Erfahrungen von CAP Spielern gesucht.

    • azhubham
      azhubham
      Einsteiger
      Dabei seit: 02.06.2013 Beiträge: 1
      Hi

      Ich bin zurzeit am überlegen, ob es sich lohnt CAP 6max zu lernen.
      Da ich momentan am umsatteln bin auf masstabeling + rakebackgrinder
      und immer behauptet wird es sei ja sooooo easy als shortstack zu spielen.
      Allerdings behaupte ich einfach mal, dass es schwieriger ist als man von
      außen vermutet und einem viel mehr postflop entscheidungen abverlangt
      als man denkt. Aber wenn ich einfach mal den Gerüchten nachgehe, kommt
      immer dasselbe bei rum: Weniger postflop entscheidungen, allgemein
      leichtere entscheidungen und eigendlich muss man nur ein paar Charts
      auswendig lernen und das gelernte am Tisch richtig umsetzen.

      Da ich dem Frieden aber nicht so recht traue, frage ich hiermit die CAP Spieler
      was sie zu ihrem Spiel zu sagen haben und ob sie mir vielleicht Lernmaterial
      empfehlen können.(Ich kenne bezüglich CAP nur die 2 Guides von Ultimate Grinders,
      vielleicht kann mir jemand hier ein comment dazu abgeben)

      Was mich hauptsächlich interessiert:
      Ist es wirklich allgemein "leichter"?
      Ist der 395$ Guide erstmal lernmaterial genug für 50NL?
      Zuletzt: ist CAP wirklich so einfach zu masstabeln wie alle behaupten?

      So das warn erstmal die wichtigsten Fragen, hoffe dass sich der eine oder andere CAP Spieler
      hier meldet und sein Senf dazugibt.

      Danke im vorraus!
  • 2 Antworten
    • Remoh
      Remoh
      Bronze
      Dabei seit: 11.03.2006 Beiträge: 1.196
      Im Vergleich zu 100BB Poker ist es logisch, dass man mit einem 20BB Stack weniger Postflopentscheidungen hat. Dennoch gibt es viele Situationen in denen man Postflop viele wichtige und auch schwierige Entscheidungen zu treffen hat.

      Charts sind ein wichtiger Teil um erfolgreich CAP zu spielen. Jedoch wird jemand, der blind nach irgendwelchen Charts spielt wohl im besten Fall breakeven spielen können.

      Zu den Guides kann ich dir leider nichts sagen. Wichtig ist eigentlich immer, dass du dich vorher informierst ob der Spieler, der die Guides geschrieben hat bzw. coaching gibt auch noch heute die Games schlägt. Gutaussehende Tabellen und klug aussehende Texte sind schnell geschrieben. Man muss sich auch oft überlegen warum jemand einen Guide in x Seiten packen kann mit dem jedermann dann "easy" gewinnen kann und diesen auch noch verkauft anstatt still und heimlich mit der guten Strategie weiter zu spielen.

      Zum Punkt masstabeln ist zu sagen, dass es auch hier wieder der Vergleich zu 100BB ist, bei dem man sagen kann, dass es definitiv einfacher ist zu masstabeln. Dennoch ist soetwas ja auch immer eine persönliche Preferenz.
    • Bierb4ron
      Bierb4ron
      Black
      Dabei seit: 05.04.2009 Beiträge: 21.089
      ohne solide postflop skills gibts auf cap keine monnies.

      sogar auf nl50 sind fast alle regs preflop einigermaßen solide.
      da kann man sich imo keine nennenswerte edge mehr aufbauen, braucht aber als einsteiger selbst einige zeit, bis man nah ans optimum gefunden hat.

      cap ist mmn das game mit der kleinsten maximalen winrate.
      nl200+ gibts wahrscheinlich keinen mehr, der in ringgames (also 4+ spieler)langfristig deutlich mehr als 2bb/100 ev macht.
      wer auf nl50 und nl100 ne rakeback-relevante anzahl an tischen spielen will, wird dann wohl noch zu viele spots verpassen, um über 2bb/100 zu kommen.

      und bei diesen 2bb-winnern sorgt die varianz auch mal für 100k hände breakeven oder einfach mal ne downphase von 1.000bb.

      wer sich an cap wagt, muss daher ein super solides mindset haben, weil bei ohnehin geringer möglicher edge ziemlich schnell ins minus getiltet wird.

      die nennenswertesten bb/100 winner spielen dann HU und 3x games. dort crushen sie aber auch nur deswegen, weil sie ihre gegner postflop fertig machen.


      cap kann dir eigentlich nur jemand empfehlen, der dich als neuling an den tischen erwartet.