Frage zum Spiel am Flop

    • circe
      circe
      Bronze
      Dabei seit: 18.03.2005 Beiträge: 1.495
      Hallo Leute,

      im Strategieartikel zum Spiel am Flop wird der folgende Sonderfall besprochen:

      Sonderfall: Ist unser Stack am Flop nur halb so groß wie der Pot zu Beginn der Wettrunde, also bevor jemand agiert hat, gehen wir auf jeden Fall All-In, unabhängig von der Hand, der Anzahl der Gegner und ihren Aktionen.


      Mir stellt sich nun die Frage wie es weitergeht, wenn ich Position auf meine Gegner habe, diese Geld in den Pott einzahlen und mein Stack erst durch diese Einzahlungen am Flop nur halb so groß ist wie der Pott, also NACH Beginn der Wettrunde.

      Ich würde auch in diesem Fall All-In gehen, denn es dürfte doch ziemlich egal sein, ob das Geld bereits zu Beginn der Wettrunde im Pott ist, oder erst dann, wenn ich dran bin. Entscheidend ist doch, daß das Geld überhaupt im Pott ist.

      Oder sehe ich hier etwas falsch?

      Liebe Grüße

      Christian
  • 7 Antworten
    • Kavalor
      Kavalor
      Gold
      Dabei seit: 07.09.2006 Beiträge: 17.648
      hä?
      Es geht darum, das du mit dem reststack versuchst noch etwas foldequity zu erzeugen. Wenn noch keiner stärke demonstiert hat, dann hast du die möglichkeit den pot mitzunehmen. Wenn in dieser Hand jemand vor dir geraised hat, hat es ja kein sinn mehr, da du nur noch so wenig Chips hast, das du sowieso gecallt wirst. Dann macht das kein sinn, ohne eine made hand chips zu investieren.
    • circe
      circe
      Bronze
      Dabei seit: 18.03.2005 Beiträge: 1.495
      Original von Kavalor
      hä?
      Es geht darum, das du mit dem reststack versuchst noch etwas foldequity zu erzeugen. Wenn noch keiner stärke demonstiert hat, dann hast du die möglichkeit den pot mitzunehmen. Wenn in dieser Hand jemand vor dir geraised hat, hat es ja kein sinn mehr, da du nur noch so wenig Chips hast, das du sowieso gecallt wirst. Dann macht das kein sinn, ohne eine made hand chips zu investieren.
      Danke für die Rückmeldung. Mittlerweile habe ich meinen Fehler gefunden. Ich hatte zunächst übersehen, daß der obige Sonderfall nur für Trash Hände gilt.

      Mit Trash ist es in der Tat natürlich völlig sinnlos, weiter Geld zu investieren, erst recht, wenn schon jemand vor mir Stärke gezeigt hat.


      Liebe Grüße

      Christian
    • Yakko
      Yakko
      Silber
      Dabei seit: 19.08.2006 Beiträge: 517
      Original von Kavalor
      hä?
      Es geht darum, das du mit dem reststack versuchst noch etwas foldequity zu erzeugen. Wenn noch keiner stärke demonstiert hat, dann hast du die möglichkeit den pot mitzunehmen. Wenn in dieser Hand jemand vor dir geraised hat, hat es ja kein sinn mehr, da du nur noch so wenig Chips hast, das du sowieso gecallt wirst. Dann macht das kein sinn, ohne eine made hand chips zu investieren.
      macht eigentlich Sinn, aber den Satz im Artikel verstehe ich so, dass ich auf jeden Fall AI gehe wenn Stack kleiner als 1/2 Pot am Flop, auch wenn vor mir jemand gebettet hat.

      Sonderfall: Ist unser Stack am Flop nur halb so groß wie der Pot zu Beginn der Wettrunde, also bevor jemand agiert hat, gehen wir auf jeden Fall All-In, unabhängig von der Hand, der Anzahl der Gegner und ihren Aktionen.
    • yokoempi
      yokoempi
      Bronze
      Dabei seit: 13.07.2006 Beiträge: 771
      Ja, habe ich genauso verstanden wie Yakko.
    • circe
      circe
      Bronze
      Dabei seit: 18.03.2005 Beiträge: 1.495
      Hallo nochmal,


      die Formulierung scheint wohl tatsächlich nicht so eindeutig verständlich zu sein.

      Vielleicht lesen hier die SSS Coaches mit und nehmen Stellung, wie die Formulierung gedacht ist.

      Liebe Grüße

      Christian
    • karlo123
      karlo123
      Black
      Dabei seit: 25.06.2005 Beiträge: 10.193
      Also dieser Teil der Strategie bezieht sich auf die Situation wo der Pot VOR der ersten Aktion am Flop also bevor der erste Spieler agiert hat diese Größe hat. Zusätzliche Bets AM Flop werden NICHT dazugerechnet.

      Hier würde dann callen nach Odds und Outs gelten.


      Übrigens Kavalor hat die Begründung schon genannt:

      Wir versuchen noch Foldequity zu erzeugen. Diese muss nur gering sein, da unser Stack ja auch gering ist.Außerdem haben wir in der Regel noch Outs, auf die wir hoffen wenn wri gecallt werden. In der Summe ergibt sich mit der Foldequity und den Outs ein klar positiver Erwartungswert.
    • yokoempi
      yokoempi
      Bronze
      Dabei seit: 13.07.2006 Beiträge: 771
      Das heißt: Ich gehe am Flop nur all-in, wenn a) mein Stack kleiner ist als halbe Pottgröße (vor allen Aktionen am Flop) b) es vorher noch keine Aktion (Bet/Raise/was auch immer) gab.

      In diesem Fall ist aber die Anmerkung "vor allen Aktionen am Flop" egal, da ich ja nur all-in gehe, wenn keiner vorher was gemacht hat.

      Meines Erachtens ist das aber im SSS-Artikel anders beschrieben, siehe auch das Zitat von Yakko. Dies interpretiere ich so, dass ich unabhängig von Aktionen vorher all-in gehe, wenn mein Stack nur klein genug ist, also selbst wenn vor mir jemand schon all-in gegangen ist.