Erfahrungen mit Mieterverein

    • pg89
      pg89
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2008 Beiträge: 6.047
      Hey,
      Mieterverine werden hier im forum (und auch sonst oft) immer bei problemen mit dem vermieter empfohlen...da meine Hausverwaltung sich wirklich um nichts kümmert, bin ich letztes jahr auch beigetreten und hab letzte woche meine erste erfahrung mit dem verein sammeln können...irgendwie kann ich aber kaum glauben, was da abging.

      Es ging um eine mieterhöhung, die ich gerne überprüft haben wollte. Also termin gemacht und letzte woche hin. Mitbringen sollte ich meinen mietvertrag, heizkostenabrechnung und einen "Fragebogen zur Spanneneinordnung".
      Letzteren hatte ich soweit ich konnte ausgefüllt, war mir aber bei einigen punkten unsicher. Was z.B. ist eine "ungepflegte und offene müllstandfläche"? Offen ist klar, aber ab wann zählt sie als ungepflegt? Hab dann einfach fragezeichen hingeschrieben und dachte wir gehen den bogen vllt nochmal kurz durch...

      Dachte ich :D Der anwalt hat erstmal alles komplett ignoriert und auf meinen hinweis, dass ich mir bei einigen punkten unsicher bin, ging es in etwa so weiter:
      "Was ist mit dem Punkt?"
      "Da wusste ich nicht ob..."
      "Wir kreuzen es einfach mal an, was ist hiermit?"
      Am Anfang hab ich noch versucht, ihn aufzuhalten, aber es war einfach sinnlos...im endeffekt hab ich also irgendwelche random merkmale angekreuzt, heizkostenabrechnung hat er sich nichtmal angeguckt. "Sowas ist sehr kompliziert, da gehen wir einfach mal vom durchschnitt aus".

      Ergebnis war dann folgendes:
      Die erhöhung ist ungerechtfertigt, ich soll ihr nur teilweise zustimmen und 5€/Monat weniger zahlen als gefordert. Er wusste, dass ich keine rechtschutzversicherung habe.
      Ich meine srsly, wegen 5€ so ein aufstand? Vor allem, wenn man das ganze nichtmal ordentlich durchgegangen ist?

      Ich hoffe irgendwie das war ein einzelfall, denn das kann man sich echt sparen...ich werde jetzt wohl auch einfach zustimmen, da ich wie gesagt keine ahnung habe, ob seine rechnung da aufgeht und ich wegen den 5€ keinen stress machen möchte und womöglich am ende noch viel höhere kosten durch eine klage habe..

      Wollte das nur mal teilen, vllt haben einige hier ja ähnliche erfahrung gemacht bzw. können mir bestätigen, dass es nicht immer so ist.
  • 9 Antworten
    • taschenbillard
      taschenbillard
      Bronze
      Dabei seit: 08.10.2007 Beiträge: 1.456
      Ist mit 'Mietervereine' der Mieterschutzbund gemeint? http://www.mieterschutzbund.de/
    • pg89
      pg89
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2008 Beiträge: 6.047
      Ich spreche jetzt vom berliner mieterverein (http://berliner-mieterverein.de), der zum deutschen mieterbund gehört. War mir ehrlich gesagt garnicht so bewusst, dass der mieterschutzbund was ganz andere ist.
      Vllt deswegen meine abweichende erfahrung..
    • nightblue21
      nightblue21
      Bronze
      Dabei seit: 07.09.2009 Beiträge: 380
      hab auch nur schlechte erfahrungen gemacht, die haben sich um nichts gekümmert.war ca 3 mal dort jedesmal das problem geschildert und die haben auf zeit gespielt und wollten danach 60€ mitgliedsbeitrag haben.
      nur so es ging um die nebenkosten.
      nachdem ich wirklich kein geduld mehr hatte und das gefühl die wollen einen nur verarschen:
      hab die rechnung genommen bin hin zu denen, alle zusammengeschissen samt dem möchtegern boss dort die rechnung vor deren augen zerissen auf den boden gespuckt und gegangen.
    • BenyQ
      BenyQ
      Einsteiger
      Dabei seit: 27.01.2015 Beiträge: 1
      Als ich glaube auch dass Mietvereine nur Zeitverschwendung und Abzocke sind. Denn am Ende braust Du eh einen Anwalt der von vorne Anfängt.
      Ich hatte bei meinem Mietverein einen "Volljuristen" (Hüstel-Voll..) der vor dem Mietverein MedienRecht vertrat. Wie soll der denn plötzlich von Mietrecht/Nebenkosten Ahnung haben? Und so kam er auch rüber (Äh..Ich weiß nun auch nicht weiter..) Ne-ja-schonklar. Also: wenn Du dem Anwalt erklären musst wo- was- wie geschrieben steht.. dann lieber gleich zur ordetlichen Rechtsberatung. Geht am Ende schneller und der Frustfaktor ist kleiner.
    • RoXmoon
      RoXmoon
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2013 Beiträge: 1.575
      Medienrecht ?(
      Bei Mietsachen wäre wohl Mietrecht angebrachter, oder?

      Voll-Jurist bedeutet meines Wissens nach lediglich, dass er auch das 2. Staatsexamen bestanden hat und sagt nichts über die von ihm gewählte Fachrichtung aus. Staatsanwälte und Richter müssen ja schließlich auch zunächst einmal Volljuristen sein.

      Dass jemand der sich auf Medienrecht spezialisiert hat, wahrscheinlich kaum Ahnung/Erfahrung mit Mietrecht hat, ist aber eigentlich logisch, wenn auch zurecht sehr frustrierend für den potentiellen Klienten des Mietervereins.
    • Mahagoni
      Mahagoni
      Bronze
      Dabei seit: 15.03.2007 Beiträge: 1.399
      Mieterhöhung ist eigentlich kein schwieriges Thema.
      Die Hausverwaltung fordert deine Zustimmung zur Erhöhung der Miete an. Meist wird die ortsübliche Vergleichsmiete zu Grunde gelegt.
      In Berlin ist es ganz einfach, da es einen sehr detaillierten Mietspiegel gibt.
      http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mietspiegel/

      Jetzt musst du nur noch deine Nettokaltmiete/qm, Zustand der Wohnung/Wohnanlage einordnen und dann siehst du schnell, ob die Mieterhöhung gerechtfertigt ist. Falls nicht, widersprichst du einfach.

      Bei Renovierungen/Modernisierungen kann die Miete auch so erhöht werden.

      http://www.nebenkostenabrechnung.com/mieterhoehung-fristen/

      GL

      Maha
    • danielb54321
      danielb54321
      Einsteiger
      Dabei seit: 29.05.2015 Beiträge: 1
      Meinung zum Berliner Mieter Verein
      Vorsicht, auf keinen Fall Beitreten!
      Die Mitgliedschaft ist über einen Zeitraum von 24 Monaten festgelegt. Dort wird Ihnen garantiert nicht geholfen sondern sie werden im allgemeinen erst mal mit den AGB dieses Vereins vertraut gemacht und die sind schon die erste Backpfeife für Sie. Nehmen Sie dortigen Rat die ansässige Energieberatung zu besuchen gar nicht erst an- es handelt sich hierbei um Konsumentenverarschung. Der Energieberater faselte etwas das ich eine Bettdecke über die Heizung werfen solle damit der angebrachte Heizungssensor sich funktional besser abschaltet. Dies und andere Diagnosen gemischt mit der Äusserung ert könne mir da nichts konkretes sagen weil er nichts genaueres weiss b.z.w. er kenne die situation ja nicht u.s.w. füllten den Termin bei der Energieberatung aus. Absoluter Schei..dreck!
      Als ich mit meinem Anliegen die Mitgliedschaft im BMV beantragte dachte ich das man mir dort sachlich weiterhilft. Was ich dann erfahren durfte hat mich jedoch nicht glücklich gemacht. Im Grunde verzögert sich die Klärung meines Anliegens auch nach mehreren Jahren immer noch ohne das der BMV wie gewünscht tätig wird. Bei jedem Termin erzählte der zuständige R.A. Markschläger rotzfrech etwas anderes und es sah auch gleich mehr oder weniger danach aus als wolle man mein Anliegen nicht wirklich klären sondern nur immer neue Schritte einpflegen die die Klärung weiterhin hinanuszögern. Zu einer Klärung meines Anliegens kam es daher nach wie vor gar nicht erst. Die haben mich 24 Monate voll verarscht. Der Typ der ein Anwalt sein soll grinste mir über die volle Zeit der Mietgliedschaft nur frech in das Gesicht und veräppelte mich ganz feist. Natürlich habe ich die Mitgliedschaft gekündigt. Die wollen nur Geld machen mit Ihren Mitgliedern und Ihr doofes Magazin versenden u.s.w.. Ich denke der BMV erhält jährliche Spenden unter anderem auch von großen Wohnungsbaugesellschaften welche die Mitarbeiter des BMV dazu veranlassen bei Problemen von Mietern mit eben diesen Spendern einfach mal wegzudenken statt dran zu arbeiten. Ich rate davon ab in dieser Situation den Aussagen der Mitarbeiter des BMV Glauuben zu schenken. Haben Sie die Mitgliedschaft in so einem Fall um sonst abgeschlossen wissen sie spätestens dann wie ich mir vorkam.
      Faszit: Wer rechtlichen Beistand braucht sollte unter keinen Umständen Mitglied beim BMV werden. Rausgeschmissenes Geld. Dort werden Sie nur verarscht. Gehen Sie besser gleich zu einem Fachanwalt.

      (Daniel B.)
    • Rubnik
      Rubnik
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 10.516
      "...Der Typ der ein Anwalt sein soll grinste mir über die volle Zeit der Mietgliedschaft nur frech in das Gesicht..."

      :f_o: ein echter Profi :f_thumbsup:
    • eplc
      eplc
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2005 Beiträge: 8.687
      Original von BenyQ
      Als ich glaube auch dass Mietvereine nur Zeitverschwendung und Abzocke sind. Denn am Ende braust Du eh einen Anwalt der von vorne Anfängt.
      Ich hatte bei meinem Mietverein einen "Volljuristen" (Hüstel-Voll..) der vor dem Mietverein MedienRecht vertrat. Wie soll der denn plötzlich von Mietrecht/Nebenkosten Ahnung haben? Und so kam er auch rüber (Äh..Ich weiß nun auch nicht weiter..) Ne-ja-schonklar. Also: wenn Du dem Anwalt erklären musst wo- was- wie geschrieben steht.. dann lieber gleich zur ordetlichen Rechtsberatung. Geht am Ende schneller und der Frustfaktor ist kleiner.
      Da er Volljurist ist, sollte er das selbstverständlich auch können. Natürlich muss man sich dort zunächst einarbeiten. Aber nur, weil man eine Zeit lang Medienrecht gemacht hat, heißt das ja nicht, dass man plötzlich alles andere verlernt hätte. Volljurist heißt daher auch nicht "lediglich", dass man 2 Staatsexamen hat, sondern dass alle Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte die gleiche Ausbildung hatten, woraufhin sie nahtlos in den Beruf einsteigen. Ich selbst bin Volljurist, arbeite in einem völlig anderen Rechtsgebiet, aber kann selbstverständlich solche mietrechtlichen Probleme selbst lösen.

      Ihr müsst euch nur einmal klarmachen, dass es dort keine wirklich guten Juristen gibt. Mieterverein o.ä. ist der letzte Job, den man als Jurist annehmen will.