Deepstacked Play Strategy?

    • ugluk89
      ugluk89
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2011 Beiträge: 107
      Hallo Leute,

      Ich habe mir schon oft die Frage gestellt, wie ich meine Strategy adjusten muss, wenn ich deepstacked spiele. Habe nichts in der SuFu gefunden.

      Ein paar Dinge fallen mir selber schon ein:

      z.B.:

      - PP kann ich gg. 3bets callen, da ich durch die deepen stacks genug implied odds habe.

      Würde sagen das gleiche gilt auch für SC's und Axs Hände, jedoch bin ich mir bei Axs Händen nicht sicher, ob das gg. 3bets so gut ist, da ich bei nem Hit häufig dominiert bin.

      - Anders herum würde ich sagen, dass ich lighter 3betten sollte. Hände wären dann genau sowas wie SC's, PP's, Axs Hände. Meine Intention wäre dann, dass die 3bet in erster Linie nicht for Value, sondern als Bluff ist.
      Sollte ich gecallt werden, habe ich mit diesen Händen selten eine schwierige Entscheidung, weil ich entweder komplett verfehle oder Trips, bzw. n Draw habe.
      Vorteil ist natürlich, dass ich mit meinen Monstern dann mehr Auszahlung
      bekomme.


      Dann hört es aber auch schon wieder auf mit meinen Ideen.

      Was kann man sonst noch so zum deepstacked Play sagen?

      Wie ist das z.B. mit Broadwayhänden gg. OR In Position?

      - Mein Gedanke ist, dass ich soetwas deepstacked lieber folden sollte, da ich häufig dominiert bin.

      Vor allem Postflop habe ich keine Ahnung, wie ich spielen muss.


      Kommt natürlich wie immer auf den Gegner an, aber so grundsätlich ..

      Vielleicht könnte man hier ja mal so ein paar "deepstacked facts" sammeln.
  • 5 Antworten
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Position wird noch viel wichtiger. Selbst AA spielt sich, vor allem wenn einer wie du adjusted, bspw. sehr tough, wenn man oop ge3bettet hat. Deine Ansätze sind alle erstmal richtig.

      Ich würde IP sehr viel 3betten, kommt auch auf den Villain an. Dann ist es wichtig, herauszufinden, wie die Gegner folden. Man kann IP sehr viel Druck machen, weil der Gegner immer damit konfrontiert ist, dass ihr beide noch viel Stack behind habt.

      Insgesamt ist das Spielen mit sehr deepen Stacks 250bb+ das schwierigste imo, weil einige mathematischen Komponenten wegfallen und die "balls of steel" ins Spiel kommen. Ich persönlich mag Deepstack-Play, hatte mir meine NL50 Roll damals mit NL25 deep auf Full Tilt gebuildet. Wenn man an deep-tischen ein zwei Flundern hat, dann kann man seine Edge sehr gut ausspielen und viel größere Winrates erwarten, als an normalen Tischen, ABER man muss schon selbst tough sein, damit man es schafft. Mindset wird hier nochmal viel wichtiger. Bankrolltechnisch würde ich nichts ändern. Jenachdem wie viel BIs du für das Spiel mit 100bb nimmst, nimmst du auch fürs deepstack-play, weil man sowieso nicht so oft All in kommt.

      ACHTUNG: AK und QQ werden zu marginalen Händen bei Action, ggf. sogar KK. Hier benötigt man sehr gute Reads um diese Hände profitabel in großen Pötten zu spielen. Da muss man oft das HBF nutzen um herauszufinden, wie man sie optimal spielen kann, weil man sehr sehr oft in toughte Spots kommt, auch hier ist Position wichtig.

      http://de.pokerstrategy.com/strategy/bss/1588/1/

      Vielleicht ist der Artikel was für dich.

      http://de.pokerstrategy.com/strategy/weekly-no-limit/#basic

      Wenn du hier etwas runterscrollst, dann findest du auch was zum deepstack-play. Weiterhin werden in der Section auch ein paar Handgruppen angesprochen, die man deep gut spielen kann.
    • ugluk89
      ugluk89
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2011 Beiträge: 107
      Danke dir, der Artikel is Bombe. Genau sowas hab ich gesucht.
    • Widukind777
      Widukind777
      Bronze
      Dabei seit: 16.04.2012 Beiträge: 2.063
      Ich spiel gar nicht gerne deep. Bin da echt schlecht.
      Stand nicht in den Artikeln, man soll pre eher weniger bluff-3-betten und nur noch mit den starken Händen value-3-betten. Und postflop eher mehr auf potcontrol spielen?
    • Wiseguy01
      Wiseguy01
      Bronze
      Dabei seit: 19.08.2009 Beiträge: 1.712
      Original von eroticjesus
      Position wird noch viel wichtiger. Selbst AA spielt sich, vor allem wenn einer wie du adjusted, bspw. sehr tough, wenn man oop ge3bettet hat. Deine Ansätze sind alle erstmal richtig.

      Ich würde IP sehr viel 3betten, kommt auch auf den Villain an. Dann ist es wichtig, herauszufinden, wie die Gegner folden. Man kann IP sehr viel Druck machen, weil der Gegner immer damit konfrontiert ist, dass ihr beide noch viel Stack behind habt.

      Insgesamt ist das Spielen mit sehr deepen Stacks 250bb+ das schwierigste imo, weil einige mathematischen Komponenten wegfallen und die "balls of steel" ins Spiel kommen. Ich persönlich mag Deepstack-Play, hatte mir meine NL50 Roll damals mit NL25 deep auf Full Tilt gebuildet. Wenn man an deep-tischen ein zwei Flundern hat, dann kann man seine Edge sehr gut ausspielen und viel größere Winrates erwarten, als an normalen Tischen, ABER man muss schon selbst tough sein, damit man es schafft. Mindset wird hier nochmal viel wichtiger. Bankrolltechnisch würde ich nichts ändern. Jenachdem wie viel BIs du für das Spiel mit 100bb nimmst, nimmst du auch fürs deepstack-play, weil man sowieso nicht so oft All in kommt.

      ACHTUNG: AK und QQ werden zu marginalen Händen bei Action, ggf. sogar KK. Hier benötigt man sehr gute Reads um diese Hände profitabel in großen Pötten zu spielen. Da muss man oft das HBF nutzen um herauszufinden, wie man sie optimal spielen kann, weil man sehr sehr oft in toughte Spots kommt, auch hier ist Position wichtig.

      http://de.pokerstrategy.com/strategy/bss/1588/1/

      Vielleicht ist der Artikel was für dich.

      http://de.pokerstrategy.com/strategy/weekly-no-limit/#basic

      Wenn du hier etwas runterscrollst, dann findest du auch was zum deepstack-play. Weiterhin werden in der Section auch ein paar Handgruppen angesprochen, die man deep gut spielen kann.

      Beim Positionsspiel gebe ich dir recht. Je deeper man ist, desto mehr ist es wichtig den Positionsvorteil vor allem nach dem Flop zu nutzen. Die Gewinnrate gegen deepstacked Spieler ist bei mir im Schnitt etwa um den Faktor 2,5 höher als bei 100bb-Stacks.

      Vor allem sind die Spieler deepstack viel unsicherer, weil es zur optimalen Spielweise weniger Content gibt. Wie du auf die Idee kommst, das starke Händ wie AK+ marginale Hände sind, ist mir ein Rätsel. Generell gilt: Man sollte deep noch mehr zu den Nuts drawen als sonst und Backdoorstraights und Flushdraws gewinnen stark an Wert.

      Ansonsten guter Post Jesus, scheinst dir um die Theorie viel Gedanken zu machen, was man an deinen guten Posts merkt.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Wie erwähnt gewinnt der Positionsaspekt massiv an Wert (Stichwort Potkontrolle - Potkontrolle im Sinn, dass du besser bestimmen kannst wann der Pot wie groß werden soll).

      Es ist sehr wichtig, dass du den Wert von (Nut)-Draws richtig erfasst und entsprechend aggressiv bist diese zu spielen. Das Ding ist, dass du in 100BB Situationen sehr gute Midpairs und Toppairs mit Draws nicht richtig angreifen kannst, weil diese einfach einen recht geringen Maximalpreis für den Showdown zahlen müssen. 250BB deep ändert sich das plötzlich und du greifst ganz andere Handgruppen (viel weitere) an. Ich mein, wenn du den Randomfisch am Tisch hast, dann interessiert es ihn unter Umständen nicht, dass er da grade für 250BB mit K3o auf K72r ausbezahlt, aber die meisten Spieler werden schon mit so Händen wie KQo Probleme haben (und wenn ich mir die HBForen angucke, dann haben einige Spieler schon bei 50BB Schwierigkeiten dabei ;) ).

      Vor allem sind die Spieler deepstack viel unsicherer, weil es zur optimalen Spielweise weniger Content gibt. Wie du auf die Idee kommst, das starke Händ wie AK+ marginale Hände sind, ist mir ein Rätsel. Generell gilt: Man sollte deep noch mehr zu den Nuts drawen als sonst und Backdoorstraights und Flushdraws gewinnen stark an Wert.


      AK, AA, KK, QQ und Co sind Postflop in den meisten Fällen keine Monster mehr, weil sie schlichtweg Overpairs sind ohne Redrawpotenzial in vielen Fällen. Wenn ich 100BB deep z.b. KK OOP 3-bette und Flop kommt T78hh, dann habe ich wenig Probleme zu stacken. Was passiert aber, wenn plötzlich 250BB Stack oder 400BB Stacks involviert sind? Ich habe nach wie vor nur ein marginales Overpair ohne Redrawpotenzial und befinde mich in einer Slightly Ahead, Way Behind Situation. Für 100BB ist das alles gar kein Ding, weil im Verhältnis zu meinem Reststack der Pot riesig ist; für 250BB oder gar 500BB verschiebt sich das Verhältnis und ich investiere sehr viel Geld auf eine relativ kleine (oder auch nicht vorhandene) Edge unter Umständen.