Anyon3

    • Anyon3
      Anyon3
      Bronze
      Dabei seit: 06.11.2009 Beiträge: 81
      Heya!
      Erstmal eine kurze Vorstellung meinerseits:
      Mein Name ist Chris, bin 22 Jahre alt, wohne in Nürnberg und studiere Informatik. Außerdem versuche ich meinen Körper und Geist mit einigen Sportarten fit zu halten.

      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?
      Einerseits um mir nebenbei etwas Geld zu verdienen. Allerdings gibt es immernoch den Traum eines Tages davon (!gut!) Leben zu können.Also hauptsächlich um mir den einen oder anderen Extrawunsch zu erfüllen.
      Andererseits komme ich aus dem eSport, genauer: StarCraft. Da mich StarCraft2 extrem langweilt brauche ich eine Ersatz-Individualaktivität und da man ja schon von dem einen oder anderen erfolgreichen Pokerspieler hört, der von der StarCraft-Szene kommt, bietet es sich eben an.

      /edit: Von Poker leben zu können ist nicht mehr mein Ziel. Ich will mir mit dem Geld ein paar Extrawünsche erfüllen, wie z.B. ein besseres Auto oder ein nicht ganz so billiges Hobby. Später bestimmt auch mal Reisen. Etwas auf der hohen Kante ist auch nicht zu unterschätzen.
      Die ganzen VIP-Angebote von Pokerstrategy haben es mir jetzt auch angetan. Da mal dabei zu sein motiviert mich derzeit auch (:




      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?
      Meine größte Schwäche ist die fallende Motivation, sobald ich keinen Fortschritt mehr in meiner Leistung erkennen kann. Ich hatte schonmal mit dem Starterbonus von PokerStrategy angefangen, aber bereits nach einem Monat komplett die Lust und damit auch das Geld verloren, obwohl ich gute Ergebnisse erzielte.
      Eine weitere Schwäche ist Langeweile und Multitabling. Der Grund für StarCraft war die unendliche Action. Im Poker kann es ja mal passieren, dass man 5 Minuten oder länger keine spielbare Hand bekommt. Dann fange ich Multitabling an, aber nicht erst an 2 oder 3 Tischen, sondern gleich an 9+. Seitdem ich wieder angefangen habe, kann ich es kontrollieren und spiele nur an 2 Tischen. Mal sehen wie lange noch.



      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?
      Ein Tight-aggressiver Spieler spielt nur wenige ausgewählte Karten, die bereits Preflop eine gewisse Stäre repräsentieren. Dafür werden diese Hände aggressiv gespielt, um möglichst viel Gewinn zu ermöglichen und schwierige Entscheidungen zu vermeiden, da man die Range der Gegner signifikant durch ein Raise eingrenzen kann. Außerdem werden somit die Gegner in komplizierte Situationen gedrängt, was wiederum zu Fehlern führt. Schwierige Entscheidungen werden auch durch Position vermieden. Das heißt man spielt meist nur, wenn man Postflop nicht vor den anderen Spielern handeln zu müssen.
  • 7 Antworten
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hallo Chris, willkommen hier in unserem Anfängerkurs.

      Also, das Multitabling ist ja ersteinmal kein Problem, du darfst es halt nur nicht übertreiben. Für mich war 4-6 Tische immer eine gute Anzahl. Als Einsteiger würde ich aber zu maximal 4 Tischen raten, die bekommt man alle auf einen Monitor, hat somit die ganze Action im Blick und auch noch ausreichend Zeit für die Entscheidungen.

      Ansonsten möchte ich dir an dieser Stelle schonmal unser Handbewertungsforum empfehlen. Dort kannst du Hände, bei denen du Schwierigkeiten hast mit anderen Pokerstrategen zusammen analysieren.

      Sehr gute Antwort bei Frage 3, da ist eigentlich alles wichtige drin.

      Von daher wünsche ich dir weiterhin viel Spaß in unserem Kurs.
    • Anyon3
      Anyon3
      Bronze
      Dabei seit: 06.11.2009 Beiträge: 81
      Sooo... lange Pause hinter mich gebracht wegen Klausuren und Urlaub. Dafür geht es jetzt wieder mit mehr Motiviation ins Rennen!! (Habe auch ganz brav Lektion 1 nochmal wiederholt :) )

      Auf zu Lektion 2:

      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum?
      Es gibt viele Situation, in denen man anders spielen kann bzw. auch sollte. Man muss seine Strategie an die Stacksize der Gegner anpassen. Kleine Stacks neigen eher zu All-ins und spielen meist aggressiver.
      Auch der Spielertyp ist sehr entscheidend. Gegen passive/tighte Spieler kann die Range leicht vergrößert werden, dagegen bei loosen/aggressiven Spielern sollte man eher weniger Hände spielen als vom SHC vorgegeben. Ein weiterer Faktor ist das Image, das man am Tisch zeigt, d. h. hatte man viel Action in den letzten Händen, sollten nicht mehr so viele Hände gespielt werden, da aufmerksame Gegner unsere Range looser einschätzen könnten. Bei weniger Action gibt man ein tightes Image vor und kann deshalb wieder mehr Hände spielen.
      Auch die Position, von der aus erhöht wurde, muss in die Entscheidung mit einfließen.

      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat.
      NL2 - TT Preflop

      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo?
      Mit Equilab berechnet: 46.32%
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Frage 1:
      Das schaut soweit ganz gut aus. Du nennst eigentlich die wichtigsten Punke.

      Frage 2:
      Hier kann ich mich MiiWiin eigentlich nur anschließen. Setvaluecall gegen diese mini 3-Bet geht klar. Und von daher easy fold, nachdem wir nichts getroffen haben.

      Frage 3:
      Das passt.
    • Anyon3
      Anyon3
      Bronze
      Dabei seit: 06.11.2009 Beiträge: 81
      Puh, mal wieder viel zu lange Theoriepause wegen Arbeit/Familie/Klausur eingelegt... Ich muss mir dringend mal einen Zeitplan zulegen. Mache definitiv zu wenig Theorie im Moment.
      Werde auch mal meine Gründe Poker zu spielen aus dem ersten Post aktualisieren.


      Frage 0: Downloade und installiere das Equilab.
      Geschafft :)


      Frage 1: Du hältst K :spade: Q :spade: . Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 3 :diamond: 3 :club: ? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: J :spade: 5 :diamond: 3 :spade: ?
      War erst auf 60-40 für mich. Equilab hat mich berichtigt: Preflop 50-50.
      Auf dem Flop treffen wir Flushdraw und halten noch overcards, allerdings Set für Villain, was unsere Overcards praktisch unbrauchbar macht. 5 :spade: komplettiert sein Full House, also noch 8 Outs. 8/45 gleich ca. 22%.... gar nicht schlecht :) laut Equilab: 26,5%.


      Frage 2: Wie würdest du in der folgenden Hand agieren?
      No Limit Hold'em $2 (9-handed)

      Spieler und Stacks:
      UTG: $2.00
      UTG+1: $2.08
      MP1: $1.92
      MP2: $1.00
      MP3: $3.06
      CO: (Hero) $2.08
      BU: $2.00
      SB: $2.00
      BB: $1.24

      Preflop: Hero is CO with A :club: J :club:
      5 folds, Hero raises to $0.08, BU calls $0.08, SB folds, BB calls $0.06.

      Flop: ($0.25) 2 :club: 6 :diamond: 3 :diamond: (3 players)
      BB checks, Hero checks, BU checks.

      Turn: ($0.25) 5 :club: (3 players)
      BB checks, Hero bets $0.22, BU raises to $0.44, BB folds, Hero...?

      Der Pot ist auf 0.25+0.22+0.44=$0.91 angewachsen. Für den Call müssen wir $0.22 bezahlen. 3bet kommt hier nicht in Frage, da wir keine gemacht Hand halten. Wir haben den Flushdraw, also 9 Outs. Asse und Jacks helfen uns nicht weiter, da jede 4 schon die Straight komplettiert.
      Odds bei 9/46 etwa 1:5 = 20%.
      Pot Odds bei 0.22/0.91 etwa 1:4 = 25%.
      Odds < Pot Odds, also fold.
      ABER da wir ja davon ausgehen, dass Villain die Straight getroffen hat, wird er uns im Falle eines Flushs unsererseits ausbezahlen. Implied Pot Odds < Odds, also Call.


      Frage 3: Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten.
      Habe über die letzten Wochen schon mehrere Hände zu Postflop geposted.
      Hier meine letzte: NL2 - 77 Draws
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Frage 1:
      Also, das schaut schonmal gut aus.


      Frage 2:
      So, hier wird es zum erstenmal interessant im Kurs.

      Fangen wir doch ersteinmal vorn an. Welche Range gibst du denn deinem Gegner hier? Und wie viele Outs hast du gegen diese Range? Gibt es auch Situationen, in denen du zwar den Flush triffst, aber trotzdem nicht die beste Hand hast?


      Frage 3:
      Hier kann ich mich nur MiiWiin anschließen. Der Raise am Flop ist keine so gute Idee, damit verwandelst du deine Hand einfach in einen Bluff, was hier nicht so gut ist.
    • Anyon3
      Anyon3
      Bronze
      Dabei seit: 06.11.2009 Beiträge: 81
      Original von SpeedyBK
      Frage 2:
      So, hier wird es zum erstenmal interessant im Kurs.

      Fangen wir doch ersteinmal vorn an. Welche Range gibst du denn deinem Gegner hier? Und wie viele Outs hast du gegen diese Range? Gibt es auch Situationen, in denen du zwar den Flush triffst, aber trotzdem nicht die beste Hand hast?
      Ich kann ihm nur die Straight geben. Einen Flushdraw würde er maximal callen. 55 kommt noch in Frage. Andere Sets hätte er auf dem Flop schon angespielt. Evtl noch Overpairs.
      Also zusammengefasst: 55+, 87s, 43s, A2s+

      Gegen diese Range werden es 2 Outs mehr, nämlich A :spade: und A :heart: . Mit dem Flushdraw dann insgesamt 11 Outs. Sobald wir den Flush treffen, sind wir mit großer Sicherheit vorne. Die 3 :club: und 6 :club: könnten zwar auch ein Full House komplettieren, das halte ich aber für sehr unwahrscheinlich, da er dafür 55 oder 66 halten muss. Achja und der Straightflush könnte noch treffen, aber den kann man doch wirklich außen vor lassen oder? Man kann doch sein A-high Flush nicht wegen eines potentiellen Straightflushes wegwerfen.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Also, die Sets würde ich eigentlich nicht ausschließen, klar wäre es besser diese am Flop zu raisen, aber in Sachen Slowplay habe ich auf den Micros schon so viel gesehen. Von daher bleiben Sets in der Range.

      A2s+ bedeutet, du gibts ihm jedes suited Ass in die Range, also auch sowas wie A :diamond: 9 :diamond: , das finde ich eher unrealistisch.

      87s gefällt mir auch nicht, warum sollte er einen Draw am Turn auf einmal Raisen, speziell minraisen? Das kann ich mir auf NL 2 eigentlich kaum vorstellen.

      Ich würde ihm also die Sets geben und einige 4er Kombis von daher können wir das Ass und den J als Outs schon vergessen.

      Jetzt ist die Frage, wie sehr müssen wir die 3 :club: und die 6 :club: discounten?

      Der Straightflush wäre zwar noch möglich, aber imo so unwahrscheinlich, dass er keine Rolle spielt.