Gibt es eine Diskrepanz zwischen sexuellen Vorlieben und Praxis, und warum?

    • zeegro
      zeegro
      Black
      Dabei seit: 28.10.2006 Beiträge: 7.980
      Also da mein Mitbewohner Psychologie studiert und hier dauernd Psychos rumhängen, habe ich folgende Diskussion mitbekommen und mit meinem Mitbewohner weitergeführt.

      Basis der Diskussion war folgende Umfrage von Kommilitonen von ihm:

      Studie sexuelle Wünsche 2013

      Wir haben ihr versprochen, dass wir ein paar ranholen und ne Diskussion darüber führen werden, weil wir im gleichen Projekt als Probanden noch detailierter befragt werden. Es sind lediglich 8-9 Anklickfragen und 100% anonym, ihr verliert also maximal 2 Minuten.

      Nun zur Diskussion:

      Ich selbst führe eine Beziehung und würde mein Sexleben als sehr abwechslungsreich bezeichnen, ich habe auch absolut keine Probleme mit Freunden über dieses Thema zu reden. Dennoch fällt mir selbst bei mir auf, dass ich manche Dinge nicht DIREKT mit meiner Freundin kommuniziere und ich frage mich warum?

      Zum Einen hat man natürlich bei vielen Phantasien die "Angst", dass der Partner verstört werden könnte bzw. sich kritisiert fühlt weil man ihm/ihr das Gefühl suggeriert mit dem Status Quo nicht zufrieden zu sein.
      Zum Anderen stellt sich die Frage warum sollte man gerade mit der Person, der man am meisten Vertrauen schenkt, nicht seine Gedanken teilen bei diesem wichtigen Thema? Immerhin kann man bei vielen Wünschen und Begierden ungefähr einschätzen wie der Partner dazu steht, da sollte man also in der Regel keine Angst haben ins Fettnäpfchen zu treten.

      Trotzdem gibt es anscheinend bei vielen Menschen eine große Diskrepanz (je schüchterner desto größer und je abstrusere Wünsche desto größer) und auch keinen wirklichen Weg diese zu lösen. Wer geht schon zu Therapeuten nur weil er mal Analsex mit seiner Freundin will? Wieviele Freundinnen verweigern sich dem Analsex? Wieviele Typen haben kein Bock ausgepeitscht zu werden?

      All diese Dinge mögen marginal klingen, haben aber psychologisch große Auswirkungen auf die Zufriedenheit. Der ein oder andere Domianhörer wird das aus der Laienpraxis kennen, wenn mal wieder ein Hermann anruft und sich über sein langweiliges Sexleben beschwert. Diese Probleme würde es nicht geben, wenn kommuniziert werden würde und selbst wenn dann rauskommt, dass die Wünsche beider extrem auseinander liegen, dann kann man immer noch darüber "verhandeln".

      Versetzt euch mal in die Lage und denkt an das worauf ihr sexuell gerade Bock habt, wie würdet ihr eurer Freundin/Freund das möglichst vernünftig rüberbringen mit Chance auf Erfolg?

      Gibt es hier Leute, die das Problem garnicht kennen und wenn ja, warum? Ich meine, ich kenne kaum jmd, der alles offen kommuniziert und ich will fast behaupten, dass jeder hier versaute Gedanken hat, die er gerne ausleben will.

      Die Diskussion muss gar nicht aus persönlicher geführt werden (auch wenn das interessanter wäre), sondern kann auch mit Annahmen über die Allgemeinheit geführt werden.

      "Ich bin gespannt auf eure Antworten und würde mich über eine Teilnahme der kleinen Umfrage freuen. Wir würden nach Auswertung die Ergebnisse veröffentlichen." (Theresa Binnhoff)
  • 26 Antworten
    • dontplotzthehotz
      dontplotzthehotz
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2011 Beiträge: 21.481
      Done.

      Sie würde die Möglichkeit in Anspruch nehmen mit einer fremden Frau/einem fremden Mann ihre sexuellen Wünsche auszuleben weil sie zu 100% beide voneinander wüssten, dass ihr Gegenüber die exakt gleichen Wünsche mit ihnen teilt. (gehen sie davon aus, dass es diese Möglichkeit geheim bleibt) - könnte bisschen überarbeitet werden. :f_o:
    • AnDwHy06
      AnDwHy06
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 3.885
      fragebogen wechselt zwischen "du" und "sie" anrede. das wuerde ich einheitlich machen.
    • zeegro
      zeegro
      Black
      Dabei seit: 28.10.2006 Beiträge: 7.980
      Ist halt von Studenten gemacht, ich gebe das mal weiter :D
    • ayurve
      ayurve
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 1.108
      Original von zeegro
      1:. Diese Probleme würde es nicht geben, wenn kommuniziert werden würde und selbst wenn dann rauskommt, dass die Wünsche beider extrem auseinander liegen, dann kann man immer noch darüber "verhandeln".

      2:Versetzt euch mal in die Lage und denkt an das worauf ihr sexuell gerade Bock habt, wie würdet ihr eurer Freundin/Freund das möglichst vernünftig rüberbringen mit Chance auf Erfolg?

      3:Gibt es hier Leute, die das Problem garnicht kennen und wenn ja, warum? Ich meine, ich kenne kaum jmd, der alles offen kommuniziert und ich will fast behaupten, dass jeder hier versaute Gedanken hat, die er gerne ausleben will.

      Die Diskussion muss gar nicht aus persönlicher geführt werden (auch wenn das interessanter wäre), sondern kann auch mit Annahmen über die Allgemeinheit geführt werden.

      zu 1:

      wie willst du verhandeln? person a steht auf aktiven anal sex person b nicht auf passiv... du wirst person b nicht dazu bringen sich in den arsch poppen zu lassen ausser durch zwang... und zwang ist immer scheiße. auch dieses "ich machs weils mein freund/freundin will" is sehr vernichtend auf dauer grad in einer beziehung.

      zu 2:

      einfach ansprechen... mehr kann ich dazu eigendlich gar nicht sagen

      zu 3:

      am anfang der ersten beziehung/den ersten 2-3 sexualpartnerinnen hatt ich schon hemmungen darüber zu reden... inzwischen überhaupt nicht mehr und kenn das problem auch nicht mehr. wünsche/bedürfnisse werden beiderseits offen angesprochen (ich hab keine freundin sondern freundinnen mit bonus wie man das heute so nennt)... so bekomm ich derzeit was ich will und meiner partnerinnen auch. wenn ich eine beziehung eingehen würde dann sollten die sexuellen wünsche kompatibel sein daher am besten so früh wie möglich drüber reden.

      sex ist zwar imho nicht das allerwichtigste doch n wichtiger teil für ne funktionierende beziehung daher solles es schon harmonieren.

      die frage is natürlich auch was man als versaut empfindet... für die einen fängt das schon bei doggy an bei anderen gehören viele spielerein zum normalen repatoir.

      meine sexualität umfasst ausser sm und klosachen eigendlich so ziemlich alles daher such ich auch dementsprechend frauen die auch so drauf sind. wenn jetz ne frau nur auf blümchen sex steht ist das ja voll in ordnung aber es wäre keine frau für mich für eine beziehung. (genaso wenn ich sie allgemeinen intressen nicht decken zumindest zum teil)




      lg
    • zeegro
      zeegro
      Black
      Dabei seit: 28.10.2006 Beiträge: 7.980
      Original von ayurve
      Original von zeegro
      1:. Diese Probleme würde es nicht geben, wenn kommuniziert werden würde und selbst wenn dann rauskommt, dass die Wünsche beider extrem auseinander liegen, dann kann man immer noch darüber "verhandeln".

      2:Versetzt euch mal in die Lage und denkt an das worauf ihr sexuell gerade Bock habt, wie würdet ihr eurer Freundin/Freund das möglichst vernünftig rüberbringen mit Chance auf Erfolg?

      3:Gibt es hier Leute, die das Problem garnicht kennen und wenn ja, warum? Ich meine, ich kenne kaum jmd, der alles offen kommuniziert und ich will fast behaupten, dass jeder hier versaute Gedanken hat, die er gerne ausleben will.

      Die Diskussion muss gar nicht aus persönlicher geführt werden (auch wenn das interessanter wäre), sondern kann auch mit Annahmen über die Allgemeinheit geführt werden.

      zu 1:

      wie willst du verhandeln? person a steht auf aktiven anal sex person b nicht auf passiv... du wirst person b nicht dazu bringen sich in den arsch poppen zu lassen ausser durch zwang... und zwang ist immer scheiße. auch dieses "ich machs weils mein freund/freundin will" is sehr vernichtend auf dauer grad in einer beziehung.

      zu 2:

      einfach ansprechen... mehr kann ich dazu eigendlich gar nicht sagen

      zu 3:

      am anfang der ersten beziehung/den ersten 2-3 sexualpartnerinnen hatt ich schon hemmungen darüber zu reden... inzwischen überhaupt nicht mehr und kenn das problem auch nicht mehr. wünsche/bedürfnisse werden beiderseits offen angesprochen (ich hab keine freundin sondern freundinnen mit bonus wie man das heute so nennt)... so bekomm ich derzeit was ich will und meiner partnerinnen auch. wenn ich eine beziehung eingehen würde dann sollten die sexuellen wünsche kompatibel sein daher am besten so früh wie möglich drüber reden.

      sex ist zwar imho nicht das allerwichtigste doch n wichtiger teil für ne funktionierende beziehung daher solles es schon harmonieren.

      die frage is natürlich auch was man als versaut empfindet... für die einen fängt das schon bei doggy an bei anderen gehören viele spielerein zum normalen repatoir.

      meine sexualität umfasst ausser sm und klosachen eigendlich so ziemlich alles daher such ich auch dementsprechend frauen die auch so drauf sind. wenn jetz ne frau nur auf blümchen sex steht ist das ja voll in ordnung aber es wäre keine frau für mich für eine beziehung. (genaso wenn ich sie allgemeinen intressen nicht decken zumindest zum teil)




      lg
      1. Verhandeln war obv nicht als Verhandeln gemeint, sondern eher als Kommunikationsart. Viele haben ihre Vorlieben aus anderen Beziehungen oder durch ihr Aufwachsen erfahren und deshalb gibt es durchaus Situationen wo beide keine feste Position haben sondern einfach nicht wissen, was sie wirklich wollen/der anderen will.

      3. Dass du nach 3 längeren Beziehungen weniger Probleme damit hast, ist ja klar aber wie wäre es, wenn du dich verlieben würdest (ich denke du weißt wie irrational das Gefühl ist) und dann merkst deine potentielle Partnerin ist sexuell auf einer ganz anderen Ebene. Kannst du ihr das dann auch noch einfach so frei heraus ohne Rücksicht auf Verluste sagen ?


      Das Thema scheint ja weniger diskussionswürdig zu sein, seht ihr das "Problem" nicht oder ist es euch egal?
    • Praepman
      Praepman
      Bronze
      Dabei seit: 02.11.2006 Beiträge: 5.912
      Ich finde es interessant, dass du in deinem Eingangspost behauptest fast jeder würde irgendwelche insgeheimen "anstößigen" Fantasien haben.

      Das finde ich interessant und irgendwie deckt sich das nicht mit der Wahrnehmung meiner Umgebung. Daraus könnte man zum einen schließen, dass es wirklich sehr viele gibt die über sowas nicht reden und es deshalb auch gesellschaftlich Tabuthemen bleiben werden, oder dass es vielleicht garnicht der Fall ist, dass so viele Leute irgendwelche "fetischistischen Neigungen" haben.

      Also glaubst du jetzt, dass es viele Menschen gibt, die

      a) relativ gemäßigte Vorstellungen haben (Doggy, Anal, ausgefallene Orte, Dirty-Talk) und nicht mal das ansprechen können?

      oder

      b) viele auf den abgefahrenen Scheiß stehen (Fäkalien, SM, etc.) und darüber nicht reden können.

      Trägt alles nicht viel zu der Studie bei was ich hier schreibe, aber das würdem ich halt an der Grundfragestellung interessieren
    • JesterIF
      JesterIF
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2007 Beiträge: 845
      Geiler Fragebogen, sogar für die Kellernerds hier gibt es immer eine adäquate Antwortmöglichkeit:

      Sex ist mir:
      [ ]sehr Unwichtig
      [ ]eher unwichtig
      [ ]mittelmäßig wichtig
      [ ]eher wichtig
      [ ]sehr wichtig
      [x]KANN ICH NICHT BEURTEILEN!

      :D :D :D
    • ayurve
      ayurve
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 1.108
      Original von zeegro

      1. Verhandeln war obv nicht als Verhandeln gemeint, sondern eher als Kommunikationsart. Viele haben ihre Vorlieben aus anderen Beziehungen oder durch ihr Aufwachsen erfahren und deshalb gibt es durchaus Situationen wo beide keine feste Position haben sondern einfach nicht wissen, was sie wirklich wollen/der anderen will.

      3. Dass du nach 3 längeren Beziehungen weniger Probleme damit hast, ist ja klar aber wie wäre es, wenn du dich verlieben würdest (ich denke du weißt wie irrational das Gefühl ist) und dann merkst deine potentielle Partnerin ist sexuell auf einer ganz anderen Ebene. Kannst du ihr das dann auch noch einfach so frei heraus ohne Rücksicht auf Verluste sagen ?


      Das Thema scheint ja weniger diskussionswürdig zu sein, seht ihr das "Problem" nicht oder ist es euch egal?
      zu 1.. okay so ist es besser verstehbar dann würd ich bedingt zustimmen mit dem "verhandeln" in form von ausprobieren etc .

      3. ja würde ich/könnte ich. ich würde es nicht als ohne rücksicht auf verlust betitelen ausser du meinst damit das ich evt angst hätte die frau zu verlieren. wenn dem so ist nein diese angst hab ich nicht. du solltest vlt dazu wissen das verliebt sein bei mir ein zustand ist und ihn gerne mit einer frau teile doch ob sie mit mir zusammen ist oder nicht spielt dabei nicht so die große rolle. sprich ich kann sehr offen über alles reden... und wenn sie halt so wäre das sie mit mir nicht zusammen sein kann weil ich auf mein supermankostüm im bett stehe (fiktives beispiel ^^) dann wär das so aber das schmerzt mich nicht oder macht mir angst. verlieben ist wunderschön doch ich will weder frauen besitzen noch sie irgendwie manipulieren. will sie mit mir zusammen sein weil sich unsere sachen decken (oder zumindest zu teilen decken) sehr gerne... will sie es nicht auch okay das ändert an meinen gefühlen so der person nichts.

      und grad wens eben ins sexuelle reingeht hab ich halt die erfahrung gemacht wenn sie sich nicht ziemlich stark decken dann ist es meist eine beziehung oder freundschaft mit bonussen mit "ablaufdatum". (spricht nichts dagegen danach "nur" noch befreundet zu sein). und grad dabei ist es wichtig offen zu sein weil oftmals sich doch viele intressen decken im bett. (bekomm in meiner praxis viel mit das dieses nicht offen reden n problem wird auf dauer und die beziehung geht in dir brüche und am ende stehen beide da "ja warum hast du mir nichts gesagt ich hätte es doch auch gewollt" etc)

      ich schreib zuviel :D

      lg
    • zeegro
      zeegro
      Black
      Dabei seit: 28.10.2006 Beiträge: 7.980
      Original von Praepman
      Also glaubst du jetzt, dass es viele Menschen gibt, die

      a) relativ gemäßigte Vorstellungen haben (Doggy, Anal, ausgefallene Orte, Dirty-Talk) und nicht mal das ansprechen können?

      oder

      b) viele auf den abgefahrenen Scheiß stehen (Fäkalien, SM, etc.) und darüber nicht reden können.

      Trägt alles nicht viel zu der Studie bei was ich hier schreibe, aber das würdem ich halt an der Grundfragestellung interessieren
      Meine EIGENE Grundannahme ist, dass jeder zumindest Phantasien hat, die er/sie noch nicht praktiziert hat. Ob die Person das nun will, steht auf einem anderen Blatt aber generell gehe ich einfach mal davon aus, dass es vorhanden ist.

      Es muss hier gar nicht um Extrema gehen sondern ich denke (und das war bisher wohl auch der Tenor der Psychos), dass viele ihrem Partner simple Dinge wie "ich stehe auf Dessous xx" nicht sagen und dann teilweise enttäuscht sind, wenn der Partner nicht von selbst darauf kommt.

      Der Fokus liegt hier defintiv auf der Diskrepanz zwischen dem was man will und dem was man "bekommt". Belehrt mich / uns eines besseren und erklärt mir, dass es nicht so ist.



      Original von ayurve

      3. ja würde ich/könnte ich. ich würde es nicht als ohne rücksicht auf verlust betitelen ausser du meinst damit das ich evt angst hätte die frau zu verlieren. wenn dem so ist nein diese angst hab ich nicht. du solltest vlt dazu wissen das verliebt sein bei mir ein zustand ist und ihn gerne mit einer frau teile doch ob sie mit mir zusammen ist oder nicht spielt dabei nicht so die große rolle. sprich ich kann sehr offen über alles reden... und wenn sie halt so wäre das sie mit mir nicht zusammen sein kann weil ich auf mein supermankostüm im bett stehe (fiktives beispiel ^^) dann wär das so aber das schmerzt mich nicht oder macht mir angst. verlieben ist wunderschön doch ich will weder frauen besitzen noch sie irgendwie manipulieren. will sie mit mir zusammen sein weil sich unsere sachen decken (oder zumindest zu teilen decken) sehr gerne... will sie es nicht auch okay das ändert an meinen gefühlen so der person nichts.

      und grad wens eben ins sexuelle reingeht hab ich halt die erfahrung gemacht wenn sie sich nicht ziemlich stark decken dann ist es meist eine beziehung oder freundschaft mit bonussen mit "ablaufdatum". (spricht nichts dagegen danach "nur" noch befreundet zu sein). und grad dabei ist es wichtig offen zu sein weil oftmals sich doch viele intressen decken im bett. (bekomm in meiner praxis viel mit das dieses nicht offen reden n problem wird auf dauer und die beziehung geht in dir brüche und am ende stehen beide da "ja warum hast du mir nichts gesagt ich hätte es doch auch gewollt" etc)
      Ich gehe davon aus, dass die Liebe trotzdem darunter leidet, auch wenn du sagst es macht dir nichts aus bzw. du würdest dich gar nicht in solche Personen verlieben. Wenn du nun ne Person auf, eine für dich, unkonventionelle Art und Weise kennen lernst und ihr erst nach 3 Monaten Sex habt und du dann feststellst, dass sie komplett unerfahren oder komplett abgedreht ist und absolut nicht auf deiner Welle aber trotzdem verliebt bist, wie erträgt man das auf Dauer? Das ändert doch was an den Gefühlen?!

      Es geht ja auch nicht darum jdm zu manipulieren, im Prinzip kannst du ja nichts für deine Phantasien und zwingst keinen dazu.
      In offenen Beziehungen gibt es das Problem imo gar nicht und wenn du sagst, dass es bei wenig "Übereinstimmung" eine Beziehung mit Ablaufdatum ist, sind wir ja gar nicht soweit auseinander was die Existenz dieses Problems angeht.
    • SEdoubleP
      SEdoubleP
      Bronze
      Dabei seit: 23.06.2006 Beiträge: 6.676
      Edit by Khrano: Beitrag entfernt. Spam und Nacktfotos sind hier im Small Talk unerwünscht. Daher habe ich deinen Beitrag entfernt.
    • ayurve
      ayurve
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 1.108
      ich glaub ich hab mich kurz missverständlich ausgedrückt... verlieben kann ich mich in jede frau egal wie kompatibel sex/charakter/etc ist... die frage ist nur ob man dann eine beziehung führen will.

      auch wenns n privates beispiel ist hilfts vlt zum verständniss... ich war ein jahr in einer beziehung wo der weibliche part überhaupt gar nicht auf oral sex bei mir stand... ich glaub wie fast jeder mann ist das natürlich etwas was man als kerl gerne mag. in dieser zeit hat mich das nicht gestört oder hat mir probleme gemacht. ich hab mit ihr auch offen darüber geredet und für mich war da die entscheidung einfach okay aufgrund deswegen das ich sie sehr gerne mag und (den kurzen) weg mit mir gehen will verzicht ich gerne auf diese spielerei.

      doch inzwischen bin ich jetz einfach in nem alter und durch die ganzen erfahrungen das ich wenn ich jetz eine beziehung eingehen will sollte sexualität ziemlich deckungsgleich sein einfach daher das wenn ich eine beziehung will es "langfristiger" sein sollte zumindest die möglichkeit dessen da ist. (auch was charakter/intressen angeht).


      wie erträgt man das auf Dauer? Das ändert doch was an den Gefühlen?!


      ich kann ja nur von mir reden... bei mir ändert das gar nichts. wenn ich mich verliebt habe hab ich dieses gefühl/den zustand gegenüber einer frau "immer". es variert in der intensität aber ich kann nichtmehr nicht lieben. vlt beschreibt das wort offene liebe was ich meine? ka... ich binde meine liebe nicht in der form wie man es vlt kennt. ob die frau nun mit mir zusammen ist oder nicht ändert wirklich absolut nichts an meinem empfindungen. der wunsch ich muss! mit ihr zusammen sein ist auch nicht da... es ist schön wenn es so ist doch wenn nicht ist alles gut. sex/freundschaft/beziehung sind für mich 3 sehr unterschiedliche dinge auch wenn in einer partnerschaft am besten alle 3 zusammenkommen.

      In offenen Beziehungen gibt es das Problem imo gar nicht und wenn du sagst, dass es bei wenig "Übereinstimmung" eine Beziehung mit Ablaufdatum ist, sind wir ja gar nicht soweit auseinander was die Existenz dieses Problems angeht.


      das es dieses problem gibt ist denk ich allen bewusst das viele menschen aufgrund von diversen ängsten nicht offen über ihre wünsche und bedürfnisse reden. nur wenns halt nicht deckungsgleich ist die wünsche und bedürfnisse (auch wenn sie nicht ausgesprochen werden) führts halt früher oder später zu ner trennung... aber was ist daran schlimm?

      laut statistik gehen etwa 50% aller männer und frauen fremd... das sollte doch ein indikator sein das zumindest in der hälfte aller beziehungen grad in der sexualität oftmals ein mangel an kommunikation herrscht. bzw es ein problem gibt wenn a das eine will und b etwas anderes... grad aus meiner praxis hab ich einige fälle von frauen zwischen 30-50 die ihren partner sehr lieben aber auch nach erklären wie die weibliche anatomie so ist und was sie wollen ist der sex mit ihren partnern halt nach 3 minuten vorbei. ein paar holen sich ihre sexualität wo anders und ein paar sind halt deswegen echt in ihrer lebensqualität eingeschränkt. das sind entscheidungen die menschen treffen und daher seh ich es nicht als schlimm an... jeder hat die möglichkeit sich das zu suchen was er will wenn er das möchte.

      gehts deinen psychologen um einen weg den menschen beizubringen offen zu ihren neigungen zu stehen? oder wollen sie die kommunikation fördern? was ist genau das gelbe vom ei auf was sie hinaus wollen?
    • zeegro
      zeegro
      Black
      Dabei seit: 28.10.2006 Beiträge: 7.980
      Am Ende ist das Ziel die sexuelle Zufriedenheit bei Paaren zu erhöhen, die Umfrage hat das Ziel festzustellen ob diese Diskrepanz existiert und als störend empfunden wird.

      Ich kann dich nicht ganz verstehen, du sagst ja quasi, dass es nur zu einer Beziehung kommt, wenn auch solche Dinge "deckungsgleich" sind und da bin ich völlig anderer Meinung. Na klar ist eine Frau, von der man weiß sie findet xx geil und ich finde das auch geil, attraktiver aber wenn ich mich verliebe ist das doch sehr abgekoppelt davon.

      Des Weiteren kann ich mir auch nicht vorstellen, dass Frauen, die Oralsex verweigern eine laaaange treue Beziezung führen. Das klingt hart aber wer will denn bitte darauf verzichten, das ist doch absoluter Standard und auch als Mann sollte das Standard sein. Da fehlt es einfach an der Variation beim Sex und das kann eine Beziehung imo auf Dauer auch nicht aushalten. Dabei stelle ich mir die Frage, und ich glaube das ist auch deren nächster Schritt, ob es nicht Mittel und Wege gibt einen Konsens zu finden (auch wenn der in erster Linie schwierig zu sein scheint, wenn beide andere Vorlieben haben) bei dem jeder einen Schritt auf der anderen zugeht. Es ist nun mal so, dass die meisten Abneigungen gegen Vorlieben durch Ahnungslosigkeit bestehen, sprich es wurde noch nie ausprobiert.
    • Nafti
      Nafti
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2007 Beiträge: 4.005
      Original von zeegro
      die Umfrage hat das Ziel festzustellen ob diese Diskrepanz existiert und als störend empfunden wird.
      Das kann die Umfrage imo so nicht leisten. Die Ersteller sollten sich nochmal gedanken darüber machen, wie sich diese Diskrepanz störend auswirken kann und das dann ordentlich operationalisieren. Ein einfaches die Diskrepanz "empfinde ich als störend" per Likert-Skala abzufragen hat doch wenig nutzen. Interessanter wäre es doch zu erforschen, welche Faktoren genau stören und wie deren Gewichtung ist.

      Vielleicht hilft das den Erstellern ja weiter. ;)
    • zeegro
      zeegro
      Black
      Dabei seit: 28.10.2006 Beiträge: 7.980
      werde ich so weitergeben, wir befinden uns hier sowieso auf Laienniveau. Aber gerade weils um die eigenen Empfindungen geht, dachte ich, dass viele da was zu schreiben könnten.
    • murdock04
      murdock04
      Bronze
      Dabei seit: 09.02.2009 Beiträge: 5.458
      edit by michimanni
      Bitte unterlasse Spam, darauf können wir hier gut verzichten. Danke für dein Verständnis.
    • Pokerxx
      Pokerxx
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2007 Beiträge: 6.317
      Die ersten "Probleme" entstehen imo. schon dadurch, dass man seine eigene sexuellen Wünsche, die über Blümchen-Sex hinausgehen unterdrückt und nicht wahrhaben möchte. Gründe dafür sind die zum großen Teil weibliche Konditionierung im Kindesalter (Kindergärtnerinnen, Grundschullehrerinnen, fehlende Vaterfigur etc.)

      So sieht es zumindest stark bei den aktuellen ~ 20-30 Jährigen aus.

      Bei der aktuellen "Generation Porno" sieht es vermutlich wieder etwas anders aus.

      Falls man dieses Ungleichgewicht von Wünschen und eigener Sicht auf sich Selber in den Griff bekommt, hat man imo. auch weniger Probleme seiner Freundin, Frau whatever diese Wünsche mitzuteilen. Umgekehrt das Selbe.

      Wichtig zu erwähnen ist natürlich auch nicht nur das Verhältnis zu sich selber, sondern auch das Verhältnis zu seiner Partnerin, sprich wie nahe steht man sich, kann man über alles reden etc.

      Diese Punkte, zu wissen wer man ist und seine Fantasien zu akzeptieren, als einen animalischen Teil, den jeder Mensch einfach hat und ausgelebt werden möchte + die innige, menschliche Verbindung zu seiner Partnerin, dass man keine Angst haben muss bzw. und/oder es einem egal ist, was die Partnerin von der neuen Idee im Bett hält.

      Viele Männer leben ihre Fantasien vermutlich bei Pornos aus, Frauen können diese unausgelebten Fantasien imo. besser unterdrücken.
    • Praepman
      Praepman
      Bronze
      Dabei seit: 02.11.2006 Beiträge: 5.912
      Finde die Umfrage auch nicht gut, weil überhaupt keine Relativierung dieser Phantasien vorgenommen wird.

      Ich persönlich hätte gern mal einen Dreier mit einer 2. Frau. Das wird aber nicht an der fehlenden Kommunikation scheitern und trotzdem die Umfrage verfälschen.

      Ebenso wird jemand der sich gern Kot ins Gesicht schmieren möchte, während er von seiner Frau ausgepeitscht wird zu recht Angst vor Ablehnung haben. Aber einfach weil er eine gestörte Sexualpräferenz hat und somit im weitesten Sinne eine abnorme Psyche. Verfälscht die Studie auch.

      Imo müsste es zur halbwegs vernünftigen Auswertbarkeit so aussehen:

      Haben Sie oder hatten sie in ihrer Beziehung Sexualpraktik a ?

      Wenn nein, hätten Sie es gern?

      Wie sehr belastet Sie das?

      usw.

      Imo müsste man die Studie dann zweiteilen und schauen wieviele Normalos es nicht schaffen ihre, für andere ganz selbstverständlichen Bedürfnisse, auszusprechen und im 2. Teil schauen wieviele Leute wirkliche abgefahrene Fantasien haben und die nicht ansprechen.
      Das sind imo, was die Gründe für das Schweigen angeht, zwei völlig unterschiedliche Dinge.

      @Pokerxx
      Kannst du auf diese Frauen-als-Bezugspersonen-führen-zu-Blümchensex-These nochmal genauer darstellen. Sehe da den Zusammenhang nicht wirklich.
    • PaRaZzEe
      PaRaZzEe
      Bronze
      Dabei seit: 20.07.2009 Beiträge: 9.485
      Natürlich gibt es bei mir eine Diskrepanz zwischen meinen sexuellen Vorlieben und Paxis ?(

      im Ernst:

      Warum sollte die Frustration größer sein, je abstruser die Wünsche? Glaube eher man such und findet dann eventuell eher jemanden der diese teilt.
    • BrEaKdOwNpG
      BrEaKdOwNpG
      Bronze
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.293
      ich war früher schon sehr verschlossen, eigentlich bei so ziehmlich allem.
      hat sich irgendwann mal geändert, gründe sind hier irrelevant :D

      habe aber bis jetzt durchweg gute erfahrungen gemacht, die vorlieben und interessen mit dem partner zu teilen. selbst extreme sachen fanden gehör und wurden nicht gleich von vorn herein abgelehnt. auch fiel mir auf, dass mein gegenüber selber offener und experementierfreudiger wurde, je mehr ich erzählte.

      die umfrage sollte schon noch etwas detaillierter gestalet werden, siehe post von praepman.
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