Educational-Coaching-Blog

    • durrrracell123
      durrrracell123
      Bronze
      Dabei seit: 18.02.2013 Beiträge: 468
      INTRO:

      Hi ihr sicken Grinder,

      hier ist wieder durrrracel123. Ich hatte hier schonmal einen Blog, wo ich ganz stolz über meine superinteressanten Pokererlebnisse berichtete. :f_biggrin:

      Dann jedoch passierte etwas in meinem Leben, was so nicht vorhersehbar war.
      Ich erkrankte aus heiterem Himmel an Epilepsie. Einfach so. Boom!

      Dies bedeutete erst einmal ein wenig Pause, an die neuen Drogen gewöhnen und so weiter. Dann entschloss ich mich, mich selbständig zu machen. Aber auch dies war leider zu stressig für mein mittlerweile zart gewordenes Seelchen.

      Letztendlich habe ich mich dazu entschieden, Pokern an den Nagel zu hängen, da ich nicht genau weiß, ob es mir schadet. Sicher ist sicher!

      Da ich dieses Spiel jedoch liebe und auch relativ erfolgreich war, wäre es zu schade gar nichts mehr mit Pokern zu tun zu haben.

      Darum kommt jetzt hier dieser Blog, wo ich all mein Fachwissen teilen werde, alle Geheimnisse etc werden gelüftet. :f_o:

      Bitte nicht falsch verstehen, ich war kein Nosebleedscrusher oder so, auch habe ich nicht NL1K gegrindet. Ich war nur ein unbedeutender SmallStakes-Gambler wie die meisten von euch, der sich sein Lebensunterhalt mit Pokern verdiente.

      Der erste krasse :f_p: Content folgt dann demnächst. Also einfach mal wieder hier reinschauen.

      Peace :heart:
  • 31 Antworten
    • durrrracell123
      durrrracell123
      Bronze
      Dabei seit: 18.02.2013 Beiträge: 468
      PART 1:

      Hier kommt er, der langerwartete erste Hardcorecontent :D

      In diesem Blog erwartet euch Content von sauce123, Dan Harrington und vieles mehr. Naja... mehr oder weniger ;)

      Thema heute: Defending your Blind

      Heute soll folgende Frage geklärt werden:

      "Ist es richtig oder falsch seinen BB mit z.B. A:diamond: 2:club: oder 5 :heart: 8 :heart: gegen eine sehr weite Button-Opening-Range zu verteidigen?"

      Eine eindeutige Antwort gibt es am Ende des Blogs. Bis dahin möchte ich euch jedoch mit auf eine kleine Reise nehmen und erklären warum das eine richtig oder falsch ist. Denn gerade das warum ist hier sehr entscheidend.

      Die Reise beginnt ca. 2004.

      Dan Harrington hat gerade seine "Harrington on Hold'em" Reihe geschrieben und viel positive Kritik dafür bekommen. Auch ich habe bei amazon diese Trilogie bestellt und weiss noch heute, wie begeistert ich war, als endlich der Postbote klingelte und ich dann im Garten saß und jedes einzelne Wort förmlich aufsog. (Wir ignorieren hier, dass es sich bei diesem Buch um ein MTT-Buch handelt).

      Was ich ziemlich schnell in meiner Poker-Bibel lernte, war, dass Poker ein Pot-Odds Spiel ist. Es kommt also immer darauf an, was man für Pot Odds bekommt, bevor man irgendeine Entscheidung trifft.

      Krasses Zeug, nicht war? :f_biggrin:
      Aber damals war das wirklich krass für mich.

      Nun gut. Der entscheidende Punkt hier ist, dass im Heads-Up Teil Harrington betonte, dass man mit A:diamond: 2:club: z.B. im Heads-Up seinen BB defenden muss. Klar, man hat A) vermutlich die beste Hand und B) bekommt man sehr gute Pot Odds. Klarer Defend also.

      Gehen wir ein paar Monate, Jahre weiter. Ich war mittlerweile Mitglied bei der größten amerikanischen Pokertrainingsseite (für welche ich später auch ein paar Videos machen durfte. NL25 6max. Whoohoo :D ).

      In jedem Lehrvideo, wurde damals jedoch das genaue Gegenteil gecoacht.
      Im oben genannten Spot musst du folden, da die Hand keine Playability hat, du meistens nur check/foldest nach dem Flop, selbst wenn du ein As triffst, kannst du keine Action ertragen und vor allem MAN SPIELT NICHT OOP!!! Position is king.

      Das war für mich irgendwie einleuchtender als Harringtons blöde Pott Odds. Wer interessiert sich schon für Mathe, oder?

      Also war klar, die die hier callen, sind die Fische und ich weiß jetzt bescheid und folde hier einfach. Hahaha. Diese Sucker. :f_cool:

      Gehen wir wieder ein paar Monate, Jahre weiter. Ich hatte mittlerweile sehr viel Erfolg beim Pokern, lebte davon und coachte auch etwas.
      Doch um immer besser zu werden wurde ich auch von vielen Pokergrößen selber gecoacht.
      Der Coach um den es jetzt geht, dreht wieder alles auf den Kopf. Er wurde seinerseits von sauce123 gecoacht, womit der Content quasi indirekt von sauce kam. :D

      Im Prinzip ging es darum, dass es super exploitable ist, den BB z.B. auf ein Minraise zu folden, wenn man solch gigantische Pot Odds bekommt. Ich hörte das erste mal von GTO-Poker etc.

      Die Poker Historie war quasi: Call - Fold - Call ?(

      Die richtige Antwort:

      Die richtige Antwort lautet: Es ist richtig zu defenden!

      Jedoch!

      Das entscheidende Prinzip hier lautet equity. Wie immer beim Pokern geht es um Equity. Wenn wir 3:1 Pot Odds bekommen, brauchen wir nur 25% equity. Die bekommen wir doch easy preflop im BB. Ob wir nun A:diamond: 2:club: oder 7:diamond: 2:club: haben, oder?

      Ja. Aber wir müssen diese auch postflop realisieren, um den Call profitabel zu machen.

      Und somit hatten im Prinzip auch die recht, die sagten, folde lieber OOP. Weil damals ging man eben davon aus, dass es OOP extrem schwer ist, diese zu realisieren.

      Fazit:

      Um diese equity postflop zu realisieren, musst du dazu in der Lage sein, mehr als nur "fit or fold" zu spielen. Soll heissen, wenn Du mit 5 :heart: 8 :heart: den BB defendest und der Flop kommt 2 :diamond: 4 :spade: 7 :heart: sollte ein check-raise oder check-call-lead oder was auch immer kein Tabuthema für dich sein.
      Ist es dies, dann folde lieber preflop.

      Also, der richtige Weg lautet daher, lerne besser OOP zu spielen, dann ist der Call richtig. Wenn du dich OOP sehr unwohl fühlst, folde lieber, da folden immer +-0ev ist. Callen und dann am Flop check/folden jedoch -ev.

      P.S: Wenn man mal die Nosebleed-Größen beobachtet, speziell Sauce, der callt (fast) jeden BB im Heads-Up auf ein Min-Raise. Aber Sauce, weiss auch, wie er seine equity realisiert =)
    • xcEmUx
      xcEmUx
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2012 Beiträge: 624
      Lässt sich richtig gut lesen, bin mal gespannt wies weitergeht ! :)
      [x] in und thumbs up ! :f_grin:
    • Mofatoy
      Mofatoy
      Bronze
      Dabei seit: 17.11.2009 Beiträge: 6.367
      War schon in deinem letzten Blog in.

      Wünsche dir dass alles so läuft wie du es dir erhoffst.

      [in]²
    • karoel
      karoel
      Bronze
      Dabei seit: 04.06.2006 Beiträge: 8.888
      More more ...
    • YoBaByYo
      YoBaByYo
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 1.040
      Ja ehm ziemlich geil. Ich unterstütze das mal :s_thumbsup:
    • Barkeeper
      Barkeeper
      Bronze
      Dabei seit: 23.03.2006 Beiträge: 8.797
      Abo & gl :)
    • durrrracell123
      durrrracell123
      Bronze
      Dabei seit: 18.02.2013 Beiträge: 468
      PART 2a:

      Hey ihr verrückten ps.de'ler,

      vielen Dank für den ganzen positiven Zuspruch. Freut mich wirklich sehr!
      Das langfristige Ziel ist dann wohl offensichtlich 5 Daumen hoch, oder ? :s_thumbsup:

      Für meinen zweiten Teil habe ich mir heute etwas ganz besonderes überlegt.
      Und zwar möchte ich ein Thema behandeln, was mich selber etliche Schmerzen, Erfahrung und Coachingstunden kostete, um es einigermassen zu verstehen.

      Es gab in meiner Pokeranfangszeit keinen Spot, den ich mehr hasste, als als PFR 2nd Pair OOP zu floppen. Ich fühlte mich hier immer verloren und hatte keinen Plan, was ich tun soll.

      Beispiel:

      Wir haben J :heart: 9 :heart: am CO und der BTN flattet. Die Blinds folden.
      Flop: K :spade: 9 :diamond: 3 :club: .

      Oder wir haben K :spade: K :club: auf A :heart: 7 :spade: 8 :club: .

      Das Hauptproblem für mich war immer folgendes Gedankenchaos:

      Wenn wir betten, kriegen wir eh nicht gerade viel Value!
      Wenn wir gecallt werden, was machen wir am Turn?
      Wenn wir check-callen, was machen wir am Turn?
      Wie viele Streets of value wollen wir hier?

      Scheißsituation, imo.

      Wie spielen wir 2nd pair OOP als PFR?

      Vorweg, so wie ich diese Situation beschreiben werde, ist so wie ICH sie immer anging. Ich hatte damit sehr guten Erfolg und lebte wie gesagt sehr gut vom Pokern, also kann es so schlecht nicht sein ;) .
      Aber, natürlich hat jeder verschiedene Ansätze, unterschiedliche Ranges und Images..., so dass das hier Behandelte evtl nicht für jeden passen könnte.

      Aber als "im Vakuum", "gegen Unknowns" dürfte es relativ +ev für euch sein, die Sache so anzugehen wie ich.

      Also, los geht's:

      Regel 1) Je weniger Improvementchancen, desto eher sollten wir bet - check/fold spielen.

      Der klassische Fall wäre, wir haben K :heart: K :club: auf A :spade: 7 :club: 3 :diamond: .
      Eine bet wird vermutlich einfach den Pot klar machen und wird selten von schlechterem gecallt. Aber wenn wir hier checken, turnen wir unsere Hand im Prinzip face up als weak Ace oder sowas wie JJ+. Je nach Gegnertyp kann das echt kritisch werden auf Turn und River. Was machen wir denn nach dem Flop check-call? Check callen wir down oder check-call, check-folden wir?

      Da uns der Check am Flop erst in diese Situation gebracht hätte, sollten wir einfach den Flop betten und auf einen Fold des Villains hoffen und dann anschliessend den RNG von Pokerstars beschuldigen, dass immer das verkackte As kommt, wenn wir KK haben.

      Letztendlich haben wir kaum Improvementchancen für den Turn. Wir haben ganze krasse 2 outs. Warum also check-callen, wenn der Turn dann fast immer kacke zu spielen ist?

      Dieses Prinzip habe ich von "Nutedawg" gelernt. Viele von euch 16-jährigen werden den nicht mehr kennen. Aber zu meiner Zeit, als ich anfing besser zu werden, hielf mir dieses Konzept sehr viel weiter. Und es hat sich auch bis 2013 nicht verändert.

      Wenn wir am Flop gecallt werden, check folden wir den Turn. Geht der Turn check check, check folden wir den River ohne weitere Reads.

      Werden wir hier nicht dauernd gefloatet?

      Meiner Erfahrung nach wird man weniger gefloatet, als man denkt. Aber gehen wir mal davon aus, Villain floatet den Flop. Was verlieren wir?
      Wir verlieren eine Bet am Flop.
      Wenn wir checken, check-callen wir ja. Nun wird Villain aber vermutlich nicht nur den Flop bluffen, die Gefahr, dass wir hier also 2 oder 3 Bets investieren ist relativ groß. Und 3x zu check-callen mit 2nd pair ist glaube ich sehr viel mehr -ev. (AUSSER WIR HABEN DEN READ, DASS VILLAIN EIN ONE BARREL MONKEY IST).

      Und bedenkt, Villain kann auch mit schlechterem den Flop callen und danach down checken. TT z.B. Es ist ja nicht so, dass wir andauernd nur von irgendwelchen Sickos gefloatet werden. Speziell nicht auf den SmallStakes.

      Noch ein Wort zum Thema Balance und GTO-Poker:
      Wenn wir wirklich das Gefühl bekommen sollten, dass ein Villain unsere Line auf diesem Board exploitet (dass wir oft bet, check/fold spielen), dann würde ich einfach den Turn öfter barreln und TP+ Hände am Turn anfangen zu check/callen.

      Ein abschliessendes Wort zur C-Bet mit K :heart: K :club: auf A :spade: 7 :club: 3 :diamond:

      Wenn wir hier 1/2 pot c-betten, brauchen wir nur 33% folds (0,5/(0,5+1)), um diese Bet im Vakuum +ev zu machen.
      Ich kenne keinen Villain, der longterm hier nicht etwas mehr als 33% der Zeit folden würde. Also ist diese Bet für sich selbst +ev. Warum also eine alternative, passive Checking-Line versuchen, wenn wir das Traumboard zum cbetten bekommen?

      tbc...
    • SmokeyAce
      SmokeyAce
      Bronze
      Dabei seit: 30.01.2012 Beiträge: 156
      bisher zwei sehr schöne einträge :)
      gefällt! =)
    • mister23
      mister23
      Gold
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 1.939
      :s_thumbsup:

      zum letzten bsp.: welche bedingungen müssen für dich gegeben sein,um mit sec. pair 2 oder 3 mal zu valuebetten?
    • durrrracell123
      durrrracell123
      Bronze
      Dabei seit: 18.02.2013 Beiträge: 468
      Original von mister23
      :s_thumbsup:

      zum letzten bsp.: welche bedingungen müssen für dich gegeben sein,um mit sec. pair 2 oder 3 mal zu valuebetten?
      folgt... ;)

      Aber um es etwas vorwegzunehmen: Das Board sollte drawlastiger sein als A73.
    • LetzteLage
      LetzteLage
      Bronze
      Dabei seit: 20.09.2012 Beiträge: 270
      :s_thumbsup: und in
    • krischii
      krischii
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 41
      Super Content und sehr verständlich geschrieben. Exzellente Arbeit - hast einen Fan mehr und alle meine Daumen.
    • durrrracell123
      durrrracell123
      Bronze
      Dabei seit: 18.02.2013 Beiträge: 468
      Part 2 b:

      (direkte Fortsetzung)

      Regel 2: Je mehr Draws auf dem Flop, desto eher spielen wir bet - bet - check/evaluate

      Beispiel:

      Wir haben Q :club: Q :diamond: auf K :spade: 7 :heart: 8 :heart:

      Hier habe ich mich früher auch immer gefragt, ob es richtig oder falsch sei, den Turn zu betten. Aber mein allererster Coach "BrendanK" (ein wahres Genie) erklärte mir diesen Spot so verständlich, dass ich mit diesem Spot keinerlei Probleme mehr hatte.

      Im Unterschied zu unserem ersten Fall, ist dieses Board nun viel drawlastiger. Ein Flushdraw ist möglich und einige Straight Draws.
      Natürlich könnte Villain auch einen King haben, aber unsere Ladys blocken schonmal KQ und AK 3bettet meistens.

      Es ist also relativ einleuchtend, dass Villains Flop Callingrange sehr oft schlechter als Q :club: Q :diamond: ist (wir sollten value betten) oder gute equity gegen uns hat (wir sollten protecten).

      Das wahre Problem hier entsteht erst am River, wenn Villain sowohl Flop als auch Turn gecallt hat:

      Wenn wir betten, folden alle missed Draws.
      Wenn wir checken und Villain bettet, wissen wir nicht, ob er doch nen King hatte.

      Was tun wir also:

      Und hier kommt der Content von "BrendanK", den ich für sehr genial halte.

      Nachdem wir den Flop gebettet haben, Villain callt und der Turn brickt, sollten wir den Turn sehr groß betten. Relativ genau Potsize!
      Was dies bewirkt ist, dass wenn Villain hier auch callt und wir zu ihm am River checken (wenn alle Draws missen), er sich folgendes denkt:

      "Shit man, der Pot ist relativ groß, der hat den Turn gepottet, ich hab KJ, wenn ich bette, callt eh nur besseres... ach scheiße, ich check behind."

      So dass, wenn er bettet, es sehr sehr häufig gerade die missed Draws sind, die betten und wir check-callen.
      Alternative wäre, sehr sehr klein zu betten, ca. 1bb bis 1/5 pot, um dann zu bet/callen.
      Versucht das mal aus, das ist echt genial und super +ev!

      !WARNUNG! Diese Line ist relativ schwer zu balancen und in einen GTO-Gameplan zu implementieren. Da ich hier aber meistens für die SmallStakes-Gambler schreibe, dürfte dies für euch dennoch massiv +ev sein.

      P.S.: Sollte der Draw kommen, ist es wirklich sehr Villain dependent, wie ihr weiterspielt. In der Regel ist es dann ein check-fold.

      P.P.S.: Manche Villains bluffen keine missed Draws, einfach weil es zu obvious ist. Gegen solche würde ich dann auch bei einem missed Draw den River check-folden. Hier würde ich dann mal so Stats wie "Agg% am River" oder "W$WSF" etc anschauen, bevor ich eine Entscheidung fälle.



      Regel 3: Je mehr Improvementchancen, desto eher dürfen wir check/callen

      Beispiel:

      Wir haben Q :spade: J :spade: auf K :diamond: J :club: 2 :spade:

      Natürlich könnte man auch hier c-betten, jedoch gerade gegen aggressive Villains, die hier ihre Gutshots raisen würden, empfehle ich hier einen Check-Call.
      Jedes :spade: , jede T, jeder J und jede Q improven unsere Hand und wir wären in der Lage nocheinmal am Turn zu check-callen.

      Was kann also passieren:

      Entweder Villain blufft nur einmal den Flop und wir gewinnen eine Bet, die wir sonst nicht gewonnen hätten.

      Oder Villain blufft Flop und Turn. Da wir jedoch in ca. 36% der Fälle, den Turn auch callen können, wären eine 2barrel kein Weltuntergang.

      Oder Villain blufft 3 Barrels. Hier jedoch haben wir manchmal die Nuts (2pair+), um dieses zu kompensieren.

      Beachtet bitte, dass die bluffing frequency von Street zu Street drastisch abnimmt, was uns zusätzlich enorm in die Karten spielt!
    • Brockie
      Brockie
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 4.059
      erneut ein grandioser Post. Keep 'em coming!
    • sRz999
      sRz999
      Bronze
      Dabei seit: 01.04.2008 Beiträge: 1.439
      nette arbeit. in! ;)
    • webcodecs
      webcodecs
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2008 Beiträge: 1.350
      [x] Abo
    • HockeyTobi
      HockeyTobi
      Bronze
      Dabei seit: 03.12.2005 Beiträge: 23.227
      Bin auch dabei und werd mitlesen
    • durrrracell123
      durrrracell123
      Bronze
      Dabei seit: 18.02.2013 Beiträge: 468
      [B]PART 3[/b]

      Über 500 Hits, weiterhin 5 Daumen und sogar ps.de Offizielle an Board. Weiter so und vielen vielen Dank für das überwältigend positive Feedback.

      Als kleines Dankeschön (neben all meinen Pokersecrets natürlich ;) gibt es ein wenig nackte Haut):




      So, heute hab ich mir folgendes überlegt:

      Ich werde eine spezielle Situation (ein Flopplay) durchgehen und dabei 3 wichtige Konzepte erklären. Diese sollen euch dann in Zukunft, so ihr sie denn versteht, helfen, ähnliche Situation dann mit mehr Sicherheit anzugehen. Denn nichts ist beschissener als am Flop mit einer mittelstarken Hand geraist zu werden, oder?

      Also...los geht's:

      Wir haben A :club: K :heart: und raisen UTG (6max Cash in diesem Beispiel). Der Button callt. Die Blinds folden.
      Der Flop kommt: A :spade: 7 :diamond: 6 :diamond: .
      Wir cbetten und werden geraist. Was tun wir?

      Disclaimer: Natürlich gibt es unzählige Kriterien, die hier eine Rolle spielen. Wir wollen hier jedoch das Prinzip an sich erklären und gehen davon aus, dass wir hier unknown sind und gegen einen unknown spielen. Wegen mir an den anonymen Microgames Tischen.

      Konzept 1):

      Er hat hier nicht AQ.

      Genau. Das ist der Name des ersten Konzepts. "Er hat hier nicht AQ." Wann immer ihr in eine ähnliche Situation kommen werdet, ruft euch immer diesen Satz in Erinnerung und ersetzt halt AQ mit den passenden Kombos.

      Beispiel: Wir raisen aus MP mit T :spade: T :diamond: und der Flop kommt 8 :club: 7 :heart: 4 :spade: . Wir cbetten und werden geraist. Hier müsste man jetzt sagen: "Er hat hier nicht 99."

      Warum?

      Das ganze ist eine psychologische als auch pokertechnische Sache. Jemand der preflop mit 99 oder AQ nur flatted, macht dies u.a. deswegen weil er nicht genau weiß, ob er die beste Hand hält. Der 99'er hat Angst davor, dass sein Villain TT+ hat und der AQ'er will nicht schon wieder in AK rennen. Daran hat sich dann auch nach dem Flop jeweils nichts geändert.
      Denkt mal daran zurück, als ihr das letzte Mal eine 3bet mit JJ gecallt habt. Dann floppt ihr ein Overpair. Seit ihr nun happy es reinzustellen. In der Regel nicht, oder? Warum nicht? Genau, wir wollen jetzt nicht raisen und uns quasi genau gegen diese bessere Range isolieren.

      Und genau dieses Konzept führt uns zu Konzept 2.

      Konzept 2):

      SA/WB sucks.

      Slightly ahead/ Way behind sucks. Also entweder nur ganz knapp vorne oder ganz weit hinten ist scheiße!

      AQ wäre so eine Hand gewesen, gegen welche wir way ahead also weit vorne gewesen wären. Er hat aber nicht AQ. Siehe Konzept 1!

      Egal welche equity Analysen wir jetzt gemacht hätten, AQ wäre bei vielen mit Sicherheit der Hauptgrund warum wir hier eine relativ gute equity hätten. Aber nochmal: Er hat hier nicht AQ.
      Wir rennen hier entweder in ein Set, 2 pair oder Draw.

      Gegen die Sets und 2 pairs sind wir meilenweit hinten und gegen die Draws nur relativ knapp vorne.

      Selbst wenn wir Villain jetzt ein paar pure Bluffs geben, selbst dann hat er eine Menge Scarecards, auf welche wir dann vermutlich später folden.

      Konzept 3):

      Wir wollen große Pötte!

      Bis hier hin haben wir nur einen Openraise und eine Cbet investiert. Laufen aber Gefahr viel mehr zu verlieren, da wir quasi nie richtig weit vorne sind (Konzept 1 und 2). Entweder er barrelt uns aus der Hand, wenn er pure-oder semiblufft oder er trifft oder er hat bereits die bessere Hand. Wir gewinnen quasi nur, wenn Villain semiblufft UND nicht trifft oder pure blufft und wir runtercallen. Aber mal ganz ehrlich, wann habt ihr das letzte Mal gegen eine sehr tighte Range richtig durchgezogen?
      Und selbst wenn, dies ist der Fall, der von allem am wenigsten vorkommt.

      Also wir haben bisher nicht viel investiert und bet/folden. Easy game :D

      Wären wir hier z.B. In einem grösseren Pot (z.B. 3 bet), dann sieht das ganz schon wieder vollkommen umgedreht aus.
    • LetzteLage
      LetzteLage
      Bronze
      Dabei seit: 20.09.2012 Beiträge: 270
      Gaaaanz dünnes Eis mit deinem Bild Bursche ;)
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