sebjel

    • sebjel
      sebjel
      Bronze
      Dabei seit: 19.11.2010 Beiträge: 572
      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?

      Ich war schon seit längerer Zeit ein Fan von Glücks- bzw. Kartenspielen. Da aber Glücksspiele auf lange Sicht keinen Profit bringen und ich ein komplexeres Spiel gesucht habe, bin ich auf Poker gestoßen. Hier kann man mit den eigenen Fähigkeiten Erfolge verzeichnen und es ist außerdem ein sehr facettenreiches Spiel.

      Als sportliches Ziel möchte ich irgendwann ein kleines monatliches Extra-Taschengeld durch Poker erhalten.

      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?

      Mein Problem sind wohl viele kleine Ablenkungen beim Spielen. Mir fällt es schwer, auf gute Karten zu warten. Aus diesem Grund bin ich nun auch bei der BSS angekommen, nachdem ich es bereits mit SnG's und der SSS bzw. MSS probiert habe. Hier kann ich einfach mehr Hände spielen und ich kann die Tische aufmerksamer verfolgen.

      Desweiteren würde ich gern mehr über Reads, Stats und Ranges lernen, hier habe ich auf jeden Fall noch Nachholbedarf.

      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?

      Ein tight-aggressives Spiel bedeutet für mich, dass ich die Hände, mit denen ich ins Spiel einsteige, sorgfältig auswähle und stets versuche, gegen die Range meines Gegners profitabel zu spielen. Im weiteren Verlauf versuche ich dann aktiv das Spiel mitzugestalten und immer wieder meine Gegner vor schwierige Entscheidungen zu stellen, um Fehler zu erzwingen.
  • 35 Antworten
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hi, willkommen in unserm Kurs.

      Naja, viel mehr Hände, als bei SNGs spielt man jetzt eigentlich auch nicht. Wie viele Tische spielst du denn? Evtl. solltest du vielleicht noch einen oder 2 hinzunehmen, wenn dir schnell langweilig wird.

      Die Antwort zur 3ten Frage gefällt mich allerdings sehr gut. Die wichtigen Punkte sind drin.

      Damit wünsche ich dir auch direkt viel Spaß mit Lektion 2.
    • sebjel
      sebjel
      Bronze
      Dabei seit: 19.11.2010 Beiträge: 572
      Endlich mal wieder Zeit gefunden, im Kurs weiterzumachen. Mit der Langeweile hält es sich inzwischen in Grenzen, ich spiele 6 Tische und bin eigentlich ganz gut ausgelastet =) Nun zu den neuen Aufgaben:

      1.) An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum?

      Vor allem beim Blindstealing würde ich vom Starting Hands Chart abweichen. Gerade wenn die Blinds sehr tight sind, ist es profitabel, hier viel mehr Hände zu raisen, als im SHC angegeben ist (z.B. suited Kings, suited one-gaps, offsuited Aces).

      Ein weiterer Punkt sind Isolations. Wenn ein Gegner z.B. aus mittlerer Position limpt und ich mit KQ z.B. am BU sitze, raise ich die Hand, da ich zum einen die Hand preflop, als auch postflop durch eine CB gewinnen kann. Daher sollte man in solchen Spots auch einige Hände spielen, die laut SHC bei einem limpenden Gegner eigentlich gefoldet werden müssten. Natürlich spielt hier auch eine Rolle, wie sich die Gegner nach mir und der Limper verhalten.

      Der dritte Punkt sind Dominations. Wenn ich glaube, dass ich mit meiner Hand die gegnerische Hand dominiere, sollte ich raisen. Wenn meine Hand eine dominierte sein könnte, sollte ich dagegen folden. Raist mein Gegner also oft mit AT oder A9 und ich halte eine AQ, während er raist, dann folde ich nicht, wie es im SHC steht, sondern raise ihn.

      2.) Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat.

      AQ 3-Bet

      3.) Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo?


              Equity     Win     Tie
      Hero     46.32%  37.92%   8.41% { AKo }
      Villain  53.68%  45.27%   8.41% { 88+, AJs+, KQs, AKo }


      In diesem Falle liege ich mit AKo leicht gegen die Range hinten.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      So, das schaut alles sehr gut aus. Deine Beispielhand finde ich gut gespielt und die Equity in der dritten Frage ist auch richtig. Auch deine Punkte zum SHC sind gut. Hier würde mir nur noch eine kurze allgemeine Aussage zum SHC fehlen, wo siehst du die allgemeinen Schwachpunkte des Charts?
    • sebjel
      sebjel
      Bronze
      Dabei seit: 19.11.2010 Beiträge: 572
      Als Schwachpunkte würde ich zum einen sagen, dass manche Hände im SHC gleich gespielt werden, obwohl sie in der Realität lieber einzeln bewertet werden sollten. So würde ich nicht unbedingt ein AT immer genauso wie ein AQ spielen. Das trifft auch auf die Positionen zu, da MP1 nicht gleich MP3 ist. Das SHC dient in erster Linie nur dazu, profitable Entscheidungen zu treffen. Dies ist allerdings nicht immer die profitabelste Entscheidung.

      Zum anderen werden im SHC nicht die Gegner beachtet, die meiner Meinung nach aber bei jeder Entscheidung ein wichtiger Faktor sind.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Alles klar, genau das hab ich gemeint.

      Viel Spaß bei der nächsten Lektion :) .
    • sebjel
      sebjel
      Bronze
      Dabei seit: 19.11.2010 Beiträge: 572
      1.) Du hältst K:spade: Q:spade: . Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 3:diamond: 3:club: ? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: J:spade: 5:club: 3:spade: ?


             Equity     Win     Tie
      Hero   50.78%  50.40%   0.38% { KsQs }
      Villain  49.22%  48.84%   0.38% { 3d3c }



      Board: 5:diamond: J:spade: 3:spade:

             Equity     Win     Tie
      Hero   26.46%  26.46%   0.00% { KsQs }
      Villain  73.54%  73.54%   0.00% { 3d3c }


      Preflop ist es noch ein Coinflip, mit ca. 50% für jeden. Nach dem Flop trifft Villain das Set, während ich "nur" einen Flushdraw und zwei Overcards habe, ich liege hier relativ deutlich hinten.

      2.) Wie würdest du in der folgenden Hand agieren?

      In dieser Hand habe ich einen Flushdraw (9 Outs)sowie zwei Overcards, wodurch ich mir noch 4 Outs dazu geben würde (das Ace und Jack in Karo lasse ich dabei raus, da durch diese ein Flush zustande kommen könnte). Ich habe auch noch einen Gutshot, da ich aber das Idiot End halte und mein Gegner mit einer 7 eine höhere Straight hätte, gelten diese nicht als Outs für mich.

      Mit insgesamt 13 Outs bekomme ich Odds von ca. 2,5:1. Ich müsste 0,22$ bezahlen, um den Pot von 0,91$ zu gewinnen, dies entspricht Pot Odds von ca. 4:1. Deshalb würde ich callen.

      3.) Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten.

      QQ als Overpair
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Frage 1:
      Das passt! ;)


      Frage 2:
      Hier würde mich ersteinmal interessieren, was du denkst, welche Hände der Gegner am Turn raist? Und wie sich dies auf unsere Outs auswirkt.


      Frage 3:
      K73 hat denke ich schon das meiste du deiner Hand gesagt.
    • sebjel
      sebjel
      Bronze
      Dabei seit: 19.11.2010 Beiträge: 572
      Also ich glaube, die einzige Hände, die er hier raisen würde (und mit denen er gleichzeitig auch ein Preflop-Raise callen würde und den Flop checken würde), wären 44 und 55.

      Damit würde höchstens noch die Kreuz 4 aus meinen Outs rausfallen, aber wie berechne ich damit jetzt, wie sich das auf meine Odds auswirkt? Ist meine Denkweise überhaupt richtig? =D

      edit: wäre es möglich, dass du oder ein anderer Handbewerter mal eine Session von mir reviewen könnten? Bin momentan in einem Downswing und ich glaube, das könnte mir echt weiterhelfen. =)
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Also, Session reviewen ist so eine Sache, das kostet halt einiges an Zeit. Du könntest aber evtl. mal ein Video aufnehmen, und es im Strategie Forum posten, da können dir sicher auch andere User weiterhelfen, und vielleicht findet auch einer von uns Coaches Zeit reinzuschauen.

      Kommen wir ersteinmal zurück zu der Aufgabe, ersteinmal denke ich wäre es gut, wenn du dir die Artikel zu den Odds und Outs nochmal anschaust.

      Mathematik des Pokerns - Odds und Outs
      Mathematik des Pokerns - Implied Pot Odds

      Dann überlegen wir uns einmal, welche Hände er haben könnte.

      Ein Turnraise bedeutet in den meisten Fällen ja eine recht starke Hand des Gegners. Ich würde jetzt nicht denken, er eine solche Line mit Händen wie A6 oder einem Overpair spielt. Der Flopcheck ist etwas seltsam, aber ich denke auf NL 2 sollte man da nicht zu viel hineininterpretieren.

      Ich würde ihm hier sowas wie 54, 22-66 und A4 geben. Vielleicht noch ein wenig mehr, aber für die Aufgabe reicht das erstmal.

      In dieser Range hat halt jede Hand entweder ein Set oder eine Straight, wenn wir also unser Ass oder den Buben treffen, hilft uns das nicht weiter, da der Gegner immernoch die beste Hand hat. Diese Karten sind also keine Outs. Und falls noch eine 4 am River fällt läge eine Straße am Board, wir hätten so also im besten Fall einen Splittpot. Von daher können wir den Gutshot auch als Outs ignorieren.

      Es bleibt für uns also der Flushdraw mit seinen 9 Outs. Und hier die Frage an dich, gibt es Situationen, in denen wir selbst wenn wir unseren Flush treffen nicht die beste Hand haben. Und wie wirkt sich das auf die Outs aus?
    • sebjel
      sebjel
      Bronze
      Dabei seit: 19.11.2010 Beiträge: 572
      Hätte hier bei einem normalen Spieler nicht unbedingt die A4 in seine Range genommen, damit würde er wohl eher selten vorm Flop das Raise mitgehen oder? Obwohl das natürlich auf NL2 möglich sein kann.

      Wir können den Flush treffen und trotzdem nicht die beste Hand haben, falls sich eine Karte auf dem Board pairt, also entweder die 6:club: oder die 3:club: kommt. In diesem Falle könnte er mit einigen Händen aus seiner Range ein Full House bilden und wäre damit besser. Deshalb muss man diese beiden Karten auch als Outs discounten. Wir hätten also nur noch 7 Outs und damit Odds von ca. 1:6. Die Pot Odds betrugen ja wie gesagt 1:4, deswegen wäre es aus Sicht der Odds nicht profitabel, zu callen. Andererseits gibt es auch noch die Implied Odds. Damit der Call profitabel ist, bräuchten wir einen Pot in der Größe von etwa dem 6fachen des Calls, den wir noch machen müssten. Dies würde $1,32 entsprechen. Momentan sind $0,91 im Pot, wir müssten also sicher gehen, dass wir im Falle eines Flushs am River noch 0,41$ in den Pot bekommen. Da Villain anscheinend eine gute Hand hat und er damit höchstwahrscheinlich am River noch einmal setzen wird, können wir seinen Einsatz callen.

      Falls das stimmt, würde ich gern noch eine weitere Aufgabe zu diesem Thema haben, bevor ich zur nächsten Lektion springe. Will sichergehen, dass ich das alles genau verstanden habe.

      Und noch etwas: hab mich etwas intensiver mit meinen Non-SD-Winnings befasst, da meine Redline auf lange Sicht entweder BE oder negativ ist. Im Forum meinten einige Leute dann, dass man das z.B. durch aggressiveres Blindstealing, Conti-Bets und 2nd Barrels in den Griff bekommt, andere meinten, dass solche Moves auf den Micros keinen Sinn machen, man hier lieber auf diese verzichten sollte und die Redline vernachlässigen kann, solang es nicht sehr dramatisch ist. Was ist deine Meinung dazu?
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Über die Non-Showdownwinnings würde ich mir ersteinmal keine so großen Gedanken machen. Damit können wir uns dann später beschäftigen, aber ich hatte da auch nie positive Werte :(


      Also, das mit den Odds und Outs stimmt genau, wie du es erklärt hast. Wir müssen allerdings noch bedenken, dass der Gegner nicht nur die Sets in seiner Range hat.

      Also nur mal als Beispiel geben wir ihm eine Range, die zur Hälfte aus Sets und zur anderen Hälfte aus anderen Händen wie der Straight besteht. Dann hast du gegen die Hälfte mit den Sets 7 Outs und gegen die Hälfte mit der Straight 9 Outs.

      Du kannst dann also mit dem Mittelwert rechnen. Und das würde ich auch vorschlagen.

      So, dann können wir uns ja nochmal folgende Hand anschauen:



      No-Limit Hold'em, $0.10 BB (6 handed) - Hold'em Manager Hand Converter from HandHistoryConverter.com

      BB ($13.99)
      UTG ($10)
      MP ($4.58)
      Hero (CO) ($19.23)
      Button ($19.48)
      SB ($7.92)

      Preflop: Hero is CO with K, Q
      2 folds, Hero bets $0.30, 1 fold, SB calls $0.25, 1 fold

      Flop: ($0.70) K, 4, 9 (2 players)
      SB checks, Hero bets $0.45, SB raises $1.80

      Wie würdest du weiterspielen?
    • sebjel
      sebjel
      Bronze
      Dabei seit: 19.11.2010 Beiträge: 572
      Also bei so einem Raise wird er wohl entweder ein Monster haben, z.B. den Flush, oder ein Set, das er sehr stark protecten muss. Flushdraws callt er eher, als dass er sie raist.

      Vorm Flop gibt es einige Hände, die er hier callen würde, allen voran viele drawy hands, da er seine Blinds gegen meinen Steal protecten will und mit denen er sich noch den Flop ansehen will.

      Ich würde als Range folgende Karten festlegen: 22+, A2s+, ATo+, K9s+, KTo+, QJ, JT.

      Ein Flop-Raise kommt dabei mit folgenden Händen in Frage: 44, 99, KK, A2d, A3d, A5d-A8d, ATd, AJd, JTd

      Das müssten 18 Kombinationen sein, in denen er ein Set hält, 8 Kombinationen, in denen er einen Flush hat, gegen den wir praktisch nie gewinnen (ein Backdoor-Full House ist zwar möglich, aber die Chance ist verschwindend gering) und eine Kombination, in der wir gegen einen Flush mit einem besseren Flushdraw spielen.

      Insgesamt sind das 27 Kombinationen.

      Gegen die Sets haben wir jeweils 9 Outs, nämlich zum Flushdraw.
      Gegen die Kombinationen, in denen er schon einen Flush hat, haben wir praktisch 0 Outs.
      Gegen die Kombination Flush vs. Flushdraw haben wir auch 9 Outs.

      Insgesamt haben wir also gegen 19 von 27 Kombinationen insgesamt 9 Outs, und gegen 8 Kombinationen 0 Outs. Als Mittelwert kommt dann raus, dass wir ca. 6 Outs haben und damit Odds von ca. 1:8.

      Um den Call durchzuführen, müssen wir 1,35$ bezahlen und der Pot beträgt dann 2,95$, das ergibt Pot Odds von ca. 1:2. Dies würde nicht profitabel sein. Damit es profitabel wird, müssten wir einen Pot von 10,80$ gewinnen und bräuchten deswegen in den nächsten Setzrunden noch 9,45$ vom Gegner. So groß ist sein Stack allerdings nicht, deswegen würde ich in diesem Fall folden.

      Ich hoffe mal, dass die Rechnung stimmt, die sieht mir nämlich ziemlich kompliziert aus.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Moment, du musst bei den Kombinationen auch bedenken, dass da schon Karten am Tisch liegen, die er dann logischerweise nicht mehr auf der Hand haben kann.

      Schauen wir uns das beispielsweise mal für das Set mit KK an:

      K :spade: haben wir.
      K :diamond: liegt am Flop.

      Damit bleiben also nur noch der K :heart: und der K :club: , die er beide für ein Set bräuchte. Also, das Set KKK kann er nur mit einer Kombination halten. Bei den anderen Sets sind es jeweils 3 Kombinationen.

      Dann sagst du, dass du gegen die Sets 9 Outs hast zum Flush hast. Das Stimmt allerdings nicht, du hast es ja in dem Post zur Aufgabe 3 schon erklärt:

      Wir können den Flush treffen und trotzdem nicht die beste Hand haben, falls sich eine Karte auf dem Board pairt, also entweder die 6 :club: oder die 3 :club: kommt.


      Die 8 Kombis zum Nutflush kann er natürlich halten.

      Aber natürlich auch noch viele Kombinationen, die zwar ein Flush sind, aber nicht gleich der Nutflush. Wie 8 :diamond: 7 :diamond: oder ähnliches. Hinzu kommt noch K9, was sicher auch in seiner Range ist.

      Dagegen können wir dann ersteinmal Rechnen.

      Also:
      Range des Gegners:
      Sets: 7 Kombinationen.
      Nutflushes: 8 Kombinationen.
      Anderes Flushes: Sagen wir einfach mal 5 Kombinationen.
      K9: 6 Kombinationen.

      Gegen Sets haben wir 7 Outs, gegen Nutflushes 0 gegen die anderes Flushes 7 Outs (2 unserer Outs hält ja der Gegner) und gegen K9 haben wir 12 Outs (Flushouts + 3 Queens)

      Gegen diese Range haben wir 6 Outs, wenn ich richtig gerechnet habe. Wir brauchen also Potodds von 7:1 siehe Chart

      Wir bekommen aber nur 2:1, da braucht man eigentlich gar nicht mehr weiterrechnen. Bei so einer großen Differenz sieht man gleich, dass das nichts wird mit den Impliedodds.


      Wäre es jetzt allerdings eine richtige Handbewertung, wäre ich mit deiner Range noch nicht zufrieden, denn da müssen imo noch Hände wie Toppair+ Flushdraw, oder auch 1-2 Bluffs rein. Dann sieht die Sache auch schon anders aus. Ich schaue mal, ob ich die Hand im Handbewertungsforum wiederfinde. Dann kannst du dir dort man den Thread dazu anschauen.

      Ansonsten würde ich dir noch empfehlen zu versuchen Hände, in denen du Draws spielst im Handbewertungsforum zu posten. Egal, ob du sie gewonnen hast oder nicht. Und auch bei Drawinghands anderer User ruhig mal deine Meinung dazuschreiben, vielleicht mit der Frage verbunden, ob mal ein HB über deine Analyse schauen kann.
    • sebjel
      sebjel
      Bronze
      Dabei seit: 19.11.2010 Beiträge: 572
      Ok, danke erstmal dafür. Ich frage mich nur, wie diese Rechnungen in der Praxis anwendbar sind. Immerhin bleibt ja Online nicht viel Zeit für Überlegungen und die Berechnung schafft man doch niemals in der Zeit. Natürlich war es an diesem Beispiel schon zu Beginn relativ klar, dass man nicht profitabel callen kann, aber bei sehr knappen Entscheidungen wird das schon schwieriger.

      Werd mich dann mal öfter in den HB-Foren umsehen. =)
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Ich finde halt die Hand ums verrecken nicht wieder :( . Die war auch aus dem Handbewertungsforum.

      Ich weiß gar nicht, ob der Call so schlecht wäre. Wir haben ihm hier halt eine ziemliche Todesrange gegeben. Aber weiß leider nicht mehr, was das für ein Gegner war. Naja, sagen wir einfach es war ne Nit, dann passt die Range schon ;) . Und dann ist es auch ein Fold.

      Viel bei der ganzen Sache ist halt Übung. Man wird immer schneller, umso mehr man das übt.
    • sebjel
      sebjel
      Bronze
      Dabei seit: 19.11.2010 Beiträge: 572
      Ich find aber, dass die discounted Odds schon echt Zeit nehmen, aber das kann man wohl durch Übung hinkriegen... aber die Kombinationen abziehen, manche Outs noch streichen, dann die Range in verschiedene Hände aufteilen und dann noch die Odds berechnen... das ist unschaffbar glaub ich, aber ich versuch es. =D
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Versuch mal dir ein paar Videos von Kobeyard anzuschauen, gibt zwar nicht viele für den Bronzestatus und er spielt meist fixed Limit, aber da wirst du überrascht sein, was man alles in den Paar Sekunden am Tisch machen und überlegen kann ;) .
    • sebjel
      sebjel
      Bronze
      Dabei seit: 19.11.2010 Beiträge: 572
      Ok, das mach ich... wie siehts mit der nächsten Lektion aus? =)
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Ja, gogogo ;) .

      Natürlich nur, falls du keine Fragen mehr hast.
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