Wieso Preflop Aggresor = Postflop Aggresor

    • jbami
      jbami
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2012 Beiträge: 83
      Ich frage mich immer, wieso immer davon die Rede ist, dass der Preflop Aggresor in den meisten Fällen auch der Postflop Aggresor sein soll ( sprich Continuation Bet). Meistens wird das dann damit begründet, dass der Preflop Aggresor einfach eine bessere Hand-Range besitzt. Doch das ist in den meisten Fällen doch völliger Schwachsinn, denn normalerweise ist die Call-Range doch wesentlich tighter als die Raise-Range.
      Also wieso dann immer CBets und nie DonkBets?

      lg jbami
  • 13 Antworten
    • yogiii
      yogiii
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2006 Beiträge: 2.791
      In der Regel besitzt die call range keine top range, da diese ge 3bettet wird
    • Shanks1994
      Shanks1994
      Bronze
      Dabei seit: 28.11.2012 Beiträge: 53
      und genug paare und suited connectors in seiner range sind die einfach mal callen und hoffen sie treffen

      ich donk nur wenn ich weiß das mein gegner tight ist sprich ak und so sachen und er seine range nicht trifft

      so kann man auch pots mitnehmen

      aber gegen loose spieler und cs würd ichs auch lassen wenn ich nichts treffe
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Original von jbami
      Ich frage mich immer, wieso immer davon die Rede ist, dass der Preflop Aggresor in den meisten Fällen auch der Postflop Aggresor sein soll ( sprich Continuation Bet). Meistens wird das dann damit begründet, dass der Preflop Aggresor einfach eine bessere Hand-Range besitzt. Doch das ist in den meisten Fällen doch völliger Schwachsinn, denn normalerweise ist die Call-Range doch wesentlich tighter als die Raise-Range.
      Also wieso dann immer CBets und nie DonkBets?

      lg jbami
      Das ist völlig korrekt. Das ganze ist ein künstlich erzeugtes Konzept und ist in vielen Köpfen als "Wahrheit" gefestigt, obwohl es keine rationale Grundlage dafür gibt.

      Also wieso dann immer CBets und nie DonkBets?


      Das "Balancing" einer einzigen Range ist etwas einfacher als mehrere Ranges zu balancen.
    • deluxeodelic
      deluxeodelic
      Black
      Dabei seit: 09.11.2007 Beiträge: 614
      .
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Nein, nur das du darauf achten musst, dass du drei anstatt zwei Ranges balancen musst.

      Wenn du jetzt noch eine Limp/Call, Limp/Raise und Openraisingrange Preflop hast, dann wird das ganze Postflop noch komplexer.

      Wenn du dir darüber bewusst bist und antizipieren kannst, wie dein Gegner drauf reagiert, dann ist da denke ich noch ziemlich viel $$$ versteckt heutzutage.
    • chrsbckr75
      chrsbckr75
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2007 Beiträge: 3.693
      Original von jbami
      Ich frage mich immer, wieso immer davon die Rede ist, dass der Preflop Aggresor in den meisten Fällen auch der Postflop Aggresor sein soll ( sprich Continuation Bet). Meistens wird das dann damit begründet, dass der Preflop Aggresor einfach eine bessere Hand-Range besitzt. Doch das ist in den meisten Fällen doch völliger Schwachsinn, denn normalerweise ist die Call-Range doch wesentlich tighter als die Raise-Range.
      Also wieso dann immer CBets und nie DonkBets?

      lg jbami

      Das sollte mMn aber nur den Flop betreffen!


      Wenn Du zB OoP coldcalls (warum auch immer)


      Und der wet Flop bringt dir TPTK:


      Dann kannst Du ruhig am FLop c/c spielen, weil der PFA aggressor zumeist bettet und sich selbst (falls er überhaupt drawed) schlechte odds gibt.


      Auf dem Turn gilt es jetzt aber neu zu überlegen(vor allem, weil villain jetzt weiß, dass du nicht pure air hälst): Dort könnte man über donk als bet/fold nachdenken, damit er sich nicht ggf eine Freecard nimmt (und bet/foldest du hier?).


      Was ich sagen will: Diese PFA = PostFA gilt primär nur am Flop.


      Oder überleg mal den move OoP cc cc donk als value line, dort verlässt man sich ja auhc nicht darauf, dass der PFA weiter aktiv bleibt
      .
      .
    • jbami
      jbami
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2012 Beiträge: 83
      Das ist völlig korrekt. Das ganze ist ein künstlich erzeugtes Konzept und ist in vielen Köpfen als "Wahrheit" gefestigt, obwohl es keine rationale Grundlage dafür gibt.


      Ok, dann lieg ich ja eh nicht so falsch in meiner Annahme.

      Oder überleg mal den move OoP cc cc donk als value line, dort verlässt man sich ja auhc nicht darauf, dass der PFA weiter aktiv bleibt


      Das verstehe ich jetzt nicht, was ist move OoP cc cc donk? :s_biggrin:
    • marchy33
      marchy33
      Bronze
      Dabei seit: 13.09.2011 Beiträge: 3.241
      Original von jbami
      Oder überleg mal den move OoP cc cc donk als value line, dort verlässt man sich ja auhc nicht darauf, dass der PFA weiter aktiv bleibt


      Das verstehe ich jetzt nicht, was ist move OoP cc cc donk? :s_biggrin:
      Wenn du out of Position bist und Flop+Turn check/callst und am River dann donkbettest
    • niceup1
      niceup1
      Bronze
      Dabei seit: 27.09.2012 Beiträge: 447
      Original von Ghostmaster
      Original von jbami
      Ich frage mich immer, wieso immer davon die Rede ist, dass der Preflop Aggresor in den meisten Fällen auch der Postflop Aggresor sein soll ( sprich Continuation Bet). Meistens wird das dann damit begründet, dass der Preflop Aggresor einfach eine bessere Hand-Range besitzt. Doch das ist in den meisten Fällen doch völliger Schwachsinn, denn normalerweise ist die Call-Range doch wesentlich tighter als die Raise-Range.
      Also wieso dann immer CBets und nie DonkBets?

      lg jbami
      Das ist völlig korrekt. Das ganze ist ein künstlich erzeugtes Konzept und ist in vielen Köpfen als "Wahrheit" gefestigt, obwohl es keine rationale Grundlage dafür gibt.

      Hm, wenn man davon ausgeht dass Villain 7% 3bettet, er hier nur callt, und wir am Flop HeadsUp sein werden ist unsere uncapped Range doch > seine Calling Range?

      Bin bisschen raus aus 6max CG, also kA ob diese Ranges realistisch sind.


             Equity     Win     Tie
      MP2    54.88%  53.16%   1.73% { 22+, A7s+, K9s+, QTs+, JTs, T9s, 98s, 87s, 76s, 65s, A9o+, K9o+, QTo+, JTo }
      MP3    45.12%  43.39%   1.73% { 99-22, ATs, KJs-KTs, QTs+, JTs, T9s, 98s, 87s, AJo-ATo, KTo+, QTo+, JTo, T9o, 98o }
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Ist die Hand denn am Flop zuende? Das einzige was der "Aggressor" macht ist aktiv Geld zu investieren und den Pot aufzubauen. Das kannst du selber als passive Rolle nutzen, wenn du den Pot angreifst, wenn er größer ist.
    • niceup1
      niceup1
      Bronze
      Dabei seit: 27.09.2012 Beiträge: 447
      Original von Ghostmaster
      Ist die Hand denn am Flop zuende? Das einzige was der "Aggressor" macht ist aktiv Geld zu investieren und den Pot aufzubauen. Das kannst du selber als passive Rolle nutzen, wenn du den Pot angreifst, wenn er größer ist.
      Das ist natürlich richtig :f_thumbsup:

      Dass die Callingrange von Villain auf ne Cbet stärker ist als die des Aggressors stimmt natürlich. Aber da OP gefragt hat wieso sich das eingebürgert hat ging es ihm wohl in erste Linie um cbet vs donk.
    • DanyDansen
      DanyDansen
      Bronze
      Dabei seit: 17.12.2009 Beiträge: 118
      Eine Donkbet zu spielen wenn du gehittet hast ist aber nicht das non plus Ultra. Da der Preflopaggressor ja ohnehin noch eine Cbet abfeuern wird. Also kriegst so mehr in Pot.
    • 4thePORSCHE
      4thePORSCHE
      Bronze
      Dabei seit: 11.01.2013 Beiträge: 1.236
      wenn du gegen einen aggressor callen willst ist es nicht nur wichtig, dass er nichts hat, sondern auch dass du was besseres als nichts hast. wenn du also mit QJs nichts trifft und der aggressor c-bettet, kann er gut Ax haben. wenn auf turn oder river nichts für dich kommt, verlierst du den pot. also kann es in dem fall zu teuer werden die c-bet zu callen. ganz egal ob er was hat oder nicht. und dem preflopaggressor muss man meist Ax oder so geben. ohne was in der hand wird er ja nicht vorm flop aggressiv spielen (bluffs mal ausgenommen). deshalb ist es als preflopaggressor rentabel zu c-betten.