Selbstdisziplin ohne Selbstdisziplin lernen???!!!

    • Zoom4Nutz
      Zoom4Nutz
      Einsteiger
      Dabei seit: 30.03.2012 Beiträge: 43
      Erfolgreiche Menschen teilen allesamt ein und das selbe Geheimnis, es lautet: Selbstdisziplin. Selbstdisziplin und Erfolg liegen in direkter Relation, ja man könnte behaupten, der Grad deiner Selbstdisziplin bestimmt direkt den Grad deines Erfolges. Selbstbeherrschung und Selbstkontrolle sind dabei alles andere als die Abwesenheit von Freiheit, sondern die ultimative Freiheit selbst. Freiheit bedeutet, etwas zu wollen und es auch zu tun! Unfreiheit bedeutet, etwas zu wollen, sich seine Willenskraft jedoch von Trägheit, Angst, innerer Zerrissenheit oder widrigen Umständen brechen zu lassen. Selbstbeherrschung bedeutet, das Leben in die eigenen Hände zu nehmen und dies kann nur, wer sich selbst in der Hand hat. Lass dich von der Tatsache nicht verführen, dass wir die Erfolgreichen immer erst dann bemerken, wenn sie bereits erfolgreich sind und sehen, wie sie zurecht das süße Leben auskosten. Ohne einen hohen Grad an Selbstdisziplin hätte keiner dieser Menschen ihr Ziel erreichen können. Widerstehe dem Gedanken, ohne Gegenleistung reich zu werden und unterscheide klar zwischen Menschen, die für ihren Erfolg hart gearbeitet haben und Menschen, denen es durch Erbschaft in den Schoss gelegt wurde. Ersteren erkennst du an einer demütigen und dankbaren Haltung, letzteren verdirbt es in den allermeisten Fällen den Charakter. Erfolgreich wird nur derjenige, der bereit ist, mehr zu leisten als jeder andere. Arbeit selbst, muss dabei weder hart noch mühsam sein. Im Gegenteil, mit der notwendigen Portion an Leidenschaft, verschwimmen die Grenzen zwischen Kür und Pflicht und der Einsatz verliert jeglichen Beigeschmack eines lästigen Übels. Glaub mir, Selbstdisziplin und Ausdauer sind weit wichtiger als Talent oder Genialität und führen zwangsläufig zu Erfolg. Der Traum vom mühelosen Reichtum dagegen, endet in Spekulation, Glücksspiel oder Illegalität! Selbstkontrolle bedeutet, jede seiner Taten und an den folgenden 4 Merkmalen zu messen:

      Es fühlt sich gut an und hilft mir und anderen
      Es fühlt sich schlecht an, aber hilft mir und anderen
      Es fühlt sich gut an, aber schadet mir und anderen
      Es fühlt sich schlecht an und schadet mir und anderen

      Selbstdisziplin zu leben bedeutet: Klasse 2 Erfahrungen in Klasse 1 Erfahrungen zu verwandeln und Klasse 3 und 4 Erfahrungen zu vermeiden. Dafür benötigst du eine große Portion Selbstvertrauen, denn Disziplin bedeutet in aller erster Linie, sich selbst vertrauen zu können, dass einmal festgelegte Vorsätze auch eingehalten werden. Das Vertrauen in die eigene Person und damit die Selbstdisziplin selbst, kannst du durch die Auferlegung von kleinen regelmäßigen Übungen trainieren: Eine Woche lang trinke ich keinen Kaffe. Morgen schalte ich den ganzen Tag den Computer nicht an. Einen Monat lang begebe ich mich um Punkt 21 Uhr zur Nachtruhe. Es spielt dabei keine Rolle, wie unsinnig dir die Aufgabe erscheint oder wie klein und einfach sie ist. Wichtig ist dagegen, die Aufgabe einzuhalten, als ginge es um dein Leben.(siehe auch: Vorsätze einhalten: Das Sinnloseste Wort der Deutschen Sprache)


      Ich habe mal auf Grund meiner derzeitigen Lebensunzufriedenheit nach dem Thema Selbstdisziplin gegooglet, bzw. wie man diese erlernen kann! Obigen Text zu allgemeinen Vorteilen einer ausgereiften Disziplin fand ich äußerst gut geschrieben und deckt sich völlig mit meinen Vorstellungen. Im zweiten Abschnitt werden dann wieder diese Stinovorschläge zur Verbesserung gegeben, welche ich schon mehrfach versucht habe umzusetzen, aber immer wieder aufs neue gescheitert bin. Eines meiner schlimmsten Eigenschaften ist eine ausprägte Form der Prokrastination. Ich schaffe es nicht mich selbst zu quälen. Schon alleine die Vorstellung davon dreht mir den Magen um und alles in mir sträubt sich so hart dagegen, dass ich irgendwelchen anderen ungeliebten Mist mache. Manchmal mache ich auch gar nichts und liege nur eine Stunde oder so im Bett und starr an die Decke anstatt etwas sinnvolles mir vorteilhaftes zu unternehmen. Mit Sicherheit bin ich nicht der einzige, dem es hier so ergeht. Den Thread mit "Skyrocking your life" oder so ähnlich hat mich auch nicht wirklich weiter gebracht. Wie kann man es schaffen, endlich mal seine Ziele auch umzusetzen? Ich scheitere halt grundsätzlich immer an mir selbst.

      Will man sich bestimmte Eigenschaften antrainieren, brauch man zwingend Disziplin. Aber wie trainiert man sich jetzt Disziplin an, wenn man keine hat? Irgendwie ein ganz schön beschissener Teufelskreis.

      Da hier einige erfolgreiche Pokerspieler unterwegs sind, und diese vlt auch mal das selbe Problem hatten, würde mich mal interessieren, wie die aus der Misere herauskamen.
  • 6 Antworten
    • Maniac81
      Maniac81
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 2.287
      Also meiner Meinung nach ist Selbstdisziplin wie ein Muskel,den man trainieren muss.

      Wenn man also als Ausgangsituation hat:
      - kein geregelter Tagesabluaf
      - immer alles verschieben auf den nächsten Tag
      -kein Sport
      - keine gesunde Ernährung,weil man zu faul ist zum kochen und zubereiten
      etc.

      dann muss man mit kleinen Schritten anfangen.

      z.b: 3 mal Sport die Woche für nen Monat durchziehen
      oder: -sich Rezepte raussuchen und einen Monat gesund essen und sich mühe geben bei der Zubereitung etc.

      Wenn man aber versucht sein ganzes Leben auf einmal um 180 Grad zu drehen und zu nem megaproduktiven Menschen zu werden wird das zu 99% scheitern.

      Am besten ist es, sich erstmal auf einen Bereich zu konzentrieren und dann im nächsten Monat einen neuen Bereich hinzuzunehmen.

      Als Analogie zum Kraftraining: Du legst ja auch nicht am ersten Tag,wenn du anfängst zu trainieren die höchsten Gewichte auf, sondern fängst mit wenig Gewicht an.
    • Zoom4Nutz
      Zoom4Nutz
      Einsteiger
      Dabei seit: 30.03.2012 Beiträge: 43
      Hey erstmal danke für deine Antwort...

      Aber genau das habe ich ja versucht, aber irgendwie gebe ich dann viel zu schnell auf, weil ich mir sage, ach das kann ich auch morgen machen oder aaaahhhhh..... SCHMERZ!!!! ICH WILL NICHT! Das ist so mit das schlimmste.

      Außerdem habe ich auch leider ein paar mehr Baustellen, die eigentlich wirklich gleichzeitig bearbeitet werden sollten:

      - Job
      - Sport
      - Ernährung
      - Soziales (Freundin wäre mal was feines)

      Aber ich bekomme es nicht in den Griff. Du hast auf jeden Fall damit recht, dass ich es nicht von heute auf morgen zu 100% schaffen werde. Das ist auch gar nicht mein Anspruch. Ich würde es nur gerne überhaupt schaffen! Dann wäre ich schon glücklich.

      Wenn ich mir z.B. vornehme, täglich früh aufzustehen, muss ich ja auch früh ins Bett. Nur hab ich dann immer Angst irgendetwas zu verpassen. Keine Ahnung. Das ist total irrational. Dann wohne ich auch noch notgedrungen nach dem Studium wieder bei meinen Eltern, was das selbstständige Leben auch nicht so wirklich fördert.

      Ich hab leider auch niemanden in meiner Nähe mit dem ich zusammen mal was machen könnte. In dem man sich gegenseitig pusht, sich antreibt und gemeinsam Ziele erreicht. Also ich bin für alles offen. Ich versuche gerne auch das Kurioseste aus.

      Und eine verdammt grosse Schwäche von mir ist, dass ich mich regelmäßig selbst belüge! Dabei ertappe ich mich ständig! Was meine Laune nicht wirklich erhellt! :D haja...
    • Maniac81
      Maniac81
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 2.287
      Also meines wissens nach gibt es da kein Wundermittel, was einem mehr Selbstdisziplin bringt. Das einzige Mittel ist Training. Man kann natürlich irgendwelche "upper" nehmen um die Aktivität zu steigern. Aber langfristig hat das eher den gegenteiligen Effekt.
    • nevermind7777
      nevermind7777
      Bronze
      Dabei seit: 20.09.2006 Beiträge: 854


      Ich empfehle, ich empfehle. Alles gleichzeitig kannste vergessen, von 0 auf 100 ist zu schwer. Keystone Habits suchen und alles andere kommt von allein.

      Beispiel: Du nimmst dir nur vor, Sport zu machen. 3 mal die Woche ins Fitnessstudio. Experimentierst mit Trigger und Reward (keine Angst, im Buch alles super beschrieben). Dann ernährst du dich vielleicht besser, weil du deinen Trainingserfolg ja nicht kaputt machen willst. Und denkst "Jetzt war ich extra im Fitnesstudio, esse ich halt mal einen Apfel statt Süßes". Dann siehst du erste Erfolge und wirst nicht nur körperlich attraktiver, sondern damit selbstbewusster. Einhergeht dann größerer Erfolg bei Frauen etc. pp.

      Quintessenz: Eins nach dem anderen, sonst überlädt dich die Masse an neuen Gewohnheiten. Fang an mit dem Buch, vielleicht inspiriert dich das ja.

      Edit: Ich sehe gerade, maniac81 hat genau dasselbe gesagt.
    • xXReDruMXx
      xXReDruMXx
      Bronze
      Dabei seit: 09.02.2007 Beiträge: 500
      # an die vorredner

      bei mir ging es auch nach und nach mit einzelnen bereichen.
      Daraus resultieren dann oft weitere (Sport & Ernährung ist ein gutes Beispiel).

      Eins nach dem anderen und heute anfangen :)
    • Zoom4Nutz
      Zoom4Nutz
      Einsteiger
      Dabei seit: 30.03.2012 Beiträge: 43
      Ok...

      Dann ist es wohl an der Zeit mal ein wenig die Prioritäten zu verteilen.

      1. Job und Wohnung finden ---> endlich wieder frei sein

      2. Sport betrieben ---> endlich wieder fit sein und gut aussehen

      3. Gesund ernähren ---> fit bleiben und das schön Leben verlängern und gescheit kochen lernen

      4. Beziehung ---> endlich wieder glücklich werden mit Unterstützung von 1., 2. und 3.


      Ich hatte mir vor kurzen schon so eine Art Tagebuch gekauft, um tägliche Aufgaben zu erfassen und nach Möglichkeit einzuhalten. Eine Woche habe ich durchgehalten! :D So lächerlich!

      Jetzt versuche ich es vlt mal anders. Ich schreibe mal nicht auf, was ich tun soll, sondern was ich getan habe und analysiere dies. Akribisches aufschreiben aller Zeiten und Tätigkeiten und nachvollziehen, wo und wann und wieso sinnlos Zeit verschwendet wurde.

      Was mich auch noch so ein bisschen stört, ist es, nicht zu wissen, warum es so ist, wie es ist. Warum macht man bestimmte Dinge so tunlichst ungerne? Warum empfindet man das als Qual? Was ist an Aufräumen und Abwaschen denn so viel besser als Bewerbungen schreiben? Was ist an Fernehschauen besser als Sport zu machen? Warum weigert sich der Körper? Da muss es doch einen Grund geben. Denn aufgeschlüsselt sind es doch alles nur irgendwelche Tätigkeiten. Also Hand-Augen-Koordinationen. Das Hirn muss auch immer aktiv sein. Also wieso?

      Gut, das ist im Grunde die gleich Frage, warum wir uns von Steinen unterscheiden, obwohl wir auch nur aus Protonen, Neutronen und Elektronen bestehen! Eine wirklich absolute Antwort wird es da nicht geben.

      Aber back to Topic: Fange ich jetzt nicht an, werde ich wohl nie anfangen! Was mir zumindest aufgefallen ist, dass mir verzichten DEUTLICH leichter fällt, als zu handeln. Also zu sagen, ne Woche kein Fernsehen oder nie wieder Rauchen fällt mir leichter als eine Woche täglich Sport oder ein lebenlang täglich Sport.

      Ich bin NOCH Jung! Noch steht mir alles offen! Ich habe es begriffen und weiß auch, WAS ich tun muss. Nur tue ich es NOCH nicht! Hoffentlich "NOCH"! Wenn ich sehe, was die Leute hier alles aus reiner Selbstüberzeugung zu leisten im Stande sind, kann ich nur blass vor Neid meinen Hut ziehen und versuchen dem nachzustreben.

      Klar definierte Ziele sollten doch schon einmal ein guter Anfang sein.

      Vlt hat ja jemand hier aus dem Forum Lust, ein gemeinsamen Blog zu etablieren und dort den Werdegang so anonym oder je nach dem wie gewollt festzuhalten. Ich denke immer noch fest daran, dass zu zweit kämpfen mehr als doppelt so gut ist, wie alleine zu kämpfen!

      Ich grüße!