BRM - Psychologie

    • V1Rotate
      V1Rotate
      Bronze
      Dabei seit: 10.05.2008 Beiträge: 315
      Hallo,

      die Wichtigkeit des BRM ist ja in aller Munde. Wie sieht es denn aus, wenn man durch seinen Job soviel Geld verdient, daß man jederzeit Geld nachladen kann, ohne mit der Wimper zu zucken? Dann sollte es doch eigentlich völlig egal sein, wieviel Geld man auf seinem Account hat, oder übersehe ich da einen entscheidenen psychologischen Aspekt?

      Gruß

      V1Rotate
  • 7 Antworten
    • ilernkatheorie
      ilernkatheorie
      Bronze
      Dabei seit: 23.12.2011 Beiträge: 62
      Das BRM soll in erster Linie verhindern, dass die Varianz es schafft, einen erfolgreichen Spieler bankrottgehen zu lassen, mit allen Konsequenzen(Verlust aller bisherigen Arbeit,Verlust der Freude an der Tätigkeit etc). Unter erfolgreichem Spieler versteht man jemanden, der in seinen bisherig gespielten Limits langfristig Geld verdient hat, was die bankroll wachsen ließ, wodurch er nun ein höheres Level anstreben kann, in welchem er mehr Geld verdienen kann, aber auch höherer skill gefragt ist. Die bankroll sollte schon im Verhältnis zu den gespielten Limits stehen,wenn man als Spieler weiterkommen will,es also ernst betreibt.(deshalb braucht ein Gelegenheitsspieler kein BRM!)Also musst du dich fragen, ob du gelegenheitsspieler bist, für die Antwort auf deine Frage.
      Somit hat das bankrollmanagement also auch Kontrollfunktion für die momentane Entwicklung eines ernsthaften Spielers, denke ich. Dadurch wird es auch psychologisch wichtig!
    • Kraese
      Kraese
      Bronze
      Dabei seit: 20.09.2009 Beiträge: 8.819
      Wenn man immer wieder bei 0 starten will, hast du recht. v1rotate

      BRM brauch man zum erfolgreichen Spielen auf jedenfall. Allerdings kannst du natürlich mit einem entsprechenden regelmäßigen Einkommen ein anderes BRM fahren, als jemand, der nicht immer nachcashen kann/will.

      ein Beispiel:

      Der Student bekommt von PS.de 50$ zum spielen. Er selbst könnte nie so viel einzahlen/nachzahlen. Deshalb brauch er, wenn er erfolgsorintiert spielt ein gutes BRM, damit er nicht broke geht, was das ende der Karriere bedeuten würde. Er benutzt daher ein 30 stack BRM(NL2) auf den unteren limits und wird in den oberen limits wohl noch konservativer.

      Der Beamte hat monatlich 1000$ übrig zum spielen und kann jeden monat die summe neueinzahlen. Auch er sollte sich an ein BRM halten, da die Varianz immer zuschlagen kann, aber da er nachcashen kann, ist es ihm möglich ein wesentlich agressiveres BRM zu betreiben. Als Beispiel ein 15 Stack BRM(NL50). Falls er broke geht, casht er halt neu ein. Allerdings sollte auch er, sobald er 1-2 Limits aufgestiegen ist, ein konservativeres BRM bevorzugen.

      Ohne BRM wird man nie mehrere Limits nachhaltig aufsteigen.


      Hoffe man versteht was ich aussagen will :f_ugly:
    • V1Rotate
      V1Rotate
      Bronze
      Dabei seit: 10.05.2008 Beiträge: 315
      Ich verstehe ja den Sinn eines BRM, also das Verhindern des broke-Gehens. Aber man geht ja nur auf dem Account broke und muß nicht seinen Lebensunterhalt mit Pokern verdienen. Ergo sollte es irrelevant sein, wieviel man auf seinem Account an $ hält, und ob man Limits aufgestiegen ist.

      Ich frage mich nur, ob sich das Mindset verändert, wenn das Geld auf dem Account zur Neige geht. Möglicherweise läßt man sich unbewußt davon beeinflussen.
    • TimBus
      TimBus
      Black
      Dabei seit: 05.10.2007 Beiträge: 14.797
      Wird einen wohl auch beeinflussen. Natürlich negativ.
      Ausserdem sehe ich auch noch ein anderes Problem.
      Nehmen wir mal den Extremfall. Du spielst mit einem Stack BR. Sobald du einen Blind gezahlt hast, musst du eigentlich schon nachcashen.
      Ansonsten stimme ich den anderen zu. Wenn nach Verlust der BR nicht Schluss ist, kann man natürlich viel agressiver an die Sache gehen.
    • Kraese
      Kraese
      Bronze
      Dabei seit: 20.09.2009 Beiträge: 8.819
      Es is irrelevant solange man nur ein limit spielt.

      nehmen wir an du spielst ein 2 stack BRM.

      800$ -> 2 Stacks für NL400

      jetzt hasten upswing und hast 1200$

      du steigst auf auf nl600

      dann kommste auf 2000$ und spielst dementsprechend nl1000

      dann haste 2 bad beats und musst wieder bei 800$ und nl400 anfangen.



      in diesem beispiel ist es halt nur eine frage der Zeit bis du broke bist.

      natürlich kann man auch qauf dauer ein aggro BRM wie ein 2 Stack BRM fahren, aber dann muss man auch maximal diszipliniert sein und nach einem Stack verlust DIREKT absteigen. das schaffen die meisten eben nicht
    • TimBus
      TimBus
      Black
      Dabei seit: 05.10.2007 Beiträge: 14.797
      Um immer mit vollem Stack am Tisch sitzen zu können, musst du in deinem Beispiel sofort absteigen nachdem du dir den ersten Blind hast klauen lassen.
    • Spinshot
      Spinshot
      Bronze
      Dabei seit: 23.01.2007 Beiträge: 964
      Ich denke der psychologische Aspekt ist, das System Poker als "Unternehmen" zu betrachten. Deine BR ist dein Firmenkapital. Wenns der Firma schlecht geht, willst du ja auch nicht unbedingt Privatgeld investieren. Du willst es ja anders herum, dass die Firma so läuft, dass du regelmäßig Auszahlungen (Gehalt) tätigen kannst.