Unterschiede in den Limits (FR)

    • hanz007
      hanz007
      Gold
      Dabei seit: 08.02.2010 Beiträge: 1.984
      Ich habe lange Zeit NL25FR gespielt und hatte immer Probleme mit NL50FR gehabt.
      NL25FR ist extrem nittig. Regs tanken 20sec in den Blinds um dann doch mit KK den AI zu callen (kann ja AA haben) und andauernd haben sie Angst in ein Set zu laufen. Wenn man auf NL25 einen checkraise oder raise kassiert ist man so gut wie immer beat und die Regs geben auch nur Aktion mit Topset, Bottemset wird zwar auch gebroked aber nur passiv.

      Das kann man natürlich gut exploiten indem man man sie bei geeigneten Boardtexturen aus dem Pot blufft. Das macht halt kaum einer von den ganzen Nitregs.
      Auf NL50FR gibt es auch Bluffraises und ships werden mit normalen Ranges gecallt und nicht mehr KK+. Das Prinzip von "way ahead and way behind" macht dort definitv Sinn. Auf NL25FR ist es gegen die Standart AF 1,x Regs nur Way Ahead.

      Nun bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Winner auf NL25 die in der Lage sind die Regs zu exploiten das selbe Spiel auf NL50 durchziehen. Das müsste ja bedeuten, dass auf dem höheren Limit immer der Spielstyle gespielt wird mit dem man das untere Limit schlägt.

      Bis zu welchem Limit geht diese "Spirale"?
  • 1 Antwort
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Diese Spirale existiert immer und ist im Prinzip in jedem Spiel (unabhängig von Poker dominant).

      Es gibt immer eine dominate Strategie, die solange dominat bleibt bis entweder alle diese Strategie adaptiert haben oder jemand eine Konterstrategie entwickelt, die Schwächen der dominaten Strategie angreift, aber gleichzeitig nicht von ihr angegriffen wird.

      In den Highstakes und auch in den Midstakes ändert sich das Spiel teilweise im Wochentakt und es immer ein Wettrennen gegen sich selber, ob man die aktuelle Dynamik richtig erfasst und die richtige Konterstrategie anwendet.

      Das müsste ja bedeuten, dass auf dem höheren Limit immer der Spielstyle gespielt wird mit dem man das untere Limit schlägt.


      Das ist doch relativ logisch zu erklären. Die Leute die aufsteigen, spielen einen Stil, der die dominante Strategie auf einem (oder mehreren) Limits unterhalb schlägt - sonst würden sie nicht aufsteigen. Es gewinnen deswegen nur sowenige effektiv, weil sie entweder erkennen, dass sie keine Strategie mehr finden (und dann ihr "Komfortlimit" spielen) oder halt in der Lage sind entsprechende Konterstrategien zu entwickeln.

      Je besser die Leute werde (und je höher du spielst), desto besser sind deine Gegner darin adaptive Strategien zu spielen und den ganzen Prozess immer schneller laufen zu lassen. Daraufhin entwickelten sich "GTO"-Strategien (die nicht darauf ausgelegt sind viel Geld zu gewinnen, sondern möglichst wenig zu verlieren), um überhaupt Ansatzpunkte zu bekommen, wenn man mal gar keinen Plan hat was abgeht.