Startup [Name] entsteht

    • IntoTheJail
      IntoTheJail
      Black
      Dabei seit: 31.07.2007 Beiträge: 1.222
      Hi,

      ich nutze einfach mal die Möglichkeit, hier einen Thread zu unserem Startup zu erstellen. Für startup-interessierte unter euch wird es möglicherweise ganz interessant sein, hier ab und zu vorbei zu schauen. Ich werde in regelmäßigen Abständen hier posten, um über die Entwicklung unseres Startups zu berichten. Evtl. kommt es zu interessanten Diskussionen und für uns wertvollem Feedback. Unabhängig davon, je mehr Leute unser Massenprodukt kennen, desto besser. :)

      In den nächsten Wochen werde ich genauer über unsere Idee erzählen, heute erstmal nur so viel:

      Wir wollen für kleine/mittlere Unternehmen eine kick-ass Lösung bauen, die Kundenbindung und Marketing in sich vereint.

      Unser Prototyp ist fast fertig. Mit diesem wollen wir demnächst auf potentielle Unternehmenskunden zugehen, um herauszufinden, was genau vom Markt gewünscht ist. Noch lassen wir uns eine Reihe von Möglichkeiten offen.

      Ich freue mich auf das bevorstehende Abenteuer, dazugehörige Ups und Downs und viel viel Arbeit :)

      Ich lass von mir hören!


      ***UPDATE 08.04.2013***

      Einstieg
      Zurzeit sind wir ein Team aus vier Leuten, zwei "BWLer" (aus Hamburg) und zwei Entwickler (aus Berlin). CEO ist Daniel, mit Talenten in verschiedenen Bereichen, hat sich zuvor in einem Kundenbindungs-Unternehmen engagiert und bringt reichlich Erfahrung mit, auch im Vertrieb. Benjamin ist für die technische Umsetzung unserer Lösung verantwortlich, Uwe baut Apps für Händler und Kunden. Meine Wenigkeit reibt sich verwundert die Augen, mit was für talentierten Leuten sie zusammen arbeitet, und engagiert sich zunächst in verschiedenen Bereichen, im Moment vor allem in der Analyse des Marktes (bin eher der Analytiker-Typ). Demnächst soll auch ein Vertriebsmann, der in der Lage wäre, schnell ein Vertriebsteam aufzubauen, dazu stoßen, wir führen schon Gespräche mit einigen Kandidaten. Ein Büro haben wir noch nicht.

      Unser primäres Ziel zurzeit ist, zu verstehen, was genau vom Markt gewünscht ist, und wie wir unsere Basis-Lösung an den Markt so anpassen, dass sie perfekt passt. Auch wenn es viele Indizien dafür gibt, dass es tatsächlich ein Markt für unsere Art von Lösung existiert und das Timing gut ist, wäre das sehr blauäugig, nur darauf zu vertrauen und zu glauben, dass es "von alleine" läuft. Im ersten Schritt wollen wir so schnell und so kosteneffizient wie möglich auf den Markt kommen, um das Ganze im real life zu testen.

      Bei Kosteneffizienz kommt uns natürlich sehr entgegen, dass wir zwei Entwickler im Team haben. So fallen keine Entwicklungskosten an und wir können sehr schnell und flexibel reagieren. Bisher hatten wir keine erwähnenswerten Kosten. Sie würden für uns anfallen, sobald wir ein Vertriebsteam aufbauen werden. Das sollte aber erst nach der ersten Phase des Markteintritts geschehen - also erst dann, wenn wir die Erkenntnis haben, dass unsere Lösung vom Markt gewünscht ist und genaue Vorstellung davon, wie sie aussehen soll. Es gibt einige Herausforderungen zu überwinden, aber ich glaube, wenn wir tatsächlich herausfinden, was für ein Tool wir den kleinen Unternehmen bieten müssen, könnten wir ein Teil der kleinen Revolution werden, die Händler-Kunde-Interaktion viel effizienter gestalten und auf ein neues Level bringen wird. Ein sehr inspirierender Gedanke

      Es gibt zahlreiche Ausbaumöglichkeiten, die vom Großen träumen lassen, und da muss ich mich öfters bremsen. "Focus or die" wie es in der Startup-Szene so schön heißt. Die Herausforderung bei uns ist, dass wir unumgänglich mit sehr unterschiedlichen Zielgruppen zu tun haben werden, unter Händlern und unter Endkunden. Und auch unser Produkt, das verschiedene Bausteine des Marketings der kleinen Unternehmen in einem Tool verschmelzen lässt, ist keine single function app, wie ihr denken könnt.

      Wie ihr sehen werdet, wir haben jetzt alles andere als eine fancy Seite, und sie ist erst im Aufbau. Im Vordergrund steht erstmal, mit SEO-Maßnahmen (Blog) interessierte Leute auf die Webseite zu bringen und unser Produkt vorzustellen.


      Idee
      Ursprünglich war die Idee da, kleinen bis mittleren Unternehmen ein internetbasiertes Kundenbindungstool am POS (Point of Sale) zu bieten, denn marktführende Loyalty-Unternehmen bieten alle teuere telefoniebasierte Terminals an. Gerade die "Kleinen", wie Imbisstuben, Friseure, Bäckereien oder das Jogastudio, können es sich nicht leisten, sofort 600-700 Euro für so ein Terminal mit Hundert Karten hinzublättern. Warum also nicht ein zeitgemäßes über Internet laufendes System bauen, bei dem 50€ für einen Barcode-Scanner und 1€/Karte als Einstiegskosten anfallen würden? Es wäre möglich, die ganze Palette anzubieten: Papier-, Plastik-, evtl. digitale Kundenkarten, Gutscheine, Coupons. Alles was man als Unternehmer bräuchte ist ein Gerät mit Zugang zum Internet an der Kasse.

      An sich schon eine nicht ganz uninteressante Idee, aus der sich evtl. ein gutes Geschäftsmodell basteln lässt. Schließlich waren 2012 die digitalen Stempelkarten noch das Beste, was der Markt bieten konnte.

      Händler haben uns aber immer wieder gesagt, dass ihr größter Schmerz eigentlich ihr Marketing ist. Für z.B. ein Jogastudio ist oft das Marketing auf Flyer verteilen, oder die Schaltung einer Anzeige in einem gewissen Magazin beschränkt. Mit kleinen Budgets ist es extrem schwer, seine Zielgruppen als Händler optimal zu erreichen, außerdem hat man wenig Transparenz, ob die Marketing-Aktionen tatsächlich Früchte bringen oder nicht. So werden von einem durchschnittlichen Unternehmer mehrere Hundert Euro "mal da, mal da" blind investiert. Für kosteneffizientes und transparenteres Online-Marketing fehlt vielen das technische Geschick und die Zeit, sich damit auseinanderzusetzen.

      Beliebter Ausweg aus dem Problem waren in den letzten Jahren Groupon & Co. Als Unternehmer bekomme ich garantiert viele Erstbesucher und habe volle Transparenz. Die Kehrseite davon ist, ich arbeite sehr viel für einen kleinen oder gar keinen Gewinn, und, vor allem, nur Wenige der Schnäppchenjäger kommen ein zweites Mal.

      Nun wie können wir den kleinen Unternehmen bei ihrem Marketing helfen? Die Antwort ist einfach. Jeder Endkunde, der Karten unserer Business-Kunden nutzt, ist ein potentieller Kunde für einen anderen Business-Kunden. Mit anderen Worten, Kunde eines Friseursalons kann auch Interesse an einem griechischen Restaurant oder einer Bäckerei haben. Sobald wir ein größeres Netzwerk aus Händlern und Endkunden haben, wäre es ein Leichtes für uns Marketing für Händler zu machen.

      Darüber hinaus könnten wir mit unserer technischer Unterstützung den Händlern helfen, so etwas wie Freundschaftswerbung zu machen. Mal angenommen, Simon ist ein Stammkunde eines Dönerladens und hat bereits eine Kundekarte. Der Dönerladenbesitzer gibt Simon fünf Gutscheine (physische oder digital), die er an Freunde verteilen kann. Für jeden Freund, der mit einem seiner Gutscheine kommt, bekommt er Punkte/Stempel auf seine Kundenkarte gutgeschrieben. Mit unserem System alles sehr einfach realisierbar. Win für Simon, Win für seine Freunde, Win für den Dönerladenbesitzer. Das Schöne an dem ist, dass direkt in Kunden und ihre Bindung investiert wird und kein Euro in Zeitungsblätter oder sonstigen Kramm fließt. Im Adminbereich unserer Lösung können Händler ihre Kampagnen nach Wunsch gestalten (Art der Gutscheine, Wert etc.) und anhand der Auswertungen unseres Analytics-Tools genau verfolgen, wie erfolgreich diese Kampagnen sind. Also volle Transparenz, gezieltere Kommunikation und geringere Ausgaben für Marketing.

      Anders als bei Groupon hat der Händler aber hier noch die Möglichkeit den neuen Kunden bei seinem ersten Besuch an sich zu binden, indem er ihm eine Kundenkarte mit Punkten/Stempeln oder sogar Prepaidguthaben mitgibt. Ob Punkte oder Stempel - das entscheidet jeder Händler bei Konfigurierung des Systems individuell nach seinem Wunsch. Außerdem legt er Prämien fest, die bei Erreichung bestimmter Anzahl der Punkte/Stempel fällig werden. Wir wollen Händler dazu anregen, möglichst kreativ zu werden und auch mal sehr ausgefallene Sachen auszudenken. Prepaid ist eine andere feine Sache. 7% des Guthabens werden nie eingelöst, Transaktionskosten werden gespart, Kunden werden gebunden und kommen 20% öfter, wenn sie schon bezahlt haben. Endkunden sparen mit Prepaid (90€ für 100€ Guthaben o.Ä.) und bezahlen/sammeln Prämien bargeldlos nur mit einem Scan ihrer Karte.

      Das war ein kurzer Ausflug zu den Tools der Kundenbindung, die wir im Moment anbieten wollen. Um jetzt wieder eine Ebene höher zu kommen. Kundenbindung und Kundengewinnung unserer Lösung können im Prinzip auch als eigenständige Geschäftsmodelle existieren. Ich glaube aber, wenn man die beiden Geschäftsmodelle zusammen bringt, entsteht etwas "Ganzes" - wie zwei Beine, die einander helfen, die Balance ohne Kraftaufwand zu halten. Mit Kundenbindung sammeln wir Daten, die ein Netzwerk entstehen lassen und die Kundengewinnung mit nötigen Daten versorgen. Kundengewinnung bringt neue Leute in die Läden, was der Kundenbindung zugute kommt. Wenn ich darüber nachdenke, wie viel Value wir eigentlich jedem einzelnen Händler damit stiften würden, mit ohne oder sehr wenig Aufwand zu betreiben (da sehr vieles automatisieren lässt) glaube ich, dass wir ein ziemlich effizientes Geschäftsmodell anpeilen.

      Darüber hinaus bieten wir den Händlern ein Analytics-Tool, mit dem Kaufverhalten der Kunden, Marketing-Kampagnen etc. in Echtzeit analysieren lassen.

      Das größte Problem dabei ist, dass wir dieses Netzwerk noch nicht haben. Vertrieb wird sicherlich die meisten Gelder auffressen. Marketing, bei dem wir zweitgleisig fahren müssen - Händler und Endkunden - wird eine riesen Herausforderung, zumal wir so kosteneffizient wie möglich bleiben wollen. Es ist geplant unsere Marketingkampagne für Endkunden mit Crowdfunding zu verbinden - Investoren werden uns einen zusätzlichen Schub geben, so die Hoffnung. Bis dahin heißt es testen, Feedback einholen, marktforschen, Produkt verbessern, um dann alles auf schnellstmögliche Verbreitung zu setzen.


      Kurz die Entwicklung der Idee zusammengefasst, weg vom stupiden Verkauf des Kartensystems mit wenig Gefühl für Wünsche der Händler, (hoffentlich) hin zu einer erlebnisorientierter All-in-One-Lösung, die optimal auf Händler und ihre Kunden zugeschnitten ist. Im Grunde wollen wir nur einen Rahmen schaffen und den Händlern den nötigen Freiraum für Kreativität bieten. So etwas wie Evernote und Twitter für die Offline-Welt, mit Dutzenden von Einsatzmöglichkeiten.


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