Bluffsequenzen unterbrechen/durchziehen

    • Macout
      Macout
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2005 Beiträge: 1.444
      Ich bluffe den Flop und den Turn mit der Sequenz c/r flop bet turn auf sagen wir mal Rainbow 1x Highcard HU, Gegnerprofil kann variieren. Gegner callt jeweils Flop und Turn. Meine Vorgehensweise? Spiele ich check/fold oder ziehe ich die Sequenz noch über den River?

      Betrachten wir das mal

      a) allgemein

      b) unter Berücksichtigung der Boardstruktur

      c) unter Berücksichtigung des Gegnerprofils, hierbei zählen wir mal WTS und Fold to Riverbet.

      Die Potsize mal ausgenommen (kann man später dazunehmen), beachte ich alle Aspekte, verzichte ich auf bestimmte Aspekte, oder wie kann ich das optimal behandeln?
  • 5 Antworten
    • bahmrockk
      bahmrockk
      Bronze
      Dabei seit: 10.09.2005 Beiträge: 6.769
      a) unmoeglich

      b) wenn es so aussieht, als koennte der Gegner auf nem Draw sein (geht fast nicht ohne c) ), dann koennte ne Riverbet erfolgreich sein.

      c) ist wohl das wichtigste - wenn mein Gegner oft mit Bottom-Pair runtercalled, aber in der Lage ist, das Ding unimproved am River zu folden, dann ist es auf jedenfall ne bet.

      Potsize ist von daher wichtig, als das es sein kann, dass Du einen Gegner (siehe c) ) hast, der den Pot ignoriert, und sich bei einem 4$ Pot bei 1/2 genauso verhaelt wie bei einem 20$ Pot. Das verbessert natuerlich die Odds, die Du kriegst.

      Ein wichtiger Aspekt, den Du vergessen hast, ist das table image. Gerade SH achten selbst Fische oft darauf, ob Du grad am verlieren bist - meistens geht das meiner Erfahrung nach nur zwei, drei Haende in die Vergangenheit, aber die Zaehlen.

      - georg
    • Macout
      Macout
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2005 Beiträge: 1.444
      1) Ich raise AT-A7 aus dem CO, Button 3-Bettet mich, semi-loose aggressive WTS 35 . Flop kommt K62r. check, bet, raise, call. Turn rag bet, call. River rag, Hero ???

      2) Ich raise First In AX aus dem SB, BB 3-Bettet mich, gleiche Stats, gleiches Board, gleiche Handlungen, nichts getroffen, River?
    • Tanzhase
      Tanzhase
      Black
      Dabei seit: 14.02.2006 Beiträge: 1.360
      Original von Macout
      1) Ich raise AT-A7 aus dem CO, Button 3-Bettet mich, semi-loose aggressive WTS 35 . Flop kommt K62r. check, bet, raise, call. Turn rag bet, call. River rag, Hero ???

      2) Ich raise First In AX aus dem SB, BB 3-Bettet mich, gleiche Stats, gleiches Board, gleiche Handlungen, nichts getroffen, River?
      Ein Bluff macht nur Sinn, wenn eine bessere Hand auch foldet. Die Riverbet also höchstens mit 53 oder so. Hier machst du c/c oder c/f, je nach 3-Bet-Range des Gegners.
    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
      Allgemein bedeutet schon, zu sagen, welche Situationen es gibt und wie man reagiert.

      Grundsätzlich gilt es, am River einzuschätzen, wie wahrscheinlich der Gegner einen draw hatte, der nicht gekommen ist. Spielt der Gegner z.B. any suited connectors, sind OESDs und Flushdraws möglich. Wurden diese draws komplettiert?
      Wieviele draws ein board ermöglicht und dann komplettiert hängt vor allem von den drei Faktoren suitedness, conectedness und von der Kartenhöhe der einzelnen Karten ab.

      Bsp für ein drawgefährliches Board.

      A :heart: Q :heart: T :diamond: J :heart: 3 :heart:

      Das board ist extrem Gefährlich. Jede Highcard hat hier entweder ein gutes Paar, eine Straße oder einen flush. Hier kann man unabhängig vom Gegner check/fold spielen.

      Bsp für ein relativ ungefährliches Board:

      A :heart: T :diamond: 3 :club: J :heart: 4 :heart:

      hier wurde auch ein flushdraw komplettiert. Dieser ist aber fast völlig ungefährlich, da er am flop nur ein backdoordraw war und somit recht unwahrscheinlich der Wert einer gegn. Hand.
      Allerdings könnte der Gegner ein hohes Paar oder eine Straße haben.
      Bei Fischen würde ich hier den river betten. Vielleicht haben sie am flop mit full random gecalled und am turn nen OESD bekommen, welcher am River ja nicht komplettiert wurde.
      Bei stärkeren Gegnern würde ich mir echt überlegen, was diese hier haben können. Da bleibt eigentlich nur TP, 2pair, set, Pocket Kings/Queens, ein Wheel (A-5-straight) oder der nutstraight.
      Gegen einen Fisch: Bet/fold
      Gegen einen besseren Spieler: check/fold

      Ein ungefährlich ausschauendes Board ist in dem Fall nur ein Board mit vielen draws die alle nicht gekommen sind. Ein draw-loses Board kann nur bedeuten, dass der Gegner ein Pocket Pair, ein getroffenes Paar oder etwas besseres hat. Draw-loses board heisst hier grundsätzlich gegen jeden Gegner c/f.

      Außerdem gilt zu überlegen, ob der Gegner überhaupt gegen eine riverbet folden kann. Gerade ps.de-Spieler werden (richtigerweise) dazu erzogen (z.B. durch SSH) einzelne Riverbets mit fast allem zu callen, was sie schon am turn gecalled haben. Bei Fischen kann man vergessen, dass man diese von einem Pocket Pair oder einem getroffenen Paar abbringt. Das sie damit bis zum Rivergehen ist falsch. Darüber sollte man sich nicht ärgern, sondern einfach lernen, alles andere durch logische ßberlegungen auszuschliessen und häufig zu erkennen wenn die Gegner mal wieder mit 55 downcallen und am river checken. Der Fisch wird sein 55 am River ncith betten, man bekommt also einen free SD ohne das mandafür was investieren muss. Darüber darf man sich freuen.
    • Macout
      Macout
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2005 Beiträge: 1.444
      Yohm, das Table Image habe ich vergessen, fließt natürlich ein.
      Mir gehts ja nicht um drawlastige Boards. Ich meine crap. Mit der 3-Bet hat er entweder PocketPair oder besseres Ass, was ich gefoldet haben will. Sagen wir er hat 99, ich c/r, er callt Flop und Turn. Hier setzt meine Problematik ein, da ich bei Gott nicht weiß, ob er Calldown macht oder River UI folden will.
      Ich kann da echt kein Patentrezept für mich liefern und versuch das so zu spielen, dass ich PotSize, Reads, WTS etc einfließen lasse und auf die Statistik hoffe.