Unterschiede beim Lernen verschiedener Varianten

    • SunnySam
      SunnySam
      Bronze
      Dabei seit: 07.08.2007 Beiträge: 303
      Hallo allerseits,

      ich habe jetzt ein paar Varianten Holdem Poker mal angespielt und ausprobiert ohne aber wirklich tief in die Materie einzudringen. Cashgame, SnG, NoLimit, Limit, usw. die Unterschiede der Varianten sind offensichtlich. Ich frage mich nun aber, ob der Part, der wohl am wichtigsten ist auf dem Weg zu einem erfolgreichen Pokerspieler, nämlich das Lernen und Analysieren des Spiels, langfristig je nach Variante unterschiedlich ausfällt.
      Zu Beginn wird läuft das ja alles sehr ähnlich ab. Man bekommt ein tightes Chart an die Hand, mit dem man postflop in der Regel fit or fold spielen kann. Auch mit der Zeit, vermute ich, wird der Plan, unabhängig der Variante, ähnlich aussehen: Analyse des Spiels, Strategie nach persönlichem Geschmack in Form von Artikeln, Videos oder Coachings pauken. Wie es allerdings im Detail aussieht, kann ich mir noch nicht vorstellen. Womit beschäftigt man sich langfristig bei der theoretischen Weiterentwicklung seines Spiels? Bei SnGs habe ich gehört, ist man auf externe Tools angewiesen, um das ICM zu lernen. Macht man als Cashgamespieler den ganzen Tag nur Equityberechnungen?
      Klar, es gibt jeder wird das auch auf seine persönliche Art machen, aber vielleicht gibt es ja auch eine Konstante.
      Wenn ihr euch also schon mit mehreren Varianten etwas mehr als ich auseinander gesetzt habt, dann könnt ihr mir vielleicht eure Eindrücke schildern.

      Beste Grüße!
  • 3 Antworten
    • viktoalia
      viktoalia
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2009 Beiträge: 3.249
      das analysieren deines spiels innerhalb einer poker variante ist aquivalent zu jeder anderen...die ergebnisse bezüglich taktik, pot odds etc etc etc sind natürlich dann modifiziert auf die spezielle variante...die werkzeuge sind also die gleichen...
    • Karlacho13
      Karlacho13
      Bronze
      Dabei seit: 10.12.2007 Beiträge: 155
      Du musst dich gut kennen, wenn du nen Tipp willst, welche Variante du spielen sollst.

      Bist du schnell gelangweilt? Willst du um große Pötte spielen? Reichen dir kleine Gewinne? Kannst du mit Tilt umgehen? Hast du Probleme ruhig zu bleiben (A-Game) wenn du mit Runner-Runner überholt wirst? Willst du Poker for living spielen?
      Evtl. ist es garnicht Holdem sondern Omaha was du suchst? Hast du die Zeit jeden Tag 2-3 Stunden zu investieren? Hast du Familie? Wie Leistungsstark ist dein Rechner? Deine Konzentration nach einem Arbeitstag? Welchen Stellenwert hat die Schule?
      (Auch das spielt ja alles rein)


      Es gibt soviele Faktoren, die dein Spiel / deinen Lernerfolg beeinflussen...

      Um es kurz zu machen: Ein Ratschlag "auf den Punkt" ist so aus dem Stand wirklich schwierig.

      Und jetzt mein Rat (den du wahrscheinlich nicht hören möchtest):

      Such dir ambitionierte Partner, die auch auf der Suche sind / sich schon für eine Variante entschieden haben und die vom Tempo zu dir passen. Lernt gemeinsam, tauscht euch aus. Verliere nicht den Spass am Pokern. Wenn es mit den ersten Leuten nicht passt, mach ruhig einen Cut und such dir andere Leute. Ergo: Du musst den richtigen Weg für dich selber finden. :s_cool:
    • SunnySam
      SunnySam
      Bronze
      Dabei seit: 07.08.2007 Beiträge: 303
      Original von viktoalia
      das analysieren deines spiels innerhalb einer poker variante ist aquivalent zu jeder anderen...die ergebnisse bezüglich taktik, pot odds etc etc etc sind natürlich dann modifiziert auf die spezielle variante...die werkzeuge sind also die gleichen...
      Äquivalent kann richtig sein, aber gleich würde ich nicht annehmen und die Unterschiede, die suche ich. Ein Cashgamespieler wird nicht ganz so viel mit PushOrFold Szenarien beschäftigen und die Berücksichtigungen von irgendwelchen Auszahlungsstrukturen, gibt es dort auch nicht. Entsprechend vermute ich auch, dass das Lernen unterschiedlich ausfällt.


      @Karlacho, danke für den Beitrag. Du hast schon recht, ich versuche so die Varianten abzuchecken, ob irgendeine noch einmal besonders für mich in Frage kommt. Daher, dass der Theorieanteil beim Lernen wesentlich ist, kommt mein Interesse an der Art und Weise, wie genau jeweils die Theorie aussieht. Denn sich damit auseinanderzusetzen muss langfristig möglichst viel Spaß bereiten.