wie notes "aware" machen bzw. effizient nutzen?

    • tranceactor
      tranceactor
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2006 Beiträge: 5.017
      hi,

      habe folgendes problem:
      ich habe gute notes auf einige gegner erarbeitet, die meinen gameplan gegen einen gegner (teilweise) abbilden. diese sind auch strukturiert nach oop/ip ini/keine ini und leicht lesbar.

      die notes helfen mir bereits, nur möchte ich lernen, sie noch effektiver zu nutzen und suche daher nach euren tipps.

      ich habe die notes ingame vorliegen, komme aber meist nicht richtig dazu, sie gut zu nutzen. während dem lesen der note muss man halt doch irgendwo immer noch ne hand folden, so dass man sich auch nie besonders gut auf das lesen/auffassen der note konzentrieren kann. oder man sucht noch die neusten/besten tische. auf jeden fall leidet die arbeit mit den notes und ich habe den eindruck, dass ich sie unzureichend nutze.

      wie kann ich diese verbessern bzw. wie kann ich es schaffen, den gameplan gegen den entsprechenden gegner schon im kopf zu haben bevor ich in die situationen komme? das nachschauen und durchlesen ingame dauert dann doch zu lange bzw. man lässt pre schon einige spots aus, die man eigentlich nehmen würde, wenn einem der inhalt der note "aware" ist.

      meine ursprüngliche idee war eigentlich, die notes immer durchzuschauen, wenn ich an einen tisch komme, aber werde da wie gesagt schnell abgelenkt bzw. kann das nicht effektiv genug verarbeiten trotz geringer tischanzahl.

      bin für sämtliche tipps dankbar =)



      notes sehen bspw. so aus



      preflop:
      - ip und oop häufig callen, weil er wenig cbettet
      - nahe 100% BU potstealen, wenn er im BB ist



      oop mit ini:
      -flop halbwegs light callen, weil er runterslowt am turn
      -premium hands fastplayen
      -immer floaten + barreln
      -variante: delayed floaten und/oder delayed cbet raisen mit flop-air



      oop ohne ini:
      - cbetten und barreln stark
      - mit medium und schwach chb + delayed cbet + barrel
      - turnprobe callen, um river zu bluffen?
      - probes, donks, cr respektieren

      ...
  • 12 Antworten
    • brunooooo19
      brunooooo19
      Bronze
      Dabei seit: 24.02.2009 Beiträge: 859
      Zwar nicht die Antwort die du hören willst, aber wenn du nicht alle zur Verfügung stehenden Informationen verarbeiten kannst, spielst du zu viele Tische.

      simple as that
    • tranceactor
      tranceactor
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2006 Beiträge: 5.017
      der hinweis ist berechtigt. ich musste allerdings feststellen, dass es selbst beim 2-tabling schon nicht gescheit funktioniert.
      und von 4-6 auf einen tisch runter, würde zwar dafür sorgen, dass ich die notes gut verarbeiten könnte, aber ordentlich auf die hourly drücken, da der vorteil bei idealer nutzung der notes halt nicht so groß ist, dass er den "verlust" der anderen tische kompensiert.

      wahrscheinlich ist es daher gar nicht so sinnvoll für mich, oft ingame auf die notes zu achten. wie kann man sich evtl. außerhalb der tische die notes/gameplans gegen verschiedene gegner am besten einprägen? gibt es da sinnvolle techniken?

      auswendiglernen obv^^, aber evtl. gibt es auch da sinnvolle vereinfachungen/maßnahmen/strukturierungen(?).
    • Furo
      Furo
      Bronze
      Dabei seit: 06.04.2007 Beiträge: 11.046
      Deine notes sind zu lang, überleg dir mehr abkrz und std-Wrds ( ;) ) die du in die notes packst
      Es bringt nichts wenn du nen roman in die Notes packst und dann keine Zeit findest alles zu lesen.

      ps: und hinterfrage ob du wirklich alle notes brauchst die du machst. Am besten wäre eine vorgefertigte Liste wo du dir genau überlegst, was man ingame brauchen kann und nicht. Das ganze dann standardisieren und in eine einheitliche Form bringen.
    • WeisserWal
      WeisserWal
      Bronze
      Dabei seit: 07.06.2011 Beiträge: 388
      wieso kommst du bei nur 2 Tischen mit deinen notes so in Schwierigkeiten?

      Du hast doch immer (je nach Seite) etwa 10-15sec für jede Entscheidung Zeit und kannst im Notfall noch die timebank nutzen.
      Das müsste doch reichen um jedesmal wenn du mit jemandem in der Hand drin bist dir die note von vorne bis hinten durchzulesen (nicht dass das sinnvoll wäre, aber es müsste von der Zeit her problemlos möglich sein)


      Ich habe übrigens ein doppelt gestaffeltes note System:

      erstens grob - nach Farben, wobei ich hier bisher 5 Kategorien habe:

      a) hellgrün: passiver Fisch (Calling Station)
      b) gelb: aggressiver Fisch (Maniac)
      c) orange: schwacher Regular (spielt passiv und macht viele sinnlose Sachen, bzw. hat krasse tells)
      d) rot: starker Reg
      e) lila: ABC Reg (meist multitabler der immer dasselbe macht und scheinbar nicht aufpasst)

      damit sehe ich innerhalb einer halben Sekunde an jedem Tisch exakt mit was für Spielern in welchen Positionen ich es zu tun habe und treffe daraufhin meine Entscheidung (so sie von meinem default game abweicht)

      und dann feiner mit Text - hier habe ich solche geschriebenen notes ähnlich wie du, die ich mir dann gesondert für jeden Spieler durchlese bzw. in die ich schaue wenn ich wirklich mit ihm in einer Hand bin, wobei meine notes nicht: "snapcallt Flop cbet mit K high und bettet 2/3 Pot IP am Turn nachdem der PFA checkt" lautet, sondern schlicht: "habitueller Floater"

      so wenig Infos wie möglich und gleichzeitig so viele Infos wie nötig.

      Vergleiche das notes-Schreiben doch mit einem HUD:
      In 99% der Fälle reicht es zu wissen ob der Gegner eher 12/10 oder eher 23/20 oder eher 47/4 oder gar 63/45 spielt um zu wissen wie man ihn spielt.
      Wenn du dann wirklich mal ne Situation hast bei der du wissen musst wie er aus EP im 4bet Pot auf K high boards spielt und dazu wirklich ne note verfasst hast, dann nimm dir die Zeit sie für diese Situation auch zu lesen, genauso wie du sonst in deine HUD pop ups gucken würdest für diesen Spezialfall.
    • tranceactor
      tranceactor
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2006 Beiträge: 5.017
      Original von WeisserWal
      wieso kommst du bei nur 2 Tischen mit deinen notes so in Schwierigkeiten?

      Du hast doch immer (je nach Seite) etwa 10-15sec für jede Entscheidung Zeit und kannst im Notfall noch die timebank nutzen.
      Das müsste doch reichen um jedesmal wenn du mit jemandem in der Hand drin bist dir die note von vorne bis hinten durchzulesen (nicht dass das sinnvoll wäre, aber es müsste von der Zeit her problemlos möglich sein)


      Ich habe übrigens ein doppelt gestaffeltes note System:

      erstens grob - nach Farben, wobei ich hier bisher 5 Kategorien habe:

      a) hellgrün: passiver Fisch (Calling Station)
      b) gelb: aggressiver Fisch (Maniac)
      c) orange: schwacher Regular (spielt passiv und macht viele sinnlose Sachen, bzw. hat krasse tells)
      d) rot: starker Reg
      e) lila: ABC Reg (meist multitabler der immer dasselbe macht und scheinbar nicht aufpasst)

      damit sehe ich innerhalb einer halben Sekunde an jedem Tisch exakt mit was für Spielern in welchen Positionen ich es zu tun habe und treffe daraufhin meine Entscheidung (so sie von meinem default game abweicht)

      und dann feiner mit Text - hier habe ich solche geschriebenen notes ähnlich wie du, die ich mir dann gesondert für jeden Spieler durchlese bzw. in die ich schaue wenn ich wirklich mit ihm in einer Hand bin, wobei meine notes nicht: "snapcallt Flop cbet mit K high und bettet 2/3 Pot IP am Turn nachdem der PFA checkt" lautet, sondern schlicht: "habitueller Floater"

      so wenig Infos wie möglich und gleichzeitig so viele Infos wie nötig.

      Vergleiche das notes-Schreiben doch mit einem HUD:
      In 99% der Fälle reicht es zu wissen ob der Gegner eher 12/10 oder eher 23/20 oder eher 47/4 oder gar 63/45 spielt um zu wissen wie man ihn spielt.
      Wenn du dann wirklich mal ne Situation hast bei der du wissen musst wie er aus EP im 4bet Pot auf K high boards spielt und dazu wirklich ne note verfasst hast, dann nimm dir die Zeit sie für diese Situation auch zu lesen, genauso wie du sonst in deine HUD pop ups gucken würdest für diesen Spezialfall.

      vielen dank für die ganzen beiträge!

      ich muss dann mal intensiv über die vereinfachung nachdenken, aber eigentlich ist das (inzwischen) ziemlich das minimum für mich. habe die leute auch kategorisiert (ähnlich wie du), allerdings festgestellt, dass das zumindest post nicht ausreicht, weil die leute sehr sehr unterschiedlich plo spielen. ich habe zuletzt bemerkt, wie falsch/schlecht adaptet ich gegen viele (exploitbare) gegner spiele. deshalb habe ich angefangen einige zu analysieren und gameplans gegen sie zu entwickeln (das beginnt schon womit man gegen den speziellen gegner coldcallt, 3bettet, isoliert usw. - das ist beim plo stärker von den postflopstats abhängig als bei nl)

      und wenn ich den plan gegen die (meisten) gegner am tisch im kopf habe (beim 1-tabling), dann ist der erfolg wirklich gut. viel weniger schwierige spots/entscheidungen und weniger fehler, weil ich vorher schon den grundlegenden plan im kopf habe. das funktionierte sehr gut, allerdings eben nur fürs 1-tablen.

      deshalb suche ich nach einem weg meinen gameplan gegen mehrere gegner an mehreren tischen in den kopf zu bekommen. das kann auch außerhalb der tische geschehen. am einsatz soll es da nicht mangeln.

      oder seht ihr irgendeinen weg in pt4, um den gameplan besser sichtbar zu machen? (die entsprechenden stats passen definitiv nur in die popups)
    • TheRealPizzaservice
      TheRealPizzaservice
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2010 Beiträge: 125
      Vielleicht solltest du mal über dein HUD und die Popups nachdenken, bzw diese anpassen. In deinem Beispiel sind mehrere Sachen aufgeführt, die man, bei entsprechendem Layout des HUDs, auf einen Blick an den Zahlen ablesen könnte. Wenn du schreibst, dass diese Zahlen nur in die Popups passen hast du vielleicht Werte im HUD, die du nicht so häufig brauchst bzw. die man auch ins Popup verbannen könnte.

      Ich schreibe z.B. in die Notes nur Sachen rein, die man nicht an den Zahlen ablesen kann weil sie nicht erkennbar sind oder weil ich nicht genug Sample habe.

      Um mal dein Beispiel zu zerpflücken:
      Deine Notes setzen ja schon eine genügend große Sample vorraus, deswegen wären die Zahlen im PT auch aussagekräftig.


      Original von tranceactor


      notes sehen bspw. so aus



      preflop:
      - ip und oop häufig callen, weil er wenig cbettet
      HUD: CBet (Flop/Turn/River) bzw. Betwerte im Single Raised Pot
      Was ich allerdings nicht verstehe: Wenn er nur Cbettet , wenn er getroffen hat, warum dann viel callen?

      - nahe 100% BU potstealen, wenn er im BB ist
      HUD: Fold2Steal (im BB/ im SB/ BB vs SB)



      oop mit ini: (hier ist Position von Villain gemeint oder?)

      -flop halbwegs light callen, weil er runterslowt am turn
      HUD: Die Differenz zwischen Cbet Flop und Cbet Turn
      -premium hands fastplayen
      Wäre wohl eine Ableitung aus der Aggression von Villain
      -immer floaten + barreln
      HUD: Die Differenz zwischen Cbet Flop und Cbet Turn, wenn diese so in etwa aussehen: Flop 90%, Turn 39%
      -variante: delayed floaten und/oder delayed cbet raisen mit flop-air
      Wäre abzulesen im Delayed Cbet Wert von Villain. Wenn der sehr hoch ist



      oop ohne ini:
      - cbetten und barreln stark
      HUD: Fold2Cbet (Flop/Turn/River)
      - mit medium und schwach chb + delayed cbet + barrel
      HUD: Fold2Cbet (Flop/Turn/River), gäbe auch den Wert Fold to delayed Cbet
      - turnprobe callen, um river zu bluffen?
      - probes, donks, cr respektieren
      Hier wären halt Notes sinnvoll, die aussagen ob Villain überhaupt zu Bluffs fähig ist oder ob er Herocalls machen kann

      ...
      Wenn du die Zahlen nutzt würden deine Notes dann so aussehen:
      -Fit or Fold Spieler mit Cbet Flop/Turn leak
      - Notes zu Ranges/Bluffs
    • WeisserWal
      WeisserWal
      Bronze
      Dabei seit: 07.06.2011 Beiträge: 388
      @ OP
      was du beschreibst ist eindeutig ein overkill an informationen die du nicht verarbeiten kannst
      wenn du mehr als 1 tisch spielen willst und weiterhin auf so detaillierte notes angewiesen bist wäre das letzte was mir einfällt die tische nicht alle auf einmal aufzumachen sondern sukzessiv
      also: erst wirklich nur 1 tisch und an dem liest du dir in aller ruhe deine notes durch und überlegst dir dann den jeweiligen game plan für jeden gegner hast du das gemacht und bist bei der umsetzung und musst nicht mehr ständig in die notes schauen kannst du ja dann einen zweiten tisch hinzunehmen und dasselbe nochmal machen usw. - solange bis du dein limit an informationen die du handeln kannst erreichst

      im allgemeinen ist es ja übrigens ganz natürlich diese selektion
      spielst du einen sehr tighten FR nit style bei dem du in 99% der fälle genau weist was du machst egal wie der gegner ist, dann kannst du ggf. mehr als 20 Tische spielen ohne wirklichen stress dabei und deine sehr geringe winrate wird durch die sehr viel höhere anzahl an händen kompensiert
      und spielst du so extrem exploitive wie du und behandelst jeden gegner individuell braucht es zeit zum nachdenken und um eben den gegner zu klassifizieren und das geht natürlich auf kosten der möglichen tischanzahl
      deine winrate sollte dafür dann aber natürlich so viel höher sein dass es sich lohnt und bei nur einem tisch würde das wohl sehr schwer werden - vielleicht kannst du dich ja von 1 über 2, dann 3 bis hin zu 4 tischen steigern und 4 tische mit jeweils individueller strategie ist mindestens so kompliziert und anspruchsvoll wie 20 tische ABC style
    • alexamsterdam
      alexamsterdam
      Bronze
      Dabei seit: 02.04.2012 Beiträge: 90
      Kaum nachvollziehabr, dass du bei 2 Tischen keine Zeit hast die NOtes zulesen. Ich spiele maximal zwei Tische, weil ich mir mehr noch nicht zutraue, aber dasmit den NOtes klappt immer wunderbar. Habe auch ein Farbensystem (ziemlich exakt so wie Weisser Wal) und dann mache ich auch je nach dem wie der Gegner spielt kurze oder auch mal längere Notes.
    • Nani74
      Nani74
      Black
      Dabei seit: 15.12.2005 Beiträge: 12.427
      ich lerne alle notes auswendig, eben aus dem Grund dass ich nie dazu komme sie ingame zu benutzen. ingame schreibe ich die notes und dann nehme ich jeden tag 30mins-1h zeit die notes zu wiederholen die besonders wichtig sind (nc notes) und neue dazuzulernen. ich habe aber maximal 6-8 notes pro gegner.
    • tranceactor
      tranceactor
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2006 Beiträge: 5.017
      @ nani
      danke. das klingt wie eine solide vorbereitung.
      hast du evtl. noch nen tipp zum lernen?
      also wie man das ganze am besten strukturiert, wenn man bei null anfängt? ich will das ganze ja möglichst effizient gestalten.
      und wie kannst du neue von alten notes unterscheiden? schreibst du die notes ingame nebenbei in word und fügst sie später bei pt/hm ein?
    • karoel
      karoel
      Bronze
      Dabei seit: 04.06.2006 Beiträge: 9.199
      Original von Nani74
      ich lerne alle notes auswendig, eben aus dem Grund dass ich nie dazu komme sie ingame zu benutzen. ingame schreibe ich die notes und dann nehme ich jeden tag 30mins-1h zeit die notes zu wiederholen die besonders wichtig sind (nc notes) und neue dazuzulernen. ich habe aber maximal 6-8 notes pro gegner.

      Das macht aber auch nur Sinn auf NL200+ FL 3/6+ Sinn da auf den niedriegeren Limits ein sehr großer durchfluss von Spielern ist.
    • Benzodiazepin
      Benzodiazepin
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 3.456
      hab mir mal überlegt, das ganze zu "kodieren"

      zb als note nur sowas wie

      P14-F37-T38-R98

      wobei dann jede zahl für eine bestimmt tendenz steht, wie zb 1: callt zu light, 2: bettet nicht thin, 3: ist polarisiert, etc die man sich vorher in einer liste überlegt und dann halt auswendig wissen muss. mit etwas übung sollte man dann schon bei bloßem blick auf den "code" den gameplan ableiten können.

      habs selbst noch nicht probiert, aber sollte eigtl ähnlich schnell gehen, wie das erlernen eines HUDs und dessen interpretation.