Was ist der größte Mindset-Stolperstein für einen angehenden Pokerspieler? [$10 zu gewinnen]

  • Umfrage
    • Was ist das größte Mindset - Leak?

      • 121
        Selbstzufriedenheit & Ego statt Selbstkorrektur
        68%
      • 34
        Bausparer- statt Killer Mindset
        19%
      • 23
        Brainstorming statt "Präzision"
        13%
      Insgesamt: 178 Stimmen
    • KTU
      KTU
      HeadAdmin
      HeadAdmin
      Dabei seit: 24.01.2007 Beiträge: 6.231
      Was ist der größte Mindet-Stolperstein für einen angehenden Pokerspieler?


      ANTWORT A Selbstzufriedenheit & Ego statt Selbstkorrektur



      "Wer rastet, der rostet" - "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit" - "Poker: 5minutes to learn, a lifetime to master"

      Umso mehr man denkt, dass man alles verstanden hat und "ein fertiger Spieler ist", desto einfacher wird man die Beute für die, die nicht aufhören sich zu verbessern, die nie mit sich zufrieden sind. Poker ist da ziemlich gemein: In einer Schachpartie kann oft sagen woran es lag, dass man verloren hat. Im Poker wird durch die Varianz viel verzerrt und am Ende bleibt oft nur ein Graph, der wie ein Down-Swing begann, aber am Ende keiner mehr ist: Der evolutionäre Selektions-Zyklus wird manchmal verzögert, aber am Ende werden die, die sich gnadenlos overraten und nicht mehr verbessern doch gefressen. "Selbst-Korrektur" ist das Gegenstück, welches einem hilft sich ständig zu hinterfragen und sich nach einer 3k Winning Session nicht selbstgefällig zurückzulehnen.

      ANTWORT B Brainstorming statt "Präzision"


      Ideen sind gut, aber auch sehr gefährlich. Sie können Verständnis vorgaukeln, wo gar keins ist.
      Als PokerSchule ist unser Job doch sehr einfach: Alles, was wir euch beibringen müssen ist: gutes, gegnerbezogenes Poker zu spielen. Ok, gehen wir mehr ins Detail: Wenn Dein Gegner viel blufft, kannst du knappere Calldowns machen. Pass dabei auf, dass wenn du foldest, möglichst schon am Turn foldest und nicht Call Flop / Call Turn / Call River spielst. Ahja, wenn dein Gegner zu viel callt, kannst du knapper Valuebetten!

      Poker is so easy!

      Ideen wirken "logisch" und als Mensch mag man Ideen und die großen Zusammenhänge. Wer im Poker "Range-Adaption" als Konzept versteht, aber sich nie überlegt welche Hände man denn genau in seine MP 3-Bet Range vs einen 22% UTG Openraiser integriert, kann Gefahr laufen, dass es auch beim Verstehen des Konzepts bleibt. Wer argumentiert mit "Ich call ihn, weil er gerne am River blufft" und dies dem Ausrechnen der Value-to-Bluff Ration vorzieht, macht wohl auf Dauer mehr schlechte Calls als Jemand, der das tut.

      ANTWORT C Bausparer- statt Killer Mindset


      Ich kenne einen, der war ziemlich intelligent und klug dazu, aber er ist Nichts im Poker geworden, weil er zu sehr das Risiko gescheut und keine Grundaggressivät in seinem Spiel hatte.
      Poker ist ein Spiel GEGEN andere Gegner. Also muss man sich auch ständig fragen, WIE man an DEREN Geld kommt und - wenn nötig - Risiken eingehen und die ausgetretenen Wege verlassen und sein Spiel radikal umstellen.
      Wenn man zu viel Angst hat zu verlieren und keinen Mut hat kreativ zu werden, kann das die Entwicklung genauso gut behindern wie wenn man Ego - getrieben zu aggressiv spielt und den Bogen überspannt.


      Die beste Antwort wird von mir mit $10 auf Stars prämiert!
  • 46 Antworten
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Das ganze ist halt sehr individuell. Ersteres trifft wohl eher auf den Reg zu, der sich schon in den Limits etwas hochgegrindet hat. Viele "2006"er, die die goldenen Zeiten mitgemacht haben und nun eine riesen Bankroll haben, scheitern heute, wenn sie kaum Fische an den Tischen haben. Das Ego steht im halt im Weg. "Ich habe 2006 NL1k gecrusht, also pack ich das auch heute, eh alles Fische, wozu muss ich mich mit iwelchen Range-Splittsachen und son Kram beschäftigen? Ich bin Poker-Gott und fertig, ich kann ja nichts dafür, wenn ich seit 2010 im Downswing bin, weil die Fische alles hitten!". Das Ganze wird man halt nie von einem angehenden Pokerspieler hören. Kaum jemand kommt mit dieser Selbsteinschätzung zu PS.de und fängt auf den Micros an.

      Interessanter wirds bei den anderen beiden Sachen imo. Also B und C. Hier werden erfahrene Spieler eher ihren Weg schon gefunden haben. Die es nicht tun, halten sich zu lange an Ideen usw. auf (da ich die 10 Dollar haben will, verzichte ich darauf Namen zu nennen). Für einen ambitionierten Anfänger steht sehr viel Wissen zur Verfügung. Hier liegt tatsächlich eine Gefahr imo. Nehmen wir folgendes Szenario:

      Ein Einsteiger gehts ins "Mitglieder helfen Einsteiger"-Forum um nach einem Coaching zu fragen. KTU hat einen guten Tag und schreibt "klar, ich helfe dir". Sie machen einen Termin aus. KTU ist allerdings nicht ganz bei der Sache und vergisst bei dem Termin, dass es sich um einen totalen Noob handelt, der gerade so mit dem SHC und den Standard-Lines klar kommt. KTU macht ihn beim sweaten dabei aufmerksam, dass er seine Ranges und lines schlecht balanced, sein sizing nicht so gut und er doch anfangen sollte die Regs besser auszuspielen". Allerdings wäre es halt klüger, ihn ersteinmal in Sachen Equities und grundlegender Mathematik zu unterstützen. Das Coaching ist vorbei und der Anfänger beginnt diese ganzen Konzepte irgendwie in seinen Kopf hineinzubekommen, sprich er lernt NL1k Content um auf NL2 zu gewinnen. Gerade weil es viele Free-Vids auf relativ hohen Limits gibt, werden Anfänger halt durcheinander gebracht. Hier liegt im Grunde ein Stolperstein, der durch den ganzen Content kommt, anstatt sich Content für seine Limits zu Gemüte zu führen und ersteinmal die Basics zu verstehen und zu beherrschen, fühlen sich Anfänger oft dazu verpflichtet, gleich den Advanced-Content aufzusaugen. Das kann fatal enden, weil ersteinmal der Spaß an der Sache geringer wird (ausser man ist sowieso ein Crack^^), dann wird man nicht die Winrate erziehlen, die man erziehlen könnte, weil die Konzepte ohne Grundlagen falsch verstanden werden und auf Micros halt nicht richtig anwendbar sind. Das ist zwar ein bisschen am eigentlichen Thema B vorbei, aber trifft die Sache imo eher.

      Antwort C kann auch ein Stolperstein sein. Hierbei ist zu beachten, dass auch das individueller Natur ist. Der eine kommt als Zocker und will strategisch an die Sache rangehen, er wird viel riskieren und bei dem angehenden Spieler wäre es besser, wenn er sich was vom Erbsenzähler abschauen würde. Andersrum, wenn jetzt die Hausfrau von nebenan Poker lernen will, die jeden Cent einzeln umdreht, dann wirds bei ihr kritisch, weil sie von vorn herein eher schlechte Laydowns, als schlechte calls macht usw. Man spielt also konform nach seinem eigenen Charakter und nicht die Gegner. Kreativität ist hier gar nicht mal der Punkt. Wenn man mit einer Callingstation am Tisch sitzt und sich nicht traut mit AK auf einem AQT34 board nicht die dritte Valuebet anzusetzen, dann lässt man halt Value liegen. Genauso schlecht ist es gegen einen totalen Maniac QQ auf A high zu folden. Man muss schon die theortischen Konzepte umsetzen und versuchen seine Gegner zu exploiten um Erfolg zu haben, wenn die eigene Angst da mit rein geht oder das Ego, oder was auch immer, was nichts mit Poker zu tun hat, dann ist man mit einem Bein auf der Loser-Seite.

      Alle drei Antworten können Stolpersteine sein, wobei es halt auf den Grad der Erfahrung ankommt und immer auf den Spielertypen. Ich schwanke bei einem angehenden Pokerspieler zwischen Antwort B und C, auch wenn ich C nur kurzgehalten habe. In meiner eigenen Laufbahn war es Antwort B, wo ich "gestolpert" bin. Ich wollte so schnell wie möglich Highstakes crushen und dachte, es wäre nicht verkehrt mir iwie diesen Content zu besorgen, nunja und tripple barrel bluffs auf NL10 waren halt mehr so Spew, vor allem, wenn man das Konzept kannte, aber nichts dahinter verstanden hat :D

      Insgesamt, wenn man wirklich nur den "angehenden Spieler" nimmt, sprich, der der sich gerade auf dieser Seite angemeldet hat, dann ist es imo allerdings klar, Antwort C. Eines meiner ersten Bücher war Poker-Psychologie von Alan Schoonmaker. Das ist nicht das beste Pokerbuch usw. aber egal. Sinngemäß stand drin, dass der einzige Gewinnerstil der TAG-Stil ist und es liegt nicht in der Natur des Menschen, TAG zu sein. Die Natur des Menschen ist entweder ein loose passiver Stil im Callingstation-Stil (Neugier) oder ein weak-tighter Stil (so wenig wie möglich verlieren) usw. (gibt noch mehr). TAG-Stil, also zurückhaltend und aggressiv sind die meisten Menschen halt nicht. Das sind dann laut Schoonmaker eher Elitesoldaten usw. (so ähnlich stands drin, Erinnerungen von vor 4 Jahren). Also wird der größte Stolperstein für den angehenden Spieler imo die eigene Persönlichkeit, in Sachen Risk-Aversion sein. Antwort A und B kommen mit fortschreitender Karriere, wobei ich A eher als letzten Stolperstein sehen würde.
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      Dabei seit: 24.04.2010 Beiträge: 603
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    • precognitive
      precognitive
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      Dabei seit: 01.01.2011 Beiträge: 1.986
      (wie so oft) ein guter beitrag von eroticjesus

      offtopic: mal schauen wie lange es dauert bis der erste einen rechtschreibfehler findet und kritisiert, am inhalt ist imo schwer zu rütteln :D
    • eroticjesus
      eroticjesus
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      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
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    • eroticjesus
      eroticjesus
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    • Starfighter99
      Starfighter99
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      Dabei seit: 04.04.2011 Beiträge: 4.197
      Naja ich sehs so:

      Ohne Wissen/Selbstkorrektur wird man nie Präzision reinbringen und damit auch kein Killer-Mindset entwickeln können.
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    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      @Starfighter: Guter Punkt. Aber wenn man es als größten Stolperstein für den ANGEHENDEN Pokerspieler betrachtet, dann steht Selbstreflektion ersteinmal hinten an, weil was soll man denn reflektieren?
    • KeinOhrSchwein
      KeinOhrSchwein
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2012 Beiträge: 1.722
      Ich sehe eher Antwort A als "richtig". Klar sind alle 3 genannten Optionen mögliche Fehlerquellen in einer angehenden Pokerlaufbahn. Eigentlich schien für mich Antwort C auf den ersten Blick auf den Fehler welcher hier am größten wiegt, jedoch bin ich bei längerem überlegen auf den Schluss gekommen, dass Antwort A eigentlich ein viel größeres Leak ist.
      Besonders an dem Text zu Antwort C stört mich, der Satz: "Risiken eingehen und die ausgetretenen Wege verlassen und sein Spiel radikal umstellen. "
      Imo ist das einfach nicht richtig. Man kann auch ohne kreatives Spiel und ohne radikale Gegneradaption die verschiedenen Villains auf den Micro/Lowstacks profitabel spielen.
      Antwort A ist hierbei für mich viel passender, denn ich finde es extrem wichtig nach jeder Session ein Review zu machen, sich nie auf seinem Spiel auszuruhen, sondern immer weiter daran zu arbeiten und immer neue Konzepte ausarbeiten, welche auf seinem Stammlimit am besten funktionieren. Für mich ist hierbei der größte Anfängerfehler, dass neue Pokerspieler denken, dass wenn es am Anfang nicht läuft, Sie den größten Downswing ever erwischt haben und ja alle anderen so schlecht spielen nur sie selbst die Übercrusher sind. Für mich hat das ganze auch etwas mit ehrgeiz zu tun. Ehrgeiz nach dem Besser werden. Ehrgeiz nach dem Aufsteigen in den Limits. Ehrgeiz sich nie mit seinem Spiel zufrieden zu geben und immer der Meinung sein man sei noch nicht gut genug!

      Also: Antwort A imo :)

      btw: Wieso antworten alle A aber keiner nimmt Stellung dazu ?(
    • Krach-Bumm-Ente
      Krach-Bumm-Ente
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      Dabei seit: 01.05.2006 Beiträge: 10.399
      Keines der drei. Der größte Stolperstein ist es, wenn man zwischen dem Reiz und der eigenen Reaktion nicht die Fähigkeit besitzt, einen Moment inne zu halten und die Reaktion selbst zu bestimmen.
    • Ferklsepp307
      Ferklsepp307
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 5.464
      Was ist der größte Mindet-Stolperstein für einen angehenden Pokerspieler?


      ANTWORT A Selbstzufriedenheit & Ego statt Selbstkorrektur



      ANTWORT B Brainstorming statt "Präzision"



      ANTWORT C Bausparer- statt Killer Mindset




      Antwort B: Brainstorming kann perfekt für die Erweiterung des Wissens sein, zumindest wenn man es in die richtige Richtung lenkt. Ich glaub man kann gar nicht anders lernen bzw. verstehen, wenn man nicht viel ausprobiert. Das Warum, Wieso, Weshalb ist wichtig um die Sache dahinter zu verstehen.

      Antwort C find ich jetzt auch nicht als sooo großen Fehler im Pokermindset, zumindest nicht für den Anfang, der Killer-Instinkt kommt auch mit der Erfahrung. Wenn das Spiel besser verstanden wird, dann merkt man auch langsam dass man AK preflop fast immer reinstellen kann. Die Bausparer-Mentalität ist für den Anfang auf jeden Fall noch besser als andersrum, denn wenn die Bankroll verspewt wurde , dann ist die Pokerkarriere zu Ende ehe sie begonnen hat.

      Einzig in Antwort A kann ich nichts Positives finden. (und leider erkenne ich mich darin auch :( )
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      Dabei seit: 24.04.2010 Beiträge: 603
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    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Alles klar, habs verstanden :) Denn lass uns die Sachen rauseditieren und ein Mod kann den Thread ja aufräumen, ist ja blöd, KTU gibt sich so viel Mühe und dann erstmal ne halbe Seite offtopic...
    • slevink23
      slevink23
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2011 Beiträge: 3.676
      Imo fehlt mindsettechnisch einfach Antwort D:

      Nämlich das Akzeptieren von Varianz.

      Und damit meine ich nicht das Kennen der Varianz (wo viele schon scheitern), sondern das Akzeptieren!
      Wie oft werde ich von meinen Kumpels in der Homerunde belächelt, wenn ich mal einen Abend mit 2 Stack im Minus nach Hause gehe.

      Doch leider/zum Glück (je nachdem) hört es hier im Forum nicht auf. Gibt unzählige Flamethreads wo Leute als Fische dargestellt werden, weil sie mal 30-40k Hands BE oder gar im Minus sind. Klar wenn derjenige im gleichen Atemzug fragt ob er nun mit AA nicht mehr Preflop broke gehen soll, weil er eh immer verliert, deutet es nicht unbedingt auf einen soliden Spieler hin. Dennoch gibt es genug Graphen von der "Elite" die mal eben mehrere 100k Hands richtig richtig böse runnen.

      Und selbst von Coaches oder HBs. Höre ich öfter Statements in Richtung: "Nach 30k Hands gibt es schon eine Tendenz".

      Und meiner Meinung nach ist es in der heutigen Pokerzeit (bei den dünnen Edges und WRs) einfach nicht mehr so, dass man nach 30k Händen weiß ob man WP oder LP ist. Im Gegenteil. Gibt doch so einen schönen Thread wo man erst nach 200k Hands mit 99,5% Wahrscheinlichkeit weiß, ob man WP ist, wenn man von einer realen WR von 3-4bb/100h ausgeht.

      Das muss man sich mal vor Augen führen nach 200k Hands!!!!!!!!. Dafür brauchen die meisten mindestens 1 Jahr. Und imo hilft es auch nicht auf den Allin-EV zu achten und zu gucken ob der in Ordnung geht. Denn leider ist Varianz nicht nur die Allin-Situationen, sondern noch sehr viel mehr(Top-of-Range, Hitten, Runouts, Setups etc.).

      Auch das mit 20 oder 30 Stacks kann man passieren. Ist imo leider überholt. Nicht umsonst arbeiten die Pros, die davon leben mit BRMs von 100+. Es gibt nunmal Phasen(bzw. die können kommen), wo es einer mehr als nur ein hart trifft.

      Wenn man diese Fakten bzw. diesen Umstand nicht vollkommen akzeptieren kann, wird man imo nie ein sehr gutes Mindset haben. Klar gibt es einige von der Varianz geküsste, die nie längere Downswings ertragen müssen, bzw. mussten. Aber die die es mussten, sagen dass die Zeit alles andere als angenehm war. Und wenn man da dann auch noch anfängt zu Tilten, kommt man schnell in den Cycle-of-Tilt.

      Deswegen ist die wahre Mindset-Kunst, in solchen Phasen abends in Bett zu gehen. Und das einzige was man als Reaktion zeigt ist ein Schulterzucken.



      Falls es hier aber nur um das reine Lernmindset geht:
      Dann Antwort A.

      Relativ einfach zu beantworten:
      Wenn man Antwort A richtig befolgt, kann man alle anderen Probleme beseitigen. Dazu gehören auch die Mindsetleaks von Antwort B und C.
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      Dabei seit: 24.04.2010 Beiträge: 603
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    • Thunder1214
      Thunder1214
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2010 Beiträge: 921
      Im Prinzip stehen die Antworten ja schon ausführlich beschrieben weiter oben.

      Im Grund als Essenz :
      Wenn man Antwort A richtig befolgt, kann man alle anderen Probleme beseitigen. Dazu gehören auch die Mindsetleaks von Antwort B und C.
      Gruß

      T.
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      @slevink23:

      Ja, ich habe anfangs, ohne die Frage genau zu lesen, auch Antwort A genommen, allerdings mit einer anderen Begründung und bin zu dem Schluss gekommen, dass sich dieses Ego an den Tischen ersteinmal entwickeln muss. Das kann Jahre dauern, das kann sich auch nur um Tage handeln (Spieler fängt auf NL2 an, denkt er hat die Einsteigersachen verstanden, runnt ein paar Tage gut und dann läuft es mit einmal, zu Recht, schlecht und er schiebt alles auf die anderen, aber nicht auf sich selbst). Ich denke für den angehenden Pokerspieler wird der größte Mindsetstolperstein immer noch Antwort C sein. Klar ist ein zu großes Ego ein Leak. Allerdings ist die Sache halt auch viel zu individuell. Wer sein Ego ohnehin aus dem Spiel lässt und sich stets verbessern will, hat ggf. mit Risk-Aversion aus Antwort C zu kämpfen, ein anderer hat damit zu tun, dass er auf Ideen overadapted usw. Wie ich auch eingangs geschrieben habe, ist es wohl doch eher individueller Natur.

      @Varianz: Sehr guter Punkt den du da angesprochen hast. Allerdings möchte ich noch was dazu ergänzen:

      Um etwas zu akzeptieren, muss man es ersteinmal richtig verstehen. Ich bspw. habe es immer auf meinen Skill geschoben, wenn ich AA vs TT im BvB reingebracht habe, dabei ist das noch Varianz, weil Villain vs. meine Broke-Range da keinen Fehler macht. Und da gibt es noch viel mehr Spots. Es ist Skill, wenn man ständig eine schwächere Range zum callen bekommt, mit seiner stärkeren Range. Es ist weiterhin Skill, wenn man eine stärkere Range mit einer Schwächeren Range zum folden bringt usw. Varianz spielt in so vielen Händen allerdings eine Rolle, dass man ersteinmal verstehen muss, war es jetzt Skill, dass ich die Hand gewonnen habe, oder hatte ich einfach Glück? Es ist sogar etwas Glück, wenn man AA vs KK gewinnt, jedenfalls sind es 20% Glück, denn bei einem 100 Dollar Pot, stehen einen ja nur 80 Dollar zu. An diesem Verständnis scheitern die meisten und wers nicht versteht, kann es auch nicht akzeptieren imo. Wenn man sich mal einen Monat Zeit nimmt und sich alle Hände die man spielt nur auf Varianz prüft, nach jeder Session, wird man sehen, dass der Faktor ziemlich groß ist und auch in jeder Hand ist dieser irgendwo vorhanden.

      @Downswings: Auch da geb ich dir bedingt Recht. Ein Downswing ist allerdings genauso oft eine Ausrede. Vorrausgesetzt wir sehen das alle ein, dass der all in EV nur ein Teilfaktor für Down/Upswings ist, gibt es da halt oft Probleme. Der eine schiebt 100k Hände BE oder ein paar Stacks down, auf Varianz und grindet weiter. Der andere sagt sich "gut, ich bin echt schlecht gerunnt, aber irgendwas ist ggf. faul, ich check das mal". Er wird seine Datenbank durchgehen, oder sich einen Coach nehmen. Oftmals fällt dabei auf, dass man so einige leaks hat. Dann rechnet man sich aus, was wäre, wenn die nicht da wären (man wäre up). Weiterhin fällt auf, dass man nach 3 Suckouts tiltet und ersteinmal noch einfach so 3-4 Stacks -EV in die Mitte schiebt. Damit ist der ganze "Varianz-Downswing" oftmals total verfälscht.

      Nehmen wir an, das Ganze ist auf 100k Händen bei einem sonstigen 5bb/100 Winner passiert. Er hat auf 100k Hände einen downswing von 10 Stacks. In den 100k Händen kam das Szenario (der Einfachheit halber) 3 Stacks Suckouts/Setups, 2 Stacks Tilt, dann quit 10 mal vor, ansonsten ist Hero "normal bzw. eher schlecht gerunnt" (bin jetzt zu faul da was genaues auszurechnen, soll ja nur ein einfaches Beispiel sein). Er ist immer noch 10 Stacks down, wäre aber 10 Stacks up, wenn er nicht getiltet hätte (das wären auf NL200 2k Dollar, inkl. Rakeback also noch ein gutes Einkommen auf 100k Hände). Dann erfährt er von seinem Coach nach DB-Analyse noch ein paar Leaks, die ihn 5bb/100 kosten/gekostet haben. Also hat er auf diese Sample auch noch 50 Stacks EV dadurch liegen lassen, dass er bei weitem nicht vollkommen ist. Und schon hätte man einen Graphen mit 60 Stacks mehr up (laut realem EV und das sind dann schon 12k Dollar...). Auf diese neuen 100k Hände ohne Leaks (es sind btw. auf NL200 10bb/100 drin, das schaffen einige, man muss sich nur anstrengen) und ohne Tilt ist es nahezu unmöglich verloren zu haben. Badplay ist halt immer irgendwo mit drin, davor ist halt keiner gefeit.

      Nun ist es natürlich immer noch möglich, dass ein totaler Crusher auf 100k Händen mal keine Winnings einfährt, das kann definitiv passieren, ist aber die Ausnahme. ABER: die wenigsten Spieler sind totale Crusher und die meisten Downswing-Graphen sind auch nur zum Teil Downswings aufgrund der Varianz, sondern Downswings aufgrund von mangelnden Skill. Natürlich hat ein 2bb/100 Winner sickere Swings. Aber wenn es gleichzeitig 7bb/100 Winner auf dem Limit gibt, dann fehlt Skill. Im Endeffekt sollte man also Varianz verstehen und aktzeptieren, aber sie nicht dazu ausnutzen sich seinen mangelnden Skill schön zu reden, denn das machen die meisten.
    • suitedeule
      suitedeule
      Black
      Dabei seit: 18.12.2006 Beiträge: 9.822
      denke probleme 2 und 3 erübringen sich wenn 1 stimmt
    • tillsenstar
      tillsenstar
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2011 Beiträge: 454
      Was ist der größte Mindet-Stolperstein für einen angehenden Pokerspieler?

      Antwort A ist denke ich für einen ambitionierten Pokerspieler der größte Stolperstein.

      Da sich die Ausgangsfrage jedoch auf einen angehenden Pokerspieler bezogen hat kann dies nicht die richtige Antwort sein. Einen fertigen Pokerspieler gibt es nicht. Poker ist kein Spiel das irgendwann endet. Dies liegt auch daran, dass es immer neue Spielansätze geben wird welche auf einmal auftauchen. Wenn Spieler A einen Spielansatz verfolgt wird es immer Spieler B geben welcher auf diesen Spielansatz A adapten wird. Somit gibt es kein pokerstrategisches Ende. Es wird immer Anpassungen geben müssen um erfolgreich zu sein. Sollte sich Spieler A wiederum nicht auf den Spielansatz von Spieler B adaptieren wird er nicht mehr gewinnen können.

      Antwort B ist denke ich der größte Mindset Stolperstein für einen Anfänger.

      Dieser Punkt trifft meiner Meinung nach zu 100% zu. Zwar ist es notwendig sich die Strategieartikel durchzulesen. Das reicht aber leider nicht aus. Das "Verstehen eines Pokerspiels" besteht eben nicht nur aus dem theoretischen Wissen, wie man zu spielen hat. Dies alleine führt eben nicht zu gewinnen. Die Gewinne können nur am Pokertisch erzielt werden. Somit muss es das Ziel eines angehenden Pokerspielers sein, sich zunächst die Strategieartikel durchzulesen UND danach das ganze an den Tischen zu vertiefen bis er die durchgelesene Strategie in sein eigenes Pokerspiel integrieren konnte. "Präzision" ist hier also als eine Kombination aus "Durchlesen+Anwenden" zu sehen. Denke nur eine Kombination aus beidem kann einen angehenden Pokerspieler zum Erfolg führen. Sollte es bei einem Brainstorming bleiben wird es kein erfolgreichen Pokerspieler geben. Maximal einen Pokerspieler der durchschnittlich "mitschwimmen" kann in einem Teich voll mit Semi-Regs.

      Somit halte ich Antwort B für die richtige Antwort.

      Antwort C stellt zunächst mal kein Mindsetstolperstein dar, da ein angehender Pokerspieler welcher sich mit ein wenig Theorie beschäftigt wissen sollte, dass er auf den untersten Limits beginnen muss um sein Spiel zu finden/zu festigen. Dennoch muss auch im Laufe der Zeit hier erkannt werden, dass es nicht um das Geld geht welches eventuell abzugreifen gibt, sondern um das Ausnutzen der gegnerischen Schwächen woraus sich der Profit dann auch von alleine ergeben sollte. Wer Bausparer statt Limitcrusher ist wird aber wohl oder übel vom Microlimit Rake aufgefressen. Ich denke aber das ein angehender Pokerspieler das im Laufe der Zeit hinbekommen kann und sich klar machen kann, dass das Geld nur Mittel zum Zweck ist um Pokerspielen zu können.

      Das wars von mir, ich hoffe ich konnte gut auf die Fragen eingehen.

      Gruß