ChickenWing6

    • ChickenWing6
      ChickenWing6
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2013 Beiträge: 48
      Hallo!

      Ich komme aus Wien, bin 21 Jahre alt und Student. Früher habe ich öfter mit Freunden sowie online um Spielgeld gespielt, was mir anfangs viel Spaß gemacht hat, jedoch irgendwann zu langweilig wurde. Da ich damals nicht um echtes Geld spielen wollte, war das Thema Poker für mich jahrelang erledigt. Durch einen Freund bin ich dann wieder darauf gestoßen und spiele jetzt seit ca. 2 Monaten. Und ja...jetzt bin ich hier :)

      Lektion 1:

      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?
      Da ich Karten- und Strategiespiele sehr mag spricht mich Poker sehr an und macht mir auch dementsprechend viel Spaß. Außerdem mag ich Herausforderungen und bin sehr ehrgeizig. Es mir geht es dabei weniger ums Geld also darum mir selbst zu beweisen, dass ich erfolgreich Poker spielen kann.

      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?
      Eine meiner Schwächen ist wohl meine teilweise Unkonzentriertheit. Das betrifft vor allem die Phasen, in denen ich nicht aktiv am Spielgeschehen beteiligt bin. Anstelle meine Gegner weiter zu beobachten und mir so einen Vorteil für später zu verschaffen, schweifen meine Gedanken ab und ich passe nicht mehr wirklich auf.
      Weiters fällt es mir sehr schwer eine Session zu beenden, wenn ich Verluste gemacht habe, da ich das irgendwie als persönliche Niederlage ansehe (obwohl mir bewusst ist, dass das manchmal nicht zu vermeiden ist). Ich will dann meine Verluste wieder ausgleichen und spiele somit weiter, obwohl ich müde bin und somit mehr Fehler mache. Aus diesem Grund setze ich mir in letzter Zeit vor einer Session immer ein Zeitlimit, was bis jetzt auch ganz gut funktioniert. Das Gefühl meine Zeit verschwendet zu haben, weil ich keinen Gewinn gemacht habe, bleibt jedoch.

      Frage 3: Was heißt es, tight-agressive zu spielen?
      Tight-agressive zu spielen bedeutet nur ausgewählte Hände zu spielen, bei diesen jedoch dann durch Setzen und Erhöhen die Initiative zu übernehmen und so das Spielgeschehen zu bestimmen.
      Durch die tighte Spielweise vor dem Flop hält man am Flop oft die beste Hand und bringt sich so seltener in schwierige Spielsituationen, wodurch eigene Fehler verringert werden. Aggressiv spielt man, um einerseits möglichst viel aus seinen guten Händen herauszuholen, und andererseits um die Gegner unter Druck zu setzten, wodurch diese häufiger Fehler machen.
  • 23 Antworten
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hi, willkommen hier im Kurs und bei Pokerstrategy.

      In Wien gibts ja auch den ein oder anderen Pokerstrategen ;) .

      Als einen ersten Tip möchte ich dir unsere Handbewertungsforen ans Herz legen. Dort kannst du zusammen mit anderen Pokerstrategen über Hände und Situationen an den Tischen diskutieren. Diese Praktischen Beispiele sind wohl einer der effektivsten Wege dein Spiel zu verbessern.

      Frage 3 hätte ich auch nicht besser beantworten können. Von daher Wünsche ich dir auch direkt viel Spaß mit Lektion 2
      .
    • ChickenWing6
      ChickenWing6
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2013 Beiträge: 48
      Lektion 2:

      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BBS Starting Hands Chart empfohlen und warum?

      1. Problem SHC: Verschiedene Gegnertypen werden nicht berücksichtigt.
      Während ich mit QQ gegen einen sehr loosen Fisch Preflop gerne bis zum All-In gehe, lege ich die Hand gegen eine 3bet eines sehr tighten Gegners weg. Andererseits versuche ich gegen sehr tighte Gegner die Blinds auch mit Händen zu stehlen, die nicht im Chart stehen (zB K2s+)

      2. Problem SHC: Verschiedene Hände werden kategorisiert.
      AQ ist nicht AT, KQ ist nicht JT usw. Während ich zB ein Preflop-Raise mit AQ am Button gern calle, lege ich AT fast immer weg.

      3. Problem SHC: Stacksizes werden nicht berücksichtigt.
      Gegen einen Gegner mit sehr kleinem Stack folde ich zB AK auf eine 3bet nicht mehr, da ja schon relativ viel Geld (im Verhältnis zu dem Geld, das ich noch verlieren kann) im Pot ist und ich somit eine geringere Gewinnwahrscheinlichkeit ausreicht.


      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat.

      NL2: AK gegen 3bet preflop


      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo?

      Das manuell zu berechnen ist doch schon sehr kompliziert, oder irre ich mich da? Equilab sagt mir 46,32% :)
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Frage 1:
      Joa, das schaut alles sehr gut aus. Deine Punkte sind die wichtigsten Schwachpunkte des SHC und wenn man da genauer differenziert, dann ist da noch einiges an Potential.

      Frage 2:
      Zu deiner hand hat dir ja schon unser Geistermeister geantwortet.

      Frage 3:
      Ich kopiere einfach mal meine Antwort aus einem anderen Thread:
      Also, dein Equilab hat ersteinmal richtig gerechnet.

      Ganz manuell kannst du das nicht ausrechnen. Die Programme machen das ja in dem sie in diesem Fall 1.109.572.992 Spiele simulieren und dir dann das Ergebniss anzeigen. Wenn du das manuell machen willst, hast du eine Lebensaufgabe würde ich sagen.

      Was du machen kannst, ist dir die Range des Gegners nehmen, und in sinnvolle Teilranges einteilen.

      Du kannst ja mal einen Vorschlag machen, welche Teilranges du für sinnvoll hälst. Die Equity gegen die Teilranges solltest du im Kopf haben. Dann schaust du wie viele Handkombinationen in jeder Teilrange sind, und dann kannst du damit die Equity gegen die Gesamtrange berechnen.

      Zu den Teilranges:
      Nehmen wir doch direkt das Beispiel: AKo -vs.- 88+, AJs+, KQs, AKo

      Wir können diese Range jetzt einteilen in:

      1. 88-QQ (dagehen haben wir knapp unter 50%)
      2. AK (50% da gleiche Hand)
      3. KK und AA (dagegen sind wir am Arsch, ich würde schätzen so um die 15%)
      4. AJs, AQs, KQs (Hände die wir dominieren, etwa 75%)

      Die Gesamte Range beinhaltet 70 Kartenkombinationen. Davon sind:

      1. 88-QQ --> 30 Kombinationen
      2. AK --> 16 Kombinationen
      3. KK und AA --> 12 Kombinationen
      4. AJs, AQs, KQs --> 12 Kombinationen.

      Da sieht man schon, dass wir gegen den größten Teil der Range etwa 50% Equity haben. Das Ergebniss wird da also recht nahe dran liegen.

      (0,5*30+0,5*16+015*12+0,75*12)/70 = 0,48

      Ich komme so also auf 48% gegen die Gesamtrange. Ist halt schon recht nahe dran, und die Equity gegen die Teilranges waren nur Schätzwerte aus dem Kopf.

      Das ganze ist mit dem Equilab aber einfacher ;) .
    • ChickenWing6
      ChickenWing6
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2013 Beiträge: 48
      Ah verstehe, so funktioniert das also. Ist ja doch nicht so kompliziert wie ich dachte :) Eine Frage hätte ich dazu aber noch:

      Die Gesamte Range beinhaltet 70 Kartenkombinationen. Davon sind: 1. 88-QQ --> 30 Kombinationen 2. AK --> 16 Kombinationen 3. KK und AA --> 12 Kombinationen 4. AJs, AQs, KQs --> 12 Kombinationen.


      Wenn ich selber AK halte, sind doch einige Kartenkombinationen nicht mehr möglich. Für AA gehen dann nur noch 3 Kombinationen anstelle der 6 (wenn ich zB :spade: A halte, kann der Gegner nur noch A :heart: A :diamond: , A :heart: A :club: und A :diamond: A :club: halten). Ähnliches gilt für KK, AK, AJs, AQs, KQs. Ist das so richtig oder habe ich da einen Denkfehler?


      Lektion 3

      Frage 1: Du hältst K :spade: Q :spade: . Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 3 :diamond: 3 :club: ? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: J :spade: 5 :diamond: 3 :spade: ?

      Preflop ist das ein klassischer Coinflip, also ca. 50% (nach Equilab genau 50,78%).

      Die Equity am Flop habe ich zur Übung versucht zuerst ohne Equilab abzuschätzen: Abzüglich von 5 :spade: , was dem Gegner ein Full House machen würde, habe ich 8 Outs zum Flush, was einer Wahrscheinlichkeit von ca. 30% entspricht. Wenn ich am Turn x :spade: treffe, hat mein Gegner 10 Outs zum Full House bzw. Vierling (J :heart: , J :diamond: , J :club: , 5 :spade: , 5 :heart: , 5 :club: , x :heart: , x :diamond: , x :club: , 3 :heart:) , was einer Wahrscheinlichkeit von 22% entspricht. Damit ist meine Gewinnwahrscheinlichkeit 0,30*(1-0,22)=0,234

      Nach Equilab beträgt meine Equity 26,5%. Der Unterschied ist wohl durch den Backdoor Straightdraw zu erklären.


      Frage 2: Wie würdest du in der folgenden Hand agieren?

      No Limit Hold'em $2 (9-handed)

      Spieler und Stacks:
      UTG: $2.00
      UTG+1: $2.08
      MP1: $1.92
      MP2: $1.00
      MP3: $3.06
      CO: (Hero) $2.08
      BU: $2.00
      SB: $2.00
      BB: $1.24

      Preflop: Hero is CO with A :club: J :club:
      5 folds, Hero raises to $0.08, BU calls $0.08, SB folds, BB calls $0.06.

      Flop: ($0.25) 2 :club: 6 :diamond: 3 :diamond: (3 players)
      BB checks, Hero checks, BU checks.

      Turn: ($0.25) 5 :club: (3 players)
      BB checks, Hero bets $0.22, BU raises to $0.44, BB folds, Hero...?


      In der Range von BU liegen Suited Aces, Suited Connectors und Pocketpairs. Da er am Flop ip checkt, kann man ein getroffenes Set am Flop ausschließen. Am Turn Reraist er mich hier wohl nur mit einer Straight oder einem 5er-Set. Um zu gewinnen muss also mein Flushdraw ankommen.

      Im Pot sind 0,91$, zu zahlen habe ich 0,22$. Das entspricht Pot Odds von ca. 4:1. Vernachlässigt man den eher unwahrscheinlichen Fall, dass er 55 hält, habe ich 9 Outs (Odds 4:1) und die Pot Odds von 4:1 reichen für den Call. Berücksichtigt man auch 55, muss man 2 Outs (6 :club: , 3 :club:) abziehen und benötigt Pot Odds von ca. 6:1. Um nach Impied Odds callen zu können, muss ich am River noch 0,41$ gewinnen falls ich treffe. Davon ist auszugehen. Also würde ich hier callen.

      Frage 3: Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten.

      NL4: TT overpair auf sehr drawlastigem flop, contibet am turn?
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Original von ChickenWing6
      Ah verstehe, so funktioniert das also. Ist ja doch nicht so kompliziert wie ich dachte :) Eine Frage hätte ich dazu aber noch:

      Die Gesamte Range beinhaltet 70 Kartenkombinationen. Davon sind: 1. 88-QQ --> 30 Kombinationen 2. AK --> 16 Kombinationen 3. KK und AA --> 12 Kombinationen 4. AJs, AQs, KQs --> 12 Kombinationen.


      Wenn ich selber AK halte, sind doch einige Kartenkombinationen nicht mehr möglich. Für AA gehen dann nur noch 3 Kombinationen anstelle der 6 (wenn ich zB :spade: A halte, kann der Gegner nur noch A :heart: A :diamond: , A :heart: A :club: und A :diamond: A :club: halten). Ähnliches gilt für KK, AK, AJs, AQs, KQs. Ist das so richtig oder habe ich da einen Denkfehler?

      Ja, prinzipiell hast du Recht, nur in der Aufgabenstellung steht ja nicht drin, welche Farben unser AK hat. Wir wissen nur, dass es offsuited ist und da wir nicht wissen, welche Farben wir auf der Hand haben, können wir auch keine beim Gegner ausschließen.
      Wenn da stände A :diamond: K :heart: , dann wären es in der Tat nur 3 Kombis jeweils für AA und KK.


      Lektion 3:
      Frage 1:
      Das passt. Und auch bei deiner Berechnung bist du ja ziemlich nahe dran. =) .

      Frage 2:
      Also, im großen und ganzen passt das alles. Aber ich würde nicht unbedingt die Sets ausschließen, das ist schließlich NL 2 und da muss man damit rechnen, dass Gegner dumme Sachen machen, wie beispielsweise den Flop mit einem Set zu checken.
      Ansonsten berechnest du hier 2 Extremfälle, entweder der Gegner hat das Set > 7 Outs, oder der Gegner hat die Straight > 9 Outs. Aber wie es so oft ist, liegt die Wahrheit dazwischen.

      Frage 3:
      Maniac hat es schon geschrieben. Ich würde hier auch den Turn betten, da ich mit dieser Bet noch Value von Draws bekomme und dann am River in Position bin, und diesen für den Free Showdown behindchecken kann.
    • ChickenWing6
      ChickenWing6
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2013 Beiträge: 48
      Original von SpeedyBK
      Original von ChickenWing6
      Ah verstehe, so funktioniert das also. Ist ja doch nicht so kompliziert wie ich dachte :) Eine Frage hätte ich dazu aber noch:

      Die Gesamte Range beinhaltet 70 Kartenkombinationen. Davon sind: 1. 88-QQ --> 30 Kombinationen 2. AK --> 16 Kombinationen 3. KK und AA --> 12 Kombinationen 4. AJs, AQs, KQs --> 12 Kombinationen.


      Wenn ich selber AK halte, sind doch einige Kartenkombinationen nicht mehr möglich. Für AA gehen dann nur noch 3 Kombinationen anstelle der 6 (wenn ich zB :spade: A halte, kann der Gegner nur noch A :heart: A :diamond: , A :heart: A :club: und A :diamond: A :club: halten). Ähnliches gilt für KK, AK, AJs, AQs, KQs. Ist das so richtig oder habe ich da einen Denkfehler?

      Ja, prinzipiell hast du Recht, nur in der Aufgabenstellung steht ja nicht drin, welche Farben unser AK hat. Wir wissen nur, dass es offsuited ist und da wir nicht wissen, welche Farben wir auf der Hand haben, können wir auch keine beim Gegner ausschließen.
      Wenn da stände A :diamond: K :heart: , dann wären es in der Tat nur 3 Kombis jeweils für AA und KK.
      Ok das Beispiel war wohl etwas irreführend. Wollte damit nicht sagen, dass ich bestimmte Kartenkombinationen ausschließen kann, sondern, dass sich die Anzahl der möglichen Kartenkombinationen verringern müsste. Es ist dabei doch völlig egal welches A ich halte, es bleiben immer nur 3 Möglichkeiten für AA bei Gegner über (irgendein A muss ich ja schließlich haben). Damit ändert sich dann nämlich auch das Ergebnis bei der Equityberechnung (wenn auch nur gering).


      Lektion 4:

      Frage 1: Poste eine Hand in unseren Handbewertungsforen, in der du postflop die Initiative hast.

      NL4 KK gegen Fisch overplayed?
      Ist eine ordentliche Diskussion ausgebrochen :P


      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde.

      NL 2 - K6o - Line


      Frage 3: Du stehst am Flop mit K :spade: Q :diamond: . Auf dem Board liegt J :spade: , 9 :club: ,8 :heart: und dein Gegner hält 7 :club: 7 :heart: . Welche Equity besitzt du in diesem Spot?

      Grobe Abschätzung: Gutshot + 2 Overcards -> 10 Outs -> ~40%
      Equilab: 41,4%

      lg
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Das mit der Equity schaue ich mir später nochmal an. Die 6 Kombis zeigt hat Equilab an, und ich hatte das einfach so übernommen, an der Equity ändert sich bei Equilab alerdings nichts. Und in der Praxis kommt das ja auch nicht vor, dass man seine eigenen Karten nicht kennt. Von daher habe ich darüber bisher eigentlich noch nicht so genau nachgedacht.

      Frage 1:
      Joa, ist halt auch der Troll Euwax am Start, aber Ghostmaster hat ja nochmal etwas dazu geschrieben. ;)

      Frage 2:
      Die Bewertung passt.

      Frage 3:
      Ist auch richtig.


      Edit:
      Du hast recht, was du zu den Kombis und der Equity gesagt hast und ich hab mich vom Equilab trollen lassen ;) .

      Auszug aus einem Skypechat mit einem der IT-Leute:
      "Wenn eine exakte Hand angegeben wird, dann kann man exakt den Card Removal berechnen"
      "Card removal über eine oder mehrere Karten"
      "Ein Card removal über Ranges ist nicht implementiert. Rein theoretisch muesste man in dem Beispiel AKo einen Card removal einbauen."
      "Wuerde man KK+ eingeben, wuerde nicht jede Range ein A enthalten, daher kompliziert"

      "Ist zurzeit nicht implementiert wenn man keine genauen Karten angibt (Ad)"
    • ChickenWing6
      ChickenWing6
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2013 Beiträge: 48
      Nach etwas Unistress kann ich (endlich) wieder weitermachen:

      Erstmal danke dafür, dass du dir wegen der Card Removal Sache so viel Mühe gemacht hast :)

      Lektion 5:

      Frage 1: Poste eine Hand zur Bewertung, bei der du deine Entscheidungen von den Stats deines Gegners abhängig gemacht hast.

      QTs Bluff3Bet vs. Steal, Valuemaximierung gefloptes Monster


      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde.

      set auf ekligem turn


      Frage 3: Sieh dir folgende Situation an:

      $10 NL Hold'em (7-handed)

      Stacks & Stats:
      UTG ($10)
      MP ($8)
      MP2 ($9)
      CO ($10)
      Hero($10)
      SB ($10) (17/13/2.6/24/1212) [VPIP/PFR/AF/WTS/Hands]
      BB ($10) (27/9/2.0/29/333) [VPIP/PFR/AF/WTS/Hands]

      Preflop: Hero is BU with 6 :diamond: , 7 :diamond:
      4 folds, Hero raises to $0.40, SB calls $0.40, BB calls $0.40

      Flop: ($1.20) 3 :diamond: , 3 :heart: , T :diamond: (3 players)
      SB checks, BB checks, Hero checks

      Turn: ($1.20) J :diamond: (3 players)
      SB bets $1.00, BB calls $1.00, Hero...

      Wie würdest du agieren und warum?

      Meine Hand ist am Turn zwar stark, aber auch sehr verwundbar, weshalb ich sie unbedingt schützen muss. :diamond: , 3, T und J will ich am River nicht sehen. Würde hier for value/ for protection auf $ 5.00 erhöhen.


      Frage 4: Sieh dir folgende Situation an:

      $10 NL Hold'em (8-handed)

      Stacks & Stats
      UTG ($8)
      MP ($10)
      MP2 ($9)
      MP3 ($6)
      Hero ($10)
      BU ($10) (25/21/3.8/26/1250) [VPIP/PFR/AF/WTS/Hands]
      SB ($10)
      BB ($10)

      Preflop: Hero is CO with J :heart: , J :spade:
      4 folds, Hero raises to $0.40, BU 3-bets to $1.30, 2 folds, Hero calls $1.30

      Flop: ($2.75) 6 :heart: , 9 :spade: , T :club:( 2 players)
      Hero...

      Wie würdest du agieren und warum?

      Mein Gegner sieht zwar ziemlich loose aus, aber der 3Bet Wert ist relativ gering (bei relativ großer Samplesize), wodurch ich davon ausgehe, dass er "ehrlich" 3betet. Würde ihm hier etwa JJ+,AQ+ als Range geben.

      Gegen diese Range kann ich am Flop kaum for Value beten und eine Bet als Bluff scheidet auch aus, da ich keine besseren Hände vertreiben werde. Bei einem Call bin ich außerdem am Turn in einer noch blöderen Situation.

      c/c würde ich auch nicht spielen, da ich dann am Turn oop meistens auch in einer schwierigen Situation bin und außerdem nicht einmal die Initiative habe.

      Bleibt für mich nur c/f übrig.

      Hätte schon Preflop anders gespielt. Oop calle ich mit einem Pocketpair eigentlich nur auf Setvalue, was hier nicht geht, da Call20 nicht erfüllt ist. Gibt da für mich eigentlich nur 2 Möglichkeit: 4bet oder Fold, je nachdem wie ich seine Range einschätze. In diesem Fall hätte ich wohl schon Preflop gefoldet.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Sorry für die Wartezeit.

      Frage 1:
      Hier hast du ja schon eine Rückmeldung eines Handbewerters bekommen.

      Frage 2:
      Deine Bewertung gefällt mich nicht so gut. Du gehst überhaupt nicht auf Heros Betsizes ein, die schon etwas ungünstig in der Hand sind. Und zudem bin ich mit dem Fold nicht ganz einverstanden. Ich meine wir Brauchen gerade 30% Equity um zu Callen, und selbst gegen den Nutflush haben wir schon 23%. Also müssten wir um einen Fold zu rechtfertigen ALLES ausser einen Flush ausschließen und das finde ich zu Extrem, nur wenn wir ihm noch eine andere Hand, wie 44 in die Range geben, haben wir einen easy call.

      Also, ich würde in der Hand größer setzen, was uns dann auch die Entscheidung am Turn abnimmt.

      Frage 3:

      Meine Hand ist am Turn zwar stark, aber auch sehr verwundbar, weshalb ich sie unbedingt schützen muss. Diamond , 3, T und J will ich am River nicht sehen. Würde hier for value/ for protection auf $ 5.00 erhöhen.


      Und dann? Wie geht es weiter?

      Frage 4:
      [Quote]Hätte schon Preflop anders gespielt. Oop calle ich mit einem Pocketpair eigentlich nur auf Setvalue, was hier nicht geht, da Call20 nicht erfüllt ist. Gibt da für mich eigentlich nur 2 Möglichkeit: 4bet oder Fold, je nachdem wie ich seine Range einschätze. In diesem Fall hätte ich wohl schon Preflop gefoldet. [/quote]Okay, da stimme ich dir im großen und ganzen zu. Allerdings wäre ich gegen diesen Gegner Broke gegangen. Er ist doch schon recht loose.

      Du sagst aber auch, dass wir hier nicht auf Setvalue callen. Was bedeutet das für unser Postflopgame, wie könnten wir einen Call rechtfertigen, wenn Setvalue keine Option ist. Und wie müssen wir entsprechend spielen?
    • ChickenWing6
      ChickenWing6
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2013 Beiträge: 48
      Frage 2:

      Ah, hatte einen Fehler in der Berechnung der notwendigen Equity und bin so auf einen höheren Wert gekommen, deshalb dachte ich zu folden wäre besser. Hab den Fehler gefunden, jetzt ist es mir klar.

      Du gehst überhaupt nicht auf Heros Betsizes ein, die schon etwas ungünstig in der Hand sind.


      Was genau ist daran ungünstig? Das 2/3-Pot Raise am Flop ist doch Standard, oder nicht? Oder gehts nur darum, dass die kleine Bet am Turn nicht wirklich protectet und einen gleichzeitig sowieso committed?

      Frage 3:

      Wenn er direkt am Turn pusht calle ich, da reicht meine Equity sicher. Bei einem Call und einer Blank am River pushe ich, bei einer Scarecard würde ich behindchecken falls er checkt. Falls er bei einer Scarecard selber action macht würde ich wohl folden. Der Pot ist zwar schon sehr groß, aber kann mir nicht vorstellen, dass er hier mit einer schlechteren Hand noch Geld in den Pot investiert.

      Frage 4:

      Allerdings wäre ich gegen diesen Gegner Broke gegangen. Er ist doch schon recht loose.


      Auch da ist mir ein dummer Fehler passiert. Habe anscheinend nicht ordentlich genug auf die Stats geschaut und dachte 3,8 ist der 3bet-Wert. Deshalb habe ich ihm trotz hohem VPIP und PFR eine eher tighte 3bet-Range gegeben. Da es sich dabei aber um den AF handelt macht diese tighte Range natürlich keinen Sinn...

      Du sagst aber auch, dass wir hier nicht auf Setvalue callen. Was bedeutet das für unser Postflopgame, wie könnten wir einen Call rechtfertigen, wenn Setvalue keine Option ist. Und wie müssen wir entsprechend spielen?


      Wenn man davon ausgeht, dass man mit einer 4bet viele schlechtere Hände vertreiben würde, von denen man Postflop in vielen Fällen noch Geld gewinnen kann, hat nur zu callen wohl den höheren Erwartungswert.

      Mit JJ kann man sich dann wohl keinen viel schöneren Flop als in diesem Bespiel erwarten. Wenn ich Preflop davon ausgegangen bin, dass ich gegen seine Range vorne bin, bin ich es am Flop noch immer. Dementsprechend würde ich b/broke am Flop spielen. Alternativ wäre noch c/r möglich. Das würde ich allerdings nur machen wenn ich weiß, dass mein Gegner sehr viel contibetet, da ich ihm nur ungern die Möglichkeit zu einer Freecard gebe.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Frage 1:
      Naja, bei der kleinen Bet des Gegners am Flop sollte man da schon etwas größer Betten, so bekommt er halt fast schon die Potodds um auf seinen Flush zu callen. Und am Turn, wie du sagst, wir betten sehr klein, kommen aber letztendlich eh nicht mehr aus der Hand.


      Frage 3:
      Okay, das passt so.


      Frage 4:
      Naja, bei einer Bet ist halt das Problem, dass der Gegner eine recht einfache Entscheidung hat. Er wird kaum schlechtere Hände als unsere callen, sondern meist nur bessere. Zudem kann er schlechtere Hände in einen Bluff verwandeln, was für uns auch recht schwer zu kontern ist. Das ginge evtl. noch mit Bet/Broke, aber so richtig mag ich diese Line nicht. Ich würde also auf jeden Fall ersteinmal checken und dann sind sowohl ein Raise als auch ein Call möglich.
    • ChickenWing6
      ChickenWing6
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2013 Beiträge: 48
      Denke es gibt nichts mehr zu sagen, also mache ich mal weiter :)

      Lektion 6:

      Frage 1: Poste eine Hand zur Bewertung, bei der du dich entweder a) in einer Freeplay- b) Slowplay- oder c) Multiway-Pot-Situation befandest.

      NL4 Trips im Freeplay vs. Fish


      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde.

      NL2 - QQ Postflop Call gegen mögliches Set (Notes)


      Frage 3: Sieh dir folgende Situation an:
      $25 NL Hold'em (10-handed)

      Stacks & Stats
      UTG ($25)
      UTG+1 ($25) rock
      UTG+2 ($25)
      MP1 ($25)
      MP2 ($25) LAG
      MP3 ($25) Maniac
      CO ($25)
      Hero BU ($25)
      SB ($25)
      BB ($25) Calling Station

      Preflop: Hero is BU with Q :heart: , J :heart:
      5 folds, MP3 raises $1.00, CO calls $1.00, Hero calls $1.00, 1 fold, BB calls $1.00

      Flop: ($4.10) 3 :heart: , J :club: , A :diamond: (4 players)
      BB checks, MP3 checks, CO checks, Hero checks

      Turn: ($4.10) Q :club: (4 players)
      BB bets $2.05, 2 folds, Hero...?

      Wie würdest du agieren und warum?

      Finde ich schwierig. Gegen jeden anderen Gegner würde ich way ahead/ way behind spielen und am Turn und River callen, außer wenn er am River eine Overbet macht. Bei einem Check am River würde ich dann vermutlich eine kleine Valuebet machen (außer mein Gegner ist so aggressiv, dass ich ein Checkraise befürchten muss, dann würde ich behindchecken). Da ich Position habe lässt sich das so ganz gut spielen denke ich.


      Gegen eine Calling Station macht das aber meines Erachtens nach wenig Sinn. Wenn die Calling Station ihre Hand schon für so gut befindet, dass sie selber Action macht, dann steigt sie nämlich sowieso nicht mehr aus der Hand aus. Ihre Range wird sich also nicht verändern, egal ob ich nur calle oder erhöhe. Während ich mich bei "normalen" Gegner mit einem Raise am Turn gegen stärke Hände isolieren würde, wird mich die Calling Station auch mit allen schlechteren Händen in ihrer Beting-Range ausbezahlen.

      Wenn man von dieser Annahme ausgeht, ist es prinzipiell ganz einfach: Ich gebe der Calling Station am Turn eine Beting-Range; bin ich hinten: Fold, bin ich vorne: Raise Turn, Bet River. Bei einem Reraise am Turn bzw. einer erneuten Bet am River kann ich bei einer Calling Station eigentlich fast schon von den Nuts ausgehen und muss dementsprechend folden. Das schlechteste was passieren könnte wäre ein checkraise am River, das halte ich aber für eher unwahrscheinlich. Wäre ich oop wäre das Ganze wohl problematischer, aber so geht auch diese Variante ganz gut denke ich.

      Wenn man jetzt davon aus, dass die Calling Station nur mit Two Pair+ action macht, muss man ihr folgende Range geben: KT, AA, QQ, JJ, 33, AQ, AJ, A3, QJ, Q3, J3

      Board: A:diamond: 3:heart: J:club:  Q:club:
             Equity     Win     Tie
      UTG    32.33%  27.83%   4.50% { QhJh }
      UTG+1  67.67%  63.17%   4.50% { AA, QQ-JJ, 33, A3s, KTs, QJs, Q3s, J3s, A3o, KTo, QJo, Q3o, J3o }

      Dagegen ist nicht viel zu holen, selbst wenn man AK dazu nimmt ist man immer noch hinten.


      Zusammenfassend würde ich also sagen, dass ein tighter Fold gegen eine wirkliche Calling Station meiner Meinung nach kein Fehler ist. Sobald mein Gegner mehr in Richtung "normal" geht würde ich mehr zu der passiven way ahead/ way behind Spielweise tendieren.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Frage 1:
      Also prinzipiell sehe ich die Hand so wie Achim, aber gegen einen Minraise ist es halt schon schwer einen Fold zu finden.


      Frage2:
      Moment, wenn du callst, dann gibst du Villain keine Potodds, Odds oder wie auch immer. Sowas gibt es nur, wenn du ihn dazu zwingst einen Raise oder eine Bet Callen zu müssen, und das ist hier nicht der Fall. Ansonsten würde ich es hier am Flop einfach reinstellen, wie du schon sagst, wir kommen eh nicht mehr raus.


      Frage 3:

      Gegen jeden anderen Gegner würde ich way ahead/ way behind spielen und am Turn und River callen, außer wenn er am River eine Overbet macht.


      Und warum nicht gegen diesen? Nur weil da Callingstation steht? Also, erstmal ist der Read jetzt nicht wirklich genau, auch bei Callingstations gibt es Unterschiede. Zudem muss man die Situation bedenken. Der Flop wurde hier von allen durchgecheckt, dass zeigt bei allen schon sehr viel Schwäche. Und in so einer Situation kann auch eine Callingstation mal betten.

      Das 2 Pair ist auf jeden Fall zu stark um es auf eine einzelne Bet zu folden. Zudem sind wir in Position und können am River gut entscheiden. Von daher finde ich hier WA/WB eindeutig die beste Line.
    • ChickenWing6
      ChickenWing6
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2013 Beiträge: 48
      Frage 2:
      Moment, wenn du callst, dann gibst du Villain keine Potodds, Odds oder wie auch immer. Sowas gibt es nur, wenn du ihn dazu zwingst einen Raise oder eine Bet Callen zu müssen, und das ist hier nicht der Fall. Ansonsten würde ich es hier am Flop einfach reinstellen, wie du schon sagst, wir kommen eh nicht mehr raus.


      Kann es sein, dass du MP2 übersehen hast?

      SB checks, Hero bets $0,20, MP2 calls, SB raises for $0,70, Hero calls, MP2 calls


      MP2 muss ja noch eine Bet callen (auch wenn es nicht meine ist), von daher bekommt er doch gewisse Pot Odds auch wenn ich nur calle. Die Aussage über die Pot Odds war nur auf MP2 bezogen und nicht auf SB.

      Frage 3:
      Und warum nicht gegen diesen? Nur weil da Callingstation steht? Also, erstmal ist der Read jetzt nicht wirklich genau, auch bei Callingstations gibt es Unterschiede. Zudem muss man die Situation bedenken. Der Flop wurde hier von allen durchgecheckt, dass zeigt bei allen schon sehr viel Schwäche. Und in so einer Situation kann auch eine Callingstation mal betten.


      Woher soll ich denn wissen, wie genau der Read ist? Da schon extra dasteht, dass es sich um eine Callingstation handel, habe ich versucht darauf einzugehen. Dass es dabei auch bei Callingstations Unterschiede gibt, ist mir klar, darum habe ich ja auch eben keine konkrete Antwort gegeben:

      Zusammenfassend würde ich also sagen, dass ein tighter Fold gegen eine wirkliche Calling Station meiner Meinung nach kein Fehler ist. Sobald mein Gegner mehr in Richtung "normal" geht würde ich mehr zu der passiven way ahead/ way behind Spielweise tendieren.


      Wenn ma davon ausgeht, dass es sich um eine extrem passive Callingstation handelt, die nur mit 2 pair+ betet, bin ich einfach hinten. Da macht nichts anderes außer zu folden Sinn, oder doch?
      Sobald es mehr in Richtung normal geht, ist zu folden natürlich zu weak, für diesen Fall habe ich allerdings eh geschrieben, dass ich WA/WB spielen würde.

      Bin mir nicht sicher, ob ich mich nur unklar ausgedrückt, oder irgendwo einen Denkfehler habe, darum muss ich nochmal nachhaken.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Original von ChickenWing6
      Frage 2:
      Moment, wenn du callst, dann gibst du Villain keine Potodds, Odds oder wie auch immer. Sowas gibt es nur, wenn du ihn dazu zwingst einen Raise oder eine Bet Callen zu müssen, und das ist hier nicht der Fall. Ansonsten würde ich es hier am Flop einfach reinstellen, wie du schon sagst, wir kommen eh nicht mehr raus.


      Kann es sein, dass du MP2 übersehen hast?

      SB checks, Hero bets $0,20, MP2 calls, SB raises for $0,70, Hero calls, MP2 calls


      MP2 muss ja noch eine Bet callen (auch wenn es nicht meine ist), von daher bekommt er doch gewisse Pot Odds auch wenn ich nur calle. Die Aussage über die Pot Odds war nur auf MP2 bezogen und nicht auf SB.
      Ups, ja jetzt wo du es sagst, hast recht.


      Frage 3:

      Also, der Fold ist selbst gegen eine passive Callingstation schon sehr weak in dieser einen Situation. Wenn man einen wirklich richtig super guten Read hat, kann man den vielleicht gerade so rechtfertigen. Aber so einen Read haben wir auf den Microlimits halt fast nie. Und ich meine damit jetzt sowas, dass man den Spieler seit mehreren Monaten kennt und 20.000 oder mehr Hände gegen den gespielt hat.
    • ChickenWing6
      ChickenWing6
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2013 Beiträge: 48
      Lektion 7:

      Frage 1: Poste eine Hand zur Bewertung, bei der du dich an einem 6-max (short-handed) Tisch befandest.

      NL4 88 im 3Bet Pot als PFA



      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde.

      NL10 KK



      Frage 3: Sieh dir folgende Situation an:

      $10 NL Hold'em (6-handed)

      Stacks & Stats:
      UTG ($10)
      MP ($10)
      CO ($10)
      BU($10)
      SB ($10)
      BB (Hero) ($10)

      Preflop: Hero is BB with 5 :heart: , 4 :heart:
      2 folds, CO raises to $0.40, BU calls $0.40, SB calls $0.40, Hero calls $0.40

      Flop: ($1.60) 3 :spade: , 2 :heart: , Q :heart: (4 players)
      SB checks, Hero bets $1.20, CO Raises All-in, BU calls All-in, SB folds, Hero...

      Wie würdest du agieren und warum?

      Ich muss $8,40 in einen Gesamtpot von $30,40 investieren. 8,4/30,4 = 0,276. Ich benötige also mind. 28% Equity für einen korrekten Call.

      CO gebe ich neben den starken gemachten Händen noch einige Semibluffs mit starken Draws, BU nur noch starke gemachte Hände da er mit seinen Draws nicht mehr korrekt callen kann:

      Board: Q:heart: 2:heart: 3:spade:
             Equity     Win     Tie
      CO     28.47%  26.23%   2.24% { QQ+, 33-22, AQs, AhKh, AhJh, KhJh, AhTh, AQo }
      BU     31.19%  28.95%   2.24% { QQ+, 33-22, AQs, AQo }
      BB     40.34%  40.34%   0.00% { 5h4h }

      Trotz der starken Ranges habe ich mit meinem Draw noch eindeutig genug Equity, von daher ein klarer Call.



      Frage 4: Sieh dir folgende Situation an:

      $10 NL Hold'em (6-handed)

      Stacks & Stats:
      UTG ($10)
      MP ($10)
      CO (Hero) ($10)
      BU($10)
      SB ($10)
      BB ($10)

      Preflop: Hero is CO with A :club: , K :spade:
      2 folds, Hero raises to $0.40, BU calls $0.40, SB calls $0.40, BB calls $0.40

      Flop: ($1.60) A :spade: , 4 :club: , 4 :diamond: (4 players)
      SB checks, BB bets $1.20, Hero...


      Wie würdest du agieren und warum?

      Für mich eine klare way ahead/way behind-Situation. Ich muss nicht protecten und würde mit einem Raise nur die schlechteren Hände vertreiben. Also würde ich hier einfach runtercallen. Bei einem Raise von BU oder SB würde ich trotz TPTK davon ausgehen geschlagen zu sein und dementsprechend folden.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Frage 1:
      Joa, hier wurde im Handbewertungsforum eigentlich schon alles gesagt. Call Preflop gefällt mir besser. As played ist der Flop okay.

      Frage 2:
      Sehe ich genauso. Ich würde auch so um 2,80$ bis max. 3$ 4-Betten. Und der Flop ist natürlich genau der, den wir wollen, da geht es dann sehr locker rein. Wenn der Gegner AA hat, hatten wir halt Pech.

      Frage 3:
      Dem BU würde ich vielleicht auch noch ein paar Draws geben. AQ vielleicht nicht unbedingt. Aber letztendlich ändert das nichts daran, dass es ein easy Call bleibt.

      Frage 4:
      Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

      Dann mal viel Spaß bei Lektion 8.
    • ChickenWing6
      ChickenWing6
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2013 Beiträge: 48
      Lektion 8:

      Aufgabe 1: Poste eine Hand zur Bewertung.

      NL4 JJ als PFA oop, contibet am Flop?



      Aufgabe 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde.

      AK - Villian Donk Turn



      Aufgabe 3: Sieh dir folgende Situation an:

      $100 NL Hold'em (9-handed)

      Stacks & Stats:
      UTG ($100)
      UTG+1 ($100)
      MP1 ($100)
      MP2 ($100)
      Hero ($100)
      CO ($100)
      BU ($100)
      SB ($100)
      BB ($100) (18/15/3.7/23/732)[VPIP/PFR/AF/WTS/Hands]

      Preflop: Hero is BU with 8 :heart: , 9 :heart:
      4 folds, Hero raises to $4.00, 3 folds, BB calls $4.00

      Flop: ($8.50) 3 :heart: , 6 :heart: , 8 :diamond: (2 Spieler)
      BB checks, Hero bets $5.50 BB calls $5.50

      Turn: ($19.50) J :heart: (2 Spieler)
      BB checks, Hero...

      Wie würdest du agieren und warum?

      Ich habe eine sehr starke Hand und muss gegen onecard-FDraws protecten, eine Bet ist also Pflicht. Bei einem Raise würde ich dann pushen. Ein besserer Flush ist zwar möglich, aber unwahrscheinlich, und mit Sets könnte er auch so spielen. Also ganz klar bet/broke.


      BONUS-Aufgabe 4 (optional): Sieh dir folgende Situation an:
      $200 NL Hold'em (6-handed)

      Stacks & Stats:
      MP2 (Hero) ($327.95)
      MP3 ($207.45)
      CO ($415.55) (TAG)
      BU ($373.60) (TAG)
      SB ($200.00)
      BB ($218.00)

      Preflop: Hero is MP2 with 7 :heart: , 8 :heart:
      Hero raises to $7, 1 folds, CO raises to $23, BU calls $23, SB folds, BB folds, Hero calls $16

      Flop: ($72) 7 :club: , 8 :spade: , 8 :diamond: (3 Spieler)
      Hero checks, CO checks, BU bets $52, Hero calls, CO calls

      Turn: ($228) K :diamond: (3 Spieler)
      Hero checks, CO checks, BU checks

      River: ($228) Q :heart: (3 Spieler)
      Hero bets $110, CO raises to $340.55 (All-in), BU folds, Hero?

      Welche Faktoren und Konzepte, die wir bisher besprochen haben, helfen dir, diese Situation zu analysieren? Wie würdest du agieren?

      Ein wesentlicher Faktor ist einmal die Equity, die man für einen korrekten Call braucht. Hierbei spielen natürlich auch die großen Stacks von Hero und Villain eine Rolle.

      Hero hat noch $143 übrig, er müsste also $143 zahlen um einen Gesamtpot von 228+2*(110+143) = $734 gewinnen zu können. 143/734 = 0,195. Hero braucht also mindestens 20 % Equity für einen korrekten Call.

      Der zweite wichtige Punkt ist die Range des Gegners. Hierbei spielen natürlich viele Faktoren eine Rolle, allen voran die Boardstruktur. Zum Beispiel ist der Flop relativ trocken, was es wahrscheinlicher macht, das CO KK oder QQ passiv spielt.

      Ich glaube nicht, dass Villain hier am River blufft. Hero könnte sein Monster am Flop und Turn passiv gespielt haben und auch BU ist ja noch da. Ist also wohl eine reine Value Range. Was Schlechteres als 8x wird er wohl nicht pushen. Eventuell noch AA oder KQ.

      Ich denke die PF 3bet Range von CO ist hier sehr wichtig. Hat er hier eine reine Value-Range, hat er keine 8, wodurch eigentlich nur noch KK und QQ übrig bleiben. Falls er auch des Öfteren mit suited connectors oder sogar suited Aces oder kleineren Pocketpairs Bluff3betet, sieht das Ganze natürlich dann am River anders aus:

      Board: 8:diamond: 8:spade: 7:club:  K:diamond:  Q:heart:
             Equity     Win     Tie
      MP2    33.33%  33.33%   0.00% { 8h7h }
      CO     66.67%  66.67%   0.00% { KK-QQ, 77, A8s, 98s }

      Natürlich wird er mit 98s, A7s und 77 nicht so oft 3beten wie mit KK und QQ, wodurch die berechnete Equity etwas zu hoch ist. Wenn man aber davon ausgeht, dass Villain auch manchmal AA oder KQ so spielt, sollte die Equity am River in Normalfall für den Call ausreichen.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Fragen 1 und 2:

      Zu deiner Hand hat MiiWiin ja schon etwas geschreiben. Und deine Bewertung ist auch gut.


      Frage 3:
      Zu der Hand gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, du hast hier eigentlich gegen fast jede Range genug Equity um zu callen.


      Frage 4:
      Bevor wir uns den River ansehen, würde mich ersteinmal deine Meinung zu Heros Spiel in der Hand interessieren, hättest du auch so gespielt?
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    • 2