[NL] Heidjer

    • Heidjer
      Heidjer
      Bronze
      Dabei seit: 15.11.2010 Beiträge: 146
      Tag allerseits und frohe "Rest-Ostern",

      ich bin der Michel, 22 Jahre alt und komme entsprechend meines Nicks aus der Lüneburger Heide. Wie man an meinem Anmeldedatum und der Beitragsanzahl erkennen kann, bin ich kein absoluter Neuling hier im Forum, sondern schon seit 2 Jahren hier angemeldet (Link zum damaligen Vorstellungsthread).
      Eigentlich war es zu dem Zeitpunkt schon mein Plan, endlich vernünftiges Poker zu lernen/zu spielen, alerdings forderte mich mein aufgenommenes Maschinenbau-Trimesterstudium dann doch etwas sehr viel mehr als erhofft und so entschied ich mich, das Ganze zugunsten des Studiums doch erstmal wieder auf Eis zu legen.
      Nun jedenfalls hat sich die Situation verändert und ich starte abermals einen neuen Anlauf mit der Teilnahme an diesem Kurs.

      Da die erste Hausaufgabe ja noch keinerlei Wissen aus Coachings oder Artikeln erfordert, hau ich die schon mal direkt raus, wenngleich das zugehörige Coaching ja erst übermorgen stattfindet.

      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?

      In erster Linie bisher immer als Zeitvertreib und weil es mir schlichtweg einfach Spaß macht. Wie oben bereits erwähnt, hat mich vor 2 Jahren dann das erste Mal der Ehrgeiz gepackt, das Ganze ein bisschen ernsthafter zu betreiben. Einerseits wohl sicherlich, weil ich das Meiste, was ich angehe, immer mit vollem Einsatz betreibe und andererseits wohl auch, weil man mir einen leichten Hang zum Perfektionismus nachsagt (Stichwort "Ganz oder gar nicht"). Ich bin also ein ehrgeiziger Typ, der nicht sonderlich gerne verliert, wenn er es durch bessere Leistung hätte verhindern können. Abschließend wäre es wohl auch gelogen, die Vorstellung, sich vielleicht irgendwann mal jeden Monat ein paar Taler durch Onlinepoker hinzuverdienen zu können, würde mich nicht reizen. ;)

      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?

      Vermutlich der in Frage 1 bereits angesprochene Ehrgeiz und alles, was damit zusammenhängt. So ist mein Umgang mit Bad Beats oder allgemein verlorenen Händen (gerade auch in Bezug auf Tilt-Verhalten) wohl - vorsichtig formuliert - "verbesserbar".
      Oftmals bin ich von einer disziplinierten Spielweise abgewichen mit dem Hintergedanken, vermeintlichen Fischen das Geld aus der Tasche zu ziehen, bevor es andere am Tisch tun. Resultat war nicht selten, dass ich mir eher selbst das Geld damit aus der Tasche gezogen habe. Insofern ist wohl "Ungeduld" auch eine Eigenschaft, die ich hin und wieder aufweise.

      Darüber hinaus neige ich manchmal dazu, mich zu übernehmen. So habe ich mir beispielsweise bei meinem ersten Versuch hier auf ps.com, zu viele Artikel und Videos auf einmal vorgenommen und so letztlich viel zu viel Theorie auf einmal in meinen Kopf gehackt, ohne mir ausreichend Zeit einzuräumen, das ganze vernünftig zu verarbeiten und praktisch zu verfestigen.
      Damit einhergehend spielte ich teilweise 2-4 Tische nebeneinander, anstatt lieber an einem Tisch ein bewusstes, gutes Spiel durchzuziehen und die gelernten Inhalte in Ruhe anzuwenden (In erster Linie gar nicht wegen des Gewinns an sich, sondern einfach aufgrund des Ehrgeizes, das Limit so vermeintlich schneller schlagen zu können).


      Frage 3: Was heißt es, tight-agressive zu spielen?

      Tight zu spielen bedeutet nur wenige, gute Starthände zu spielen und bei schlechten Starthänden konsequent vor dem Flop zu passen.

      Eine agressive Spielweise ist geprägt von häufigem Setzen und Erhöhen, wohingegen eher selten gecheckt oder nur gecallt wird.

      Ein tight-agressiver Spieler spielt somit nur wirklich gute Starthände und kommt daher selten in eine Situation, in der mit einer schlechten oder mittelprächtigen Hand gegen ein starkes Blatt des Gegners antreten muss.
      Durch das agressive Setzen/Erhöhen dieser Hände verhindert man einerseits, dem Gegner günstig oder gar kostenlos sein Blatt mit der nächsten Karte doch noch zu verbessern. Durch eine angemessene Bet bekommt man so etwaige Draws aus dem Spiel, die sich bis zum Showdown noch zur besten Hand verbessern könnten.
      Auf der anderen Seite bekommt man durch das konsequente Setzen im Falle, dass ein Gegner mitgeht, Geld in den Pot, in dem man aufgrund der guten Starthände oftmals vorne liegen wird.
      Zuguterletzt wird man ggf. hin und wieder durch die agressive Spielweise sogar bessere Hände aus dem Pot vertreiben können.

      Das war's erstmal von mir. Schönen Restfeiertag noch!
  • 11 Antworten
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hi Michel, ersteinmal willkommen in unserem Kurs.

      Disziplin ist natürlich eine wichtige Sache im Poker das gilt sowohl für die Theorie als auch für die Praxis. Aber mit dem Kurs bist du ja schonmal auf einem guten Weg, wenn du dran bleibst.

      Kennst du schon unsere Hanbewertungs Foren. Diese möchte ich dir auf jeden Fall schonmal ans Herz legen, sich an den Diskussionen dort zu beteiligen ist einfach supereffektiv um das eigene Spiel zu verbessern.

      Frage 3 schaut auch sehr gut aus. Einen Punkt habe ich allerdings noch. Du möchtest draws eigentlich nicht mit einer Bet aus dem Pot bekommen. Sondern du willst, dass sie unprofitable Calls machen, das ist ein Unterschied. ;)

      So, ich wünsche dir weiterhin viel Spaß in unserem Kurs.
    • Heidjer
      Heidjer
      Bronze
      Dabei seit: 15.11.2010 Beiträge: 146
      Da ich beim Berechnen der Odds und Pot Odds während des Spiels teilweise recht lange brauche, habe ich mal hier im Forum ein bisschen nach Odds-berechnender Software gestöbert und bin auf LongHUD gestoßen.

      Ist das Programm sinnvoll? Und vor allem: Ist es zu meinem jetzigen "Ausbildungsstand" schon sinnvoll oder sollte ich zunächst immer "per Hand" berechnen, um überhaupt erstmal Routine reinzukriegen, damit es sich dann eventuell von ganz allein beschleunigt mit dem Berechnen?

      Also dass die Odds irgendwann sitzen ist klar, zudem gibt es ja auch den Odds-Chart. Aber die direkte Berechnung der Pot Odds durch ein Programm, wäre ja schon eine ziemliche Erleichterung.

      Dankeschön im Voraus für die Antwort!
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Also, das Thema Odds und Outs solltest du am besten ohne Programme drauf haben, da es wirklich eine Grundlage des Pokerns ist, die einfach da sein muss. Dazu kommen aber im Verlauf des Kurses auch noch Übungen.
    • Heidjer
      Heidjer
      Bronze
      Dabei seit: 15.11.2010 Beiträge: 146
      Hausaufgabe Lektion 2

      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum? (Würdest du bestimmte Hände anders spielen? Hast du Schwierigkeiten mit bzw. Fragen zur Spielweise einer bestimmten Hand?)

      An Stellen, wo ich zusätzliche Informationen habe, die der SHC durch die für einen Chart notwendige Vereinfachung und Pauschalisierung außer Acht lässt (wie z.B. Reads, Stats, Stack Sizes oder mein eigenes Table Image).

      Haben wir beispielsweise zwei tighte Short Stacks, die ganz offensichtlich SSS spielen, im SB und BB sitzen und sitzen selber im CO oder BU, können wir unsere Steal-Range deutlich auflockern und auch mit Karten, die nicht im SHC aufgeführt sind und demzufolge eigentlich gefoldet werden müssten, ruhig stealen (bspw. Offsuited connectores, suited onegapper…).

      Ebenso kann es in bestimmten Situationen zum Beispiel sinnvoll sein, ein Raise vor uns mit AK nur zu callen anstelle einer 3Bet.

      Außerdem können wir vom SHC abweichen nicht nur um gegnerische Informationen zu nutzen, sondern auch um selber etwas unberechenbarer zu werden. So können wir beispielsweise (sofern es die Spielertypen am Tisch hergeben) ruhig auch mal aus MP ein kleines Pärchen openraisen oder auf andere Art und Weise vom SHC abweichen, um unsere Range etwas aufzulockern und unser Spiel weniger vorhersehbar zu machen.

      Überhaupt kann man in dem Zusammenhang die eine oder andere Hand, die gemäß SHC aus MP stets zu folden ist, beispielsweise suited connectors, etwas differenzierter betrachten und (natürlicher wie immer unter Einbeziehung der Spielertypen, Table Image, etc.) auch mal openraisen, wenn man in MP3 sitzt, da das SHC zwischen den unterschiedlichen MPs ja nicht unterscheidet.

      Ich denke, da könnte man jetzt unzählige konkrete Situationen konstruieren, in denen es sinnvoll sein kann, vom SHC abzuweichen. Da ich aber nicht der einzige bin, der von dir betreut werden muss, belasse ich es erstmal dabei, wenngleich mir natürlich noch weitere Beispiele eingefallen wären. ;-)

      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat. ( Bitte poste deine Hand in unseren Handbewertungsforen und poste in deinem privaten Thread im Arbeitsbereich einen Link zu der Hand.)

      Link zur Hand

      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo? (Du kannst dies entweder manuell berechnen oder dazu einen Equity-Calculator wie z.B. das PokerStrategy.com Equilab verwenden.)

      Mal ganz doof gefragt: Gibt es da auch irgendwelche "Faustformeln" wie bei den Odds und Outs? Ansonsten ist man da mit der Berechnung doch erstmal nen Tag beschäftigt oder nicht?!

      Habe daher jedenfalls mal das Equilab runtergeladen und es hat folgendes ausgespuckt:

             Equity     Win     Tie
      MP2    53.68%  45.27%   8.41% { 88+, AJs+, KQs, AKo }
      MP3    46.32%  37.91%   8.41% { AKo }


      Dazu noch zwei Fragen meinerseits:

      1. Gab es im Kurs bereits nen Artikel darüber, wie man seinem Gegner realistische Ranges zuordnet und dahingehend Equity berechnet/schätzt? Konnte die Frage 3 mit dem Equilab natürlich lösen, weiß gerade aber nicht so recht, wie genau die Frage in die Lektion passt,da ich in den Artikeln/Videos dieser Lektion nichts über Ranges und Equity fand.

      2. Gibt es irgendwo eine ausführliche Anleitung, wie ich mit dem Equilab arbeite? Sprich auf der einen Seite, welche Funktionen er bietet und wie ich diese effektiv nutze; auf der anderen Seite aber auch, wie mir Equilab konkret bei der Verbesserung meines Spiels/meiner Session Review helfen kann?

      Dankeschön!
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Deine Antworten zur Lektion 2 gefallen mit alle sehr gut. Die Aces sind zwar jetzt nicht unbedingt schwierig Preflop zu spielen, aber okay. In so einer Situation macht es meist keinen Unterschied, ob du 5-Bettest, oder es direkt Ships, wenn die Gegner das eine nicht callen, dann callen sie auch meist das andere nicht.

      Zu deinen Fragen:
      Du kannst dir mal unsere neuen Artikel zu Equity und Ranges anschauen:
      http://de.pokerstrategy.com/strategy/bss/2244/1/
      http://de.pokerstrategy.com/strategy/bss/2250/1/

      Ansonsten ist sicherlich noch dieser Artikel interessant:
      http://de.pokerstrategy.com/strategy/bss/1719/1/

      Aber beim Einschätzen der Range geht halt nichts über Erfahrung ;) .


      Und zum Equilab kannst du dir evtl. mal folgendes Video anschauen:
      http://de.pokerstrategy.com/video/28393/
    • Heidjer
      Heidjer
      Bronze
      Dabei seit: 15.11.2010 Beiträge: 146
      Vielen Dank erstmal für die hilfreichen Links zum Thema Ranges und Equity. Habe mir die ersten geposteten Artikel bereits durchgelesen und sie haben mir definitiv geholfen. Werde die Tage auch noch den dritten Artikel und das Video durcharbeiten.

      Nun zum Abschluss der Lektion 3:

      Frage 1: Du hältst K :spade: Q :spade: . Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 3 :diamond: 3 :club: ? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: J :spade: 5 :diamond: 3 :spade: ?

      Preflop:

             Equity     Win     Tie
      MP3    50.60%  50.21%   0.39% { KsQs }
      CO     49.40%  49.01%   0.39% { 33 }


      Postflop:


             Equity     Win     Tie
      MP3    26.46%  26.46%   0.00% { KsQs }
      CO     73.54%  73.54%   0.00% { 33 }



      [B]Frage 2: Wie würdest du in der folgenden Hand agieren?

      No Limit Hold'em $2 (9-handed)[/b]

      Spieler und Stacks:
      UTG: $2.00
      UTG+1: $2.08
      MP1: $1.92
      MP2: $1.00
      MP3: $3.06
      CO: (Hero) $2.08
      BU: $2.00
      SB: $2.00
      BB: $1.24

      Preflop: Hero is CO with A :club: J :club:
      5 folds, Hero raises to $0.08, BU calls $0.08, SB folds, BB calls $0.06.

      Flop: ($0.25) 2 :club: 6 :diamond: 3 :diamond: (3 players)
      BB checks, Hero checks, BU checks.

      Turn: ($0.25) 5 :club: (3 players)
      BB checks, Hero bets $0.22, BU raises to $0.44, BB folds, Hero...?

      Ich würde hier wohl noch einmal callen und dann am River für den Fall, dass ich meinen Nutflush-Draw verfehle, check/fold spielen.

      Zur Begründung:

      Um einen Pot von 0,91$ zu gewinnen, müssen wir noch einen Einsatz von 0,22$ bringen. Das entspricht Pot Odds von 4,14:1.

      Meiner Meinung nach können wir uns hier volle 9 Outs für einen Flushdraw geben, da wir dann in jedem Fall den Nutflush halten und dieser mit großer Wahrscheinlichkeit auch die stärkste Hand sein wird.

      Outs für ein Overpair würde ich mir hier schon eher gar nicht mehr geben, da sein check-raise schon eine recht starke Hand symbolisiert. Würde ihm hier in jedem Fall die getroffene Straight oder ein 5er-Set in die Range geben.

      Wir haben somit Odds von 4.11:1. Ein Call ist also profitabel.

      Abgesehen davon, dass gemäß obigem Beispiel (sofern ich richtig gerechnet habe :D ) ein Call ohnehin profitabel wäre (wenn auch nur leicht profitabel), würde ich mir hier auf jeden Fall auch noch Implied Odds dazugeben, da sich Villain von Set oder Straight wohl nur schwer am River wird trennen können.

      Edit: Soeben ist mir beim nochmaligen Durchlesen aufgefallen, dass ich wohl 6 :club: und 3 :club: discounten muss aufgrund eines möglichen Full House, sollte er das Set 5er getroffen haben.
      Wären dann jenachdem wie streng man es auslegt (bzw.für wie wahrscheinlich man die Straight in seiner Range hält) 7 oder 8 Outs, die wir noch haben.
      Ich halte die Straight durchaus auch für sehr wahrscheinlich und gebe mir daher 8 Outs.
      Wenn ich richtig gerechnet habe, ergeben sich nun Odds von 4,75:1. Der obige Call ist also ohne weiteres doch nicht mehr profitabel. Aufgrund der angesprochenen implied Pot Odds, mache ich den Call aber dennoch.

      Frage 3: Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten.

      Fühle mich vor allem in unraised Pot - Situationen immer noch recht unsicher, werde den Content aber mit Schwerpunkt darauf nochmals durcharbeiten und bei dem Ganzen dann hoffentlich etwas sicherer werden. Im Folgenden eine Hand, wo ich letztlich im unraised Pot broke gegangen bin. Bereitet mir etwas Kopfzerbrechen, da ich irgendwo im Content mal gelesen hatte, man solle unter keinen Umständen im unraised Pot den Pot aufblähen und nach Möglichkeit daher auch nie im unraised Pot broke gehen als Einsteiger.

      Naja, mal sehen, was die "Experten" dazu sagen. ;)

      NL2 - Unraised Pot - Straight spielen

      Danke dir schon mal für die Bearbeitung!
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Sorry, für die lange Wartezeit.

      Und es wird auch eine Kurze auswertung, denn alles was du schreibst ist vollkommen richtig. Also bleibt mir nur dich zur nächsten Lektion weiterzuschicken. :)
    • Heidjer
      Heidjer
      Bronze
      Dabei seit: 15.11.2010 Beiträge: 146
      Soorryy,

      dieses Mal musstest du ein bisschen warten. ;-) War ein bisschen im Stress die letzten beiden Wochen. Hier nun etwas verspätet die Lektion 4.
      Dementsprechend werd ich die Hausaufgabe der Lektion 5 morgen oder übermorgen direkt nachschieben, sollte ich da entsprechend zügig durchkommen. Hoffe, das ist okay.

      Frage 1: Poste eine Hand in unseren Handbewertungsforen, in der du postflop die Initiative hast. (Bitte poste deine Hand in unseren Handbewertungsforen und poste in deinem privaten Thread im Arbeitsbereich einen Link zu der Hand.)

      Klick!

      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde. (Such dir in unseren Handbewertungsforen eine Hand aus und poste deine persönliche Bewertung in den Thread. Bitte poste in deinem privaten Thread im Arbeitsbereich einen Link zu der Hand. Du kannst natürlich so viele Hände bewerten, wie du möchtest. Du solltest aber darauf achten, eher solche Hände auszuwählen, die noch von keinen anderen Mitgliedern bewertet worden sind.)

      Klick!

      Frage 3: Du stehst am Flop mit K Q . Auf dem Board liegt J , 9 ,8 und dein Gegner hält 7 7 . Welche Equity besitzt du in diesem Spot?


      Board: 8:heart: J:spade: 9:club:
             Equity     Win     Tie
      CO    41.41%  41.41%   0.00% { KsQd }
      BU     58.59%  58.59%   0.00% { 7h7c }
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Joa, kein Problem. Lektion 5 hat es allerdings etwas mehr in sich ;) .

      Zu deiner Hand hat Ghostmaster ja schon einen längeren Beitrag geschrieben und deine Handbewertung finde ich auch gut. Und die Equity in Frage 3 ist auch korrekt, ich wünsche dir also viel Spaß bei Lektion 5.
    • Heidjer
      Heidjer
      Bronze
      Dabei seit: 15.11.2010 Beiträge: 146
      So, habe den heutigen Tag mal genutzt, mich durch den Content der Lektion 5 zu ackern, um im Kurs wieder im Zeitplan zu sein.
      Hier nun also die Hausaufgaben zur Lektion 5.

      Frage 1: Poste eine Hand zur Bewertung, bei der du deine Entscheidungen von den Stats deines Gegners abhängig gemacht hast. (Bitte poste deine Hand in unseren Handbewertungsforen und poste in deinem privaten Thread im Arbeitsbereich einen Link zu der Hand.)

      Da ich mir erst gestern den Pokertracker zugelegt habe und seitdem wenig gespielt habe und noch zu keiner Situation kam, in der ich speziell aufgrund der Stats in bestimmter Art und Weise agiert habe, poste ich mal eine Hand von vor zwei Wochen. Da hatte ich zwar keine richtigen Stats, aber durch Beobachtungen am Tisch zu mindest ein paar selbstbeobachtete "Stats".

      Nl2 - KTs in den Blinds - Unraised Pot gegen Fish

      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde. (Such dir in unseren Handbewertungsforen eine Hand aus und poste deine persönliche Bewertung in den Thread. Bitte poste in deinem privaten Thread im Arbeitsbereich einen Link zu der Hand. Du kannst natürlich so viele Hände bewerten, wie du möchtest. Du solltest aber darauf achten, eher solche Hände auszuwählen, die noch von keinen anderen Mitgliedern bewertet worden sind.)

      NL2 Was tun mit den AA

      Frage 3: Sieh dir folgende Situation an:

      $10 NL Hold'em (7-handed)

      Stacks & Stats:

      UTG ($10)
      MP ($8)
      MP2 ($9)
      CO ($10)
      Hero($10)
      SB ($10) (17/13/2.6/24/1212) [VPIP/PFR/AF/WTS/Hands]
      BB ($10) (27/9/2.0/29/333) [VPIP/PFR/AF/WTS/Hands]

      Preflop: Hero is BU with 6 , 7
      4 folds, Hero raises to $0.40, SB calls $0.40, BB calls $0.40

      Flop: ($1.20) 3 , 3 , T (3 players)
      SB checks, BB checks, Hero checks

      Turn: ($1.20) J (3 players)
      SB bets $1.00, BB calls $1.00, Hero...

      Wie würdest du agieren und warum?

      Hätte man in der Hand nicht eigentlich auch am Flop eine Contibet machen können? Ich meine, wir sind Preflop-Agressor, alle checken zu uns und bis auf den Flushdraw, den wir selber halten, ist das Board eigentlich recht trocken. Möglicherweise bekommen wir die beiden Gegner mit einer 2/3 Potsizebet direkt aus der Hand und falls nicht, haben wir immernoch 9 Outs, unseren Flush zu vervollständigen und so wirklich noch die stärkste Hand zu halten.

      Naja, as played:
      Ich würde hier Raisen (auf 4-5 Dollar?!). Zwar kann Villain hier sicherlich auch mal den besseren Flush halten, allerdings sehe ich auch viele schlechtere Hände in der Range, die hier in dem Spot am Turn betten bzw. callen. Beispielsweise jeder Bube, jede drei, ggf. sogar auch ein Pocketpair 22,44-99, die sich hier, nachdem am Flop von niemandem Action kam, vielleicht sogar noch vorne sehen. Daher auf der einen Seite Raise vor Value.
      Auf der anderen Seite macht das dritte aber auch gleichzeitig einen Draw auf einen besseren Flush bei Villain möglich. So sehe ich auch K , Q oder A definitiv betten/callen und das Raise gleichzeitig auch nötig, um unseren Flush zu protecten.


      Frage 4: Sieh dir folgende Situation an:

      $10 NL Hold'em (8-handed)

      Stacks & Stats

      UTG ($8)
      MP ($10)
      MP2 ($9)
      MP3 ($6)
      Hero ($10)
      BU ($10) (25/21/3.8/26/1250) [VPIP/PFR/AF/WTS/Hands]
      SB ($10)
      BB ($10)

      Preflop: Hero is CO with J , J
      4 folds, Hero raises to $0.40, BU 3-bets to $1.30, 2 folds, Hero calls $1.30

      Flop: ($2.75) 6 , 9 , T (2 players)
      Hero...

      Wie würdest du agieren und warum?

      Auch hier hätte ich wieder etwas anders gespielt. Villains Stats lassen hier definitiv auf einen recht loose-agressive agierenden Spieler schließen. Ich würde daher in diesem Fall durchaus Reraise/broke in Erwägung ziehen? Andernfalls doch sogar eher fold als Call, da wir mit 'nem Call gegen den BU am Flop dann OOP spielen müssen, oder nicht? Weiß nicht, ob das jetzt schon "fortgeschrittene Spielweise" ist, aber ich als Anfänger versuche doch eigentlich, genau solche Situationen am Flop zu vermeiden?

      Und wieder as played:
      Ohne weitere Infos wie Stat "CBet Flop" würde ich hier wohl standardmäßig zu ihm als Agressor checken und auf eine etwaige Contibet callen. Finde mein Overpair auf dem Flop zu stark, um es check/fold zu spielen, aber eigentlich auch zu schwach, um es check/raise zu spielen. Über eine Donkbet habe ich ehrlich gesagt auch kurz nachgedacht, die Idee dann aber wieder verworfen, weil ich dann auf ein etwaiges Raise von ihm meine Jacks wohl wegschmeißen würde.
      An Turn und River würde ich dann je nach Boardentwicklung weiterhin check/call oder check/fold spielen.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Frage 1:
      Zu der Hand hat Ghostmaster ja schon einges geschrieben.

      Frage 2:
      Die Bewertung schaut gut aus. Ich bette da auf jeden Fall auch ersteinmal.

      Frage 3:
      Hier kann man nicht nur den Flop betten, man sollte es sogar, genau aus den Gründen, die du nennst. Und auch am Turn bin ich mit einem Raise einverstanden. Die einzige kleine Frage, die ich noch habe, wäre was wir machen, wenn einer der Gegner pusht?

      Frage 4:

      Auch hier hätte ich wieder etwas anders gespielt. Villains Stats lassen hier definitiv auf einen recht loose-agressive agierenden Spieler schließen. Ich würde daher in diesem Fall durchaus Reraise/broke in Erwägung ziehen? Andernfalls doch sogar eher fold als Call, da wir mit 'nem Call gegen den BU am Flop dann OOP spielen müssen, oder nicht? Weiß nicht, ob das jetzt schon "fortgeschrittene Spielweise" ist, aber ich als Anfänger versuche doch eigentlich, genau solche Situationen am Flop zu vermeiden?


      :f_thumbsup:
      Solche Situationen sollte man nicht nur als Anfänger versuchen zu vermeiden. Reraise gefällt mir etwas besser als Fold Preflop, aber Call geht halt gar nicht.

      Das Preflopspiel von Hero bringt uns dann am Flop in die Situation, dass wir gar nicht mehr C/F spielen können, denn sonst ist der Call einfach noch viel schlechter, als er eh schon ist. Ich meine, wir callen nicht nach Call 20 es reicht also nicht nur auf Sets zu warten. Und wenn man mal Sets rauslässt, ist halt ein Overpair die beste möglichkeit einen Flop zu treffen mit Jacks.

      Bei einer Bet ist am Flop as Problem, dass wir dem Gegner eine einfache Entscheidung geben. Er wird hier recht einfach alle Hände folden, die wir schlagen und uns nur mit besseren Händen callen und gegen eine 3-Bet können wir auch nicht viel ausrichten. Wenn wir betten, dann müssten wir halt auch Bet/3-Bet spielen und das möchte ich eigentlich nicht so recht.

      Also c/c finde ich in dem Spot das kleinste aller Übel.

      Aber wie du schon sagst, am besten gehen wir solchen Situationen aus dem Weg.