Spielt die Anzahl der caller beim call von PP auf Setvalue eine Rolle

    • itbmotw
      itbmotw
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2007 Beiträge: 2.426
      Also die Frage steht ja schon im Titel.

      So mehr caller man bekommt umso bessere Odds bekommt man, also braucht man weniger implied Odds. Zudem steigt die Warscheilichkeit das einem einer auszahlt, natürlich braucht man weiterhin noch die implied Odds gegen jeden einzelnen, weil einem kaum mehere auszahlen. Zudem steigt die Warscheinlicheit das man mit einem Set verliert. Alles zusammen sollte die Anzahl der caller es doch verringern? Wenn ja, wie stark?
  • 4 Antworten
    • Thorsten77
      Thorsten77
      Black
      Dabei seit: 28.05.2006 Beiträge: 12.896
      Ja, genau richtig. Du bekommst bessere Odds und bessere Implied odds bei mehreren Callern, da die Wahrscheinlichkeit das Dich jemand auszahlt höher ist. Das Problem ist das quantifizieren... Ich denke das wird nur schwer möglich sein, da Du dafür auch quantifizieren musst wie wahrscheinlich es ist dass Dich ein Spieler auszahlt und wieviel er Dich auszahlt.
      Ich denke auf den low limits fährt man mit der Call 15 Regel ganz gut. Auf den höheren überlege ich mir einfach, wieviel ich mindestens vom Gegner noch bekommen muss, dass der Call break even ist (unter der Annahme ich gewinne wenn ich mein Set treffe). Hier spielt dann v.a. meine Position, der Gegnertyp und seine Range eine Rolle. Dann muss man dazu noch einrechnen, dass man auch mal mit dem Set verliert. Zudem will ich ja nicht unbedingt einen +-O Call machen der nur meine Varianz erhöht, sondern ich will einen +EV call machen. Daher will ich über dem Mindestbetrag sein.
      Durch diese Denkweise verfährt man nicht mehr strikt nach Call 15, sondern macht auch mal "Call 12"-Calls (z.B. wenn der Gegner wohl ein hohes Pocket hat und damit i.d.R. broke geht) oder man foldet auch mal (z.B. wenn ich OOP gegen Shagg spiele - da weiss ich das ich ihn in den seltensten Fällen stacken kann ;) )
    • itbmotw
      itbmotw
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2007 Beiträge: 2.426
      Naja Shagg spielt so thight, der hat dann eher gute Hände, aber zahlt dich wohl dennoch weniger aus, würde jetzt dennoch wissen in welchen Bereichen man sich bewegen darf?
      Weil runter bis das 10 fache sollte man wohl nicht gehen.
    • Hanspanzer
      Hanspanzer
      Bronze
      Dabei seit: 06.05.2006 Beiträge: 889
      Original von itbmotw
      Naja Shagg spielt so thight, der hat dann eher gute Hände, aber zahlt dich wohl dennoch weniger aus, würde jetzt dennoch wissen in welchen Bereichen man sich bewegen darf?
      Weil runter bis das 10 fache sollte man wohl nicht gehen.
      kommt ja auch drauf an welche odds dir der Pot gibt.

      wenn einer raised und 2 haben bereits gecallt, dann hast du ja schon odds von 1:3 ---> besser als 1:1^^

      bei 1:7,5 kannst du ja schon ohne implied odds callen
    • Thorsten77
      Thorsten77
      Black
      Dabei seit: 28.05.2006 Beiträge: 12.896
      Wie Hanspanzer geschrieben hat spielt das Geld der Limper eine Rolle (die Call15-Regel ist hier recht einfach, da sie Anfängern eine leichte Entscheidungsgrundlage bieten soll). Bei 1:7,5 braucht man auch noch ein paar Implieds, da man ja nicht immer wenn man das Set trifft auch gewinnt. Aber ich denke da callt man immer ;)

      Generell kann man die Frage halt nicht genau beantworten. Ich habe auch schon mal einen sehr knappen Call gemacht - hier hatte ich aber gute Reads auf den Gegner (hatte einen PFR von 2, raist nur starke Karten und geht mit OVerpairs broke) der von UTG geraist hat. Er musste hier AA/KK und wenn ich weiss das ich ihn stacken kann kann man auch knappe Calls machen. Das Problem an einer Ermittlung der Grenze ist, dass man zuviele Faktoren wie "wieviel bekomme ich von dem Gegner", "wie ist meine Position" (wirkt sich auf den ersten Punkt aus) und "wieviele Gegner hinter mir callen noch" beachten müsste.