Giving the right odds

    • chrsbckr75
      chrsbckr75
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2007 Beiträge: 3.693
      Hi


      eventuell eine dumme Frage (hero btw IP): Nehmen wir an wir gehen davon aus, dass Villain kompetent ist und odds und outs perfekt beherrscht. Gehen wir weiter davon aus, dass wir Villain more or less auf einen Flushdraw setzen und dass wir keinen River callen, der den Flush ankommen läßt.


      Die Frage bezieht sich irgendwie auf die Frage wer einen Fehler macht

      Betrachten wir zunächst den EV eines check behinds:

      Hier realisieren wir unsere EQ aber machen den Fehler, Villain eine Freecard zu geben, nicht so doll!


      Wollen wir ihn zu einem Fehler zwingen könnte man denken man bietet soviel, dass er falsche pot odds bekommt und ...foldet...hier haben wir wohl auch eher kein Geld gewonnen, da Villain folden wird! (dead money im Pot zählt hier nicht. VGL valuebet)


      Wäre es nicht die beste Line, thinking Villain (noch) korrekte Odds zu geben, DAMIT er überhaupt noch called?


      also EV(kleine bet) >EV (zu große bet)>EV (checkbehind)


      ????

      Das was schon im Pot ist, zählt für die EV Kalkulation ja nicht wirklich, ähnlich wie bei der Berechung einer Valuebet


      Weiterer Vorteil: Villain wird sehen, dass er korrekt drawen kann, und wird eventuell NICHT chRaisen UND wir erhalten sehr oft einen FreeSD
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  • 5 Antworten
    • Tackleberry
      Tackleberry
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 05.05.2006 Beiträge: 1.668
      Wenn Du beim check-behind sagst, "Equity realisieren", dann meinst, Du, wir vermeiden den check-raise, der uns zum Fold zwingen würde, korrekt?

      Nehmen wir mal an, Villain würde niemals x/r, sondern immer (korrekt) folden oder (inkorrekt) callen. Wäre es dann besser, zu betten, oder zu checken?

      Leiten wir es her: im Pot liegen 20bb, Villain hat 20% Equity, benötigt Odds von 4:1. Wir betten 1/2 Pot, was bedeutet, Villain bekommt "nur" 3:1. Villain foldet. Wäre es nun für uns besser gewesen, nur 1/4 Pot zu betten und ihm 5:1 zu geben?

      Hier sind die EV-Formeln für Hero:

      1) EV(1/2) = 100% * +20bb = 20bb (Villain foldet 100%, wir gewinnen den Pot).

      2) EV(1/4) = (80% * 25bb) + (20% * -5bb) = 19bb (in 80% gewinnen wir den Pot und den Cal von Villain, in 20% verlieren wir unsere Turnbet).

      Du siehst also, dadurch, dass wir Villain die korrekten (oder bessere) Odds geben, schmälern wir unseren Erwartungswert!

      Warum ist das so - obwohl wir kein Geld gewinnen, wenn Villain einfach foldet? Die Antwort ist einfach - wir gewinnen den Equity Share von Villain!! 20% des Pots "gehören" ihm, wenn wir also betten und er foldet, dann ist dieser "Equity Share" gewonnenes Geld. Und solange dieser Betrag höher ist als der Gewinn durch eine Bet - ist die Bet profitabel, selbst, wenn Villain foldet.

      Abschließend übrigens noch die EV-Formeln für die Fälle, dass 3) Villain inkorrekt callt oder wir einfach 4) behind checken:

      3) EV (1/2) = (80% * 30bb) + (20% * -10bb) = 22bb

      4) EV (check) = (80% * 20bb) + (20% * 0) = 16bb

      Du siehst also, die drei Möglichkeiten sehen so aus:

      bet big / V. callt > bet big / V. foldet > bet small / V. callt > check behind

      Ich hoffe, das ist alles soweit verständlich? Sonst einfach nachfragen!
    • chrsbckr75
      chrsbckr75
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2007 Beiträge: 3.693
      Das mit dem Equity Share hatte ich mir beinahe. Gedacht. Danke fürs wachrütteln.
      Schön erklärt.
    • m4rgus
      m4rgus
      Bronze
      Dabei seit: 17.06.2008 Beiträge: 528
      in 2) gibt Tackleberry Villain "zu gute" Odds mit 5:1. Wenn wir 20/3 bb betten und Villain somit genau 4:1 geben ist unser EV bei einem Call von Villain auch 20bb - allerdings ohne Rake zu berücksichtigen.

      Genaugenommen liegt es also am Rake, dass uns hier ein fold lieber ist als Villain einen korrekten Call zu geben. Außerdem geben wir Villain mit einer größeren Bet die Möglichkeit einen Fehler zu machen, indem er am turn zuviel bezahlt.
    • Tackleberry
      Tackleberry
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      Coach
      Dabei seit: 05.05.2006 Beiträge: 1.668
      Original von m4rgus
      in 2) gibt Tackleberry Villain "zu gute" Odds mit 5:1. Wenn wir 20/3 bb betten und Villain somit genau 4:1 geben ist unser EV bei einem Call von Villain auch 20bb - allerdings ohne Rake zu berücksichtigen.
      Stimmt, aus irgendeinem Grund habe ich die Frage, ob es besser ist, Villain die "korrekten" Odds zu geben, nicht in dem Sinne verstanden, dass wir ihm exakt die richtigen Odds geben.

      Original von m4rgus
      Genaugenommen liegt es also am Rake, dass uns hier ein fold lieber ist als Villain einen korrekten Call zu geben.
      Die Reduktion der Varianz ist bei ansonsten exakt gleichen Parametern ebenfalls ein Pluspunkt. ;)

      Original von m4rgus
      Außerdem geben wir Villain mit einer größeren Bet die Möglichkeit einen Fehler zu machen, indem er am turn zuviel bezahlt.
      Das ist der Punkt, wir gewinnen nichts, wenn wir Villain die korrekten (oder bessere Odds) geben, aber wir gewinnen, wenn wir höher betten, egal, ob er callt oder foldet.
    • chrsbckr75
      chrsbckr75
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2007 Beiträge: 3.693
      Meine frage ging aber tatsächlich in die Richtung exakte oder bessere odds.
      Insofern war alles supi. Selbst wenn wir ev einbüßen.
      Mit einer marginalen Hand iP für Free sd geht so ein move wohl klar.
      Im Sinn einer dünnen v bet