Equity vs Range

    • maciusN
      maciusN
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2011 Beiträge: 427
      Hi,

      Sicher habt ihr diese Frage schon tausendfach gestellt bekommen, aber ich würde gern wissen, wie ihr eure Equity gegen Ranges "an den Tischen" (nicht während der Sessionreview!) so einfach wie möglich berechnet?

      Ich habe meine Rechnung aus dem Buch "Poker Math That Matters" übernommen(Wenns legal und erwünscht ist, kann ich das ganze Kapitel, wo es genau darum geht wie man seine Equity gegen Ranges berechnet, einfügen). Ich finde es allerdings sehr schwierig diese ganzen Rechnungen am Tisch in so kurzer Zeit zu machen wenn ich noch dazu die Hand planen und die Stats der Gegner abchecken muss usw.

      Also...wie macht ihr es? Habt ihr irgendwelche Tipps für mich?

      Gruß,

      macius
  • 13 Antworten
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Du könntest zumindest die Schlüsselstellen mal posten. Ich bin mir nicht ganz sicher was du wissen willst, da ich nicht weiss was im Buch steht.
    • mnl1337
      mnl1337
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 13.01.2008 Beiträge: 15.462
      der großteil geht über erfahrung und intuition. am tisch direkt berechnen tut wohl kaum jemand was genaues
    • maciusN
      maciusN
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2011 Beiträge: 427
      Edit by MiiWiin

      Bitte nochmal kürzer zusammenfassen oder umschreiben, ebenfalls genaue Quelle angeben.


      FÜR KURZE ZUSAMMENFASSUNG SIEHE BEITRAG VOM 19.05.2013, 15:02




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    • maciusN
      maciusN
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2011 Beiträge: 427
      Das dachte ich mir schon mnl1337. Im Buch unten gibt er halt einige "kürzere" Methoden an, aber selbst dann bleibt kaum Zeit dafür. In einem anderen Forum habe ich gelesen, dass man irgendwann ein Gefühl dafür entwickelt, wenn man seine Hande mit dem Equilab/Pokerstove immer analysiert usw.
    • Kooort
      Kooort
      Black
      Dabei seit: 15.08.2006 Beiträge: 6.098
      Hier: http://de.pokerstrategy.com/video/28393/ wird schön erklärt, wie man mit dem Pokerstrategy.com-Equilab den Equitytrainer nutzen kann, um Hand vs Range bzw. Range vs Range besser einschätzen zu können - Übung macht den Meister ;)
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von Kooort
      Hier: http://de.pokerstrategy.com/video/28393/ wird schön erklärt, wie man mit dem Pokerstrategy.com-Equilab den Equitytrainer nutzen kann, um Hand vs Range bzw. Range vs Range besser einschätzen zu können - Übung macht den Meister ;)
      Das ist doch ein Anfang. :P

      Ansonsten ist es schon Übung, aber nie vergessen, die direkte Equity brauchst du nur beim preflop All-in sowie bei Rivercalls.

      Vorher hängt der EV auch von anderen Faktoren ab und ist daher nicht wirklich brauchbar.

      Also bleiben die beiden genannten Spots - und bei preflop All-ins und Riverranges sind ja meistens nicht allzuviele Hände in einer Range, so dass man es fixer abschätzen kann.

      Irgendeine Hand am Flop auf Board xyz gegen eine 20%-Range ist natürlich kaum abzuschätzen, aber es ist halt auch nicht wirklich notwendig. ;)
    • maciusN
      maciusN
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2011 Beiträge: 427
      Hi Miiwiin,

      Stell dir mal vor ich treffe am Turn einen mittleren Flush. Das Board hat sich gerade gepairt. Ich bette und Villain pusht all-in. Ich würde annehmen er würde das mit jedem Set/Trips, jedem Flush und jedem Full House so machen. Ich würde erstmal anfangen meine Equity gegen diese Range zu berechnen, du aber schreibst nun, dass ich das nur bei Preflop all-ins und bei Rivercalls zu tun brauche, weil am Flop und Turn der EV noch von anderen Faktoren abhängt.

      Welche Faktoren sind das? Wie würdest du die Hand spielen? Wenn ich nicht die Equity am Turn gegen seine Range berechnen muss, wie finde ich dann die Entscheidung die +EV ist?

      Gruß,

      macius
    • chrsbckr75
      chrsbckr75
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2007 Beiträge: 3.693
      Sehr bedenklich wie hier mit dem Urheberrecht umgegangen wird. Sowas kann man doch umschreiben!! Und ganze Passagen hier reinzustellen......


      Mal davon ab, dass man gelegentlich Geld investiert, um eine EDGE zu generieren.

      Und abgesehen davon, dass man als OP und hoffentlich 18+ überhaupt unwissend ist, ob ein CopyPaste eines Teil eines BUCHES überhaupt legal wäre. Über die Legalität der wichtigsten Handlungen sollte man schon informiert sein!


      my 2 cents

      btw:

      Equity am Tisch berechnen?



      Möchte eventuell noch jmd LetThereBeRange hier posten?


      Und jetzt kommt nicht mit...wir sind hier ja unter uns. Die meisten Foren kann jeder im Web einsehen!
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von maciusN
      Hi Miiwiin,

      Stell dir mal vor ich treffe am Turn einen mittleren Flush. Das Board hat sich gerade gepairt. Ich bette und Villain pusht all-in. Ich würde annehmen er würde das mit jedem Set/Trips, jedem Flush und jedem Full House so machen. Ich würde erstmal anfangen meine Equity gegen diese Range zu berechnen, du aber schreibst nun, dass ich das nur bei Preflop all-ins und bei Rivercalls zu tun brauche, weil am Flop und Turn der EV noch von anderen Faktoren abhängt.

      Welche Faktoren sind das? Wie würdest du die Hand spielen? Wenn ich nicht die Equity am Turn gegen seine Range berechnen muss, wie finde ich dann die Entscheidung die +EV ist?

      Gruß,

      macius
      Da hatte ich mich in der Tat falsch ausgedrückt!

      => Preflop All-ins
      => Rivercalls
      => All-ins im allgemeinen


      Also wenn du am Turn AI gestellt wirst, ist natürlich die Equity entscheidend.

      Wenn aber am Turn bspw. noch viel Stack left ist, dann reicht die reine Equity nicht aus (mit Hand xy kann ich hier gegen Range z "korrekt" callen), da wir die Equity eben noch nicht realisiert haben.

      Bei einem All-in ist das ja definitiv der Fall.

      Sorry für die schlechte/falsche Formulierung.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von chrsbckr75
      Sehr bedenklich wie hier mit dem Urheberrecht umgegangen wird. Sowas kann man doch umschreiben!! Und ganze Passagen hier reinzustellen......


      Mal davon ab, dass man gelegentlich Geld investiert, um eine EDGE zu generieren.

      Und abgesehen davon, dass man als OP und hoffentlich 18+ überhaupt unwissend ist, ob ein CopyPaste eines Teil eines BUCHES überhaupt legal wäre. Über die Legalität der wichtigsten Handlungen sollte man schon informiert sein!


      my 2 cents

      btw:

      Equity am Tisch berechnen?



      Möchte eventuell noch jmd LetThereBeRange hier posten?


      Und jetzt kommt nicht mit...wir sind hier ja unter uns. Die meisten Foren kann jeder im Web einsehen!
      Da hast du Recht, ist mir beim ersten Mal gar nicht so klar gewesen.

      Danke für den Hinweis, ich habe es editiert.


      @maciusN

      Vielleicht einfach hier nochmal posten mit einer groben Zusammenfassung oder eigener Umschreibung. Hoffe es ist nicht zu schlimm für dich. ;)
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Ich besorg mir das Buch evtl. die Tage, dann les ich es mir mal durch. Ansonsten wäre eine Kurzzusammenfassung wohl angebracht - ich kann dir ansonsten nicht weiterhelfen.

      Die verlinkte Methode von chrsbckr75 funktioniert definitiv und ist trotz des hohen Aufwands sehr schnell durchführbar. Natürlich muss das immer wiederholt werden, um dann mehr oder weniger intuitiv umzusetzen, aber Wiederholung ist dabei tatsächlich das einzige Geheimnis.

      Im Spiel selber hast du meistens nur 15 Sekunden Zeit. Da triffst du ne grobe (oder auch genauere) Rangeannahme und hast dann relativ schnell die entscheidenen Schlussfolgerungen im Kopf, wenn du genug Arbeit abseits der Tische investierst.

      Viele Einsteiger verfolgen z.b. feste Handlungsanweisungen - sie sehen ein Szenario, spulen ihr Wissen im Kopf runter und finden Handlungsanweisung 213A. Je mehr Wissen du zur Verfügung hast und je weiter du dich von festen Handlungsanweisungen löst, desto höhere Qualität haben deine Entscheidungen.

      Das läuft dann grob so ab:

      Du siehst Informationen, du nimmst diese auf und spulst ein Lösungsmuster in deinem Kopf ab (quasi ein Algorithmus). In diesen lässt du alle vorhandenen (bzw. dir bewussten) Informationen einlaufen und aufgrund der ganzen Arbeit abseits des Tisches bekommst du so relativ schnell zu einer Handlungsanweisung (diese Handlungsanweisung ist aber dynamisch abhängig von den jeweiligen Inputfaktoren - im Gegensatz zur festen Handlungsanweisung 213A).

      Ich denke das ist grob eine Umschreibung, was das Ziel von solchen Sachen ist. Es geht nicht darum, dass du jeden Schritt am Tisch umsetzt, sondern das du Input bekommst - die Umsetzung mehr oder weniger intuitiv verläuft - du das Ergebnis bekommst.
    • maciusN
      maciusN
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2011 Beiträge: 427
      Kurze Zusammenfassung:

      Der Autor fängt mit der folgenden Hand an und gibt Villain die folgende Range:
      (um das Konzept einfach zu erklären hat er Villain auch eine einfache und unrealistische Range gegeben.)

      Hero: A:diamond: A :spade:

      Villain: 78,66,55

      Flop: 5:heart: 6:spade: J:club:


      Dann schreibt der Autor, dass wir, um die Equity gegen Villains range zu bestimmen, die folgenden vier Schritte befolgen müssen:

      1. Bestimme deine Equity gegen jede Hand in seiner Range

      2. Multipliziere diese Equity mit der Anzahl der Kombinationen für die jeweilige Hand.

      3. Addiere die Ergebnisse jeder Hand aus Schritt 2.

      4. Dividiere das Ergebnis aus Schritt 3 mit der Anzahl aller möglichen Kombinationen in Villains Range.

      Nun machen wir das ganze mal mit unserer Hand oben vor:


      1: 78: 66%

      55: 9%

      66: 9%

      2: 78: 0.66 * 16 = 10.56

      55: .09 * 3 = 0.27

      66: .09 * 3 = 0.27

      3: 10.56 + 0.27 + 0.27 = 11.1

      4: 11.1 / 22 = 0.504

      Das bedeutet unsere Equity gegen diese Range ist knapp 50%.

      Das ist die exakte Art und Weise um die Equity zu berechnen, aber nur die wenigsten werden diese Rechnungen am Tisch im Kopf machen. Darum gibt der Autor noch vier kürzere, ein wenig weniger Exakte Methoden an mit denen man die Equity am Tisch berechnen kann:

      Zuerst, sagt der Autor, gucken wir was er so für Hände in seiner Range hält. In ungefähr 25% der Fälle hält Villain ein Set auf der Hand. (6 / 22 = 0.27).

      Also hat er in den restlichen 75% der Fälle einen OESD.

      Das bedeutet, in 75% der Fälle haben wir 66% Equity und in 25% der Fälle haben 9% Equity.

      1. Methode

      Finde heraus was 3/4 von 66 und 1/4 von 9 ist und addiere die Ergebnisse:

      3/4 von 66 + 1/4 von 9 = ∅Equity

      49.5 + 2.25 = 51.75

      2. Methode

      Du hast drei mal 66% Equity und ein mal 9% Equity. Du kannst das nun addieren und die Summer durch 4 teilen:

      ((66 * 3) + (9 * 1)) / 4 = ∅Equity

      207 / 4 = 51.75

      3. Methode

      Finde heraus was 3/4 auf der Strecke von 9 zu 66 ist. Das tust du indem du 9 von 66 subtrahierst, das Ergebnis durch vier teilst und zum Schluss das neue Ergebniss nochmal von 66 subtrahierst.

      66 - 9 = 57

      57 / 4 = 14

      66 - 14 = 52

      4. Methode

      Ich weiß einfach, dass ich rauskriegen muss wieviel 3/4 von 66 sind. Man kann das einfach machen indem man sich eine Strecke von 9 bis 66 im Kopf vorstellt und dann ungefähr bestimmt wo 3/4 liegt. Das sieht in euer Vorstellung dann ungefähr so aus wie auf dem Bild:



      Quelle: Poker Math That Matters - Simplifying the Secrets of No-limit Hold'em, Owen Gaines

      So, ich hoffe das ist jetzt legal.

      Gruß,

      macius
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Die Methode ist schlichtweg Übungssache. Lies dir mal den gelinkten Post durch - ich hab das mit noch viel liberaleren Rundungen erklärt und das Ergebnis ist überraschend "genau".