Range weit halten.

    • Woerni
      Woerni
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2006 Beiträge: 639
      Hallo liebe Pokerstrategen.

      Ich habe in letzter Zeit immer des öfteren etwas von "Range weit halten" in Verbindung von OR-Ranges, 3b- Ranges usw. gelesen und habe dazu einige Fragen.

      Verstehe ich das Richtig, dass damit gemeint ist z.B. UTG die besten 3% der Range zu OR und zwischendrin auch "schlechte" Hände damit wir auf mehr als 3% OR Stats zu kommen um nicht so leicht lesbar zu sein.

      Welche Hände nimmt man in der Regel zum füllen und warum nimmt man solche? Hat man damit SD- Value?

      Ich könnte doch meine Range UTG mit den nächstbesten Händen auffüllen!?


      Ich habe noch mehr Fragen dazu aber ich würde lieber erst mal eure Antworten abwarten, nicht dass ich total daneben liege und ich mir umsonst einen Kopf darüber mache.
  • 6 Antworten
    • habeichja
      habeichja
      Bronze
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 7.053
      wenn man von Range weit halten spricht, geht es meiner Erfahrung oftmals darum die Range des Gegners weit zu halten, bestes Beispiel ist glaube ich wenn du z.B. gegen UTG TT callst und dann am Flop HU bist in Position und das Board ist 2T4r dort die Cbet zu raisen wäre so ein Beispiel wo es besser wäre nur zu callen und darauf zu hoffen das Villain entweder schlechtere Hände einfach durchbettet, oder aber am Turn etwas aufpickt womit er die 2. beste Hand macht, bsp. einen k und er autocbettet z.b. den Flop mit AK bzw. er kann auch da mal einen 3 barrelbluff ansetzen von dem du dann halt bei einem Raise am Flop nichts oder sehr wenig bekommst.
    • Thunder1214
      Thunder1214
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2010 Beiträge: 921
      die eigene Range weit zu halten entspräche einem loosen Spielstil, was nicht unbedingt förderlich ist.

      Aber die Range deines Gegners weit zu halten, hilft dir wiederrum, weil seine Range dann schwächer ist.
      Beispiel:
      Eine NIT sitzt in MP und openraised. Du sitzt am Co mit KQ und 3-bettest.

      Wenn die NIT vor deiner 3-Bet noch Hände in seiner Range hatte, die du vielleicht mit KQ schlagen konntest, wird er auf die 3-Bet nichts mehr weiterspielen, was du noch schlägst.
      Seine Range wird also so klein, dass du sie zwar deutlich lesen kannst, aber kaum noch dagegen profitabel spielen wirst.
      Wenn du nur callst, behälst du die Hände drin, die er auf die 3-Bet folden würde .... dadurch bleibt seine Range eben viel weiter.
    • keevo
      keevo
      Black
      Dabei seit: 22.03.2008 Beiträge: 9.049
      range weit halten hat nicht unbedingt was mit looseness zu tun, sondern es können auch postflopspielzüge sein, die du mit einem großen teil deiner range so spielst und darum schwierig zu readen bist.
    • Woerni
      Woerni
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2006 Beiträge: 639
      Da lag ich wohl ziemlich daneben. Vielen dank für die antworten.

      Ich denke ich habs verstanden. Ich versuche sowas nur mit stärkeren Händen mit denen ich vorne bin.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Es gibt da ein recht einfaches Modell, um das ganze mal zu verdeutlichen.

      Stell dir vor du hast am River folgende Hände in deiner Range:

      AA (6) Kombinationen und y Kombinationen Bluffs.

      Das Board ist xxxxKr (also trocken) und ich halte TT.

      => du bettest jetzt AA und ich folde am River immer, weil ich weiss, dass du nur mit starken Händen weiterspielst. Ich habe erst einen Anreiz mit TT zu callen, wenn ich erwarte, dass du auch eine bestimmte Anzahl von Bluffs am River setzt (im Verhältnis zu deinen 6 Kombinationen AA).
    • habeichja
      habeichja
      Bronze
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 7.053
      Finde das Beispiel etwas unpassend und schon zu komplex um es zu verdeutlichen.

      Denke, das man es besser an Preflop/Flop Situationen erklären kann, weil es auch häufiger gefühlt jedenfalls in videos und etc. vorkommt, also auf Streets vor dem River.