Raggy91

    • Raggy91
      Raggy91
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2013 Beiträge: 95
      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?

      Ich bin Student und möchte mir gerne neben dem Studium ein wenig Taschengeld dazuverdienen. Das mache ich glaube ich lieber über Pokern als über Kellnern ;) Da ich mich die letzten Wochen schon ein wenig mit Pokern beschäftigt habe, bin ich auch zu der Meinung gekommen, dass Pokern eine gute Charakterschule sein kann, da man viel Disziplin und Lernbereitschaft an den Tag legen muss.
      Und natürlich macht mir Pokern auch Spaß, sonst könnte ich garnicht die Motivation aufbringen mich damit intensiv zu beschäftigen :D

      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?
      Ich spiele schon nach Startinghand Charts, aber postflop kann ich mich manchmal nicht von meinen Händen trennen, was auf Dauer recht teuer ist. Außerdem bin ich wohl sehr ungeduldig und spiele deshalb manchmal zu viele Tische und verliere dann die Übersicht ... wahrscheinlich kann ich noch mehr aufzählen aber man will ja auch mal zu einem Ende kommen =P

      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?

      Tight-aggressiv zu spielen heißt nur ausgewählte gute Hände zu spielen und mit diesen auch zu raisen. Der Gegner soll den Flop nicht billig sehen können, da wir nach dem Flop oft Favorit sind. Mit schlechten Händen sollten wir erst garnicht ins Spiel einsteigen.
  • 13 Antworten
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hi, willkommen im Kurs und bei Pokerstrategy.com

      Schauen wir uns doch gleich die erste Aufgabe an. Also, als erstes möchte ich dir unser Handbewertungsforum ans Herz legen, gerade wenn du sagst, dass du nicht immer weißt, wann du eine Hand folden sollst. Gerade solche Hände solltest du dort posten und mit anderen Pokerstrategen zusammen analysieren. Und auch bei den Händen der anderen User kannst du gern mitdiskutieren, dabei lernt man einfach enorm viel für sein eigenenes Spiel.

      Zu den Tischen wäre ersteinmal die Frage, wie viele du spielst? Für mich waren immer 4-6 Shorthanded eine gute Anzahl. Da bekomme ich noch mit, wie die Gegner so spielen, und habe auch Zeit mal über einer Hand nachzudenken. Aber das ist natürlich von Spieler zu Spieler verschieden.

      Bei der Frage 3 würde mich jetzt noch interessieren, worin du die Vorteile dieser Spielweise siehst?
    • Raggy91
      Raggy91
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2013 Beiträge: 95
      Ich habe teilweise 10 Tische gleichzeitig gespielt, allerdings nach MSS Strategie, aber ich will jetzt eher BSS spielen. Derzeit spiele ich entweder 4-6 Fullring Tische, oder 1-2 rushpoker tische.

      Den Vorteil in der tight-aggressive Spieleweise sehe ich darin, dass man als Anfänger in weniger marginale Situationen kommt und öfters die bessere Hand als der Gegner hat. Wenn man seine guten Hände aggressiv spielt, dann bekommt man gegen loose spieler die oft mitgehen viel Geld in den Pot und tighte Spieler, die oftmals nicht getroffen haben, kann man gut aus dem Pot bluffen.
      Ich hoffe, damit liege ich nicht komplett daneben =P
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Ich hoffe, damit liege ich nicht komplett daneben =P


      Nein, dass passt schon alles, was du schreibst. ;) .

      Ich sag also direkt mal viel Spaß bei Lektion 2.
    • Raggy91
      Raggy91
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2013 Beiträge: 95
      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum?

      Aus CO und BU würde ich mit einer größeren Range stealen, wie zum Beispiel mit allen Ax und suited Kings. Auch mit suited one-gappern und 76o + (also den connectors, ich weiß nicht genau, das dann die richtige Schreibweise dafür ist), wobei ich nochmal zwischen CO und BU unterscheiden würde und vom CO noch etwas tighter stealen würde. Aus diesen Positionen habe ich einfach eine gute Foldequity, weshalb ich mich nicht ganz genau an das Chart halten würde.

      Außerdem würde ich noch Isolationraises gegen Limper machen aus MP3 - BU. Aber auch hier würde ich in den früheren Positionen tighter als dann zum Beispiel im BU spielen. Aus MP3 würde ich mit AJ+ isolieren und ab dem CO dann mit KJ+ (oder auch nur mit KQ, kommt wohl dann auf die Gegner an)
      Isolieren würde ich, weil Limper meistens keine allzu starke Karten haben und ich ihre kleinen Kx zum Beispiel mit KQ dominieren würde. Wenn nach mir natürlich noch sehr loose Leute sitzen würde ich eher nicht isolieren, ganz einfach weil ich dann postflop OOP bin.


      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat.
      NL2 Zoom - AJ im CO, minraise aus UTG3


      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo?

      Equity Win Tie
      MP2 46.32% 37.92% 8.41% AKo
      MP3 53.68% 45.27% 8.41% 88+, AJs+, KQs, AKo

      Ich besitze 46.32% Equity
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      So, Lektion 2:

      Frage 1:
      Joa, aus den late Positions kann man auf jeden Fall mehr spielen. Mit Ax und Kx muss man allerdings ein wenig aufpassen, diese Hände sind nicht immer leicht zu Spielen, da man oft soetwas wie Toppair no Kicker oder ein Mid-/Bottompair trifft.

      Wie sieht es aus, siehst du evtl. auch ein allgemeines Problem, beim SHC?


      Frage 2:
      Zu deiner Hand hat MiiWiin ja schon etwas geschrieben. Du solltest dir auf jeden Fall die Artikel anschauen, die er verlinkt hat. :)


      Frage 3:
      46% stimmt genau ;) .

      Also, noch ganz kurz ein Allgemeiner Satz zum SHC und dann kann es mit Lektion 3 weitergehen.
    • Raggy91
      Raggy91
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2013 Beiträge: 95
      Ein SHC ist halt einfach sehr statisch und passt sich nicht genau an die Gegner an gegen die man gerade spielt. Außerdem pauschalisiert es ziemlich viel, es fasst alle middle positions zusammen und unterscheidet nicht zwischen MP1 und MP3.
      Es gibt zum Beispiel auch keinen Unterschied zwischen AJo und AJs.
      Und natürlich kann man nur ein guter Pokerplayer werden, wenn man sich selbst Gedanken um das Spiel macht und nicht einfach alles abliest ;)
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Genau gerade wenn man diese Pauschalisierungen etwas differenzierter betrachtet, kann man da noch sehr viel Potential herausholen.

      So, dann viel Spaß mit Lektion 3.
    • Raggy91
      Raggy91
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2013 Beiträge: 95
      Frage 1: Du hältst KQ. Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 33? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: J53?

      Vor dem Flop hat man eine Equity von 50,78% und auf dem Flop 26,46%.

      Frage 2: Wie würdest du in der folgenden Hand agieren?
      Nach der 2bet am Turn haben wir Pot Odds von 4:1 und die Odds den Flush zu treffen stehen auch bei ungefähr 4:1. Wir sollten also nochmal callen, da wir bei getroffenem Flush vielleicht noch etwas Value extrahieren können. Selbst wenn er am Turn sein Set getroffen hat und wir 2 Outs discounten müssen, haben wir noch genügend implied odds um profitabel zu callen.

      Frage 3:

      Also mein größtes Problem ist Postflop dem Gegner Ranges zuzuordnen, da auf NL 2 manchmal ziemlicher mist gespielt wird =P Und wenn ich dann eine Range im Kopf habe weiß ich auch nicht genau wieviel Equity ich dann habe. Muss ich da nebenbei das Equilab laufen lassen?

      NL2 - KK set getroffen
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      So, dann schauen wir uns mal Lektion 3 an:

      Frage 1:
      Das ist richtig.

      Frage 2:
      Wie viele Geld müssen wir denn am River noch gewinnen, damit wir uns genügend Implied Odds für den Call geben können?

      Frage 3:
      Ghostmaster hat zu deiner Hand ja schon etwas geschrieben.

      Zu deiner Frage, du musst nicht unbedingt Equilab nebenher laufen haben. Man kann das natürlich machen, aber mit der Zeit bekommt man ein Gefühl für die Equity, und wenn du da mal 5% daneben liegst, geht die Welt auch nicht unter.
    • Raggy91
      Raggy91
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2013 Beiträge: 95
      Am River müssten wir noch 0,41 ct gewinnen, um einen profitablen call am Turn machen zu können. Das ist weniger als 1/2 Potsize, also kann man durchaus davon ausgehen, dass man das vom Gegner noch bekommen kann.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Das ist richtig, wenn du mit 7 Outs rechnest.

      Du musst hier aber gar nicht mal die 2 Outs komplett discounten, da der Gegner ja nicht nur Sets in seiner Range hat, sondern auch dinge wie die Straight. Du hast also etwa gegen die Hälfte seiner Range 9 Outs und gegen die andere Hälfte 7 Outs. Von daher können wie hier die Mitte nehmen und mit 8 Outs rechnen. Brauchst du aber jetzt nicht nochmal zu machen.

      Ich denke wir können dann die Lektion auch abschließen, wenn du keine Fragen mehr hast.
    • Raggy91
      Raggy91
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2013 Beiträge: 95
      Lektion 4

      Frage 1: NL2 - Toppair gegen minreraise auf drawy board

      Frage 2: NL2: 33 - Set am Flop

      Frage 3: In diesem Spot habe ich 41,41% Equity
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Okay, das gibt mal eine Kurze Antwort ;) .

      Alles gut, weiter so. Deine Bewertung gefällt mir und zu deiner Hand hat Ghostmaster ja schon etwas geschrieben.