The quick guide to skyrocketing your poker and life productivity (auf Deutsch)

    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Hi Leute, hier entsteht der The quick guide to skyrocketing your poker and life productivity von Schnitzelfisch auf Deutsch. Er hat hierfür sein Einverständis gegeben, was mich sehr freut:

      Nachricht von Schnitzelfisch:

      Hey there,it would be pretty amazing if the guide was translated to German actually, I am looking forward to it :) .

      The only requirement that I have is to keep the link to the original thread at the top of the guide, but other than that you are free to translate it of couse ;) .Keep up the good work!-SF


      Ich denke seiner Bitte mit dem Link bin ich nachgekommen^^


      Warum ich das mache?

      Ich habe den Guide anfangs verfolgt und würde ihn gern besser verstehen. Meine Englischskills sind leider zu schwach um ihn für die Öffentlichkeit zu übersetzen, weshalb ich auf eure Hilfe angewiesen bin. Das ganze stellt natürlich eine Win Win - Situation für die Community dar, weil der Guide einfach lesenwert ist und möglicherweise euer Pokerleben und auch normales Leben positiv ändern kann.

      Leider hat es PS.de nicht in seiner Planung den Guide zu übersetzen: Schnitzelfisch-Guide übersetzten . Aber das ist kein Problem, wir sind ja eine Community und sollten uns doch ab und an mal selbst helfen. Daher benötige ich zur Fertigstellung des Projektes fleißige Helfer, die gut Englisch können und das ganze auch gut auf Deutsch zu Papier bringen. Die ersten haben hier schon angefangen zu helfen, dass Community Projekt ins Rollen zu bringen: Arbeitsthread: Schnitzelfisch-Guide übersetzen

      Ich hoffe es finden sich noch mehr Freiwillige, damit wir das ganze hier fertig stellen können. Sich zu beteiligen ist win win. Man beschäftigt sich mit einer guten Sache seine "Drumherum Skills" in Sachen Poker zu verbessern indem man sich mit Produktivität auseinander setzt. Weiterhin tut die deutsche Community mal was, was natürlich auch PS.de sieht und sich vielleicht in irgendeiner Weise dankbar zeigt.

      Das ganze wird meiner Meinung nach auch unheimlich Value für diesen Forenteil bringen. Ich bin es halt irgendwo Leid ständig nur diese Heul-Threads zu sehen (lesen tue ich sie nicht mehr). Im englischen Forum gibt es diese Threads zwar auch, aber seitdem Schnitzelfisch sein Unwesen im Learn to Win-Forum treibt, gehen die Threads eher Richtung "Wie veränder ich mein Mindset positiv" usw. das ist ein Schritt in die richtige Richtung und deshalb bin ich auch auf die Idee für diese Aktion gekommen. Bevor man sich also Mitleid sucht, kann man sich lieber erstmal diesen Guide reinziehen und an sich arbeiten und schon muss man keinen Heul-Thread mehr erstellen. Auch wenn es natürlich schwieriger ist an sich zu arbeiten anstatt zu weinen, aber naja, muss jeder für sich selbst wissen, will das auch nicht zu stark ausweiten :D


      Alles just my two cents, und wird obv gelöscht, wenn das hier fertig ist.

      hier gehts los und schon mal der erste Vorgeschmack:

      (btw in diesem Thread kann diskutiert werden, bitte nicht im Arbeitsthread diskutieren)
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      Zum Original



      "Der kurze Guide eure Poker- und Lebensproduktivität explosiv zu steigern" (Übersetzung, Einleitung übersetzt von Play4forlife)


      Hey Leute,

      ich habe nun seit über einem Jahr nicht mehr gepokert, einige von euch werden sich an mich erinnern (ich war Moderator und FL Handbewerter), aber seit ich weg war habe ich mich mehr auf Unternehmertum, Geschäfte und Finanzen konzentriert.
      Während dieser Zeit habe ich außerdem viele Bücher gelesen, meinem Leben einige Konzepte hinzugefügt und eine Menge über Leistungsfähigkeit gelernt.

      Da mir diese Community in der Vergangenheit sehr viel gegeben hat, möchte ich ihr etwas zurückgeben - die Dinge die ich gelernt habe mit euch teilen.
      Während es bereits einige gute Artikel in der Psychologie-Sektion gibt, werde ich euch in diesem kleinen Guide einige weniger bekannte Techniken und Tipps für hervorragende Leistungsfähigkeit vorstellen.

      - Ausgelassen: Links zum Werdegang und Blog des Original-Autors-

      Sollte die Nachfrage an dem Guide sehr hoch sein, könnte ich einen längeren, detaillierteren verfassen. Dies soll nur ein kleiner Auszug sein, bei dem ich mir sicher bin, dass er euch helfen wird euren Fokus, eure Konzentration und eurer allgemeines Energie-Level zu verbessern, Theorie lernen einfacher zu gestalten, euren Kopf frei zu bekommen und er wird euch auch in anderen Aspekten des Lebens helfen - Familie, Arbeit, Studium, Sport... aber ich werde versuchen den Fokus auf Poker zu legen.

      Denkt dran, der Guide wird euch nur helfen wenn ihr die Strategien umsetzt, sie nur zu kennen ohne sie anzuwenden wird euch nicht helfen eure Leistungsfähigkeit zu erhöhen. (Anmerkung: Absatz fett gedruckt)

      Für wen ist der Guide?

      Dieser Guide ist für all jene, die nicht mehr nur Durchschnitt sein wollen. Er ist für jene, die sich verbessern wollen und die durch das Erlangen einer Edge (eines Vorteils) besser als Andere werden wollen. Er ist für jene die bereit sind sofort zu Handeln um Resultate zu erzielen. Er ist für jene, die danach streben ihr Leben zu verbessern. Er ist für jene, die es schaffen wollen mehr zu tun, die keine Zeit mehr auf Facebook oder anderen Internetseiten verschwenden wollen, die ihr Pokerspiel verbessern wollen und die mehr Zeit für Familie und Freunde und für Dinge die sie lieben haben wollen.

      Die 80%-Regel

      Die meisten Strategien dieses Guides werden auch funktionieren, wenn ihr sie nur 80% der Zeit anwendet. Ihr müsst nicht alle Strategien verwenden - selbst wenn es nur ein oder zwei werden, können sie eurer Leben doch signifikant verbessern.

      Versucht nicht alle Strategien gleichzeitg anzuwenden - stattdessen wählt ein oder zwei, macht sie zur Gewohnheit und wählt dann Neue.
      Ich empfehle, dass ihr eure gewählten zwei Strategien für zwei Wochen ausübt bevor ihr neue hinzufügt. Das Thema '1. Wohin soll die Reise gehen?' solltet ihr befolgt haben bevor ihr euch überhaupt an Strategien versucht (es zählt nicht als Strategie, aber ich empfehle mit Nachdruck, dass ihr es befolgt, andererseits ist es sehr wahrscheinlich das ihr aufgeben und in alter Muster zurückfallen werdet).

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      Original von Schnitzelfisch hier alles Englisch:

      Webinars/Live coachings



      Here, I will post the links to the past, recorded free webinars and Live coachings.

      Saturday, 19.5.2012 - answering questions (nutrition, learning, talking to people, exercise + some other interesting stuff)
      Sunday, 8.7.2012 - First official live coaching, vision, goals + Q & A
      Sunday, 22.7.2012 - Controlling your energy
      Sunday, 2.9.2012 - Learning in poker
      Sunday, 14.10.2012 - Time management
      Sunday, 28.10.2012 - Poker/life balance

      Videos


      Learning to Learn video series:

      1. Introduction + Learning to focus
      2. How to develop a good thought process
      3. How to learn new concepts in poker
      4. How to fix leaks
      5. Avoiding common mistakes
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      Fallstudien

      Fallstudie #1: Ich

      Ich hatte einige sehr schwere Zeiten in meinem Leben. Ich habe Schule geschwänz, meine Eltern belogen, viele Freunde verloren, meine Freundin, die mir eine Menge bedeutet hat,
      verloren, weil ich ein egoistischer, vereihnnamender Idiot war, und ich so nicht weitermachen konnte. Mein Leben könnte nicht schlimmer sein.
      Und das ist nur einige Jahre her.

      Ich wollte immer ein guter Mensch sein, in guter Form, Anderen helfen usw., aber ich bin nie dazu gekommen es auch zu tun.
      Ich wollte anderen wirklich helfen, aber durch meine Negativität und meinen Zynismus war nie jemand bereit Rat von mir anzunehmen. Ich habe es auf alle Anderen geschoben, dann habe ich es auf mich geschoben und wurde dann auch noch etwas fatalisitisch und deterministisch, dass ich mich einfach nicht ändern kann.

      Schaut mich jetzt an. Ich bin besser in Form, als 99% meiner Mitmenschen, ich mag keine herausragenden Sportergebnisse haben, aber ich kann der Erdanziehungskraft auf so viele Arten trotzen, bei denen ich nie dachte, dass ich es könnte. Ich habe großartige Freunde auf die ich zählen kann, ich habe eine Familie die mich unterstützt, ich habe eine fantastische Freundin, ich habe mich in vielen Gebieten übertroffen und so könnte ich den ganzen Tag weitermachen.

      Da waren zwei oder vielleicht drei große Knackpunkte in meinem Leben.

      Der erste war ein paar Monate nachdem die Beziehung mit meiner Ex, die mir sehr viel bedeutet hat, in die Brüche ging. Die ersten Monate danach habe ich viel in Selbstmitleid gebadet und viele Dinge in meinem Leben vernachlässigt, aber dann habe ich einfach aufgehört mich zu bemitleiden und war stattdessen einfahc gut drauf. Nein Spaß ;)
      Jedenfalls habe ich viel darüber nachgedacht, was ich eigentlich machen wollte im Leben und habe festgestellt, dass ich schon immer einmal bboyen/breakdancen wollte, aber nie dazu gekommen bin es auch zu tun.
      Also habe ich das Internet durchsucht, wo ich ein paar Leute fand die genau das praktizieren und sie gefragt, ob sie es mir beibringen könnten. Am Anfang war ich scheiße und habe viel Spott geerntet. Mit der Zeit aber wurde ich besser und kam außerdem besser in Form. Mein Selbstbewusstsein wuchs, ich fand neue Freunde und auch alles andere begann sich langsam zu normalisieren. Es war zwar nicht alles perfekt, aber es wurde merkbar besser in den meisten Aspekten meines Lebens.

      Der zweite Knackpunkt war, als ich feststellte, dass ich zu introvertiert und unsozial war. Also gab ich bei google "how to be more social (wie werde ich sozialer)" ein und fand diesen Blog: http://www.scotthyoung.com/blog/ . Der Blog war eine große Inspiration und ich habe viel davon gelernt. Zusätzlich habe ich den Autor des Blogs mit der Bitte um Hilfestellung zu einigen meiner Problem kontaktiert und bekam diverse kurze, aber weise Ratschläge.
      Ich arbeitete zu der Zeit bei einer Computer-Software Firma und konnte mit meinen neu-gewonnenen Informationen schnell die Leute übertreffen, die über mehr Wissen als ich verfügten, was bald in einer Beförderung münden sollte. Danach fing ich an mich zu wundern, was ich mit dem Geld das ich verdiente machen sollte und bat erneut den Autor des Blogs um Hilfe. Er zeigte in Richtung eines persönlichen Finanz-Blogs - http://iwillteachyoutoberich.com/home2/home6.php . Auch da lernte ich Einiges was mir eine Erhöhung meines Gehalts brachte. Ich war so beeindruckt, dass ich mir daraufhin sein Buch kaufte.

      Das bringt mich zu meinem dritten Knackpunkt - das Buch.
      Es war mit Leichtigkeit das beste Buch was ich bis zu diesem Zeitpunkt gelesen hatte. Davor hasste ich es non-fiktive Bücher zu lesen.
      Das Resultat war, dass ich weitere Bücher bestellte, die er mir vorgeschlagen hatte. Wieder war ich beeindruckt, wie faszinierend Bücher sein konnten. Daraufhin holte ich mir einen Kindle, lernte schnell-lesen, las eine Menge Bücher, nahm einen Online-Kurs und stellte fest, was "Wissen ist Macht" bedeutete. Seitdem lerne ich unaufhörlich und gebe mein Wissen an andere weiter.



      Content: (noch Englisch, gequoted aus dem Original von Schnitzelfisch, wird hier immer übersetzt, sobald der Text fertig ist)

      1. Wohin soll die Reise gehen?
      1.1 Vision
      1.2 Ziele
      2. 30 Tage um sich eine Gewohnheit anzueignen
      2.1. Rechenschaftstechniken
      2.2 Unterbrecht die Kette nicht!
      3. Physical energy
      3.1 Water
      3.2 Coffee
      3.3 Nutrition
      3.4 Exercise
      3.4.1 Morning jogging
      3.4.2 Building energy with exercise
      3.5 Smoking
      4. Angemessene Pausen
      4.1 Aufgaben ohne Verstand
      5. Energie vs. Zeit
      5.1 Nachweis über verbrachte Zeit führen
      5.2 Verschwendete Zeit im Internet einschränken
      5.3 Emails lesen
      6. Clearing your head + Stress removal
      6.1 Brainstorming
      6.2 Cleaning your workspace
      6.3 Getting to know the system
      6.4 Getting through the pile of paper
      6.5 Using the system
      6.6 Reminders
      6.7 Weekly reviews
      7. Is multitasking really good for you?
      8. Projects
      8.1 Easy stuff vs. Hard stuff
      8.2 Finishing stuff
      9. Schaufel dir Zeit frei für Dinge die du magst
      10. Rituals
      11. Tricks um produktiv in den Tag zu starten
      11.1 Früh aufstehen
      11.2 Waking up
      11.3 What to do first?
      12. Sleeping
      12.1 Power naps
      13. Knowledge and learning
      14. Schnelles Lesen
      14.1 Messen eurer Lesegeschwindigkeit
      14.2 The speed drill
      14.3 The comprehension drill
      15. Audiobooks
      16. Investing in yourself




      1. Wohin soll die Reise gehen? übersetzt von Apsalar/supevi

      Diese Frage zu beantworten ist der wichtigste Schritt um eure Produktivität explosiv zu steigern, denn ohne euer Ziel zu kennen, werdet ihr es niemals erreichen können. Nehmt euch bitte ein paar Minuten Zeit und geht die folgenden Aufgaben durch.

      Es ist überaus wichtig, dass ihr diesen Schritt nicht überspringt!

      Dieser Teil ist vermutlich der härteste des ganzen Guides, da wir oftmals Angst davor haben, uns über unsere Zukunft Gedanken zu machen in Anbetracht dessen, dass wir versagen könnten. Nachdem ihr diesen Teil erledigt habt, wird euch alles andere viel einfacher erscheinen.

      1.1 Vision übersetzt von Apsalar

      Aufgabe:

      Nehmt euch ein paar Minuten Zeit, in denen ihr absolut ungestört seid. Nehmt euch ein Blatt Papier und einen Stift. Dreht das Radio ab und schalte den Computer auf Stand-by. Nun denkt ihr über die folgenden Fragen nach und schreibt eure Antworten auf das Blatt Papier:

      • Was schätzt ihr am meisten bei anderen Menschen?
      • Worin liegen eure Stärken/Ideale? (Das bedeutet, wie seht ihr euch auf die bestmögliche Art und Weise – was sind eure Werte? Zum Beispiel: Ihr seht euch als einen engagierten, loyalen Menschen der auch ein guter Zuhörer ist und auf den man sich immer verlassen kann…)
      • Wofür wollt ihr nach eurem Tod bekannt sein?

      Ernsthaft, stellt euren Computer auf Stand-by und denkt gewissenhaft über diese Fragen nach und beantworte sie anschließend. Macht es wirklich jetzt und nicht in 10 Minuten oder morgen, sonst werdet ihr es nie machen. Wenn ihr diesen Teil erledigt habt und nur dann, solltet ihr zum nächsten Schritt übergehen.

      Es gibt noch eine andere gute Technik, um eure innersten Werte zu identifizieren (aus dem Buch: Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg):

      Stell euch vor, ihr geht auf ein Begräbnis mit eurem Freund. Ihr nehmt euch ein Taxi und fahrt zum Begräbnis. Dort angekommen, seht ihr viele Freunde, eure Familie und Arbeitskollegen. Sie wirken alle sehr traurig aber gleichzeitig auch glücklich, denn sie alle haben viele schöne Erinnerungen an den Menschen im Sarg. Ihr tretet an den Sarg um herauszufinden, wer drinnen liegt. Ihr stellt fest, dass ihr der Mensch im Sarg seid. Ihr seid auf eurem eigenen Begräbnis.

      Auf dem Begräbnis gibt es 4 Sprecher:

      • Eure Ehefrau/Ehemann
      • Euer bester Freund/beste Freundin
      • Ein Arbeitskollege
      • Eine Person, die ihr von einer sozialen Aktivität, wie Sport oder der Kirche, kennt

      Versucht nun euch die Rede jeder dieser Personen über euch vorzustellen. Schreibt sie nieder. Dadurch werdet ihr vermutlich noch mehrere eurer Werte identifizieren.

      Sobald ihr die Antworten zu den vorher gestellten Fragen und die Reden über euch niedergeschrieben habt, werdet ihr eure tiefsten und innersten Werte identifiziert haben. Jetzt verbindet ihr diese Werte mit eurer Vision (Zielsetzung).
      (Anm: Im Englischen heißt es Vision Statement - hab mal Zielsetzung genommen - ist halt irgendwie blöd zu übersetzen - falls jmd was besseres weiß, nur zu...)

      Öffnet ein Word-Dokument oder nehmt ein neues Blatt Papier und schreibt eure Vision mit allen Details nieder. Schaut in die Zukunft – wo seht ihr euch? Wie werdet ihr sein? Wie möchtet ihr sein? Wie möchtet ihr von anderen Menschen wahrgenommen werden?

      Am besten ihr macht das sofort. Es wird auch nicht länger als 10 Minuten dauern. Außerdem solltet ihr eure Zielsetzung später erweitern/ändern/verbessern, wenn ihr merkt, dass ihr mehr oder, dass ihr etwas anderes wollt. Es mag zwar ein paar Monate dauern, um es zu perfektionieren, aber das sollte euch nicht weiter kümmern. Solange ihr euch die paar Minuten Zeit genommen habt, seid ihr schon auf dem richtigen Weg. Ihr habt bereits mehr geschafft, als 99% der normalen Menschen tun um ihre Produktivität zu steigern. Ihr könnt stolz auf euch sein! Und jetzt, weiter zum nächsten Schritt.

      Beispiel einer guten Zielsetzung:

      Ich bin ein guter Zuhörer, zeige Mitgefühl und Verständnis. Ich versuche Dinge aus der Perspektive von anderen Menschen zu betrachten. Wenn ich mit anderen Menschen unterwegs bin, bin ich eine Quelle an positiver Energie die auf die anderen überspringt. Ich bin stets hilfsbereit wenn ich sehe, dass jemand Hilfe braucht und versuche dabei, diese Person zu ermutigen.

      Ich beginne viele verschiedene Projekte, aber ich versuche zuerst angefangen Projekte zu Ende zu bringen bevor ich zu viele Neue starte. Ich wähle bewusst Projekte, die mich herausfordern, um so viel wie möglich zu lernen und bin stolz auf mich, wenn ich sie erfolgreich abschließe. Ich lerne aus meinen Fehlern und übernehme Verantwortung für diese. Ich versuche in meinen Handlungen konsequent zu sein und zeige Integrität dadurch, dass ich zu meinem Wort stehe. Ich antworte auf alles und versuche, Menschen nicht allzu lange auf meine Antwort warten zu lassen. Ich strebe täglich nach neuem Wissen und teile dieses Wissen mit anderen, wenn es mir möglich ist.

      Mein Ziel ist es, das Leben andere Menschen zu verbessern und zu erleichtern. Ich möchte anderen Menschen dabei helfen, dass sie Freude und Zufriedenheit finden und, dass sich ihr Stress verringert. Ein Teil des Geldes, das ich durch meine unternehmerische Karriere erlange, wird dazu verwendet, jenen Menschen zu helfen, die Hilfe benötigen.

      Ich stelle sicher, dass ich mich ständig in meiner physischen, mentalen, emotionalen und spirituellen Eben verbessere und dass ich genügend Erholung in diesen Bereichen habe. Dadurch werde ich mit Energie und Konzentration versorgt und es erlaubt mir ruhig zu bleiben und gute Entscheidungen zu treffen, auch in schwierigen und stressigen Situationen. Ich halte mein Leben und meine Umwelt organisiert und ich schreibe häufig Dinge nieder. Ich stelle mir Erinnerungen um nicht irgendetwas zu vergessen und bekomme so meinen Kopf frei.

      Wenn ich älter werde, möchte ich als jener Mensch in Erinnerung bleiben, der das Leben vieler Menschen zum Positiven verändert hat.


      1.2. Ziele übersetzt von supevi

      Was ist der Unterschied zwischen einem Ziel und einem Traum? Ein Traum lebt in deinem Kopf. „Ich will ein riesiges Haus, eine heiße Freundin und einen Ferrari, aber ich möchte nichts dafür tun müssen.“ – Das ist ein Traum. Wenn ihr euren Traum niederschreibt, wird er ein Ziel. Es steht DA und IHR habt es hingeschrieben. Und nur euch selbst könnt ihr dafür verantwortlich machen, es nicht erreicht zu haben. Erreichbare Ziele sind wirklich gut, um sich selbst auf dem Weg zum Erreichen der Zukunftsvorstellung zu leiten, indem man seinen Fortschritt immer wieder betrachten kann und so feststellt, ob man sich auf dem richtigen Weg befindet oder eben nicht.

      Setz euch keine finanziellen Ziele, sondern vielmehr (Poker Theorie) Lernziele. Ihr solltet euren Fokus darauf legen, mehr Wissen zu erlangen oder euch in gewissen Bereichen zu verbessern. Also vergewissert euch, dass eure Ziele Verbesserungen widerspiegeln, und dass sie nicht von etwaigen Erfolgen abhängig sind (ein MTT zu gewinnen, wäre beispielsweise ein schlechtes Beispiel für ein gestecktes Ziel). Vom Glück abhängige Ziele können frustrierend sein, wenn man sie nicht erreicht. Wenn ihr mit der Zeit lernt, damit umzugehen, neue Ziele zu setzen, solltet ihr die Messlatte höher setzen, mit dem Antrieb euch an eure eigenen Grenzen zu bringen (ich werde darüber im weiteren Verlauf noch mehr schreiben). Aber zu Beginn solltet ihr darauf achten, dass die Ziele realistisch sind.

      Die Ziele sollten in Verbindung mit unserer Aussage über die Zukunftsvorstellung stehen und aus unseren eigenen Werten resultieren. Sie werden euch helfen, auf dem rechten Weg zu bleiben und stetig in Richtung des höchsten Ziels voranzuschreiten.

      Manche Leute empfehlen monatliche Ziele, andere wöchentliche. Ich bin dafür, wöchentliche Ziele zu setzen, denn der Zeitraum ist kurz genug, um Veränderungen zu bewirken , aber auch lang genug,um daran zu arbeiten, was man sich vorgenommen hat.


      Nächster Aufgabenschritt:


      Jetzt solltet ihr eine Handvoll messbare Ziele definieren. Seit realistisch. Schaut euch noch einmal eure Aussage über eure Zukunftsvorstellung an und fragt euch selbst, woran ihr in der kommenden Woche arbeiten wollt. Schreibt es auf.

      Beispiel:
      - Ich werde zwei pokerspezifische Strategieartikel diese Woche lesen. Das bedeutet, den einen Artikel habe ich bis Donnerstag gelesen, den anderen bis Sonntag.
      - Ich werde Poker zu einer festgesetzten Tageszeit mindestens eine Stunde jeden Tag spielen.
      - Ich werde 10 Hände in den Handbewertungsforen zur Nachbetrachtung posten.


      Nach einer Woche, bevorzugt sonntagabends, solltet ihr einen kurzen Rückblick machen, welche Ziele ihr erreicht habt und neue für die kommende Woche setzen. Vergewissert euch, dass die neuen Ziele immer mit eurer erhofften Zukunftsvorstellung zusammenhängen. Wenn etwas so für euch nicht funktioniert oder zu schwer zu erreichen ist, versucht eine andere Herangehensweise oder versucht die Ziele niedriger zu setzen. Versucht auch eine Deadline zu setzen, vergleichbar zu Bsp. Nr. 1.

      Beginnt langsam. Legt die Messlatte nicht zu hoch. Falls ihr noch gar keinen Artiekl gelesen habt, fangt vielleicht erst mit einem pro Woche an. Wenn ihr die Messlatte zu hoch legt, werdet ihr euch übernehmen und aufhören. Also lasst es bleiben. Übrigens habt ihr eure Zukunftsvision schon definiert? Wie ich schon zuvor sagte, dieser Guide ist für Leute, die zu unmittelbarem handeln bereit sind. Also, falls ihr es noch nicht getan habt, das ist eure letzte Chance. Ich werde euch nicht noch einmal erinnern. Aber die Ergebnisse werden den Umfang an Arbeit widerspiegeln, den ihr in eure Entwicklung steckt.

      Ziele- und Lerngewohnheit- Arbeitsblatt

      Wie im Live Coaching versprochen haben Demarcohsp und ich ein einfaches Arbeitsblatt entworfen, indem ihr eure Arbeitsgewohnheit und eure Ziele verfolgen könnt. Es kann entweder in der elektronischen Form oder ausgedruckt genutzt werden. Ihr könnt das Arbeitsblatt hier herunterladen. Die Datei heißt Habits_goals_spreadsheet. (ich hoffe, jeder kann xlsx-Dateien öffnen.)

      Nun folgen ein paar Anweisungen, wie man das Arbeitsblatt am besten benutzt.

      Bereich für die Lernangewohnheiten: Schreibt eure geplanten Lernangewohnheiten nieder. Aber startet mit 1 oder 2 maximal, ihr müsst nicht alles machen. Die fett gedruckten Worte sind nur Empfehlungen, die ihr entsprechend eurer Bedürfnisse anpassen solltet. Falls ihr beispielweise joggen gehen wollt, schreibt „joggen“ anstatt von “üben” auf.


      Daneben gibt es freie Felder, die dazu da sind, um sie ankreuzen und damit euren Fortschritt zu verfolgen. Weiterhin sind dort freie Zeilen für Kommentare, falls ihr irgendwelche Probleme oder ähnliches habt.

      Bereich für die Ziele: Noch einmal, das kann beliebig verändert werden. Ihr könnt mehr Bereiche für Leben einfügen oder welche entfernen. Ihr müsst auch nicht alles ausfüllen. Füllt so viel aus, wie ihr meint, dass es notwendig ist. Setzt euch nicht 30 Ziele, ihr werdet sie nie erfüllen. Setzt euch eine realistische Anzahl an Zielen. Versucht spezifische Ziele zu finden. Der Kommentar-Bereich ist dazu da, um mögliche Probleme und euren Fortschritt zu verfolgen.

      Ihr könnt dies entweder ausdrucken oder als Excel-Dokument elektronisch nutzen. Es ist so entwickelt, dass es auf 2 Seiten gedruckt werden kann. Ich empfehle, es auszudrucken und es vor euch zu ahben an eurem Arbeitsplatz.


      Ein großer Dank gilt Demarcohso für seine Hilfe bei diesem Arbeitsblatt.


      Glückwunsch, ihr habt den ersten Teil des Guides erfolgreich absolviert.



      2. 30 Tage um sich eine Gewohnheit anzueignen übersetzt von Apsalar

      Im nächsten Punkt geht es um Gewohnheiten. Um euer Verhalten zu ändern, müsst ihr es zu allererst verstehen. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass es ungefähr 30 Tage kontinuierlichen Verhaltens braucht, um sich eine neue Gewohnheit anzueignen. Das bedeutet, dass, wenn ihr eine gewisse Sache bewusst über 30 Tage lang ausübt, es euch möglich sein sollte, diese Gewohnheit danach unbewusst (im Autopilot) auszuüben. Wenn eine Veränderung nicht allzu drastisch ist, sollte es auch möglich sein, sich eine neue Gewohnheit in 14 Tagen anzueignen. Man muss allerdings bedenken, dass, wenn man zu viele Dinge auf einmal verändern will, es passieren kann, dass man dadurch überfordert ist und somit wieder in seine alten Gewohnheiten zurückfällt.

      Das Problem ist, dass es nicht funktioniert, 10 Dinge gleichzeitig ändern zu wollen (ähnlich dem Multitasking, aber dazu kommen wir später noch). Darum sollte man versuchen, sich immer 1 oder 2 neue Gewohnheiten gleichzeitig anzueignen. Außerdem ist es wichtig, am Anfang nicht zu übertreiben. Wenn ihr zum Beispiel anfangen wollt zu trainieren, ist es viel wahrscheinlicher, dass ein 10-minütiger Spaziergang am Morgen zu einer Gewohnheit wird (ihr steigert die Geschwindigkeit und Dauer über die Zeit) als wenn ihr versucht, jeden Morgen einen Marathon ohne Training zu laufen.

      Ein weiterer Punkt bei Gewohnheiten betrifft die Regelmäßigkeit: Gewohnheiten werden nur dann zu automatischen Gewohnheiten, wenn ihr sie jeden Tag ausübt. Zu sagen: „Ich mach es einfach morgen“, ist keine Option. Um sich eine Gewohnheit wirklich anzueignen, ist es am einfachsten, sie jeden Tag auszuüben. Setzt Prioritäten! Ihr wollt eine Veränderung? Dafür müsst ihr auch etwas leisten. Wenn ihr damit beginnt, jeden Morgen 10 Minuten zu spazieren, dann müsst ihr du das auch wirklich durchziehen, egal wie das Wetter gerade ist.

      2.1 Teilt euer Vorhaben mit!

      Glücklicherweise gibt es gewisse Tricks, die es einem erleichtern, Gewohnheiten zu formen. Einer davon, vermutlich der gängigste und leichteste besteht darin, so vielen Menschen wie möglich von euer neuen Gewohnheit zu erzählen. Wenn ihr eurer Familie und all euren Freunden erzählt, dass ihr vorhabt jeden Tag zu trainieren, ist es viel wahrscheinlicher, dass ihr es auch wirklich tun werdet (weil ihr eure Integrität nicht verlieren möchtet) als wenn ihr es für euch behalten würdet.

      Eine weitere gute Idee ist es, jemand anderen dazu zu bringen, die gleiche Gewohnheit mit euch zu starten – sozusagen ein „Rechenschaftspartner“. Es ist wesentlich einfacher, wenn ihr euch gegenseitig Rechenschaft ablegt. Ihr könnt euch auch gegenseitig motivieren oder gegeneinander antreten und dadurch euren Fortschritt vorantreiben.

      Ihr könnt sogar noch einen Schritt weiter gehen – wenn ihr euch wirklich eine neue Gewohnheit aneignen wollt, ihr es aber aus irgendeinem Grund nicht so recht schafft oder wenn ihr etwas zur Gewohnheit machen wollt, was ihr eigentlich nicht mögt, ihr es aber trotzdem wollt, weil ihr wisst, dass es gut für euch ist und ihr es machen sollt – könnt ihr einem Freund Geld geben (es sollt eine Summe sein, die euch schon etwas wert ist, die ihr euch aber dennoch leisten könnt, wie zum Beispiel $100 – das ist natürlich relativ zu eurem Einkommen/Besitz). Sagt ihm, dass er das Geld behalten kann, wenn ihr nicht eine bestimmte Sache eine Woche/Monat lang macht und, dass er euch dafür zur Rechenschaft ziehen kann.

      Aufgabe:

      Wenn ihr einen Blog habt, schreibt darin über eure Ziele und/oder berichtet zumindest einer weiteren Person über die Ziele, die ihr euch gesetzt habt. Sagt ihr, dass sie euch zur Rechenschaft ziehen kann.

      2.2. Unterbrecht die Kette nicht!

      Das ist eine weitere einfache, aber nicht so bekannte Technik. Ich finde sie selbst ziemlich lustig und sie ist sehr effektiv. Jedoch erfordert sie etwas mehr Selbst-Disziplin und deshalb empfehle ich diese Technik parallel mit der Verantwortungstechnik anzuwenden.

      Was ihr bei dieser Technik machen sollt ist folgendes:

      • Sucht euch eine Gewohnheit aus, die ihr euch aneignen wollt
      • Besorgt euch einen Papier-Tisch-Kalender
      • Markiert jeden Tag, an dem ihr eure Gewohnheit ausgeübt habt, mit einem großen roten Kreuz
      • Wie ihr vielleicht mittlerweile herausgefunden habt, dürft ihr die Kette mit den roten Kreuzen nicht durchbrechen ;)

      Der Kalender sollte stets gut sichtbar vor euch am Schreibtisch stehen. Das soll euch dabei helfen, die Kette nicht zu brechen.

      Aufgabe:

      Besorgt euch einen Tisch-Kalender. Es muss kein großer sein, ein kleiner genügt, der ist billiger. Oder ihr druckt es auf ein Blatt Papier, es ist nicht wirklich wichtig, solange ihr es seht, wenn ihr aufwacht und ihr es den Großteil des Tages im Blick habt. Besorgt euch außerdem einen dicken roten Stift um dieser Technik Nachdruck zu verleihen. Sucht euch eine Gewohnheit aus und beginnt mit der Kette!

      2.3 Belohnt euch selbst!

      Kleine Belohnungen können eine gute Motivation sein, um sich Gewohnheiten anzueignen. Hundetrainer benutzen sie aus gutem Grund. ;) Das Ding an Belohnungen ist, dass sie relativ klein sein sollten, nicht zu groß – wenn es eine zu große Belohnung ist, macht ihr eine Sache nur der Belohnung wegen und das soll nicht Sinn und Zweck des Ganzen sein. Außerdem solltet ihr auch in der Lage sein, mit der Gewohnheit weiterzumachen, wenn es mal keine Belohnung gibt. Eine gute Belohnung wäre zum Beispiel: Immer wenn ihr früh am Morgen aufsteht, macht ihr euch einen leckeren Kaffee oder ihr belohnt euch damit, dass ihr 15 Minuten lang eines eurer Lieblingsbücher lest. Wie gesagt, es sollten einfach kleine Belohnungen für euch sein.



      4. Angemessene Pausen übersetzt von Play4forlife


      Ihr kennt bereits die Analogie, in der ich einen Sprinter mit einem Marathonläufer vergleiche. Wir wollen einerseits Perioden hoher Performance, hohen Fokus und hoher Konzentration erreichen und brauchen zu diesem Zwecke natürlich auch Perioden des Ausruhens. Diese sind absolut notwendig und können in 95% der Pokersessions eingebaut werden. Das einzige Szenario, in dem es nicht vorteilhaft sein könnte eine Pause einzulegen, wäre für den Fall dass du einen Fisch im HeadsUp spielst, der für den Fall einer Pause deinerseits den Tisch sehr wahrscheinlich verlassen würde.

      Für den Fall, dass ihr nicht pausieren könnt (z.Bsp. weil ihr ein MTT ohne synchronisierte Pausen spielt oder wie erwähnt HU), solltet ihr euch wenigstens daran erinnern jede Stunde ein paar Mal tief Luft zu holen. Das macht ihr am besten in dem ihr für ca. 3 Sekunden einatmet und dann für ca. 6 Sekunden ausatmet. Tief Atmen ist eine großartige Entspannungstechnik und gleichzeitig sehr belebend. Versichert euch auch, dass ihr frisches Wasser, Obst und Nüsse in der Nähe habt, damit ihr regelmäßig trinken und aller 90 Minuten etwas Essen könnt.

      Viele Expxerten empfehlen aller 90 oder maximal 120 Minuten eine Pause einzulegen, oder auf Poker bezogen, immer dann wenn ihr merkt, dass ihr nicht mehr voll fokussiert seid (das Maximum bleibt aber auch dann bei 120 Minuten). Diese Pausen versorgen unseren Körper und Geist mit der nötigen Erholung.

      Eine Pause sollte mindestens 15 Minuten lang sein, was für den Fall, dass ihr in einem MTT mit 5 Minuten-Pausen sitzt, bedeutet, dass ihr das Meiste aus diesen Pausen herausholt.

      Also, was ist nun eine "gute Pause" und was eine "schlechte Pause"?
      "Pausen" damit zu verbringen, bei Facebook zu lesen, das Internet zu durchforsten, ein Video zu schauen oder 'Bejeweled' (Anmerkung: ein Spiel ähnlich Tetris) zu spielen, wird euch nichts bringen, weil euer Gehirn immer weiter mit Informationen versorgt wird, was nicht sehr hilfreich ist, wenn man es eigentlich frei bekommen und seine Konzentration zurückgewinnen will. Fakt ist, ihr werdet euch sogar noch schlechter fühlen, wenn ihr von solchen "Pausen" zurückkommt. Und das betrifft nicht nur Poker. Das Gleiche gilt fürs Lernen und Arbeiten genau so.

      Der erste Schritt zu einer besseren Pause - weg vom Bildschirm! Das ist ein absolutes Muss wenn ihr euer Gehirn optimal erholen wollt.
      Das bedeutet: Weg vom PC, TV, Handy oder Ähnlichem. Eure Pause wird sehr viel effizienter wenn ihr:

      - Spazieren geht (entweder in der Wohnung, obwohl ein, zwei Minuten Frischluft hilfreich sind)
      - etwas esst (bevorzugt Obst, Nüsse und vielleicht etwas Joghurt)
      - etwas Wasser trinkt

      Dieses kurze Ritual wird euren Stoffwechsel und Blutfluss durchs Gehirn in Gang bringen und gleichzeitig euren Körper mit Energie und Nährstoffen versorgen. Ihr werdet nach diesen Pausen erholt und bereit für neue Action wiederkommen. Und das Wichtigste - das Ganze kann in 5 Minuten erledigt werden.

      Solltet ihr nicht mitten in einem Turnier stecken, schlage ich vor, dass ihr die vollen 15 Minuten Pause ausschöpft und euren Kopf somit maximal erholt. Die 10 Minuten extra könnt ihr dazu verwenden euren Spaziergang zu verlängern oder etwas zu tun, was ihr liebt (so lang es nicht vor einem Bildschirm ist!). Das können Liegestütze, Dehnen, Yoga, Jonglieren oder mit einem Spielzeug (einem Zauberwürfel z.B) spielen sein, du solltest nur sicher gehen, dass du währenddessen nicht zu viel nachdenkst.

      4.1 Aufgaben ohne Verstand

      Es gibt natürlich noch andere Aktivitäten, die sehr produktiv sind, wenn man sie während einer Pause ausführt. Vor allem wenn man kreatives Denken benötigt, sind dies die besten Aktivitäten, welche euch Ideen liefern werden. Dabei ist es von Person zu Person unterschiedlich, was am besten funktioniert, also müsst ihr schauen was für euch in Frage kommt. Man nennt sie "Aufgaben ohne Verstand", weil man sie in einer Art Autopilot ausführt, was uns die Chance gibt währenddessen über andere Dinge nachzudenken.
      Hier einige Beispiele:

      - das Zimmer aufräumen
      - das Bett machen
      - Rasieren
      - Zähne putzen
      - Kochen
      - Staub saugen
      - mit den Haustieren spielen
      - in den Supermarkt gehen (nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch, ist also nicht unbedingt die beste Wahl während einer Session)

      Ihr solltet das wirklich ausprobieren, vor allem wenn ihr mir nicht glaubt. Das geniale an der Sache ist, dass ihr wirklich etwas sinnvolles macht, über das ihr euch später keine Gedanken mehr machen müsst und was euch ein gutes Gefühl verschafft, weil ihr produktiv wart.

      AUFGABE:

      - Stellt euch den Wecker auf 90-120 Minuten nachdem ihr eure Session begonnen habt, um euch an eure Pause zu erinnern. Ihr müsst mit den Aktivitäten etwas expermentieren um die zu finden, die für euch am besten ist. Wiederhole das immer wenn du wieder zu spielen beginnst, lernst oder auf Arbeit bist. Es wird einen riesigen, positiven Einfluss auf deine Leistungsfähigkeit haben.



      5. Energie vs. Zeit übersetzt von Play4forlife


      Ich habe jetzt eine ganze Weile über Energie gesprochen, aber nicht über Zeit. Dabei gibt es eine Menge Leute, die ihr "schlechtes Zeitmanagement" bemängeln. Also, warum lege ich die Priorität nicht darauf? Nun, ganz einfach weil euch alle Zeit der Welt nichts bringt, wenn ihr auf einem niedrigen Energielevel seid und deswegen nichts zu Stande bringt. Zeit ist nicht der einzige Faktor, der unsere Produktivität bestimmt.

      Ja, viele beschweren sich darüber ihr Zeit schlecht zu managen, aber machen sie das wirklich? Oder managen sie nur ihre Energie schlecht? Wenn ihr genau darüber nachdenkt, haben die meisten, welche sich über schlechtes Zeitmanagement beschweren, ungesunde Essgewohnheiten, sie machen selten Sport und kaum Pausen während sie arbeiten, vielleicht rauchen sie sogar und nehmen sich nur selten Zeit für Dingen von denen sie sagen, dass sie wichtig für sie sind. "Ich habe einfach keine Zeit für Sport oder dafür mit meinen Freunden abzuhängen...".

      All das resultiert in niedriger Energie über den Tag verteilt, was widerum bedeutet, dass Aufgaben längere Zeit in Anspruch nehmen und das bedeutet, dass wenn ihr euch die Zeit für Sport usw. nicht nehmt, ihr sie nie haben werdet. Und am Wochenende werdet ihr genau so müde sein und trotz eigentlich ausreichender Zeit nicht viel zu Stande bekommen. Und das auch nur für den günstigen Fall, dass ihr am Wochenende nicht noch anderes (Beruf) Zeug machen müsst.

      Es gibt dann auch noch Menschen, die ihre vorhandene Energie einfach nicht voll nutzen. So gibt es zum Beispiel sehr viele, die nach dem Aufstehen direkt ihre emails lesen, auf Facebook hängen oder mit im Internet surfen mehrere Stunden zubringen. Auf diese Weise verschwenden sie ihre Energie damit, nicht produktiv zu sein. Der PC-Monitor saugt gleichzeitig die Energie aus ihnen, so für den Fall dass sie doch noch etwas sinnvolles machen wollen, sie oftmals nicht die Energie dafür haben.

      5.1 Nachweis über verbrachte Zeit führen

      Eine der Voraussetzungen für eine erfolgreiche Verhaltensänderung ist, der Wahrheit ins Gesicht zu schauen. Wie oft wurde euch gesagt "ich hab keine Zeit was mit dir zu machen" um dann zu sehen, dass derjenige die ganze Zeit auf Facebook verbringt? Es ist unabdingbar zu wissen womit ihr genau eure Zeit verbringt, wenn ihr Verbesserung wollt. Ihr könntet zum Beispiel denken, dass ihr ca. eine halbe Stunde am Tag auf Facebook verbringt, dabei sind es mehrere Stunden.

      Also, was ihr braucht ist ein Zeit-Tagebuch.

      AUFGABE:

      Nächste Woche werdet ihr einen Schreibblock mit euch herumtragen. Darauf schreibt ihr exakt was ihr gemacht habt und wann ihr es gemacht habt, immer direkt nachdem ihr es gemacht habt. Hier ein Beispiel eines zufälligen Zeit-Tagebuchs (Dieses ist frei erfunden, was drin steht ist bedeutungslos. Es soll euch nur zeigen, dass ihr alles festhalten sollt was ihr macht):

      8.00 Aufgewacht
      8.00-8.30 Duschen, Anziehen
      8.30-9.00 Frühstück zubereiten und essen
      9.00-10.00 Emails lesen
      10.00-12.00 Einkaufen
      12.00-13.00 Mittag zubereiten und essen
      13.00-14.00 Ausruhen, im Internet surfen
      14.00-15.00 Poker Theorie lernen
      15.00-15.30 Mit einem Freund telefonieren
      15.30-17.00 Poker Session
      17.00-18.00 Session Review
      18.00-20.00 Skypen, im Internet surfen
      20.00-22.00 Poker Session
      22.00-00.00 Einen Film schauen, noch mehr Skypen
      00.00 Ins Bett gegangen

      Nachdem du das eine Woche gemacht hast, wirst du bereits feststellen, auch schon während du es machst, dass sich deinen Produktivität erhöht - einfach weil du plötzlich wahrnimmst was du den ganzen Tag machst und nicht gedankenlos Zeit verschwendest.

      5.2 Verschwendete Zeit im Internet einschränken

      Im Netz zu surfen kann viel Spaß machen und ihr werdet euch dabei erwischen, es viele Stunden am Tag zu machen.
      Versteht mich nicht falsch, surfen kann produktiv sein wenn du weißt was du suchst und wenn es einen Nutzen hat. Aber wenn ihr ohne klaren Nutzen die ganze Zeit auf Facebook verbringt, kann das eine Menge Zeit verbraten, ohne das ihr es überhaupt merkt.
      Gut für euch, dass ihr bereits angefangen habt Nachweis über eure Zeit zu führen. Falls nicht, macht es jetzt. Holt euch einen Schreibblock und einen Stift, welche ihr mit euch führt um Nachweis über eure Zeit zu führen.

      Solltet ihr euch dabei ertappen zu viel Zeit im Internet zu verbringen, habe ich eine nette Lösung für euch. Für den Fall, dass ihr Google Chrome nutzt (was heutzutage viele machen), seid ihr in der glücklichen Lage eine kostenlose Erweiterung zu erwerben, welche die Zeit beschränkt die ihr auf gewissen Seiten verbringen dürft. Falls ihr kein Google Chrome nutzt gibt es immer Jugendschutzprogramme die dasselbe tun, allerdings sind diese für gewöhnlich nicht kostenlos. Vielleicht schaut ihr euch einfach nach ähnlichen Erweiterungen um.

      Der Name der Erweiterung ist 'StayFocusd'. Sie erlaubt euch die Zeit, die ihr auf gewissen Webseiten verbringen könnt, einzuschränken. Zum Beispiel wollt ihr am Tag nur 30 Minuten auf Facebook verbringen. Einfach Facebook auf die Blockierliste setzen und die täglich erlaubte Zeit auf 30 Minuten setzen. Ihr könnt aktive Tage oder aktive Stunden setzen - vielleicht wollt ihr einige Seiten nur an Wochentagen von 8.00 bis 20.00 Uhr blockieren. Die Bedienoberfläche sollte einfach zu handhaben sein, aber falls ihr Probleme habt, lasst es mich wissen.

      Rechts oben im Browser erscheint ein blauer Uhr-ähnlicher Knopf, falls ihr euch wundert wo man die Einstellungen verändern kann.

      Diese Erweiterung hat eine weiter großartige Einstellung, genannt 'Nuclear mode'. Im 'Nuclear mode' könnt ihr all die Webseiten die ihr blocken wollt, für eine gewisse Zeitperiode sperren. So könnt ihr zum Beispiel alles für zwei Stunden sperren, wenn ihr nicht im Internet surfen wollt, während ihr eine Pokersession einlegt. Ihr könnt während dieser Zeit natürlich auch Seiten erlauben, damit es euch zum Beispiel möglich ist auf PTR (poker-table-ratings) zuzugreifen.

      AUFGABE:

      - Ladet euch die 'StayFocusd'-Erweiterung für Google Chrome herunter (Link)
      - Es gibt ein ähnliches Programm namens 'LeechBlock' für FireFox - Bedienungsanleitung hier (Link)
      - Blockiert die Webseiten die euch eurer Meinung nach am meisten Zeit kosten (denkt dran, es verringert nur die Zeit die ihr auf diesen Seiten verbringen könnt, es blockiert sie nicht permanent)
      - Nutzt die neu gewonnene Zeit für DInge die ihr liebt; Sport, Zeit mit der Familie verbringen oder mit Freunden... damit ihr euch für neue Herausforderungen erholen und aufladen könnt

      5.3 Emails lesen

      Einige Menschen verbringen viel zu viel Zeit mit ihren Emails. Ich werde später noch darauf zurückkommen, wie man Emails organisisert, aber ich kann euch jetzt schon einen Rat geben, wie ihr dieses Szenario umgeht. Eigentlich ist es ganz einfach. Wähle einfach 2 Zeiten am Tag, an denen du dir erlaubst Emails zu lesen.

      Eine sehr gute Zeit dafür ist am Morgen, nachdem ihr an einem eurer schwersten Projekte gearbeitet habt. Auch ein gute Zeit wäre ein paar Stunden bevor ihr plant ins Bett zu gehen. Definitiv nicht direkt bevor ihr schlafen geht, denn dann könnte es passieren, dass ihr einige längere Emails verfassen wollt und somit den Zeitpunkt eures Schlafes nach hinten schiebt, was widerum weniger Schlaf bedeutet und euren nächsten Tag durcheinander bringt. Irgendwann am Abend ist für gewöhnlich eine gute Zeit.

      Die Synchronisation zum Smartphone auszuschalten hilft außerdem oder wenigstens die Zeiträume auf ein paar mal am Tag beschränken, allerdings am Wochenende defintiv ausschalten. Es gibt nur sehr wenige Situationen, in denen ein Notruf per Email eingehen wird - die Meisten werden euch anrufen wenn es etwas wirklich wichtiges ist. Das stellt sicher, dass ihr nicht auf jede Email innerhalb von 5 Minuten antworten müsst.
      Stellt sicher, dass eure Zeit für Entspannung und Erholung auch wirklich das ist und nicht gespickt mit Emails lesen und beantworten. Nur dann könnt ihr ordentlich regenerieren.

      AUFGABE:

      - Lege zwei Zeiten fest an denen du deine Emails liest/beantwortest und schreibe diese auf.
      - Schalte die Synchronisation zu deinem Handy aus, oder stell sie so ein, dass sie dich nicht während deiner Freizeit unterbricht.



      9. Schaufel dir Zeit frei für Dinge die du magst übersetzt von nikiita

      Wenn ich mit Freunden spreche höre ich oft sowas wie „Ich würd' das ja alles gern mitmachen, aber ich hab einfach nicht die Zeit dafür. Zu viel zu tun.“ Aber haben sie wirklich keine Zeit und daher keine Wahl? Menschen sind Lebewesen mit Bewusstsein und fällen ihre eigenen Entscheidungen.

      Es stimmt schon, dass viele Leute ungern Entscheidungen treffen. Sie fühlen sich unwohl, finden eine Vielzahl von Entschuldigungen dafür und schieben die Verantwortung auf jemand anderen ab. Das nennt man Abhängigkeit – sie sind abhängig von anderen Menschen und äußeren Faktoren und daher nicht unabhängig.

      Wer etwas Großes erreichen will, muss unabhängig werden. Aber um das zu werden muss er den Zustand der Abhängigkeit verlassen, Eigeninitiative entwickeln und unabhängig werden. Ich weiß, das hört sich ein wenig verwirrend an, aber ich kann euch ein Beispiel geben:

      Eine Person, die ständig sagt „ es läuft einfach nicht, der Freizeitspieler suckt mich dauernd aus, ich laufe immer in bessere Hände, ich hab einfach nicht genug Glück für Poker, ich bin zu dumm zum pokern, usw.“ ist eine abhängige Person. Erzählt ständig von den Dingen, die ihn davon abhalten in die Gewinnzone zu gelangen, konzentriert sich damit auf Dinge, die er eh nicht ändern kann. Dadurch wird er anfällig zu tilten und verliert noch mehr Geld, oder er spielt nur noch im Autopilotmodus ohne nachzudenken, und verliert auch dadurch unnötig Geld.

      Eine unabhängige Person dagegen würde erkennen, dass er die Wahl hat, weiterhin herumzuheulen und zu stagnieren, oder anzufangen, sich zu verbessern. Er würde die Artikel hier lesen, seine Hände analysieren, Bücher über Poker und Selbstentfaltung lesen, sein Spiel entwickeln und verbessern.

      Er würde sich weiterhin mit anderen Spielern austauschen, sie würden gemeinsam Lerngruppen beitreten, Hände ins Handbewertungsforum posten, Hände und Strategien mit anderen diskutieren, sich beim Spiel gegenseitig über die Schulter schauen, Coachings buchen oder einen Mentor finden usw. Mit dieser Herangehensweise werden sie die Abhängigen und sogar die Unabhängigen übertrumpfen.

      Das ging jetzt vielleicht leicht am Thema vorbei, aber man kann das durchaus auf andere Lebensbereiche übertragen.

      Ein abhängiger Mensch findet Entschuldigungen, dass er keine Zeit hat für die Dinge die er mag. Ein unabhängiger Mensch schafft sich die Zeit für die Dinge die er mag.

      Also hört auf damit, herumzuheulen, dass ihr keine Zeit für dies und das habt. Wenn etwas euch wichtig ist, dann räumt ihm eine höhere Priorität ein. Setzt es auf die erste Stelle eurer Prioritätenliste. Es ist egal, ob es um Basketballspielen geht, mehr Zeit mit Freundin, Familie oder Freunden zu verbringen, abends auszugehen, ein Buch zu lesen, zu wandern... Schafft euch die Zeit dafür.

      Das wird euch nützen weil ihr glücklicher und erfüllter werdet und das befriedigt, was euch wertvoll ist. Obendrein geben euch diese Tätigkeiten neue Kraft und versorgen euch mit Energie, Motivation und Erholung. Soll heißen, dass es produktiver ist, wenn ihr 7 Stunden arbeitet und eine mit eurer Familie verbringt, als 8 Stunden zu arbeiten. Viele sind nicht in der Lage, das zu erkennen.

      Die größten Ideen und Problemlösungen werden gewöhnlich abseits der Arbeitszeit/des Arbeitsplatzes entwickelt, wenn man die Zeit dafür und den Kopf frei hat!

      Selbst wenn ihr einen Haufen Arbeit habt, solltet ihr immer auch Zeit für euch selbst schaffen. Das ist eine Entscheidung, die ihr niemals bereuen werdet.

      AUFGABEN:

      - denkt darüber nach, was ihr wirklich gern tut, euch dafür jedoch nur selten Zeit nehmt.
      - verpflichtet euch, das mindestens einmal pro Woche zu tun. Am besten sucht ihr euch eine feste Zeit dafür und tragt sie in euren Terminkalender ein und macht eine Gewohnheit daraus.
      - Falls ihr vorhabt Sport zu treiben oder Kurse zu belegen, fragt eure Freundin/Familie/Freunde ob sie interessiert sind mitzumachen.



      11. Tricks um produktiv in den Tag zu starten übersetzt von nikiita

      Lasst uns darüber sprechen, vom Beginn des Tages an produktiv zu sein. Warum sollten wir das wollen? Na ganz einfach, weil wenn ihr alles Wichtige bereits am Morgen erledigt, habt ihr den ganzen Tag um auszuspannen. Wobei die Aussicht „Ausspannen bis zum Abend“ natürlich Stress erzeugt, da ihr die meiste Zeit an die wichtigen Dinge denkt, während ihr den unwichtigen nachgehst. Ihr werdet also nicht wirklich den restlichen Tag vollkommen ausspannen können.

      Ihr werdet außerdem eine Menge mehr schaffen, wenn ihr die wichtigsten Aufgaben zuerst erledigt und werdet flexibler. Wenn euch z.B. eine Freundin einlädt mit ihr auszugehen und Spaß zu haben, könnt ihr das tun ohne ihr absagen zu müssen, weil ihr „noch was für die Uni tun müsst“ (während ihr das den ganzen Tag über nicht getan habt...). Das ist der einfachste Weg mit „Aufschieberitis“ umzugehen – die Gewohnheit zu entwickeln vom Aufwachen an produktiv zu werden, und wenn ihr dann irgendwann denkt, ihr hättest für heute genug getan, dann tut ihr den Rest des Tages das was euch Spaß macht, jedenfalls nicht arbeiten.

      11.1 Früh aufstehen

      Früh aufzustehen birgt eine Menge Vorteile. Es kann euch das Gefühl geben, dass ihr bereits 'ne ganze Menge Sachen erledigt habt, bevor die Meisten überhaupt erst aufgestanden sind, ihr könnt den Sonnenaufgang betrachten (es kann ziemlich motivierend sein zum Sonnenaufgang raus zu gehen oder joggen, außerdem ist es für gewöhnlich zu dieser Tageszeit ziemlich friedlich , was euch in eine hervorragende Laune versetzen kann), ihr habt viel Zeit, in der ihr in Ruhe und ohne Lärm und Hektik arbeiten könnt, es gibt kaum Störungen, da alle eure Leute eh noch schlafen, usw.

      Früh aufzustehen macht euch allerdings nicht zwangsläufig produktiver. Einige Leute sind einfach Morgenmuffel und in der Frühe zu nichts zu gebrauchen.. Vernünftige Ernährung, ausreichend Schlaf und Morgengymnastik kann dem oftmals abhelfen, aber halt nicht jedem. Es gibt einfach Leute, die abends kreativer sind als morgens, und in dem Fall mag es dann nicht die weiseste Entscheidung sein, sich zum frühen Aufstehen zu zwingen.

      Da ihr Pokerspieler seid, könnt ihr gewöhnlich selbst entscheiden, um welche Uhrzeit ihr aufwachen wollt. Macht das zu eurem Vorteil. Wenn ihr nicht früh aufstehen müsst dann lasst es, wenn ihr nicht wollt. Seid nicht verärgert, dass ihr nicht um 5 oder 6 aufgestanden seid und so „den halben Tag verpasst habt“. Solange ihr 8 Stunden lang schlaft ist es mehr oder weniger egal, wann ihr aufsteht. Es stimmt zwar, dass euer Körper weniger Melatonin bildet und euer Schlaf ein bisschen weniger intensiv als wenn ihr zwischen 22.00 und 6.00 Uhr schlaft, aber ihr werdet diesen Unterschied kaum jemals bemerken.

      Ich kenne viele Leute, die frustriert werden weil sie es nicht schaffen, oft genug früh aufzustehen. Wenn ihr die Tatsache akzeptiert, dass ihr einfach nicht früh aufstehen wollt, spart ihr euch eine Menge Stress.

      Ihr könntet euch vornehmen, am nächsten Tag um 7.00 aufzustehen, dann kommt's anders und ihr seid erst um 4.00 nachts im Bett und wacht gegen Mittag auf. Viele würden sich nun in den Hintern beißen dafür und einige Energie aufwenden, sich über sich selbst zu ärgern statt produktiv zu werden. Und werfen so einen weiteren Tag fort. Wenn ihr es dagegen einfach akzeptiert und dann eben um 13.00 anfangt produktiv zu sein, werdet ihr wesentlich mehr schaffen.

      Etwas anderes, das ihr in die Betrachtung ziehen solltet, ist, wann die besten Zeiten zum Pokern sind. Da ihr den Vorteil habt, schlafen zu können wann immer ihr wollt, solltet ihr eure Schlafzeiten so ansetzen, dass ihr dann spielen könnt, wenn die meisten Freizeitspieler an den Tischen sitzen.

      Seid euch bewusst, dass wenn ihr früh aufstehen wollt, ihr auch früh schlafen gehen müsst. Ihr könnt nicht produktiv sein, wenn ihr nicht genug Schlaf bekommt.


      11.2 Aufwachen

      Nehmen wir an ihr habt Probleme mit dem Aufwachen. Ihr drückt dauernd die Schlummertaste und schlaft am Ende 12 statt 8 Stunden. Für dieses Problem gibt es zahlreiche Lösungsmöglichkeiten, einige werde ich hier vorstellen.

      Das erste was ihr versuchen könnt ist, mehrere Wecker zu stellen, ein Klingeln nach dem nächsten, alle 2 Minuten. Viele Smartphones haben eine Option, verschiedene Weckzeiten einzustellen. Stellt also 5 Weckzeiten nacheinander ein. Wenn ihr dann zum 5. Mal in Folge die Schlummertaste bedienen müsst, seid ihr längst wach.

      Was ihr auch tun könnt, ist den Wecker auf die andere Seite des Schlafzimmers zu stellen. Wenn möglich sogar außerhalb des Raumes, das ist sogar besser (ihr müsst dann natürlich sicherstellen, dass ihr ihn dann auch hört) Extra aus dem Bett zu steigen macht es weniger wahrscheinlich, nochmal einzuschlafen.

      Eine andere gute Idee ist entweder ein wirklich lauter Wecker (ich verwende ein richtig lautes Radio – hat Zauberkräfte) oder ein Wecker, bei dem ihr erst irgendwas tun musst, bevor ihr ihn ausschalten könnt. Im Internet finden sich einige interessante und effektive Weckmaschinen, z.B. wo man erst 30 Mal ein Gewicht stemmen muss bevor man ihn ausschalten kann, oder einen fliegenden Wecker, der zunächst einfangen werden muss, oder einer, wo ihr ein Puzzel zusammensetzen müsst.

      Auch solche Wecker sind gewöhnlich nicht sehr teuer, so zwischen $20-$30. Könnt ihr euch ansonsten auch zum Geburtstag schenken lassen ;)

      Nachdem der Alarm dann also aus ist, solltet ihr sogleich das Licht einschalten, das Fenster öffnen und die Sonne hereinlassen. Ihr seid weitestgehend wach. Nun ist es Zeit das Zimmer zu verlassen, ein Glas Wasser zu trinken, spazieren oder joggen zu gehen, zu duschen. Danach seid ihr vollständig wach.

      Ein kleiner Trick, um euch morgens zum Joggen zu bewegen, ist eure Sportbekleidung abends auf einem Stuhl neben dem Bett zurecht zu legen, und die Laufschuhe gleich an die Tür. Dadurch verliert ihr keine Zeit und seid schnell umgezogen und aus der Wohnung. Frische Luft ist das beste Aufweckmittel.

      11.3 Womit beginnen wir?

      Es gibt die Redensart „das Wichtigste zuerst“. Das solltet ihr verinnerlichen und die schwierigste Unternehmung des Tages als erstes am Morgen erledigen. Das verhindert zunächst mal, dass ihr es den restlichen Tag über vor euch her schiebt. Außerdem gibt es euch die große Befriedigung, nachdem ihr es abgearbeitet habt, dass alles was danach noch zu erledigen ist, ziemlich leicht fallen wird. So bekommt ihr wesentlich mehr geschafft als andersrum.

      Der einfachste Weg das zu tun, ist sich am Abend zuvor darauf vorzubereiten. Vielleicht indem ihr die nötigen Computerprogramme bereits aufruft und dann in den Stand-by Modus schaltet, bevor ihr schlafen geht. Wenn ihr dann aufwacht und den PC hochfahrt, habt ihr bereits alles Nötige zur Hand. Oder wenn es keine Arbeit am Computer ist, dass ihr alles Notwendige auf eurem Schreibtisch plaziert, so dass ihr es gleich als Erstes morgens seht und verwenden könnt.

      Weiterhin solltet ihr mit Aktivitäten den Tag beginnen, damit auch euer Hirn aufwachen kann.

      Dazu gehören folgende passiven Tätigkeiten nicht:

      - Bücher lesen (ist ziemlich schwierig morgens die Konzentration dafür aufzubringen)
      - Fernsehen oder YouTube Videos anschauen
      - im Netz surfen
      - Pokervideos einfach nur anschauen ohne Notizen zu machen

      Diese Tätigkeiten lassen euch nicht produktiv in den Tag starten, im Gegenteil – ihr verspürt eher Lust euch wieder hinzulegen.

      Und ganau deshalb schlage ich aktivere Tätigkeiten vor:

      - Programmieren
      - Übungen machen (falls man sich gerade auf ein Examen vorbereitet)
      - mit dem ICM Trainer für SNGs üben
      - Strategieartikel lesen UND sich Notizen darüber zu machen und/oder Mind Maps zu zeichnen
      - Strategievideos anschauen UND dabei Notizen zu machen und sich mit den vorgestellten Konzepten auseinander zu setzen
      - sich mit KhanAcademy content zu befassen [Khan Academy ist in .de kaum bekannt, sie deckt mit Videos und Artikeln eine große Anzahl Naturwissenschaftlicher Fragestellungen ab (der Übers.)] oder versucht euch an http://www.lumosity.com/brain-games/prob...games/raindrops diesem Spiel
      - Macht eine Sessionreview
      - Surft durch das Handbewertungsforum, stellt Hände hinein, bewertet Hände von anderen
      - Spielt eine Session (aber achtet darauf, dass ihr nicht im Autopilotmodus landet!)

      Hausaufgaben::

      - ermittelt, wann die beste Zeit zum Pokern ist (observiert die Tische an unterschiedlichen Tagen zu unterschiedlichen Tageszeiten)
      - plant eure Schlafzeiten dementsprechend
      - stellt einen Mehrfachalarm in der Weckfunktion eures Handy ein oder besorgt euch einen richtig klasse Wecker
      - definiert eure schwierigste Aufgabe für morgen
      - macht es euch zur Gewohnheit, für die schwierigste Aufgabe am Morgen schon abends die benötigten Utensilien bereit zu stellen




      Wer sich noch an der weiteren Übersetzung beteiligen will hier gehts zum Arbeitsthread

      Bitte macht auch auf mögliche Rechtschreibfehler und Grammatikfehler in der Übersetzung aufmerksam, wenn ihr was finden solltet, Danke.


      14. Schnelles Lesen[/SIZE] übersetzt von michaelg5pro
      Es ist kein Mythos, schnell lesen zu können. Ich kann es, und ich weiß von anderen, die es ebenfalls können. Es braucht natürlich einiges an Übung, aber mit den richtigen Techniken wird jeder rasche Verbesserungen bemerken können.

      Vielleicht scheint es etwas kontraintuitiv, aber während man lernt, schnell zu lesen, verbessert man auch sein Verständnis - man wird nicht einfach nur schneller lesen können, sondern sich auch mehr merken können!

      Ihr müsst wissen, dass es nicht einfach ist - es hängt natürlich auch mit der Art der Lektüre zusammen. Ein geübter schneller Leser wird sich anpassen und manches schneller, wie zB Magazine oder Romane, andere, komplexere Sachen dagegen langsamer lesen. Dennoch wird er es immer noch deutlich schneller als ein normaler Leser lesen!

      Ein praktisches Beispiel: Ein durchschnittlicher Leser liest mit einer Frequenz von 200-250 Wörtern pro Minute. Ein durchschnittlicher schneller Leser der einen sechswöchtigen Kurs hinter sich hat, kann einfache Lektüre mit etwa 2000 Wörtern pro Minute lesen und komplexen Stoff mit ca. 1000 Wörtern pro Minute. Natürlich sind dies nur grobe Schätzungen, die sich von Mensch zu Mensch unterscheiden, aber ich denke diese Werte sind realistisch.

      Eigentlich kann jeder vom schnellen Lesen profitieren. Es spielt keine wirklich große Rolle, welcher Lerntyp man etwa ist - was ich detailreich in einer Antwort zu meinem Guide diskutiert habe - man gewinnt einfach dadurch viel, dass man viel schneller als etwa durchs Zuhören zu Informationen kommt.

      Schüler und Studenten können ihre Lernzeiten drastisch verringern. Wer reichlich Romane liest kann dann in der gleichen Zeit noch mehr davon lesen. Wessen Arbeit viel Lesen von Berichten beinhaltet wird ebenfalls viel Zeit sparen, so wie auch jeder Zeitschriftenliebhaber.

      Welchen Bezug hat dies nun eigentlich zu Poker? Nun, contentnutzen kann eure Winrate erhöhen - mit Lesen von Artikeln und Büchern. Wer jetzt ein wenig Zeit dem Erlernen des schnellen Lesens opfert wird in Zukunft regelmäßig viel Zeit sparen können - man kommt schneller durch das Forum und Handbewertungen. Wer ohne hin an sich arbeitet, ist auch schneller mit dem Studium von Selbstentwicklungsliteratur. Vielleicht wäre es besser gewesen, diesen Abschnitt schon am Anfang meines Guides zu schreiben, sodass ihr euch ein wenig Lesezeit erspart, haha :D

      Pokerspieler können meiner Meinung nach noch in einem anderen Punkt vom schnellen Lesen profitieren. Es ist zwar nur eine Hypothese von mir, aber schnelles Lesen sollte euch helfen, schneller, umfassender und dennoch aufmerksam mitzubekommen, was an den Tischen gerade passiert, sodass ihr eure Reads verbessern könnt oder die Anzahl eurer Tische erhöhen könnt. Das scheint mir plausibel, weil man mit der Fähigkeit des schnellen Lesens auch Dinge in Büchern viel schneller findet, da die Augen trainiert wurden, sich viel schneller zu bewegen. Das könnte zu einem kleinen, feinen Plus an Edge im Spiel führen. Wenn ihr euch also fürs Erlernen des schnellen Lesens entscheidet dann danke ich euch für Erfahrungen, ob es eure Performance an den Tischen beeinflusst hat :) .

      In diesem Artikel werde ich nur eine Basis-Technik besprechen, die allerdings auch schon einen sehr großen Grundeffekt hat, da es die Lesegeschwindigkeit bereits verdoppelt, wenn nicht verdreifacht, und zwar sehr schnell. Wie zu Grundschulzeiten muss man beim Lesen seinen Zeigefinger benutzen. Hierdurch kann man die Geschwindigkeit schon kontrollieren, da das Auge dem Finger folgt - und diesen Finger kann man verdammt schnell von links nach rechts bewegen. Daneben hilft es, sich auch tatsächlich auf die Wörter zu konzentrieren, anstatt zu vergessen, wo man denn eigentlich im Text noch gerade war.

      Im Grunde muss man nur eines tun: Mit dem Finger unter der Zeile von Links nach rechts gleiten, dann so schnell wie möglich in die nächste Zeile abwärts und wieder geht es von links nach rechts. Wie schnell man das tun sollte? Am Anfang ist 1 (eine) Sekunde pro Zeile in einem normalem Buch eine gute Idee. Man kann hilfsweise beim Lesen jeder Zeile auch in knackiger Sekundendauer "Eins!" sagen. Vergewissert euch, wirklich mit dem Finger vom Zeilenanfang zum Zeilenende zu fahren und kein Wort zu überspringen, gerade am Anfang/Ende!

      Sehr zu empfehlen ist es, aus dieser Art zu Lesen einfach eine Gewohnheit zu machen. Bei jedem Lesen zu jeder Gelegenheit, Zeitungen, Zeitschriften, Bücher und sogar am Monitor (wobei ihr dann an regelmäßige Monitorsäuberung denken solltet, wenn ihr nicht gerade einen mm Abstand halten wollt).

      Eine andere Sache, die das Lesetempo sehr reduziert, sollte man sich abgewöhnen und zwar ein paar Wörter zurückzugehen und etwas nochmal zu lesen. Hierfür gibt es gar keinen Grund. Wenn man in einem Moment schlechter Aufmerksamkeit irgendetwas verpasst hat, wird man sich dieses so gut wie immer aus dem Zusammenhang der folgenden Sätze erschließen können. Übrigens: Eure Augen haben das verpasste sowieso gesehen. Es gibt viel effizientere Techniken, als ein paar Wörter zurückzugehen und seinen Lesefluss stark auszubremsen.

      Wie lernt ihr nun, tatsächlich schneller zu lesen? Nehmen wir mal an, ihr fahrt mit eurem Wagen auf einer normalen Straße mit 60 km/h. Die Straße hat ein paar ordentliche Kurven, ist also nicht die einfachste. Dann aber fahrt ihr mal einen Nachmittag auf einer Rennstrecke, und zwar mit 200 Sachen und mehr. Kehrt ihr dann auf die normale Straße zurück, wird sich Tempo 60 ziemlich langsam anfühlen und ihr werdet viel schneller drauf fahren können. Jeder mit Führerschein wird so etwas ähnliches wohl schon erlebt haben, etwa nachdem man von der Autobahn abgefahren ist.

      Schneller lesen zu lernen ist eigentlich ziemlich ähnlich. Indem man viel schneller liest, als man es gewohnt ist erhöht man dadurch seine tatsächliche Lesegeschwindigkeit.

      Bevor ich euch nun ein paar Basisübungen zeige, geht es darum, wie man die Lesegeschwindigkeit dann überhaupt misst, was ziemlich einfach ist.

      14.1 Messen eurer Lesegeschwindigkeit

      Alles was ihr benötigt ist ein Buch und eine Stoppuhr. Markiert die Stelle, an der ihr beginnen wollt zu lesen, lasst dann drei Minuten runterlaufen und liest. Nachdem die Zeit abgelaufen ist, markiert auch, wo ihr im Text gelandet seid. Anschließend solltet ihr die durchschnittliche Anzahl an Zeilen in dem Buch, in dem ihr gelesen habt, bestimmen. Hierzu einfach den Durchschnittwert von sagen wir fünf Zeilen nehmen, befinden sich also etwa in 5 Zeilen 80 Wöter sind, hat das Buch (hierdurch geschätzt) irgendwas um 16 Wörter pro Zeile. Danach zählt ihr die Anzahl eurer gelesenen Zeilen, multipliziert sie mit der vorhin bestimmten Anzahl an Wörtern pro Zeile (WPZ) und teilt das Ergebnis durch durch die Lesezeit, also in unserem Fall durch 3. Als Ergebnis erhaltet ihr eurer Lesetempo in Wörtern pro Minute (WPM).

      WPM = (Menge gelesener Zeilen * WPZ)/Zeit[minutes]

      Ein Beispiel wäre:

      Ihr lest in drei Minuten 100 Zeilen, in einem Schriftstück das durchschnittlich 7 Wörter pro Zeile hat (letzteres wie oben einfach durch eine Ministichprobe schätzen)

      WPZ = 7
      Menge gelesener Zeilen = 100
      Zeit = 3 min

      WPM = (100*7)/3 = 233

      Sind Zeilen im gelesenen Text mal nicht ganz ausgefüllt, könnt ihr dies etwa einfach nach Augenmaß auch als halbe oder drittel Zeile in eure Rechnung aufnehmen.

      Ist man soweit und hat schon ein gutes Lesetempo drauf geht es einen Schritt weiter: Multipliziert die Anzahl an Zeilen pro Seite (ZPS) mit der durchschnittlichen Wortmenge pro Zeile (WPZ) und ihr erhaltet einen Wert für Wörter pro Seite (WPS). So kann man später einfach nur diesen WPS Wert mit der menge gelesener Seiten multiplizieren und durch die Zeit teilen, anstatt alle Zeilen zu zählen. Natürlich wird es so nicht komplett genau, denn manche Seiten haben mehr, andere weniger Text, Leerzeilen, große Titel..., aber trotz der Streuung wird man noch ganz gute Werte finden und muss so zumindest nicht die Zeilenmenge von zehn Seiten zählen.

      Die Gleichungen sind also

      WPS = WPZ * ZPS
      WPM = (Anzahl gelesener Seiten * WPP)/time [minutes]

      Example:

      WPZ = 7
      ZPS = 25
      Seiten = 5
      Zeit = 3 min

      WPS = 7*25 = 175
      WPM = (175*5)/3 = 291

      Da ihr nun wisst, wie das Lesetempo berechnet wird, könnt ihr euch mal selbst bewerten - zufällig ein Buch wählen und drei Minuten einen Abschnitt lesen. So lesen, wie ihr normal auch lesen würdet, langsam und ohne den Zeigefinger zu benutzen und auch immer mal wieder zu stellen zurückkehren, die ihr verpasst habt. Dies wird euer Anfangswert, den ihr bald heftig verbessert habt.

      Mit der Zeigefingermethode werdet ihr euer Tempo zwar wirklich schon gut verbessern, aber wenn ihr das schnelle Lesen ernsthaft angehen und euer Tempo verdoppeln/verdreifachen wollt, schaut ich diese zwei Übungen an, eine fürs Tempo, die andere fürs Verständnis:
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