ShortstackStrategie?

    • MeisterPinguin
      MeisterPinguin
      Bronze
      Dabei seit: 29.12.2012 Beiträge: 10
      Hi Leute!

      Bevor ich verurteilt und gesteinigt werde muss ich sagen, ich habe mir die SSS ausgesucht, bevor ich mich belesen habe ;)

      Ich habe also die SSS ausgewählt und mir die Einsteigerartikel angesehen, das Gelernte gleich ausprobiert und habe Verluste eingefahren.
      Das kam mir auch sehr logisch vor, wenn ich bei einem Tisch 13 Runden oder länger auf meine Karten warte, 2 mal den BB und SB gezahlt habe und dann gefoldet werde oder wohlmöglich noch verliere.
      Ich habe einige Zeit Roulette gespielt wo man ja immer wieder mit der "Gleichgewichtstheorie" konfrontiert wird:
      "Je öfter du Pech hast, je höher wird die Wahrscheinlichkeit das du Glück hast" - "Je öfter Schwarz kommt je höher ist die Wahrscheinlichkeit das Rot kommt".

      Nun kam mir der Gedanke, dass das beim Pokern ja das Selbe ist (je öfter keine guten Karten kommen,... bla bla) mit dem selben Vorteil, seine Chancen noch zu erhöhen, wenn man mehrere Tische öffnet. (Das klingt wahrscheinlich dämlich, weil das für euch vllt. absolut Alt ist, aber wenn man sich gar nicht informiert ist das schon eine Eingebung :f_biggrin: )

      Also habe ich angefangen zu Multitablen. Ich habe mich mittlerweile so bei 7-12 Tischen eingependelt (je nachdem ob ich auf dem PC oder Fernseher spiele) und seitdem läuft es erstaunlich gut.

      Meißtens laufen 4 von 6 Tischen eher weniger gut, 2 von 6 laufen gut (heißt ich gewinne 50% meines Stacks oder mehr) dann komme ich immer noch mit Gewinn raus und das die ganze Zeit.

      Jetzt habe ich jedoch angefangen, mehr über die SSS und über die Erfahrungen anderer Spieler mit der SSS, zu lesen (wobei die Spieler nie viele Tische gespielt haben) und lese zu 85% nur schlechtes, was mich sehr verunsichert hat.

      Also endlich zu meiner Frage :D :

      Denkt ihr ich habe nur einen langen Upswing und werde irgendwann kräftig auf die Fresse fallen, oder ist mein Ansatz "Die Maße machts" doch nicht ganz verkehrt?

      Ich bin sehr gespannt auf eure Meinung!

      Liebe Grüße MP
  • 9 Antworten
    • Kyros2007
      Kyros2007
      Bronze
      Dabei seit: 02.12.2007 Beiträge: 267
      Also mit den Anfängerartikeln hab ich auch nur break-even gespielt.
      WEnn du nicht stealst und restealst verlierste halt sehr viel, weil du zu wenig Hände spielst.

      "Je öfter Schwarz kommt je höher ist die Wahrscheinlichkeit das Rot kommt".


      Ist das dein ernst? :tongue: , die Wahrscheinlichkeit ist immer die gleiche das Rot oder Schwarz kommt , nämlich ~48.65% (wegen dem 0 Feld).

      Genau so ist es bei den Pokerhänden.
      Natürlich in einen Stichprobenumfang von unendlich Händen sollte es gleichverteilt sein.

      Wenn du mit der Probe fertig bist, kannste ja mal Bescheid geben ;)
    • TheCelt
      TheCelt
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2007 Beiträge: 3.932
      Naja, der Punkt ist ja, dass es sich zwar angleicht, aber es gibt kein Muß, wie das erfolgt. Lass die 0 weg und betrachte nur rot und schwarz. Auf die ersten 10.000 kommt 8000 rot und 2000 schwarz. auf die nächsten 10.000 4999 rot und 5001 schwarz und das immer so weiter bis es sich angeglichen hat. Was hast du aus der Erkenntnis das öfter rot kommt jetzt gewonnen?

      Bei mehr Tischen bekommt man natürlich öfter eine spielbare Hand, als wenn man einen spielt. Das beugt Langeweile vor, bringt aber keine besseren Hände.
    • Netgames999
      Netgames999
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2006 Beiträge: 1.453
      Okey, habe mir zwar auch an den Kopf gegriffen, aber ich antworte dir mal auf deine Fragen und nicht dem Rest.
      Es kann durchaus sein das du einen Upswing hast, aber nur weil andere von schlechten Sachen berichten muss das nicht heißen das die Mehrheit damit unzufrieden ist, sondern nur dass die Mehrheit derer die sich äußern unzufrieden ist. Wichtiger ist, dass du das eigene Spiel immer hinterfragst oder wenn dir das schwer fällt es von anderen hinterfragen zu lassen (HBF,U2U).
      Noch was zu der Tischanzahl: Spiel ruhig soviel wie du schaffst ohne gestresst zu sein. Es gibt Leute die schaffen 24 Tische gleichzeitig. Das Argument hier ist aber meistens größerer Rakeback oder die Tatsache, dass man sich eine Egde gibt und dann natürlich die so häufig wie möglich mitnehmen will.
    • Lickwick
      Lickwick
      Silber
      Dabei seit: 26.02.2012 Beiträge: 322
      Hallo Pinguin,

      das mit der Wahrscheinlichkeit ist wirklich faszinierend. Einerseits stimmt es, was Kyros sagt: die Wahrscheinlichkeit für 'Rot' beim nächsten Wurf bleibt immer gleich - und steigt nicht etwa dadurch, dass dreimal 'Schwarz' gefallen war.

      Andererseits gibt es das Gesetz der großen Zahlen, das besagt, dass sich die relative Häufigkeit eines Zufallsergebnisses in der Regel der Wahrscheinlichkeit dieses Zufallsergebnisses annähert.

      Ich glaube inzwischen, der menschliche Verstand ist nicht wirklich in der Lage, das Wesen des 'Zufalls' zu begreifen, ich jedenfalls kriege es schwer hin, den Widerspruch aufzulösen.

      Zwei Punkte sind mir wichtig: Zum Einen ist die Varianz beim Pokern riesig groß. Darum ist das Multitablen grundsätzlich eine gute Sache, weil es die Samplesize erhöht. Man muss es nur können, ich selbst traue mir noch nicht mehr als vier oder maximal mal acht Tische zu.

      Zum anderen: es gibt riesig viele Formate des Spiels. Wenn Dir die SSS liegt, bist Du dort richtig. Aber ich selbst musste eine ganze Reihe unterschiedlicher Varianten ausprobieren bevor ich eine gefunden habe, die zu meinen Stärken und Schwächen passt.

      Darum solltest Du ruhig mal mit MSS experimentieren, oder mit shorthanded statt Fullring. Wichtig ist, dass Du Dich in Deinem Format wohlfühlst und dann schaust, ob Du es schlägst.

      Ich selbst habe die SSS nie in den Griff gekriegt, die liegt mir einfach nicht.

      Wieviele Hände hast Du bisher gespielt?
      Wie haben sich Deine Ergebnisse entwickelt?
    • ctstc
      ctstc
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2009 Beiträge: 6.280
      Original von Lickwick
      Hallo Pinguin,

      das mit der Wahrscheinlichkeit ist wirklich faszinierend. Einerseits stimmt es, was Kyros sagt: die Wahrscheinlichkeit für 'Rot' beim nächsten Wurf bleibt immer gleich - und steigt nicht etwa dadurch, dass dreimal 'Schwarz' gefallen war.

      Andererseits gibt es das Gesetz der großen Zahlen, das besagt, dass sich die relative Häufigkeit eines Zufallsergebnisses in der Regel der Wahrscheinlichkeit dieses Zufallsergebnisses annähert.
      ja, und zwar indem du eine viel größere Samplesize verwendest, nämlich gegen unendlich, und damit die kleine abweichung am einfang verhältnismäßig 0 wird.
      Wenn du jetzt einen Nullpunkt setzt und nur von da betrachtest wirst du auf Dauer, also gegen unendlich, auf Erwartungswert laufen, allerdings auch ohne den Nullpunkt ;)

      Du kannst also nicht sagen bloß weil jetzt öfters rot kam kommt jetzt mit höherer Wahrscheinlichkeit schwarz, die bleibt immer gleich hoch.
    • Lickwick
      Lickwick
      Silber
      Dabei seit: 26.02.2012 Beiträge: 322
      Original von ctstcja, und zwar indem du eine viel größere Samplesize verwendest, nämlich gegen unendlich, [...]
      Was mich am meisten am Pokerspielen irritiert: es gibt Simulationen (von einer habe ich hier gelesen, von einer anderen in einem Printmedium zum Pokerspiel, in einem Video hier wurde auch mal ein online-Simulator vorgestellt) der Varianz, die erschreckend sind:

      Eine dieser Simulationen soll das ganze Pokerleben von neun Spielern nachgebildet haben, die jede Runde immer all-in gegangen sind. Statt dass am Ende der Reihe jeder Spieler gleichviel gewonnen hat, war einer bankrott gegangen und einer reich geworden.

      Die Übertragung solche Computer-Simulationen auf die Realität ist natürlich mit Fragezeichen zu versehen. Aber wenn ich daran denke, dass es Menschen geben könnte, die einfach zufallsbedingt ihr ganzes Leben nicht gewinnen können, selbst wenn sie besser pokern als ihre Mitspieler... dann denke ich lieber ganz schnell wieder an was anderes :D
    • Lauchi
      Lauchi
      Bronze
      Dabei seit: 19.04.2006 Beiträge: 1.266
      Original von Kyros2007
      Also mit den Anfängerartikeln hab ich auch nur break-even gespielt.
      WEnn du nicht stealst und restealst verlierste halt sehr viel, weil du zu wenig Hände spielst.

      "Je öfter Schwarz kommt je höher ist die Wahrscheinlichkeit das Rot kommt".


      Ist das dein ernst? :tongue: , die Wahrscheinlichkeit ist immer die gleiche das Rot oder Schwarz kommt , nämlich ~48.65% (wegen dem 0 Feld).

      Genau so ist es bei den Pokerhänden.
      Natürlich in einen Stichprobenumfang von unendlich Händen sollte es normalverteilt sein.

      Wenn du mit der Probe fertig bist, kannste ja mal Bescheid geben ;)
      schau doch noch mal nach was eine normalverteilung ist. :f_love:

      @op wo kann ich den mehr lernen über die gleichgewichtstheorie? :f_love:
    • TheCelt
      TheCelt
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2007 Beiträge: 3.932
      Original von Lickwick
      Original von ctstcja, und zwar indem du eine viel größere Samplesize verwendest, nämlich gegen unendlich, [...]
      Was mich am meisten am Pokerspielen irritiert: es gibt Simulationen (von einer habe ich hier gelesen, von einer anderen in einem Printmedium zum Pokerspiel, in einem Video hier wurde auch mal ein online-Simulator vorgestellt) der Varianz, die erschreckend sind:

      Eine dieser Simulationen soll das ganze Pokerleben von neun Spielern nachgebildet haben, die jede Runde immer all-in gegangen sind. Statt dass am Ende der Reihe jeder Spieler gleichviel gewonnen hat, war einer bankrott gegangen und einer reich geworden.

      Die Übertragung solche Computer-Simulationen auf die Realität ist natürlich mit Fragezeichen zu versehen. Aber wenn ich daran denke, dass es Menschen geben könnte, die einfach zufallsbedingt ihr ganzes Leben nicht gewinnen können, selbst wenn sie besser pokern als ihre Mitspieler... dann denke ich lieber ganz schnell wieder an was anderes :D
      Aber du vergleichst ja Äpfel mit Birnen. Die Simulation kann ja nur für unendliche Sample mit unendlichen Stacksizes Sinn ergeben. Außerdem pokert ja keiner besser, als die anderen, da alle gleich spielen. Da brauchst du keine Computersimulation für, da kannste auch mit nem Freund um Kohle ne Münze werfen. Auf unendliche Versuche wird es sich die Waage halten, auf ein AI hat einer alles und der andere ist broke und bei einer endlichen Menge an Stacks, kann am Ende eben auch einer broke sein und einer alles haben. Aber auch die spielen immer gleich.
    • Kyros2007
      Kyros2007
      Bronze
      Dabei seit: 02.12.2007 Beiträge: 267
      @Lauchi: meinte gleichverteilt, habs geändert