Bluffprevention/Outs/passive Spielweise von Draws

    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.676
      Hallo,

      eine Sache quält mich schon länger:

      Angenommen ich spiele gegen einen Gegner, der zu wenig vs c/r folded. Ergo (semi-)bluffe ich weniger. Jetzt meine Frage: Welche Hände nehme ich denn geschickterweise aus meiner c/r-semibluffingrange raus?

      Konkret:

      Ich weiß, dass Villain A^ i.d.R: nicht folded.

      Flop:

      2 :heart: 5 :heart: J:diamond:

      Überlegung a)

      ich spiele KQ :heart: passiv, da er keine bessere Hand folded. Dafür c/r ich 87 :heart: , denn QT bspw. wird er nicht zum SD bringen.

      Überlegung b)

      ich c/r KQ in jedem Fall, da ich noch gute Pairouts habe und ich keine EQ-CD machen kann.
  • 2 Antworten
    • Pulow
      Pulow
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2006 Beiträge: 726
      nun ich würd sagen du c/r 87s auf jeden fall und spielst KQ passiv.
      wenn er nicht genug bluffed, dass der calldown profitabel ist, ist ja auch bluffprevention nicht soviel wert.

      und deine pair outs realisierst du ja auch mit call.call
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.494
      Generell ist es gut, zuerst Hände mit Showdownvalue aus der Semibluffrange zu nehmen. Es ist schwieriger, mit Showdownvalue bessere Hände zum folden zu bringen als ohne, weil es weniger bessere Hände gibt. Ausserdem hast du mit Showdownvalue auch eine andere gute Linie zur Verfügung, in dem du den Showdownvalue ausnutzt und die Hand nicht in einen Bluff verwandelst.

      Je mehr Outs eine Hand hat, desto weniger braucht der Gegner zu folden, damit der Semibluff profitabel ist. Je mehr Outs eine Hand hat, desto eher sollte man sie bluffen.

      Hände, die von Fake-Outs profitieren können, sollten eher geblufft werden als Hände, deren Outs offensichtlich sind.

      Ansonsten nimmt man bevorzugt Hände aus der Semibluffrange, deren Outs möglichst wenig dominiert sind. Hände, die dominiert sind (bezüglich der Paar Outs), profitieren von einem Fold offensichtlich mehr, als Hände, die nicht dominiert sind.