eine Contibet machen und auf mein c/r sicher einen großen Teil seiner Range folden. c/r hat - bei einem Fold von Villain - mehr Value als die bloße Bet.

      b) contra: Nach meinem c/r bin ich wohl committed und komme bei einem Call, Raise oder Push von Villain nicht mehr aus der Hand raus. Außerdem dürfte ich dann fast immer hinten liege. Also isoliere ich mich damit nur gegen bessere Hände.

      3. C/C

      a) pro: Das macht Sinn, wenn Villain oft genug eine Cbet als Bluff macht und nach einem Call am Turn aufgibt.

      b) contra: Gerade OOP macht diese Line aber wenig Sinn. Ich weiß nach der Bet ja nicht, ob Villain am Turn aufgibt. Wenn ich dann am Turn erneut checke, kann Villain einfach als Bluff 2nd-barreln. Und ich werde das kaum callen können.

      Ich würde ich daher zur b/f (Flop), c/f (Turn) tendieren. Alternativ schon c/f am Flop spielen.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Fragen 1 und 2:
      Deine Hände und Bewertungen gefallen mir ganz gut. Und MiiWiin bzw. Ghostmaster haben ja schon ihr Feedback gegeben.

      Frage 3:
      Also, mir gefällt hier eine Bet am Flop deutlich besser. Wir haben hier immerhin schon einige Equity durch den Draw. Zudem denke ich schon, dass wir einiges durch die Bet zum rausfolden bringen können und zu letzt bekommen wir durch die Bet weitere Informationen und tappen am Turn nicht mehr so im dunklen. Von daher denke ich schon, das eine Flopbet hier gut wäre.

      Am Turn sind as played beide Lines, die du vorschlägst denkbar. Welche besser ist lässt sich nur schwer sagen, daher wäre ja die Flopbet sehr hilfreich gewesen und würde uns hier die Entscheidung leichter machen.

      Frage 4:
      Naja, was heißt es ist eine Beispielhand? Ich finde es schon wichtig, dass man solche Fehler erkennt, wie hier im Preflopspiel von Hero. Denn der Call OOP ist einfach schlecht. Wir haben OOP einen entscheidenden Nachteil beim Postflopspiel und der Pot ist dadurch auch schon sehr groß. Wir haben also beim Preflopspiel hier eigentlich nur die Wahl zwischen 4-Bet und Fold. Ich hätte gegen diesen loosen Gegner allerdings eher ge4-bettet, aber auch der Fold wäre besser als ein Call.

      Kommen wir zum Flopplay:
      - C/F: Fällt aus wegen is nicht. Naja, wir haben uns eben nicht an Call 20 gehalten, von daher müssen wir gute Flops eben angreifen. Und ich meine so viele bessere Flops als dieses gibt es eben nicht. (ausser Sethits)

      - B/F: Gefällt mir gar nicht. Welche Hände soll der gegner denn darauf callen? Ich sehe da nur welche die uns schlagen. Mit schlechteren Händen hat er einen easy Fold, oder er verwandelt diese in einen Bluff, gegen den wir auch nichts unternehmen können. Dagegen müssten wir Bet/3-Bet spielen. Aber das gefällt mir auch nicht so recht. Ausserdem nehmen wir dem Gegner die Möglichkeit zu Contibetten.

      Es bleiben also C/C und C/R.
      Beide Lines sind hier spielbar, aber es ist einfach die Suche nach dem kleineren Übel. Man muss es leider so sagen, das Hero imo die Hand Preflop verkackt hat.
      Beides kann man spielen.
    • nesmit187
      nesmit187
      Bronze
      Dabei seit: 22.08.2012 Beiträge: 215
      Lektion 5 - Nachtrag

      Frage 4:
      Ist ein Spieler mit 25/21-Stats wirklich so loose, dass ich JJ 4bet/broke spielen kann? 4bet/fold mach ja wohl keinen Sinn!?! 25 VPIP bedeutet ja nicht 25% 3bet-Wert.

      Aus seiner "vermutlichen" 3betting-Range haben mich 99, TT, QQ+ beat; Hände wie AQo+, AJs+, KQo+, KJs+ aber nicht. Ich sehe mich daher noch oft genug die beste Hand halten und hätte hier am Flop gebettet, um Villain bei einem Check nicht die Möglichkeit zu geben, auf Overcards zu "drawen". A oder K möchte ich ja nicht unbedingt sehen. Auch keine Q, selbst wenn Sie mir den OESD bringt. Bei einem Raise von Villain hätte ich am Flop gefoldet; bei einem Call hätte ich dann am Turn aufgegeben und c/f gespielt.

      Bei c/c muss ich die Hand ja ebenfalls am Turn bei einer erneuten Bet von Villain aufgeben. Bei jedem A oder K sowieso; aber selbst wenn die 2 :spade: kommt und Villain erneut bettet, werde ich wohl kaum callen können.

      Mit einem c/r am Flop isoliere ich mich nur gegen bessere Hände.

      Es heißt ja immer, man muss schon am Flop einen Plan haben, wie man die Hand an Turn und River weiterspielt. Wenn ich also ab Turn aufgeben will, dann bette ich den Flop lieber - und zeige Initiative - statt nur behind zu callen.

      Das waren zumindest meine Gedanken. :f_confused:
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Naja, der kann schon loose genug sein um Preflop broke zu gehen. Wenn du aber der Meinung ist, er ist es nicht, dann muss du halt Preflop folden. Ein Call ist OOP halt einfach die schlechteste Wahl.

      Bei einer Bet am Flop ist halt dann nicht unbedingt die Frage, welche Hände er momentan in seiner Range hat, sondern welche Hände er auf diese Bet callt? Und da sehe ich halt fast keine, die wir schlagen. Die Hände, die wir schlagen kann er höchstens in einen Bluff verwandeln und dagegen stehen wir dann auch schon wieder nicht so gut da. Daher wäre Bet/Broke auch besser, als Bet/Fold.

      Ich würde allerdings checken, denn ich denke ein so aggresiver Gegner wird diesen Flop fast immer contibetten und mit dem Check können wir diese Bet gut einsammeln.

      Dann bleibt die Frage, ob wir C/C oder C/R spielen. Beides ist an dieser Stelle möglich.

      Allerdings muss man sagen, dass hier alle Optionen einfach nicht wirklich schön sind. Hero hat die Hand einfach Preflop versemmelt.
    • nesmit187
      nesmit187
      Bronze
      Dabei seit: 22.08.2012 Beiträge: 215
      Ok!

      Weiter mit Lektion 6?
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Jop =)