Nasirijah1

    • Nasirijah1
      Nasirijah1
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2013 Beiträge: 112
      Hallo zusammen,

      bevor ich loslege möchte ich mich kurz vorstellen, da ich das bisher noch nicht getan habe.

      Allerdings möchte ich an der Stelle nicht meinen Namen "verraten", da man diese ganzen Forum Artikel ja auch ohne Anmeldung suchen, lesen bzw. googlen kann.

      Ja also erst kurz zu mir: Wohne in NRW, bin 22 Jahre alt und bin diesen Sommer mit meiner Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung fertig geworden - oder zumindest denke ich das, die Ergebnisse stehen ja noch aus! :)


      So. Nun zur ersten Lektion:

      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?

      Naja, ich denke wie die meisten anderen auch habe ich mit Freunden angefangen zu Pokern. Mit ein wenig Geld aber definitiv eher zum Spaß. Das hat so mit ca. 15 - 16 angefangen, allerdings relativ gesehen sehr sehr selten. So um die 3 mal im Jahr nur schätze Ich. Leider hatten die meisten nicht viel Lust öfters zu spielen oder die Umstände haben dagegen gesprochen. Deshalb habe ich meine ersten Gehversuche im Online Poker gemacht. Ich war anscheinend einer der größten Fische, da ich mein Geld ziemlich schnell verzockt habe.. Aber naja, wie soll es auch anders laufen ohne jegliche Vorstellung von Wahrscheinlichkeiten, guten und schlechten Karten, oder Strategien. Was ich im Gegensatz dazu aber so interessant fand, war dass bei allen Glücksspielen immer gegen die Bank gespielt wurde, nur beim Pokern nicht. Dadurch hatte Ich zumindest immer eine Vorstellung davon, dass nicht nur alles vom Glück - oder Pech abhängig ist, sondern wie man spielt und wie man seine Gegner einschätzt. Was natürlich einen gewissen Reiz ausmacht. Im März 2013 habe Ich mich dann zusammen mit einem Kollegen mehr dem Thema gewidmet und hatten sogar jemanden der uns couchen wollte - sau geil! Leider ist dieser kurz vorher abgesprungen. Da ich aber gesehen habe wie dieser auf 20 Tischen gleichzeitig gespielt hat, und nach der Session sogar ein dickes + auf seinem Pokerkonto hatte, hat mich natürlich auch der Reiz gepackt damit Geld zu verdienen.

      Da der Couch aber wie bereits erwähnt abgesprungen ist, werde ich das ganze wohl selbst in die Hand nehmen müssen. Den Ehrgeiz habe ich dadurch jedenfalls nicht verloren - eher im Gegenteil. Und dazu ist dieser Anfängerkurs denke ich genau das richtige! :)

      Also kurz gesagt: Der Spaß am Spiel, und natürlich das Geld verdienen. Dazu kommt allerdings dass ich die Herausforderung super finde die Gegner einzuschätzen und nur gedanklich im Kopf, sich Ziele und Pläne zu erarbeiten und diese dann am Tisch umzusetzen (also eig. fast wie in meinem Beruf).


      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?

      Hui, ich denke da gibt es viele... aber mal überlegen welche mir aufgefallen sind:

      so speziell auf jeden Fall: Wenn ich vor dem Flop erhöht habe, dann auf dem Flop eine CBet mache und der Spieler callt. Da weiß ich nicht was ich machen soll. Weiter erhöhen und hoffen er geht raus? Checken damit er weiß ich habe nichts aber nicht mehr Geld in den Pot bringen?
      Das ganze denke ich liegt verallgemeinert daran das ich die Ranges der Gegner nicht wirklich einschätzen kann (trotz Hold em Manager)..

      Dann errechne ich mir Pot Odds und dürfe laut diesen eig nicht callen, tue es aber trotzdem einfach Hoffnung dass ich treffe, weil ich so selten korrekte Pot Odds für einen Call habe. Die Gegner geben mir halt keine schwachen bets.. aber genau da denke ich teils auch das die bluffen könnten.. und implied odds echt immer dazu rechnen?!

      Zusätzlich muss ich definitiv meine Hände analysieren, aber trotz Lesen von den Spiel Analyse Artikeln komme ich damit nicht klar.. und das muss ich echt lernen...

      Und dazu kommt noch dass ich mich zu oft aus einem Pot verdrängen lasse, wenn ich nur z.B. 3bette und mein gegner noch mal Raist geh ich meist raus.. ich weiß nicht ob das immer richtig ist..

      Naja das war es so was mir einfällt..


      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?

      Also tight bedeutet aufs Pokern bezogen nur sehr wenige, aber dafür generell sehr starke Karten zu spielen. Also kann man sagen der Spieler hat eine sehr geringe Range.
      Aggressiv bedeutet eher zu setzen statt zu checken, und eher zu raisen statt zu callen. Den Gegner also dominieren und unter Druck setzen. Dadurch hat man langfristig eine hohe Gewinnwahrscheinlichkeit.

      Eher kurz und knapp.. hoffe das reicht.. (also letzteres. fällt mir grad so auf...)



      Greetz und danke für eure Mühe :)
  • 7 Antworten
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hi, ersteinmal willkommen in unserem Kurs.

      Meinen vollen Namen würde ich jetzt auch nicht freiwillig verraten. Ist auch nicht so wichtig. Wobei mit einem Vornamen kann man ja eigentlich nicht viel anfangen, wenn es kein sehr seltener ist. Ist aber auch nicht wichtig, wie gesagt. ;)

      So, dann mal zu den Fragen:

      Zusätzlich muss ich definitiv meine Hände analysieren, aber trotz Lesen von den Spiel Analyse Artikeln komme ich damit nicht klar.. und das muss ich echt lernen...


      Wie meinst du das? Wo liegen da deine Schwierigkeiten?

      Ansonsten kann ich dir bei den Punkten, die du als Schwächen aufzählst hauptsächlich das Handbewertungsforum empfehlen, dort kannst du zusammen mit anderen Pokerstrategen deine Hände analysieren, oder dich auch an den Diskussionen zu denen Händen von anderen beteiligen, das wird deinem Spiel enorm weiterhelfen. Und auch der Kurs ist schonmal ein guter Weg.

      Und bei Frage 3 bin ich voll und ganz zufrieden mit deiner Antwort.

      So, dann wünsche ich dir schonmal viel Spaß bei Lektion 2.
    • Nasirijah1
      Nasirijah1
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2013 Beiträge: 112
      Hey,

      vielen Dank für deine Antwort! =)

      Naja, die Sache ist wenn ich meinen Namen + Poker bei google eingebe, würde man diesen Beitrag schon direkt finden. Und durch meine Beschreibung dann auch direkt wissen das ich es bin. Was zwar schon sehr unwahrscheinlich ist, dass so was passiert - aber möglich ist es. :P

      Wie auch immer:

      Also meine Schwäche liegt einfach an der Herangehensweise. Klar eine Hand auszusuchen ist jetzt nicht so schwer, da gibt es einige. Aber dann zu schauen was muss ich machen? Wie kann ich darauf kommen ob ich richtig gehandelt habe oder nicht? Meine Vorgehensweise wäre dabei immer zu schauen ob die einzelnen Züge +EV waren. Wenn ja ist es gut, wenn nicht, naja.. dann hätte ich eher folden sollen. Aber das ist (wie du sicher weißt) leichter gesagt als getan! =)

      Habe bisher 2 Hände zur Bewertung gegeben, welche auch super analysiert wurden. Also das ist schon eine echt gute Sache, vorallem weil ich sehe wie die Profis an die Sache ran gehen. Und das werde ich definitiv auch weiter so handhaben! =)

      Den Anfängerkurs sehe ich übrigens echt als super Einstieg hier in die Community, und in das Pokergeschehen natürlich.

      So weiter gehts zur zweiten Lektion:

      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum?

      Das Problem des SHC ist es, dass alles kompakt gehalten und vereinheitlicht wurde (was vllt. auch gar nicht anders möglich wäre, da sonst die Einfach- und Verständlichkeit darunter leidet). Also mehrere Karten, werden auf mehreren Positionen gleich kategorisiert. Dabei spielt es keine Rolle ob z.B. AQ von MP1, MP2, oder MP3 geraist wird. Außerdem spielt es auch keine Rolle WELCHER Spieler beispielsweise vor einem erhöht hat und aus welcher Position. Also kann man sagen das SHC kann nicht alle Fälle berücksichtigen da ein großer Teil an Informationen fehlt. Trotzdem sind alle Züge nach SHC +EV. Es ist allerdings möglich die selbst gewonnenen Informationen so zu verwenden, dass man vom SHC abweichen kann. Einfach um die EV zu maximieren.

      Für mich kommt dafür in Frage mehr Hände als im SHC empfohlen aus z.B. später Position zu raisen, wenn z.B. die Blinds ziemlich tight sind (so etwas kann man ja nicht vereinheitlichen).

      -> Blindstealing

      Und wenn ich Edge gegen einen schlechteren Spieler habe, gegen den Ich versuche alleine zu spielen.

      -> Isolation



      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat.

      KJo Preflop


      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo?

      Preflop besitze Ich mit AKo 46,31% Equity gegen die Top 5% Range des Gegners. Dieser hat dementsprechend 53,69%.


             Equity     Win     Tie
      CO     53.69%  45.28%   8.41% { 88+, AJs+, KQs, AKo }
      BU     46.31%  37.90%   8.41% { AKo }


      Eine Frage habe ich dazu. Die Range meines Gegners dient dazu meine Equity zu berechnen. Der Erwartungswert wird durch die Equity und das Verhältnis zw. Pot Größe und Einsatz ermittelt.
      Nur woran kann ich entscheiden ob ein Zug nun gut war oder nicht? War meine Equity in diesem Fall größer als die, des Gegners oder der Gegner? Oder hatte ich einen postiven EV?


      Vielen Dank
      Greetz
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Sorry für die lange Wartezeit.

      Also, bei den Händen ist wirklich das Handbewertungsforum einfach der beste Weg.

      Ich denke wir schauen uns dann mal Lektion 2 an:

      Frage 1:
      Hier hast du den wichtigsten Schwachpunkt des SHC gut erkannt. Wenn du die Hände und Positionen genauer einteilst, dan kannst du da auf jeden Fall noch einiges herausholen.

      Frage 2:
      Bei der Hand hat Ghostmaster ja schon ziemlich genau analysiert, ich denke dazu muss ich nichts mehr sagen.

      Frage 3:
      46% sind richtig.

      Zu deiner Frage:
      Also, wir haben Folgende Gleichung:

      EV = Equity * (Win + Investment) - Investment

      Für und letztendlich musst du die nur entsprechend dem, was du suchst umstellen und lösen.

      In dieser Aufgabe geht es allerdings nicht um den EV, es wird hier einfach nur nach der Equity gefragt, wir machen hier ja gar keinen Spielzug.
    • Nasirijah1
      Nasirijah1
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2013 Beiträge: 112
      Hey, ach gar kein Problem.
      Hatte selbst ziemlich viel um die Ohren. :)
      Aber jetzt gehts hier mal weiter. Und das nicht in dem Tempo! :P

      Erstmal, auf das Thema mit dem EV Wert werde ich mich wohl in der nächsten Zeit mehr mit beschäftigen. Habe erst noch den Einsteigerlernpfad wiederholt. =)

      So zu den Fragen:
      Frage 1: Du hältst K :spade: Q :spade: . Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 3 :diamond: 3 :club: ? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: J :spade: :diamond: :spade: 53?

      Preflop:

             Equity     Win     Tie
      MP2    50.78%  50.40%   0.38% { KsQs }
      MP3    49.22%  48.84%   0.38% { 3d3c }


      Postflop:

      Board: J:spade: 5:diamond: 3:spade:
             Equity     Win     Tie
      MP2    26.46%  26.46%   0.00% { KsQs }
      MP3    73.54%  73.54%   0.00% { 3d3c }


      Hätte ich gar nicht gedacht, dass der Flushdraw so schlecht gegen den Drilling aussieht. Protecte wohl immer zu hoch wenn ich den Drilling habe! :P


      Frage 2: Wie würdest du in der folgenden Hand agieren?
      No Limit Hold'em $2 (9-handed)
      Spieler und Stacks:
      UTG: $2.00
      UTG+1: $2.08
      MP1: $1.92
      MP2: $1.00
      MP3: $3.06
      CO: (Hero) $2.08
      BU: $2.00
      SB: $2.00
      BB: $1.24
      Preflop: Hero is CO with A :club: J :club:
      5 folds, Hero raises to $0.08, BU calls $0.08, SB folds, BB calls $0.06.
      Flop: ($0.25) 2 :club: 6 :diamond: 3 :diamond: (3 players)
      BB checks, Hero checks, BU checks.
      Turn: ($0.25) 5 :club: (3 players)
      BB checks, Hero bets $0.22, BU raises to $0.44, BB folds, Hero...?

      Also um die Range mal ein wenig einzugrenzen (vllt geht es darum auch garnicht.. ?( ) würde ich sagen das der Gegner keine hohen Karten mit niedriegem Kicker wie eine K4 callt. Wenn überhaupt eher mit mittlerem Kicker und eher suited. Obwohl diese ja eig. wenn der Flushdraw nicht ankommt eher dominiert werden. Aber am Button möglich. Er wird wohl eher PPs und suited connectors callen. QQ+, AKo, AJs+, vllt auch noch KQs kann ich denke ich ebenfalls ausschließen da er diese am Button geraist hätte.

      Somit würde ich Ihm Preflop eine Calling Range von JJ-22, ATs-A9s, KJs-KTs, QTs+, JTs, T9s, 98s, 87s, 76s, 65s, 54s, AQo-AJo, KQo geben.

      Dagegen hätten wir eine Equity von:


             Equity     Win     Tie
      CO     54.50%  51.96%   2.54% { AcJc }
      BU     45.50%  42.96%   2.54% { JJ-22, ATs-A9s, KJs-KTs, QTs+, JTs, T9s, 98s, 87s, 76s, 65s, 54s, 43s, 32s, AQo-AJo, KQo }


      Nach dem Flop:

      Board: 2:club: 6:diamond: 3:diamond:
             Equity     Win     Tie
      CO     41.64%  38.72%   2.92% { AcJc }
      BU     58.36%  55.44%   2.92% { JJ-22, ATs-A9s, KJs-KTs, QTs+, JTs, T9s, 98s, 87s, 76s, 65s, 54s, 43s, 32s, AQo-AJo, KQo }


      Da der Gegner checkt würde ich 22,33,66 ausschließen da er hiermit gesetzt hätte (for value und protection?!) Den Karo Flushdraw ebenfalls. Er ist in Position und könnte semi bluffen. Trotzdem muss man drauf achten wenn der Karo draw ankommt wie der Gegner sich verhält. Er kann ja auch trotz draw checken. Mit den suited connectors würde er mit 54 sicherlich betten. 43 war nicht in seiner Range Preflop enthalten. 65 würde er evtl mit bluffen, immerhin Toppair und gutshot.. mit 76 würde er denke ich auch bluffen wegen dem Toppair. Die restlichen Overpairs die nicht zum Set wurden hätte er evtl ebenfalls geraist.

      Somit bleibt folgende Range nach dem Check, am Turn

      55-44, ATs-A9s, KJs-KTs, QTs+, JTs, T9s, 98s, 87s, AQo-AJo, KQo

      gegen diese haben wir folgende am Turn folgende Equity:


      Board: 2:club: 6:diamond: 3:diamond:  5:club:
             Equity     Win     Tie
      CO     66.25%  60.24%   6.00% { AcJc }
      BU     33.75%  27.75%   6.00% { 55-44, ATs-A9s, KJs-KTs, QTs+, JTs, T9s, 98s, 87s, AQo-AJo, KQo }


      Hätte der Gegner am Turn das Flushdraw getroffen, hätte er dieses eher nach Pot Odds gespielt und nicht geraist. Hohe Karten hat er ebenfalls nicht getroffen somit kann man KQo, AJo, AQo, QTs, KJs, KTs, QJs, A9s und ATs ausschließen. Die anderen suited connectors JTs, T9s, 98s, 87s können ebenfalls ausgeschlossen werden.

      Somit bleibt nur noch 44 - 55 übrig. ( wenn alles richtig gelaufen ist meinerseits vom einschätzen..)
      Dagegen haben wir eine Equity von:

      Board: 2:club: 6:diamond: 3:diamond:  5:club:
             Equity     Win     Tie
      CO     20.45%  18.18%   2.27% { AcJc }
      BU     79.55%  77.27%   2.27% { 55-44 }


      soooo daraufhin die Entscheidung: "Fold"

      Anders: 25ct + 22ct + 44ct = 0,91$ im Pot und ich muss weitere 0,22$ bezahlen. Entspricht 91 : 22 = 4,135 : 1 Pot Odds. Für einen Call sind aber nur 4 : 1 benötigt.

      Somit Entscheidung "Call"


      Was ist denn nun richtig? vllt bin ich auch einfach nur zu müde grad..

      Frage 3: Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten.

      Link: AK Preflop

      Habe sicher Fragen zu Postflop, grad nur ein wenig zu müde schaue morgen nochmal drüber! =)

      Soo danke und greetz =)
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Frage 1:
      Das hängt auch damit zusammen, dass man mit einem Drilling auch immer den Redraw auf das Full House hat.

      Frage 2:
      Also eigentlich ist beides Richtig. Du rechnest nur mit unterschiedlichen Ranges.

      Also, bei den 4:1 Potodds mit dem Flushdraw geht man ja davon aus, dass man 9 Outs hat. Gegen die Sets wie in diesem Fall 55 hast du aber keine 9 Outs, sondern nur 7, da die 3 :club: und 6 :club: dem Gegner ein Full House geben.

      Für diese Aufgabe würde ich am liebsten bei den Potodds bleiben. Und dem Gegner eine Range aus Sets und Straights geben. Wie viele Outs haben wir dann gegen die Gesamtrange?

      Und letztendlich gibt es evtl. noch Konzepte, die es uns ermöglichen zu callen, obwohl die Potodds nicht ausreichen? Welche wären dass, und wie könnte man diese hier anwenden?

      Frage 3:
      Joa, ich hab mir den Thread jetzt nicht komplett durchgelesen, aber Ghostmaster hat ja schon geantwortet ;) .
    • Nasirijah1
      Nasirijah1
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2013 Beiträge: 112
      Stimmt, an das FH denke ich generell viel zu selten. Ob beim Gegner oder selbst meine drawing chance!

      Zu Frage2:

      Also, noch kurz für den Überblick Board: 2 :club: 6 :diamond: 3 :diamond: 5 :club:

      Wenn wir davon ausgehen der Button hat nur Sets und Straights, würde Ich ihm folgende Range geben: 22, 33, 55, 66, A4s, 43s, 45s, 4Ks (46s - 4Qs hätte er nicht gecallt, obwohl gerade diese beiden grenzwertig sind.)

      Normalerweise haben wir 9Outs. Wie du bereits erwähnt hast werden 6 :club: 3 :club: abgezogen. Also 7Outs.

      Bei den Straßen bin ich mir jetzt nicht so ganz sicher. Wir gehen ja davon aus er hält bereits eine fertige Straße oder nicht? Müssen wir da überhaupt Outs abziehen?

      1. geht es doch nur darum welche Karte noch kommen kann und nicht welche er schon hat oder?

      2. Ist das Flush doch stärker. Selbst wenn er auf einem Draw sitzt und bsp noch eine Karte für die Straße braucht, diese Kreuz ist, würde Sie zwar Ihm helfen aber uns ja trotzdem das bessere Blatt beschaffen oder?

      Auf der anderen Seite kann es sein das er bei den Karten für die Straight Kreuz hält, da er ja eig nur suited connectors oder A- oder K-highsuited callt. Dadurch könnte er die 4, und den K in Kreuz halten. Somit noch mal 2 Outs weniger.

      Bin mir nicht ganz sicher ehrlich gesagt. ?(

      Also Entweder 5 oder 7 Outs würde Ich sagen. :P

      Und letztendlich gibt es evtl. noch Konzepte, die es uns ermöglichen zu callen, obwohl die Potodds nicht ausreichen? Welche wären dass, und wie könnte man diese hier anwenden?


      Ja, nämlich die Implied Odds. Diese sind Annahmen über das was der Gegner nach Vervollständigung des Draws noch zahlt.

      Gehen wir mal nur von den 5 Outs aus, würde das heißen ich hätte Odds von 8,2 : 1. Pot Odds sind (0,44$ + 0,22$ + 0,25$) : 0,22$ -> 4,14 : 1.

      Ich bräuchte also nicht das 4fache meines Einsatzes als Gewinn, sondern das ca. 8fache 22ct * 8 = 1,76$ - 0,88$ = 0,88$ zu wenig. Wenn ich calle am Turn würde der Pot am River 0,91$ betragen. Somit sind die 0,88$ etwas unter Pot size Bet, welche er mit einem Drilling oder Straße auf einem Backdoorflush mit hoher Wahrscheinlichkeit reinbringen würde.

      Hoffe meine Denkweisen waren richtig so :P

      Danke fürs hinterfragen, dadurch wird einem immer wieder doch noch so einiges bewusst. ;)

      Greetz
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Naja.

      Also, fangen wir ersteinmal mit den Sets an, denn dagegen ist die Sache recht einfach. Wir haben 7 Outs, Punkt.

      So wie sieht es gegen die Straights aus? Also hier hast du dich ganz schön verunsichern lassen ;) .
      Gegen die Stright haben wir immer 9 Outs, da der Flush besser ist als eine Straight.

      Nun schauen wird uns aber seine Gesamte Range an. Der Einfachheit halber sagen wir, diese besteht zur einen Hälfte aus Sets und zur anderen Hälft aus Straights.

      Du hast also gegen eine Hälfte 7 Outs und gegen die andere Hälfte 9 Outs. Von daher muss die Zahl für deine Outs gegen die Gesamtrange dazwischen liegen. Also, wir können uns 8 Outs geben ;) .

      Dann sieht auch die Berechnung der Implied Odds gleich viel freundlicher aus. ;)