22-77 am BTN

    • circe
      circe
      Bronze
      Dabei seit: 18.03.2005 Beiträge: 1.495
      Hallo zusammen,

      angenommen wir halten 22-77 am BTN und vor uns gibt es preflop ein Raise von einem unknown Player.

      Wie spielen wir dann unsere Hand weiter?

      a) call, bzw. set mining.

      Vorteil: Wenn wir unser Set hitten, haben wir die Chance, einen großen Pott zu gewinnen.

      Nachteil: Ohne Hit müssen wir oft am Flop aufgeben, weil Overcards kommen.

      b) 3 bet

      Vorteil: Wir erzeugen fold equity und es besteht die Chance, den Pott entweder preflop oder durch die c-bet am Flop mitzunehmen.

      Nachteil: Wir gewinnen nur einen kleinen Pott


      Welche Spielweise ist besser, a) oder b) ?

      Liebe Grüße

      Christian
  • 9 Antworten
    • mnl1337
      mnl1337
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 13.01.2008 Beiträge: 15.462
      a
      btw man kann auch folden
    • WerPix
      WerPix
      Platin
      Dabei seit: 24.08.2009 Beiträge: 816
      a)

      Und es gibt übrigens auch andere Wege den Pot zu gewinnen, wenn man nicht das Set floppt. Z.B. floaten oder bluffraisen.
    • Zatox11
      Zatox11
      Diamant
      Dabei seit: 09.01.2011 Beiträge: 2.758
      Kommt auf den BTN an. Gegen eine 50% Range macht es meiner Meinung nach überhaupt keinen Sinn, die kleinen Pockets auf Setvalue zu callen, weil man bei Hit selten einen großen Pot spielt, da Villains Range selten was starkes hat. Außerdem ist es unglaublich schwierig OOP seine Equity zu realisieren, weil man ständig buttom Pair hat und sich mit calldowns in ein Guessing Game begibt, was longterm ganz sicher -EV ist. Zum floeaten oder Bluffraisen gibt es ganz sicher besser geeignete Hände, als solcher zwei Outer.

      Ich würde gegen einen loosen BTN auf jeden Fall 3bet oder Fold bevorzugen. Die 3bet hat den Vorteil, dass der BTN sehr viel von seiner weiten Range folden muss und wir sehr oft preflop den Pot einsammeln. Wenn er callt ist unser postflop Spiel auch super einfach: Bei Hit gehen wir broke und ansonsten check/fold.
    • bashpepe89
      bashpepe89
      Bronze
      Dabei seit: 18.10.2011 Beiträge: 2.106
      Original von Zatox11
      Kommt auf den BTN an. Gegen eine 50% Range macht es meiner Meinung nach überhaupt keinen Sinn, die kleinen Pockets auf Setvalue zu callen, weil man bei Hit selten einen großen Pot spielt, da Villains Range selten was starkes hat. Außerdem ist es unglaublich schwierig OOP seine Equity zu realisieren, weil man ständig buttom Pair hat und sich mit calldowns in ein Guessing Game begibt, was longterm ganz sicher -EV ist. Zum floeaten oder Bluffraisen gibt es ganz sicher besser geeignete Hände, als solcher zwei Outer.

      Ich würde gegen einen loosen BTN auf jeden Fall 3bet oder Fold bevorzugen. Die 3bet hat den Vorteil, dass der BTN sehr viel von seiner weiten Range folden muss und wir sehr oft preflop den Pot einsammeln. Wenn er callt ist unser postflop Spiel auch super einfach: Bei Hit gehen wir broke und ansonsten check/fold.
      hast dich verlesen, hero is am button.

      ansonsten haste natürlich v.a. im SB recht mit dem was du schreibst.
    • Zatox11
      Zatox11
      Diamant
      Dabei seit: 09.01.2011 Beiträge: 2.758
      Original von bashpepe89
      hast dich verlesen, hero is am button.

      ansonsten haste natürlich v.a. im SB recht mit dem was du schreibst.
      Ohja ich sehs :rolleyes:

      Wenn wir am BTN sind, ist natürlich der Call meistens besser. Gegen UTG und MP können wir auf jeden Fall auf Setvalue callen und weil wir auch noch Position haben spielt sich das ganze schon wesentlich besser. Außer gegen einen sehr loosen CO wird die 3bet wieder etwas attracktiver. Von Bluffraises oder Floats am Flop würde ich aber dennoch absehen, weil wir dazu einfach viel bessere Hände mit mehr Equity dafür zur Verfügung haben.
    • Pokerstratege144
      Pokerstratege144
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2013 Beiträge: 193
      default ist a)

      Jedoch mache ich es von mehreren faktoren abhängig ob ich calle oder 3bette und nicht nur von der eigenen hand.
      allerdings spiele ich auch bevorzugt mtts und kenne mich von da her nur flüchtig mit cashgames aus
    • mnl1337
      mnl1337
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 13.01.2008 Beiträge: 15.462
      #2 alles was zatox sagt ;)
    • Witz84
      Witz84
      Bronze
      Dabei seit: 20.11.2007 Beiträge: 6.145
      Wenn aggressive squeezer/3better in den blinds sitzen, sollte man das auch in die Entscheidung mit einbeziehen und entsprechend folden. Ansonsten noch Postflop Tendenzen, wenn vorhanden, des Openraisers beachten. (Cbetverhalten, gut floatbar?, etc.)
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von mnl1337
      #2 alles was zatox sagt ;)
      Ist viel Wahres dabei! =)

      Original von Witz84
      Wenn aggressive squeezer/3better in den blinds sitzen, sollte man das auch in die Entscheidung mit einbeziehen und entsprechend folden. Ansonsten noch Postflop Tendenzen, wenn vorhanden, des Openraisers beachten. (Cbetverhalten, gut floatbar?, etc.)
      Vor allem das mit den Squeezern ist ein gutes Beispiel. Letztlich ist die Frage was von den Blinds zu erwarten ist. Wenn da jemand sitzt der viel callt, werden spekulative Hände natürlich deutlich wertvoller.

      Haben wir von dort aber viel Aggressivität zu erwarten, sinkt der Wert der Hand.

      Zum Thema 3-bet: Die Vorteile die du nennst passen ja auf any2! Klar erzielst du mit einer Button-3-bet Foldequity, kannst postflop in Position spielen und durch die Cbet den Pot eintüten. Nur warum möchtest du das mit kleinen PPs machen?

      Eine Button-3-bRange kann natürlich loose sein, allerdings sind mir da reine Bluffs mit Card Removal lieber. Zudem ist die Frage wie die Gegner reagieren, es gibt einfach viele Spieler die kaum/wenig Hände OOP callen auf 3-bets hin.

      Würde es sich um BU vs SB handeln und wir in den Blinds sitzen würde ich dennoch lieber 87s 3-betten als 22. 22 trifft halt entweder sein Set oder ist eine wertlose Hand mit zwei Outs. Ich bin nicht der Meinung dass man die kleinen PPs in seine 3-bet(-Bluu-)Range packen muss.

      Im übrigen mache ich einen kleinen Unterschied ab 55, 22-55 sind für mich die ganz kleinen PPs wo nur ein Set zum guten weiterspielen hilft, bei 66+ gehts ja langsam in den Grenzbereich einer made hand. 77-99 sind sicherlich Hände die auch ohne Set passabel zu spielen sind, zumindest sollte man das Unterscheiden.

      Klar ist auch: 77 >>>22. ;)