Verteidigung gegen Raise auf paired Board

    • otb11
      otb11
      Bronze
      Dabei seit: 05.08.2009 Beiträge: 3.852
      Eine Beispielhand für die Situation die ich meine.

      Poker Stars, $0.05/$0.10 No Limit Hold'em Cash, 5 Players
      Poker Tools Powered By Holdem Manager - The Ultimate Poker Software Suite.

      MP: $10.42 (104.2 bb)
      CO: $13.46 (134.6 bb)
      Hero (BTN): $10.53 (105.3 bb)
      SB: $7.80 (78 bb)
      BB: $12.81 (128.1 bb)

      Preflop: Hero is BTN with Q 8
      2 folds, Hero raises to $0.30, SB calls $0.25, BB folds

      Flop: ($0.70) 5 5 J (2 players)
      SB checks, Hero bets $0.30, SB raises to $1.20, Hero ?

      Mir ist schon klar, dass es viel mit it depends zu tun hat. Generell ist es doch so, dass Villain auf so einem Board eigentlich nichts reppen kann. Wieso sollte eine fünf oder ein Jack hier raisen. Trotzdem sehe ich auch nicht wie ich mich jetzt wehren soll. Ich versteh es noch auf Board mit fd, aber ich seh es auch häufig auf so furztrockenen Flops. Ich finde es auch Standard hier zu cbetten. Ist das schon schlecht? Gebt ihr so einen Flop dann einfach auf? Wie ist allgemein eure Strategie auf paired boards als Pfa?
  • 4 Antworten
    • Benzodiazepin
      Benzodiazepin
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 3.456
      it depends ist da schon richtig. gegen schlechte regs kann man da mit air ganz gut click it back spielen (dann reppen wir zwar auch nix, nur wird jemand, der blufft ohne was zu reppen, das nicht wirklich realisieren, getreu dem motto, wer zuletzt reppt, reppt am besten) und any bluffcatcher halt downcallen. hands mit guter BD eq kann man auch floaten um dann gute turns zu raisen. außerdem sollte man solche boards dann mit dem bottomend unsere range auch nicht mehr cbetten. gegen gute regs wirds halt ein levelwar.
    • Shandout
      Shandout
      Bronze
      Dabei seit: 19.05.2010 Beiträge: 2.909
      Auf dem Limit sehe ich sowas aber auch noch oft, wenn Villain mit seinem Jack Angst vor den Q, K, A in Deiner Range hat. Dann ist natürlich die Frage, ob er Dir zur Not QQ+ glaubt.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Zwei zentrale Punkte:

      1. Wie gut ist dein Gegner?

      2. Wie glaubhaft ist sein C/R?


      Ein C/R auf dem J55r Board ist deutlich glaubhafter, als ein C/R auf einem 722r Board, da der Jack wahrscheinlicher in seiner Range ist als eine 7.

      Je besser und aggressiver deiner Gegner werden, desto looser werden auch ihre Postflopranges. Dh. es wäre dann nicht sonderlich verwunderlich, wenn da mit Händen wie AJ, KJ, QJ ValueC/Raises rausgeschossen werden.


      Die Verteidungsstrategie hängt primär davon ab, wie gut dein Gegner Hände lesen kann. Ein J55r Board ist furztrocken und du würdest in den meisten Fällen 5x, 55, JJ, Jx und so nur callen. Wenn du jetzt anfängst deine Air zu reraisen, dann splittest du deine Range und deine Reraisingrange ist gecappt auf Air. Gegen die meisten Spieler wird das nicht sonderlich problematisch sein, allerdings solltest du das im Hinterkopf behalten. Es ist mittelfristig nämlich recht ratsam, wenn du darauf achtest möglichst selten gecappte Ranges zu haben - d.h. wenn du hier sofort Air reraisen willst, dann solltest du auch zwischendurch mal 5x in der Range haben.

      Noch bessere Spieler werden auch auf das Verhältnis von 5x zu Air achten (und meistens ist das Verhältnis hier sehr zu ungunsten von Air, da die meisten Beginner nicht so Hände wie 5xs in allen Variationen am Flop haben werden, wenn sie im BU raisen). Gegen solche Spieler, wird es dann besser, wenn du den gesamten Move genauso spielst, wie den gesamten Rest deiner Range -> d.h. callen, weil du mit ner Hand wie TT wohl kaum am Flop reraisen wirst, sondern eher callen wirst (falls der Gegner grade doch 5x oder Jx hat und du ihm die Chance geben willst am Turn weiterzubluffen). Insofern "protectest" du mit einem Call deine gesamte Range - du hast in der Flopcallingrange Monster, mittelstarke Hände und ein bisschen marginales Zeug (sowas wie Backdoorstraightdraw + Backdoorgutshot + Overcards eigentlich sich für solche Moves ganz gut; ich sehe grade bei Anfängern, dass sie imo mit zuviel "Air" zu loose unterwegs sind - das Geheimnis beim bluffen liegt auch ein bisschen in der Backdoorequity, die zu oft vernachlässigt wird).
    • otb11
      otb11
      Bronze
      Dabei seit: 05.08.2009 Beiträge: 3.852
      Ja das war zum Beispiel ind er Hand auhc mein zentrales Problem. Keine BD Equity. Und irgendwie denke ich auch, dass man da ja nie eine 5 oder einen J raisen würde. Wenn der Gegner aber weiss, dass ich das weiss, dann könnte er es ja auch machen um zu inducen. Oder er weiss es eben nicht und denkt einfach ich Top Pair ich nicht überholt werden will. Und ich level mich selber.
      Ich werde, diese spots mal weiter beobachten und danke für Eure Hinweise und Anregungen.
      Grade der Bereich gecappte und ungecappte ranges beginnt sich mir grade erst zu erschliessen.