ID-Diebstahl und Internet-Betrug

    • Gluecksfisch
      Gluecksfisch
      Einsteiger
      Dabei seit: 28.05.2009 Beiträge: 3.082
      Bin Betroffener in einem Fall von ID-Diebstahl online und habe einen hohen dreistelligen Betrag verloren. An wen kann ich mich wenden?

      Fall:
      Produkt bei eBay Kleinanzeigen gekauft, ID bestätigen lassen via E-Mail und vorab überwiesen - Konto war bei einer seriösen, bekannten Bank.
      Artikel wurde nicht geliefert, wurde sogar unter gleichem Namen mit gleicher Beschreibung wieder eingestellt. Insgesamt geht es um ca. 10 Artikel, Gesamtschaden schätze ich auf knapp 10.000 Euro.

      Der Verkäufer hat seine Geldbörse verloren und jemand hat diese gefunden. Dieser jemand hat die ID angenommen, Artikel verkauft und nicht geliefert. Soweit ja Standard bei Betrugsgeschichten online. Als Kontoverbindung wurde halt ein anderes Konto angegeben, logisch damit das Geld ankommt.

      Es gibt 3 Personen:
      A - ID-Inhaber und tatsächlich existent, behauptet die Geldbörse verloren zu haben
      B - 15jähriges Kind, welches die Geldbörse gefunden und die Straftaten begangen hat
      C - Vater von B, Kontoinhaber

      An wen wenden sich jetzt die Betroffenen, an
      A - weil er mein Vertragspartner ist und für mich nicht erkennbar ist, das er es nicht selbst war; er ist ja auch selbst Schuld wenn er die Geldbörse verliert und haftet dafür?!
      B - weil er die Straftat begangen hat
      C - weil er der Vater und Inhaber des Konto ist welches betroffen ist ist

      Oder ist B evtl sogar raus aus der Geschichte weil er halt nur beschränkt geschäftsfähig ist mit 15 Jahren?

      Ja, ich habe eine Rechtsschutz-Versicherung und Ja, ich war auch schon bei der Polizei usw.

      Am liebsten wäre es halt, wenn ich so an die Daten des 15jährigen komme, Kontakt aufnehme und das ganze ohne Anzeige und einfach durch Rückzahlung des Betrages + 10 Euro oder sowas lösen kann.

      Die Polizei kümmert sich ja nur um das strafrechtliche, ich muss über einen Anwalt Akteneinsicht und die Daten bekommen was eben Monate dauern würde ...
  • 10 Antworten
    • Dschaaan
      Dschaaan
      Bronze
      Dabei seit: 07.06.2010 Beiträge: 676
      Original von Gluecksfisch
      Bin Betroffener in einem Fall von ID-Diebstahl online und habe einen hohen dreistelligen Betrag verloren. An wen kann ich mich wenden?

      Fall:
      Produkt bei eBay Kleinanzeigen gekauft, ID bestätigen lassen via E-Mail und vorab überwiesen - Konto war bei einer seriösen, bekannten Bank.
      Artikel wurde nicht geliefert, wurde sogar unter gleichem Namen mit gleicher Beschreibung wieder eingestellt. Insgesamt geht es um ca. 10 Artikel, Gesamtschaden schätze ich auf knapp 10.000 Euro.

      Der Verkäufer hat seine Geldbörse verloren und jemand hat diese gefunden. Dieser jemand hat die ID angenommen, Artikel verkauft und nicht geliefert. Soweit ja Standard bei Betrugsgeschichten online. Als Kontoverbindung wurde halt ein anderes Konto angegeben, logisch damit das Geld ankommt.

      Es gibt 3 Personen:
      A - ID-Inhaber und tatsächlich existent, behauptet die Geldbörse verloren zu haben
      B - 15jähriges Kind, welches die Geldbörse gefunden und die Straftaten begangen hat
      C - Vater von B, Kontoinhaber

      An wen wenden sich jetzt die Betroffenen, an
      A - weil er mein Vertragspartner ist und für mich nicht erkennbar ist, das er es nicht selbst war; er ist ja auch selbst Schuld wenn er die Geldbörse verliert und haftet dafür?!
      B - weil er die Straftat begangen hat
      C - weil er der Vater und Inhaber des Konto ist welches betroffen ist ist

      Oder ist B evtl sogar raus aus der Geschichte weil er halt nur beschränkt geschäftsfähig ist mit 15 Jahren?

      Ja, ich habe eine Rechtsschutz-Versicherung und Ja, ich war auch schon bei der Polizei usw.

      Am liebsten wäre es halt, wenn ich so an die Daten des 15jährigen komme, Kontakt aufnehme und das ganze ohne Anzeige und einfach durch Rückzahlung des Betrages + 10 Euro oder sowas lösen kann.

      Die Polizei kümmert sich ja nur um das strafrechtliche, ich muss über einen Anwalt Akteneinsicht und die Daten bekommen was eben Monate dauern würde ...
      Hab das wichtige mal markiert.

      Glaube die Rechtsanwaltsquote hier ist geringer als bei deiner Rechtsschutzversicherung.
    • cheetah83
      cheetah83
      Bronze
      Dabei seit: 27.02.2007 Beiträge: 2.833
      Meine Laienmeinung:

      Bei A wirst du wenig Chancen haben. Zum einen wird er sich selbst keiner Schuld bewusst sein, womit eine außergerichtliche Einigung wohl nicht herbeizuführen ist, zum anderen kann ich mri nicht vorstellen, dass der Verlust der Geldbörse ausreicht um für daraus folgende Straftaten belangt zu werden.

      Ich denke C ist der richtige Ansprechpartner, da ich hier davon ausgehen würde, dass er mit drin hängt. Warum sonst sollte der Sohn auf das Konto des Vaters überweisen lassen?



      Aber um das mal richtig zu verstehen. Du lässt dir eine Persokopie zuschicken und bist dann damit zufrieden obwohl der Name nicht zum Namen des Kontoinhabers passt? Oder was heisst ID bestätigen lassen in dem Zusammenhang?
    • Gluecksfisch
      Gluecksfisch
      Einsteiger
      Dabei seit: 28.05.2009 Beiträge: 3.082
      Als Name bei einer Überweisung kannst Du jeden Namen angeben, bei kleineren Beträgen (ca. unter 10.000) wird nicht validiert, ob der Kontoinhaber auch zu den internen Kundendaten passt. Daher kannst Du auch Max Mustermann angeben als Name und die Gutschrift erfolgt trotzdem.

      In meinem Fall wurde der Name angegeben bei der Kontoverbindung, der auch auf dem Ausweis steht... den Ausweis habe ich halt einsehen können.

      Hätte bei A jetzt zB gedacht das er eine Mitschuld hat durch Verlust ist und somit "vorstrecken" muss. Er kann ja die Forderung praktisch weitergeben an B/C.

      Hatte schon einige Betrugsfälle bei eBay, konnte alle Täter (auch durch Beziehungen) bisher identifizieren. Hier ist es nun nur interessanter, da eben auch ein minderjähriger da mit drin steckt. Der hat die EC-Karte (zwecks Kontonummer) von Papa gestohlen ohne groß nachzudenken - so ist zumindest aktuell die Story zum Fall. 15 Jahre halt :)
    • Albatrini
      Albatrini
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 23.01.2006 Beiträge: 15.432
      Original von cheetah83
      Warum sonst sollte der Sohn auf das Konto des Vaters überweisen lassen?
      Weil es wohl einfach ein dummes 15 Jähriges Kind ist.

      Original von cheetah83
      Aber um das mal richtig zu verstehen. Du lässt dir eine Persokopie zuschicken und bist dann damit zufrieden obwohl der Name nicht zum Namen des Kontoinhabers passt?
      Darauf kann man näher eingehen.
    • cheetah83
      cheetah83
      Bronze
      Dabei seit: 27.02.2007 Beiträge: 2.833
      Ok, dass der Name egal ist, wusste ich bisher noch nicht.
      Haftet in so einem Fall dann nicht vielleicht sogar die Bank, weil sie die Daten nicht abgleicht?
    • cheetah83
      cheetah83
      Bronze
      Dabei seit: 27.02.2007 Beiträge: 2.833
      Original von Albatrini
      Original von cheetah83
      Warum sonst sollte der Sohn auf das Konto des Vaters überweisen lassen?
      Weil es wohl einfach ein dummes 15 Jähriges Kind ist.

      ...
      Halte ich zumindest für sehr unwahrscheinlich. Auch nem dummen 15-jährigen Kind sollte klar sein, dass der Vater die Buchungen auf dem Konto sehen kann. Natürlich ist es möglich, halte es aber trotzdem für wahrscheinlicher, dass der Vater Bescheid wusste. Wird man aber eh wohl nicht nachweisen können.
    • Y0d4
      Y0d4
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2006 Beiträge: 12.154
      Original von cheetah83
      Ok, dass der Name egal ist, wusste ich bisher noch nicht.
      Haftet in so einem Fall dann nicht vielleicht sogar die Bank, weil sie die Daten nicht abgleicht?
      Ist auch nicht immer so..
      Ich hatte schon genau den Fall, dass wegen eines Buchstabendrehers im Namen eine Überweisung zurückgebucht wurde.
      Betrag waren ca. 300€ ...
    • cHaiNSawMasSacRe
      cHaiNSawMasSacRe
      Bronze
      Dabei seit: 05.11.2011 Beiträge: 4.899
      Original von Y0d4
      Original von cheetah83
      Ok, dass der Name egal ist, wusste ich bisher noch nicht.
      Haftet in so einem Fall dann nicht vielleicht sogar die Bank, weil sie die Daten nicht abgleicht?
      Ist auch nicht immer so..
      Ich hatte schon genau den Fall, dass wegen eines Buchstabendrehers im Namen eine Überweisung zurückgebucht wurde.
      Betrag waren ca. 300€ ...
      Das is wahrscheinlich schon einige Jährchen her. Ist schon ne ganze Weile so wie von OP beschrieben (Name muss nicht überein stimmen).

      @OP
      Ich versteh grad nich wie du auf diese Infos über Personen A-C gekommen bist. Hast du Kontakt mit A?

      Der "Standard-Weg" sollte zivilrechtliche Klage sein. Wirst um Anwalt in dem Fall nich drum rum kommen.

      Allerdings würde ich, eh ich Anwälte bemühe, immer lieber den direkten Kontakt zum Täter suchen und sagen: "Überweis mir Kaufpreis + 50€ für meine Mühe (Täterermittlung blabla) zurück und die Sache is gegessen. Ansonsten Polizei und Anzeige wegen Betrug."
    • Gluecksfisch
      Gluecksfisch
      Einsteiger
      Dabei seit: 28.05.2009 Beiträge: 3.082
      Ja, habe Kontakt mit A. Die Story mit dem Kind und dem Vater hat er mir so erzählt, ob ich das alles glauben kann sei mal dahingestellt.

      Würde es auch gern ohne Anzeige und auf direktem Weg klären, aber ich habe bisher nicht die Kontaktdaten von B/C und auch nur Facebook, Adresse von A. Keine Telefonnummer.

      Welche Story nun stimmt und ob es nun A selbst war und nur rumlügt weiss ich erst, wenn ich Akteneinsicht habe und weiss, wer sich hinter der Bankverbindung verbirgt. Das dauert aber eben und die Akteneinsicht kriege ich nur mit Anwalt. Die Kostenübernahmebestätigung von der Versicherung habe ich immerhin schonmal...
    • Y0d4
      Y0d4
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2006 Beiträge: 12.154
      Original von cHaiNSawMasSacRe
      Original von Y0d4
      Original von cheetah83
      Ok, dass der Name egal ist, wusste ich bisher noch nicht.
      Haftet in so einem Fall dann nicht vielleicht sogar die Bank, weil sie die Daten nicht abgleicht?
      Ist auch nicht immer so..
      Ich hatte schon genau den Fall, dass wegen eines Buchstabendrehers im Namen eine Überweisung zurückgebucht wurde.
      Betrag waren ca. 300€ ...
      Das is wahrscheinlich schon einige Jährchen her. Ist schon ne ganze Weile so wie von OP beschrieben (Name muss nicht überein stimmen).
      Jop, ist in der Tat schon ne Weile her.
      Bisschen gegoogled gerade, interessante Sache, inzwischen ist das wohl Hoheit der Bank ob sie deshalb zurückbuchen, manche machen es noch.
      Find ich irgendwie strange.. lässt sich ja easy automatisieren und ist viel sicherer... aber will auch nicht weiter den Thread derailen :)
      GL OP!