gutes verhältnis von bankroll building zum cash out

    • WeisserWal
      WeisserWal
      Bronze
      Dabei seit: 07.06.2011 Beiträge: 388
      ich habe in den nächsten monaten vor mir das geld für einen neuen PC zu erspielen (um die 2k€) und überlege jetzt wie groß meine bankroll idealerweise sein sollte damit ich davon die 2k auscashen kann ohne nach dem cash out wieder ganz von unten anfangen zu müssen?

      mir sind keine mathematischen formeln bekannt um ein möglichst gutes verhältnis zwischen bankroll wachstum und cash outs anzugeben aber vielleicht gibt es ja doch welche oder auch bestimmte erfahrungswerte was das angeht?!

      letztlich hängt es natürlich an der gewichtung der parameter - wenn der PC quasi überlebensnotwendig ist cashe ich eben ab 2k roll alles aus und gut...
      und ist mir geld völlig egal cashe ich nie aus...
      aber was macht man im realitätsnäheren fall dass mir der neue PC wirklich wichtig ist aber ich ebenso auch nach dem auscashen weiter pokern will und dabei nicht wieder von ganz unten anfangen will sondern weiterhin möglichst profitabel spielen will - wie groß muss dann die bankroll sein vor dem auscashen?
  • 25 Antworten
    • Phonosapien
      Phonosapien
      Bronze
      Dabei seit: 25.04.2007 Beiträge: 2.261
      1. Wieweit willst du downmoven in den Limits?
      2. Wieviel Buyins willst du minimum nach dem Cashout für dieses Limit haben, um angenehm (nicht moneyscared) spielen zu können?

      Danach solltest dir die Frage easy selbst beantworten können.

      Allgemeine Formel gibts für sowas einfach nicht (wie denn auch?).
    • WeisserWal
      WeisserWal
      Bronze
      Dabei seit: 07.06.2011 Beiträge: 388
      genau das weiß ich ja nicht :)
      derzeit bin ich ehrlich gesagt überhaupt erstmal noch sehr weit von den 2k entfernt
      aber nach meinem gegenwärtigen BRM Fahrplan könnte ich ab 1300$ NL50 spielen und ab 3100$ NL100
      Von daher sieht es stark danach aus dass ich mindestens NL100 erreicht haben muss vor dem auscashen und durch das auscashen auf NL50 absteigen werde
      Aber ob ich jetzt bei einer 3500er Roll auscashen sollte oder erst ab 4000 oder 5000 (oder noch später) weiß ich nicht und hoffte es gibt hier einige Leute die selbst schon öfter ausgecasht haben und hier erfahrungswerte haben damit ich nicht zu lange mit dem auscashen warte oder zu früh auscashe und der rebuild dann zu heftig wird
    • Checkbehind
      Checkbehind
      Global
      Dabei seit: 02.03.2013 Beiträge: 261
      Du nimmst einfach deine derzeitige Bankroll und ziehst davon die Summe ab die du auscashen willst (Subtrahieren) und hast dann das was übrig bleibt (Differenz).
      Dann siehst du wieviel du nach dem Auscashen übrig hast und kannst damit dein ganz normales BRM fahren.
    • WeisserWal
      WeisserWal
      Bronze
      Dabei seit: 07.06.2011 Beiträge: 388
      nochmal, es gilt:
      1.
      das geld was ich auscashen will ist wichtig
      von daher kann ich nicht endlos darauf warten (sonst würde ich als winning player nie auscashen da ich mit immer größerer bankroll immer mehr gewinnen kann und jedes auscashen -EV ist)
      2.
      weiter profitabel Poker spielen können ist auch wichtig
      von daher kann ich nicht direkt sobald ich die summe die ich auscashen will erreicht habe alles auscashen weil ich dann broke wäre was poker angeht

      es gibt daher definitiv ein zu frühes auscashen und zwar dann wenn die verbleibende bankroll nach dem auscashen so klein ist dass ich entweder sehr wahrscheinlich direkt broke gehe oder so tief in den limits absteigen muss dass ich zB 6 Monate brauche um die 2k$ die ich ausgecasht habe wieder zu gewinnen während wenn ich z.B. nochmal 4 Wochen ohne ausgecasht zu haben weitergespielt hätte die 2k$ noch extra gewonnen hätte und also sehr viel Zeit gespart hätte
      es gibt auch ein zu spätes auscashen denn wenn ich mir jeden Tag sage: wenn ich heute auscashe und im Limit absteigen muss kann ich morgen weniger gewinnen als wenn ich es jetzt auscashe, denn mit der Logik cashe ich eben nie aus was aber nicht geht da das Geld, bzw die Anschaffung des PC wichtig ist.

      die 2k sind nur ein Beispiel die eigentliche Frage ist die:
      wenn 1. und 2. beide gegeben sind wieviel % der Bankroll kann oder sollte man dann überhaupt auscashen? 10% 25%? 50%? 75%? oder irgendwas dazwischen

      Was bankrollmanagement angeht so kann man hier bei gegebener winrate x und bankroll y genau sagen wann man im limit aufsteigen sollte damit man das optimale verhältnis aus risiko und reward bekommt
      ansonsten dümpelt man zu lange auf den kleinen stakes rum und könnte bei aggressiverem BRM in derselben Zeit deutlich mehr Geld gewinnen
      und das umgekehrte gilt auch: ist man zu aggressiv steigt der risk of ruin so dramatisch an dass die Chance alles zu verlieren so hoch ist dass es profitabler wäre im Limit abzusteigen und defensiver zu spielen
      das nennt man in der Mathematik das Kelly Kriterium

      Was jetzt auscashen angeht handelt es sich um einen durchaus ähnlich gelagerten Fall nur weiß ich leider nicht wie man das optimale Verhältnis zwischen 1. und 2. bestimmen soll
    • LX4DR
      LX4DR
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2007 Beiträge: 2.898
      cash aus und lass dich staken!
    • pImMeLkUh
      pImMeLkUh
      Global
      Dabei seit: 12.03.2013 Beiträge: 55
      Original von WeisserWal
      nochmal, es gilt:
      1.
      das geld was ich auscashen will ist wichtig
      von daher kann ich nicht endlos darauf warten (sonst würde ich als winning player nie auscashen da ich mit immer größerer bankroll immer mehr gewinnen kann und jedes auscashen -EV ist)
      2.
      weiter profitabel Poker spielen können ist auch wichtig
      von daher kann ich nicht direkt sobald ich die summe die ich auscashen will erreicht habe alles auscashen weil ich dann broke wäre was poker angeht

      es gibt daher definitiv ein zu frühes auscashen und zwar dann wenn die verbleibende bankroll nach dem auscashen so klein ist dass ich entweder sehr wahrscheinlich direkt broke gehe oder so tief in den limits absteigen muss dass ich zB 6 Monate brauche um die 2k$ die ich ausgecasht habe wieder zu gewinnen während wenn ich z.B. nochmal 4 Wochen ohne ausgecasht zu haben weitergespielt hätte die 2k$ noch extra gewonnen hätte und also sehr viel Zeit gespart hätte
      es gibt auch ein zu spätes auscashen denn wenn ich mir jeden Tag sage: wenn ich heute auscashe und im Limit absteigen muss kann ich morgen weniger gewinnen als wenn ich es jetzt auscashe, denn mit der Logik cashe ich eben nie aus was aber nicht geht da das Geld, bzw die Anschaffung des PC wichtig ist.

      die 2k sind nur ein Beispiel die eigentliche Frage ist die:
      wenn 1. und 2. beide gegeben sind wieviel % der Bankroll kann oder sollte man dann überhaupt auscashen? 10% 25%? 50%? 75%? oder irgendwas dazwischen

      Was bankrollmanagement angeht so kann man hier bei gegebener winrate x und bankroll y genau sagen wann man im limit aufsteigen sollte damit man das optimale verhältnis aus risiko und reward bekommt
      ansonsten dümpelt man zu lange auf den kleinen stakes rum und könnte bei aggressiverem BRM in derselben Zeit deutlich mehr Geld gewinnen
      und das umgekehrte gilt auch: ist man zu aggressiv steigt der risk of ruin so dramatisch an dass die Chance alles zu verlieren so hoch ist dass es profitabler wäre im Limit abzusteigen und defensiver zu spielen
      das nennt man in der Mathematik das Kelly Kriterium

      Was jetzt auscashen angeht handelt es sich um einen durchaus ähnlich gelagerten Fall nur weiß ich leider nicht wie man das optimale Verhältnis zwischen 1. und 2. bestimmen soll
      ----
      halte die komplette aussage für falsch ! , denn !!! dein sogenanntes optimales br management betreiben so viele nicht ! und es klappt trotzdem, oder gerade deswegen auch. und zu deiner frage wäre es punkt a wichtig zu wissen wie hoch deine bankroll ist, punkt b ist das aber schon wieder irrelevant da du das geld ja eh abheben wirst / musst. beträgt deine br zum bsp 2,5 k ists total gay 2 k abzuheben, beläuft sie sich auf 12 k, dann tuts nicht weh weil das selbe limit wie vorher gespielt wird, da deine infos aber absolut dürftig sind und du SO ODER SO abheben wirst ist die frage vollkommen überflüssig und nicht zu beantworten....

      alternativ vorschlag : grinde eben auf deinem limit normal weiter (diesmal halt 2 k mehr auf dem limit ) nehm die und kauf dein pc, bringt dir mehr als hier fragen zu stellen die keine perfekte antwort besitzen
    • Wayn333
      Wayn333
      Bronze
      Dabei seit: 26.01.2013 Beiträge: 124
      Original von Phonosapien
      Allgemeine Formel gibts für sowas einfach nicht (wie denn auch?).
      Klar gibts die. Die haben nur keinen pöbelfreundlichen name wie "gesetz der großen zahlen" oder "kelly kriterium".
    • Wayn333
      Wayn333
      Bronze
      Dabei seit: 26.01.2013 Beiträge: 124
      Original von WeisserWal
      ich habe in den nächsten monaten vor mir das geld für einen neuen PC zu erspielen (um die 2k€) und überlege jetzt wie groß meine bankroll idealerweise sein sollte damit ich davon die 2k auscashen kann ohne nach dem cash out wieder ganz von unten anfangen zu müssen?

      mir sind keine mathematischen formeln bekannt um ein möglichst gutes verhältnis zwischen bankroll wachstum und cash outs anzugeben aber vielleicht gibt es ja doch welche oder auch bestimmte erfahrungswerte was das angeht?!

      letztlich hängt es natürlich an der gewichtung der parameter - wenn der PC quasi überlebensnotwendig ist cashe ich eben ab 2k roll alles aus und gut...
      und ist mir geld völlig egal cashe ich nie aus...
      aber was macht man im realitätsnäheren fall dass mir der neue PC wirklich wichtig ist aber ich ebenso auch nach dem auscashen weiter pokern will und dabei nicht wieder von ganz unten anfangen will sondern weiterhin möglichst profitabel spielen will - wie groß muss dann die bankroll sein vor dem auscashen?
      Die eigentliche frage ist, warum jemand seine poker br cripplen will um sich einen gamerpc mit neongrüner unterbodenbeleuchtung zu kaufen. Zum pokern brauchts den ja wohl eher nicht.
    • Kyroka
      Kyroka
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2006 Beiträge: 938
      Zumindest regelmäßige Cashouts kann man schon berücksichtigen, indem man einfach die zu erwartende Winrate entsprechend reduziert. Ergebnis ist insbesondere, dass die benötigte Bankroll massiv ansteigt.

      Wenn du bspw. annimmst, dass du am 1.9. 2000€ auscashen willst, kannst du das auf die benötigte Winrate runterrechnen. Mit unterschiedlichen Zeitpunkten kann man da schon ganz interessante Berechnungen anstellen.

      Problem ist aber, dass du deine Winrate auf NL100 nicht vernünftig schätzen kannst, wenn du momentan erst NL25 spielst - jedenfalls verstehe ich deinen Beitrag so.

      2k€ auf NL50 dauert ewig... von daher wäre gefühlt Bankroll für NL100 + 2k€ der erste mögliche Zeitpunkt für einen Cashout. Solltest du auf NL100 noch eine riesen Edge sehen, bietet es sich eventuell an erst bis NL200 zu spielen.

      Ansonsten wäre es vielleicht eine Option die reinen Spielgewinne für die Bankroll zu nehmen und Rakeback für den PC zu sparen.

      Ich wäre auch vorsichtig Pokergeld allzuweit im voraus zu verplanen. Der nächste Downswing kommt bestimmt...

      Ist jetzt eher ein Sammelsurium, aber es gibt sicherlich keine Formel, die dir sagen kann ob dir persönlich ein neuer PC wichtiger ist als der Aufstieg auf ein höheres Limit :D
    • Kyroka
      Kyroka
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2006 Beiträge: 938
      Original von Wayn333
      Original von Phonosapien
      Allgemeine Formel gibts für sowas einfach nicht (wie denn auch?).
      Klar gibts die. Die haben nur keinen pöbelfreundlichen name wie "gesetz der großen zahlen" oder "kelly kriterium".
      Die allgemeine Formel ist nicht das Problem. Die individuellen Parameter festzulegen ist schwierig. Also bspw. wieviel ist mir ein € in der Bankroll im Vergleich zu einem € im PC wert. Sehe ich das richtig?
    • WeisserWal
      WeisserWal
      Bronze
      Dabei seit: 07.06.2011 Beiträge: 388
      ich habe selbst nochmal drüber nachgedacht und will hier zunächst nochmal auf das Kelly Kriterium zum BRM und Limitaufstieg eingehen, weil dieses Wissen aus meiner Sicht völlig unterschätzt wird und für die Frage nach den cash outs glaube ich auch nicht ganz unwichtig ist
      Ich zitiere meinen blogeintrag zu dem Thema:

      Original von WeisserWal
      ich habe mir gedanken zum bankrollmanagement gemacht und mir anhand des kelly kriteriums ausgerechnet was ein optimales BRM im sinne von risk und reward ist

      die ergebnisse finde ich sehr erstaunlich und werde sie gleich mitteilen
      kurz zur methode selbst

      ich habe die sogenannte cutoff bankroll zwischen zwei limits berechnet wie sie im buch "mathematics of poker" vorgestellt wird
      konkret bedeutet das: wenn man auf limit A mit winrate X spielt so beantwortet die cutoff bankroll die frage:
      ab welcher bankroll macht es dann Sinn auf das (höhere) limit B mit (geringerer) winrate Y (und der standardabweichung Z) zu wechseln? und wie hoch ist dabei der risk of ruin?

      das reine kelly kriterium ist wie man sehen wird extrem aggressiv und findet einen risk of ruin (RoR) von 13,53% optimal
      wenn man jedoch das kelly kriterium verdoppelt also die bankroll verdoppelt dann sinkt der RoR auf 1,83% was eher menschlich sein dürfte daher habe ich sowohl das reine kelly kriterium (kelly 1) als auch eben die moderatere variante (kelly 2) ausgerechnet

      wichtig ist noch zu bemerken dass bei dieser berechnung nicht berücksichtigt ist dass man ja bevor man alles verliert wieder im limit absteigen kann
      wenn man also auch für den abstieg einen risk of ruin berechnen wollte so müsste man vorher festlegen ab welchen verlusten man absteigt dadurch ändern sich die werte natürlich und je schneller man absteigen will desto höher die chance dass man es auch muss wobei hier ebenfalls kelly 1 und kelly 2 einem gute richtwerte geben können denke ich
      aber auch so sind die zahlen sehr aufschlußreich

      die standardabweichung (SD) habe ich jeweils immer auf 100bb/100 gelassen soweit ich weiß ist das ein realistischer wert die meisten SDs sollten sogar geringer sein was ein aggressiveres BRM nach Kelly zur folge hätte
      die winrates selbst sind auch nur aus dem blauen heraus gegriffen wobei ich auch hier glaube dass das einigermaßen durchschnittliche werte sein sollten und somit einen ganz interessanten einblick vermitteln :P

      also:

      winrates: (SD = 100bb/100)
      NL2 15bb/100
      NL5 12bb/100
      NL10 10bb/100
      NL25 8bb/100
      NL50 7bb/100
      NL100 6bb/100
      NL200 5bb/100
      NL400 4bb/100
      NL1000 3bb/100


      NL2 -> NL5
      nach Kelly 1 ab 35,45$ ( = 7,09 stacks) - RoR = 13,53%
      nach Kelly 2 ab 70,90$ ( = 14,18 stacks) - RoR = 1,83%

      NL5 -> NL10
      nach Kelly 1 ab 94,55$ ( = 9,45 stacks) - RoR = 13,53%
      nach Kelly 2 ab 189,10$ ( = 18,91 stacks) - RoR = 1,83%

      NL10 -> NL25
      nach Kelly 1 ab 264,00$ ( = 10,65 stacks) - RoR = 13,53%
      nach Kelly 2 ab 528,00$ ( = 21,30 stacks) - RoR = 1,83%

      NL25 -> NL50
      nach Kelly 1 ab 627,75$ ( = 12,55 stacks) - RoR = 13,53%
      nach Kelly 2 ab 1255,50$ ( = 25,10 stacks) - RoR = 1,83%

      NL50 -> NL100
      nach Kelly 1 ab 1504,75$ ( = 15,05 stacks) - RoR = 13,53%
      nach Kelly 2 ab 3009,50$ ( = 30,10 stacks) - RoR = 1,83%

      NL100 -> NL200
      nach Kelly 1 ab 3758,00$ ( = 18,79 stacks) - RoR = 13,53%
      nach Kelly 2 ab 7516,00$ ( = 37,58 stacks) - RoR = 1,83%

      NL200 -> NL400
      nach Kelly 1 ab 10013,00$ ( = 25,03 stacks) - RoR = 13,53%
      nach Kelly 2 ab 20026,00$ ( = 50,06 stacks) - RoR = 1,83%

      NL400 -> NL1000
      nach Kelly 1 ab 30023,00$ ( = 30,02 stacks) - RoR = 13,53%
      nach Kelly 2 ab 60046,00$ ( = 60,04 stacks) - RoR = 1,83%


      hochinteressant dass das mathematisch optimale bankrollmanagement so extrem aggressiv ist und selbst das abgeschwächte kelly 2 system mit wirklich moderatem RoR ist immer noch deutlich aggressiver als herkömmliche BRMs
      ich selbst spiele übrigens inzwischen erst NL10 :) - bin wie gesagt von den 2k noch weit entfernt will die aber auch nicht in 3 Wochen reinspielen sondern im Laufe des Jahres und wollte mir wie gesagt einen Art Fahrplan dafür zurechtlegen.
      Denn einfach nur ohne Ziel zu spielen ist meine Sache nicht, ich brauche einen Anreiz und da mein PC schon 4 Jahre alt ist und ständig an seine Grenzen stößt ist ein neuer PC etwas das sich lohnt anzustreben.

      Was ich mir jetzt überlegt habe ist folgendes:
      nach meinem BRM müsste ich auf NL50 wieder absteigen wenn ich auf NL100 spiele und so viel verliere dass ich nur noch 1550$ habe
      Genau diesen geplanten Abstiegspunkt werde ich nehmen und eben die 2k drauflegen (da es 2k€ sind die ich brauche ist es sogar mehr) und daher werde ich als grobe Zielrichtung eine 4k$ roll anstreben von der ich dann wie gesagt 2k€ auscashe.
      Heißt also ich muss mich bs NL100 hochspielen dort auch noch etwas gewinnen und steige dann sozusagen"downswingbedingt" auf NL50 ab habe aber einen neuen PC

      Klar muss ich da erstmal hinkommen und das ganze Unternehmen kann auch immer scheitern, zum Beispiel wenn ich einfach nicht gut genug bin aber nochmal es soll nur ein Anreiz sein und ein mathematisch sinnvolles Ziel und ich denke da sind 4k ein ganz guter Mittelwert. :P
    • Kurvenbieger
      Kurvenbieger
      Bronze
      Dabei seit: 13.07.2007 Beiträge: 300
      Interessant finde ich das Verhältnis zwischen auscashen und BR aufbauen immer, weil ich selbst noch nicht das Optimum gefunden habe.

      Was mich aber etwas stört ist das du anscheinend in keinster Weise eine Downswingphase berücksichtigt, hast du das nicht oder weiss du das sowas nicht passieren wird (nein ich will dich nicht flamen)

      Was machst du wenn du auscashed und dann kommst du in eine Downswing? BR verblasen wegen Tilt, PC verkaufen oder eigene Kohle einzahlen?


      Ich halte es so das ich immer eine BR von ca. 1k € haben möchte und den Rest der Kohle in regelmässigen Abständen auszahle, ich spiele aber auch nicht hoch und habe ein sehr konservatives BRM.
    • Wayn333
      Wayn333
      Bronze
      Dabei seit: 26.01.2013 Beiträge: 124
      Original von Kyroka
      Original von Wayn333
      Original von Phonosapien
      Allgemeine Formel gibts für sowas einfach nicht (wie denn auch?).
      Klar gibts die. Die haben nur keinen pöbelfreundlichen name wie "gesetz der großen zahlen" oder "kelly kriterium".
      Die allgemeine Formel ist nicht das Problem. Die individuellen Parameter festzulegen ist schwierig. Also bspw. wieviel ist mir ein € in der Bankroll im Vergleich zu einem € im PC wert. Sehe ich das richtig?
      Das ist nicht schwierig. Er will den pc in den nächsten monaten haben. Ob das nun ein pc ist oder nur 40 fuffies die er im club in die luft schmeißen kann ändert ja überhauptnichts an der sache. Was der optimale zeitpunkt für einen solchen cashout ist, kann man ganz einfach schon mit schulwissen ausrechnen. Ist ein reines minimierungsproblem.

      Wer das für unmöglich berechenbar hält, sollte sich dann vielleicht eher mal gedankne darüber machen, ob poker das richtige hobby ist (vielleicht doch lieber mma karriere? da blutet dann zwar mal die nase, aber die unterentwickelten mathematikskills bringen einen nicht ständig dazu, zu äußern, das eigene "limit" sei "mittlerweile unschlagbar")


      Es ist aber, wie gesagt, völlig bescheuert, seine bankroll zu cripplen. Vor allem wenns dabei um sone scheiße geht. Aber vielleicht ist das auch egal, denn heutzutage wird ja eh jede wurst gestaked.
    • Wayn333
      Wayn333
      Bronze
      Dabei seit: 26.01.2013 Beiträge: 124
      Es ist immer wieder interessant, dass leute im zusammenhang mit einem flexiblen BRM vom RoR reden. Hier wird einfach irgendwas in einen rechner eingegeben den irgendjemand irgendwannmal programmiert hat, und die zahlen, die dieser ausspuckt, bilden dann den dreh und angelpunkt jeglicher diskussion. Viel spaß damit.

      Andererseits ist euer RoR immer ganz einfach 0,000%, wenn ihr ab X stacks vom unteren limit konsequent absteigt.



      Und nachdem ich den blödsinn gelesen habe:

      Wenn du tatsächlich eine winrate von 3bb/100 auf NL1k für realistisch hältst, warum spielst du dann nl25?

      Ja, weil du keine roll hast. Ok.

      Warum brauchst du unbedingt jetzt sofort einen high end computer wenn du das geld viel dringender brauchen könntest um nl400 mit 4bb/100 wegzuballern? Meinst du nicht, dass das deine freunde mehr beeindrucken würde, als eine leuchtstoffröhre im gehäuse?
    • WeisserWal
      WeisserWal
      Bronze
      Dabei seit: 07.06.2011 Beiträge: 388
      downswings sind ja in gewisser Weise durch die SD (die ich wie gesagt bei 100bb/100 gelassen habe, ich spiele derzeit mit 80bb/100 was ein deutlich(!) aggressiveres BRM nach Kelly zur Folge hätte) und in der winrate berücksichtigt
      meine winrate bisher ist sogar höher als die für die ich diese Berechnungen gemacht habe, allerdings ist meine winrate ja nur auf kleine samplesize und daher stark varianzabhängig zudem habe ich ja erst die ganz kleinen Limits gespielt und weiß nicht ob ich auf höheren überhaupt eine positive winrate haben werde

      Ansonsten wird ja nur der Bankrollstand ab dem man aufsteigen sollte angegeben wie lange man dafür braucht ist ja nochmal was anderes ;)

      Und sollte ich meinen Plan umsetzen und tatsächlich 4k$ gewinnen, auscashen und direkt dann einen heftigen downswing auf NL50 erwischen der mich auf NL25 (und ggf. noch weiter runter) spült dann muss ich damit leben lernen

      Ich kann dir von der theoretischen Seite aus nicht vorhersagen wie ich mit varianzbedingten Schwankungen und möglichen downswingsphasen in besonders ungünstigen spots (direkt nach einem limitwechsel) umgehen werde und vielleicht halte ich das nervlich auch gar nicht aus und spiele dann mit noch defensiverem kelly3 System

      Was ich zeigen wollte war was der maxEV Weg ist, wenn man es denn psychisch durchhält (Kelly1) da mir das zu krank vorkommt habe ich für mich schon mit Kelly2 geplant und bisher läuft es ganz gut, aber das kann natürlich auch nur Zufall sein und bald ganz anders aussehen.

      Immerhin weiß ich so einigermaßen genau was das Optimum ist und kann ja dann sehen inwieweit ich mich dem nähern kann/will oder nicht anstatt zB einfach immer mit mindestens 50stacks zu spielen und nie mehr als 10% der roll auszucashen was vermutlich hieße dass ich mir erst in 3 Jahren vom Pokergeld einen PC kaufen kann ;)
    • meshugaa
      meshugaa
      Bronze
      Dabei seit: 27.12.2011 Beiträge: 1.165
      Wie wärs wenn du dir einfach einen Job suchst? So kommst du wohl am schnellsten zu deinem PC.
    • h0lud
      h0lud
      Bronze
      Dabei seit: 12.05.2012 Beiträge: 494
      Original von meshugaa
      Wie wärs wenn du dir einfach einen Job suchst? So kommst du wohl am schnellsten zu deinem PC.
      this
    • Kyroka
      Kyroka
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2006 Beiträge: 938
      Also wie gesagt, im Prinzip kannst du deine Berechnungen nach Kelly einfach modifizieren, indem du die Cashouts von der Winrate abziehst. So würde man vorgehen, wenn man von den Pokerwinnings leben wollte/müsste.

      Wenn du erst NL 10 spielst würde ich an deiner Stelle entweder überlegen ab welchem Limit die Beträge für dich nennenswert sind und mir bei Erreichen dieses Limits über Cashouts Gedanken machen. Oder du betrachtest die Sache als persönliche Challenge - xk$ BR mit normalen BRM erreichen und dann nach Gutdünken aufteilen.

      Früher hieß es: geil, wir spielen jetzt alle Poker statt blöde arbeiten zu gehen. Wenn heute mal einer auscashen will heißt es: geh besser arbeiten :D
    • WeisserWal
      WeisserWal
      Bronze
      Dabei seit: 07.06.2011 Beiträge: 388
      das mit dem einrechnen der regelmäßigen cash outs in die winrate ist ne clevere idee, danke dafür!

      wie gesagt ich bin ja nur pokeranfänger und spiele ohnehin nur als hobby nebenbei und wollte mir eben ein ziel setzen das in einem ausgewogenen verhältnis von bankroll zum cash out steht
      ich verstehe allerdings nicht was daran falsch sein soll sich ein hohes aber nicht unerreichbares ziel wie eben das geld für den neuen PC zu setzen?!
      mit welchem anderen hobby kann man denn sonst geld verdienen anstatt dass es geld kostet ;)
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