Debatte Günther Jauch, Abtreibung bei Vergewaltigungsopfern

  • 67 Antworten
    • FlipFlip
      FlipFlip
      Bronze
      Dabei seit: 17.04.2007 Beiträge: 4.256
      Schon krass was der Lohmann (?) da vom Stapel gelassen hat.
    • nikorw
      nikorw
      Bronze
      Dabei seit: 03.08.2006 Beiträge: 6.995
      Habs gesehen. War echt zu krass. Finds auch echt mies dass die Kirche soviel Geld vom Staat bekommt und dann aber nach ihren eigenen Regeln spielt.
    • Frank18
      Frank18
      Bronze
      Dabei seit: 10.02.2006 Beiträge: 368
      "Die Sache mit der Selbstbestimmung der Frau ist ja vielschichtig."

      "Menschen und auch Frauen..."

      Auch wenn er das erste nicht so meinte wie es zuerst rübergekommen ist,
      merkt der Typ überhaupt was der sagt??
    • Dominik7
      Dominik7
      Bronze
      Dabei seit: 15.06.2006 Beiträge: 8.052
      Sollte die Konsequenz nicht darin bestehen, die katholische Kirche mit deren menschenverachtenden Ansichten anzuprangern und jeden dazu zu bewegen, aus dem Verein auszutreten anstatt sich auf einen streng gläubigen Katholiken einzuschießen, der eben konsequent dazu steht was dort verzapft wird? (keine Abtreibung, Ehe ist heilig und ewig, whatever) ?

      Alles andere ist doch scheinheiliges Getue (von denen, die "katholisch" in ihrem Ausweis stehen haben)
    • LLuq
      LLuq
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      Dabei seit: 14.04.2006 Beiträge: 3.389
      Original von Frank18
      "Die Sache mit der Selbstbestimmung der Frau ist ja vielschichtig."

      Das hat er ja obv nicht so gemeint wie es Anfangs rüberkam. Da hat er sich ja auch gut rausgerettet, nachdem alle mal gelacht haben, fande ich was danach von ihm kam von der Argumentation her sehr gut im Gegensatz zum Rest. Die katholische Kirche hat sich auf jedenfall in der Sendung mehr geschadet als sie was retten konnte.
    • dertakman
      dertakman
      Bronze
      Dabei seit: 23.09.2007 Beiträge: 1.191
      Ich finde jeder kann glauben was er will, eine Frechheit ist es aber, dass die Einrichtungen die zu 90 und mehr Prozent vom Staat finanziert werden angeblich christlich sind und dort das jeweilige Weltbild durchgesetzt wird.

      (Und nein damit ist nicht die Kirchensteuer gemeint. Die kirchlichen Einrichtungen werden unabhängig der Kirchensteuer vom Staat durchgefüttert.)

      Nö die Kirchen dürfen so steinzeitlich sein wie sie wollen, die sollen nur halt vom Staat getrennt werden. Kirchliches Krankenhaus hat kein Bock Vergewaltigungsopfern zu helfen?
      No problem bitch, aber du sollst nur dann "kirchlich" schimpfen, wenn dich die Kirche zu >80% finanziert. Und da wären plötzlich 95% der kirchlichen Einrichtungen weltlich.

      Im Spiegel gabs vor kurzem einen Artikel dazu
      http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/kirche-als-arbeitgeber-angestellte-lassen-sich-fuer-den-job-taufen-a-876868.html

      Das Geld kommt vom Staat, die Ansichten von der Kirche. Lolwut?
      Jo gegenüber dem Staat.

      So einfach ist die Sache zwar nicht- der Staat will kein Unternehmer sein, die Einrichtungen sind somit plötzlich nicht in seiner Hand, er muss sie nicht verwalten usw. Aber es bleibt eine Frechheit.
    • Dominik7
      Dominik7
      Bronze
      Dabei seit: 15.06.2006 Beiträge: 8.052
      Falls sich jemand grad danach fühlt verweise ich mal wieder gerne hierauf: Dann mach's mal gut... [Kirchenaustritt inside]
    • draghkar
      draghkar
      Bronze
      Dabei seit: 16.08.2006 Beiträge: 12.432
      jeder der diese institution noch gutheißt, ist einfach ein weltfremder irrer.
    • Maniac81
      Maniac81
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      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 2.287
      ich bin auch eher contra Kirche, aber beim Thema Abtreibung muss man differenzieren.
      Erstmal muss man festlegen, ob das Embryo als Lebewesen oder als "Ding" gewertet wird. Wird es als Lebewesen bewertet, dann ist die Abtreibung eine Tötung und damit moralisch höchst fragwürdig. Die Frage ist, ob die Mutter das Recht hat über das Leben ihres Kindes zu bestimmen. Meiner Meinung nach hat sie das nicht.
      Speziell bei einer Vergewaltigung gilt es dann noch abzuwägen, ob die psychische Verfassung der Mutter wichtiger ist als das Leben des Kindes. Ich kann mir schon vorstellen, dass es die Hölle für die Frau sein muss. Aber ist das genug, um das Embryo zu töten? Ich weiss es ehrlich gesagt auch nicht.
    • brunooooo19
      brunooooo19
      Bronze
      Dabei seit: 24.02.2009 Beiträge: 859
      Original von Maniac81
      ich bin auch eher contra Kirche, aber beim Thema Abtreibung muss man differenzieren.
      Erstmal muss man festlegen, ob das Embryo als Lebewesen oder als "Ding" gewertet wird. Wird es als Lebewesen bewertet, dann ist die Abtreibung eine Tötung und damit moralisch höchst fragwürdig. Die Frage ist, ob die Mutter das Recht hat über das Leben ihres Kindes zu bestimmen. Meiner Meinung nach hat sie das nicht.
      Speziell bei einer Vergewaltigung gilt es dann noch abzuwägen, ob die psychische Verfassung der Mutter wichtiger ist als das Leben des Kindes. Ich kann mir schon vorstellen, dass es die Hölle für die Frau sein muss. Aber ist das genug, um das Embryo zu töten? Ich weiss es ehrlich gesagt auch nicht.
      Das geht ja nach der Geburt noch weiter. Darf man dem Kind dann seinen Vater vorenthalten? Der sich doch liebevoll um seinen Nachwuchs kümmern möchte?
    • backspin55
      backspin55
      Black
      Dabei seit: 24.06.2007 Beiträge: 3.004
      .
    • alwayswinning1111
      alwayswinning1111
      Bronze
      Dabei seit: 22.07.2008 Beiträge: 4.308
      .
    • alwayswinning1111
      alwayswinning1111
      Bronze
      Dabei seit: 22.07.2008 Beiträge: 4.308
      Original von alwayswinning1111
      Original von Maniac81
      ich bin auch eher contra Kirche, aber beim Thema Abtreibung muss man differenzieren.
      Erstmal muss man festlegen, ob das Embryo als Lebewesen oder als "Ding" gewertet wird. Wird es als Lebewesen bewertet, dann ist die Abtreibung eine Tötung und damit moralisch höchst fragwürdig. Die Frage ist, ob die Mutter das Recht hat über das Leben ihres Kindes zu bestimmen. Meiner Meinung nach hat sie das nicht.
      Speziell bei einer Vergewaltigung gilt es dann noch abzuwägen, ob die psychische Verfassung der Mutter wichtiger ist als das Leben des Kindes. Ich kann mir schon vorstellen, dass es die Hölle für die Frau sein muss. Aber ist das genug, um das Embryo zu töten? Ich weiss es ehrlich gesagt auch nicht.
      ich finde es ehrlich gesagt unglaublich pervers, was der lohmann da vom stapel gelassen hat. eine frau, die vergewaltigt wurde, MUSS (zumindest so lange wie es rechtlich in D erlaubt ist) die möglichkeit haben, das kind abzutreiben. wer solch widerliche ansichten in die welt hineinträgt wie der lohmann, und am ende noch menschen mit diesem unsinn auf seine seite zieht, dem wünsche ich zumindest nichts gutes. das beispiel mit dem persöhnlich werden war da schon nicht schlecht.

      mir fehlen da echt die worte, wie man so einen unsinn wie dieser lohmann verzapfen kann.
      er sollte noch einmal als frau geboren, vergewaltigt werden, und dann sein recht auf lebensschutz voll wahrnehmen müssen, nichts anderes wäre gerecht. dann würde ich den lebensschützer gerne nochmal sehen, ob er immernoch so in die kamera grinst und frauen diskriminiert und diskreditiert
    • Faustfan
      Faustfan
      Bronze
      Dabei seit: 19.04.2005 Beiträge: 9.481
      halte abtreibung auch für moralisch nicht vertretbar, egal zu welchem zeitpunkt. sobald der genetische code des embryos feststeht, ist der mensch definiert auch wenn er noch nicht enstanden ist. jemandem sein leben zu nehmen bevor er/sie es hat, ist für mich nicht besser als es zu nehmen wenn er es schon einige jahre hat. imzweifel ist es sogar schlimmer, da 100% des lebens genommen werden statt z.B. 50% wenn man einen 40jährigen tötet.

      aber solange abtreibung legal ist, haben krankenhäuser sich im interesse des patienten zu verhalten.
    • beni
      beni
      Black
      Dabei seit: 17.10.2006 Beiträge: 11.684
      Die entscheidende Frage ist wann menschliches Leben beginnt.

      http://www.pro-leben.de/abtr/lebensbeginn_theorien.php

      Fakt ist: Mit der Verschmelzung von menschlicher Ei- und Samenzelle beginnt die Lebensgeschichte eines Menschen, einer einmaligen, einzigartigen Person, deren menschliches Wesen sich zu keinem Zeitpunkt der Entwicklung ändern wird. In diesem Moment werden Geschlecht, Aussehen, z.B. Haarfarbe, Augenfarbe, Körpergröße aber auch Begabungen, Charakter, ja selbst die wahrscheinliche Lebensdauer des Menschen festgelegt. Was sich ändert, ist das Erscheinungsbild, seine äußere Gestalt: Ein Erwachsener sieht anders aus als ein Säugling. Die erste Erscheinungsform des Menschen ist die befruchtete Eizelle. Sie unterscheidet sich - mit ihren artspezifischen 46 Chromosomen - eindeutig von jeder anderen Eizelle. Das heisst diesen Menschen hat es vorher noch nie gegeben und wird es auch nie wieder geben. Er ist einmalig, einzigartig und somit etwas ganz besonderes!



      Wer dem nicht zustimmt muss gute Argumente liefern.


      @backspinn

      Aus deiner Wurmzelle wird nie ein Mensch und umgekehrt.
    • Faustfan
      Faustfan
      Bronze
      Dabei seit: 19.04.2005 Beiträge: 9.481
      sehe ich genauso, aber ein krankenhaus hat sich meiner meinung nach dem gesetz dazu zu fügen und nicht den eigenen moralvorstellungen.

      eine debatte über abtreibung generell würde den thread ziemlich derailen.
    • alwayswinning1111
      alwayswinning1111
      Bronze
      Dabei seit: 22.07.2008 Beiträge: 4.308
      solange der entstehende mensch nichts fühlt, muss doch zumindest eine abtreibung erlaubt sein. der familie/frau/gesellschaft bringt es doch nichts, unerwünschte kinder durch zwang in die welt zu bringen. freut euch doch lieber über den medizinischen fortschritt!
    • nikiita
      nikiita
      Bronze
      Dabei seit: 22.04.2005 Beiträge: 2.485
      Dass Messdienerfic..nde Priester ein verharmlosenderes Verhältnis zu Vergewaltigungsopfern unterhalten, ist nicht sehr überraschend. Dass die Aufklärung ersterer Kavaliersdelikte laut Kirchenrecht nicht der säkularen Exekutiven sondern den eigenen "Brüdern im Glauben" übertragen wurde, ist hanebüchen. Vor Allem vor dem Hintergrund, daß der auch heute noch geltende "Staatskirchenvertrag" fast wörtlich vom Reichskonkordat von 1933 abgeschrieben hat.

      Ein Leben geschenkt - ein anderes zerstört. Was für eine Bigotterie, was für ein "himmelschreiendes" Unrecht. Aber den Himmel anzurufen scheint ziemlich aussichtslos, solange diesen Triebtätern (sogar vom Gesetzgeber) die Deutungshoheit angetragen wurde..

      Das letzte Mal in der Kirche war ich mit 16. Zum Hostienschänden! (Wer mal Messdiener war, weiß was ich mein :coolface: :coolface: )
    • Faustfan
      Faustfan
      Bronze
      Dabei seit: 19.04.2005 Beiträge: 9.481
      Original von alwayswinning1111
      solange der entstehende mensch nichts fühlt, muss doch zumindest eine abtreibung erlaubt sein. der familie/frau/gesellschaft bringt es doch nichts, unerwünschte kinder durch zwang in die welt zu bringen. freut euch doch lieber über den medizinischen fortschritt!
      nach der logik kann man auch Arbeitslose im Schlaf umbringen. sie fühlen nichts dabei und bringen der Gesellschaft auch nichts.

      der einzige Grund, warum Abtreibung geduldet wird ist das Argument: Es ist noch kein Mensch. und selbst das ist moralisch nicht zu rechtfertigen