5% - Regel für Korinthenkacker?

    • XSlash
      XSlash
      Bronze
      Dabei seit: 07.04.2013 Beiträge: 101
      NL5, 6max, nur Unknowns:

      UTG(100bb) hält 44 und raist auf 4bb
      MP und CO folden.
      BU(100bb) raist auf 10bb
      SB und BB folden.


      UTG foldet da nicht die 5% Regel für SetMining greift.
      Wär der Raise vom BU auf 9bb gewesen hätte UTG alle PPs gecallt.

      Angenommen UTG spielt nach standart SH ORC:
      22+, ATs+, KQs, AJo+, KQo = 146 Kombos
      Dann würde der Unterschied im Raise von 1bb 22-TT= 54 Kombos zum folden bringen.

      Ist das aus der Sicht von UTG wirklich korrekt?

      Sollte man bei seinen Raisesizes immer berücksichtigen, dass man durch diese bestimmen kann, ob PPs in der Range des Gegners sind?
  • 18 Antworten
    • Thunder1214
      Thunder1214
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2010 Beiträge: 921
      So einfach ist das leider nicht, aber fangen wir vorne an:

      Wenn du davon ausgehst, dass die Spieler strikt nach Theorie spielen, hätte BU schon auf 12bb raisen müssen.

      Weiterhin ist die 5% Regel, oder auch Call20, eine erste Richtlinie für Anfänger.
      NL lebt von den ImpliedOdds ... und die sind stark gegnerabhängig.

      Dazu musst du überlegen, dass du bei der Call20-Regel einen Teil der Gewinnerwartung auch realisieren musst.
      Es nützt dir ja nichts, wenn du 44 nach Call20 callst und nach dem Flop vom Gegner keinen Cent mehr bekommst, solltest du dein Set treffen: dann war der Call schon schlecht.

      Wenn du aber gegen einen Maniac spielst, der mit MiddlePair seinen Stack reinstellt, dann wirst du auf jeden Fall Auszahlung bekommen.
      Dann kannst du auch noch callen, wenn du nur auf Call15 kommst, sprich: wenn der 1 oder 2bb höher raised, als es die Regel zulässt, wird das kein Problem, wenn du sicher sein kannst, trotzdem genug Geld PostFlop zu holen.

      Zurück zu deiner Frage:
      Du kannst über die Raisesize schon den Preis für den Gegner bestimmen: Und das macht durchaus Sinn!
      Allerdings wird das bei 1bb eher undwahrscheinlich, dass A) das wirklich eine Wirkung hinterlässt und B) dass dein Gegner das so genau berücksichtigt.
    • Renne01
      Renne01
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 3.589
      Das Einfachste was du machen kannst ist, oop keine 3-Bets zu callen, weil du postflop oop und ohne Initiative auf lange Sicht kaum Land sehen wirst. Dh. konkret, dass du die kleinen PPs raise/foldest. Wenn du zurückbluffen willst, eignet sich AQ oder AJ gut. Die kleinen Pairs solltest du einfach mucken, dann hast du keine Sorgen.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Meine beiden Vorredner haben das Wichtigste schon gesagt!

      Diese Anfänger-Regel gilt vor allem für Openraises, nur bedingt für 3-bets.

      Es wird ja auch nicht unbedingt sehr tight ge-3-bettet, gerade OOp fehlen dir postflop dann Optionen.

      Wenn dein gegner sehr tight 3-bettet dann hast du auch höhere Implieds und kannst eher einen Call rechtfertigen.

      Aber gerade sowas wie 22-55 musst du ohnehin nicht callen, Set-over-Set wird selten auf deiner Seite sein. Da ist sowas wie 77/66 schon deutlich besser als bspw. 22.
    • murphyslavvV
      murphyslavvV
      Bronze
      Dabei seit: 06.08.2013 Beiträge: 596
      Hallo,

      Hab ne Frage zu den Basics zum Thema Setmining. Mich würde mal eure Meinung Interessieren.

      Überall liest man nur 20x der call ist als Stack nötig. Das mag ja bei einem Gegner stimmen, aber nicht bei mehreren. Ich hab mal versucht auszurechnen wie die Stacksize abnimmt wenn man mehr Gegner hat und suche jetzt leute die meine wirren Theorien bestätigen oder wiederlegen können.

      Vei einem Gegner 20 zu eins. Bei 7 Gegnern theoretisch 1 zu 1. Also muss ich doch bei 2 bis 4 Gegnern entsprechend anpassen oder ich verliere jede Menge EV. Wenn ich das durchrechen ergibt sich bei mir 20/10/6/5 fach für +EV Calls (für 1/2/3/4) Gegner. +/- je nach dem wie gut meine Chancen sind auszahlung zu bekommen.

      Daraus würde sich ergeben das man gegen den 3 Bet und einen Call vom BB z.B. einen leichten call hat.
      Kommt das so in etwa hin.
    • marchy33
      marchy33
      Bronze
      Dabei seit: 13.09.2011 Beiträge: 3.241
      verstehe dein vorgehen jetzt nicht ganz.

      aber wenn du bei 2 gegnern einfach 10:1 annimmst und die implieds einfach halbierst, gehst du ja davon aus bei hit beide zu stacken. denke das kann man nicht so einfach runterrechnen
    • Snapshot
      Snapshot
      Bronze
      Dabei seit: 28.08.2006 Beiträge: 8.228
      Original von murphyslavvV
      Hallo,

      Hab ne Frage zu den Basics zum Thema Setmining. Mich würde mal eure Meinung Interessieren.

      Überall liest man nur 20x der call ist als Stack nötig. Das mag ja bei einem Gegner stimmen, aber nicht bei mehreren. Ich hab mal versucht auszurechnen wie die Stacksize abnimmt wenn man mehr Gegner hat und suche jetzt leute die meine wirren Theorien bestätigen oder wiederlegen können.

      Vei einem Gegner 20 zu eins. Bei 7 Gegnern theoretisch 1 zu 1. Also muss ich doch bei 2 bis 4 Gegnern entsprechend anpassen oder ich verliere jede Menge EV. Wenn ich das durchrechen ergibt sich bei mir 20/10/6/5 fach für +EV Calls (für 1/2/3/4) Gegner. +/- je nach dem wie gut meine Chancen sind auszahlung zu bekommen.

      Daraus würde sich ergeben das man gegen den 3 Bet und einen Call vom BB z.B. einen leichten call hat.
      Kommt das so in etwa hin.
      wie oben schon geposted ist der ursprüngliche Grund für die call 20 Regel, dass der Pot HU ist

      wenn mehr Leute im Pot sind steigen generell auch die implied odds wenn wir ein Set hitten (reverse implied odds für set over set Geschichten nich mit einbezogen)

      Beispiel:

      UTG OR 3x, du callst am Button mit JJ, ein nitty BB squeezed auf 12bb, UTG flatted -> Was macht nun Hero? Nach der call 20 Regel (auf Pfa bezogen) musst du folden...

      standard ist hier aber i.d.r ein call... da einfach statt 200 bb 300bb+ im Umlauf sind... Implied odds steigen...
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von murphyslavvV
      Hallo,

      Hab ne Frage zu den Basics zum Thema Setmining. Mich würde mal eure Meinung Interessieren.

      Überall liest man nur 20x der call ist als Stack nötig. Das mag ja bei einem Gegner stimmen, aber nicht bei mehreren. Ich hab mal versucht auszurechnen wie die Stacksize abnimmt wenn man mehr Gegner hat und suche jetzt leute die meine wirren Theorien bestätigen oder wiederlegen können.

      Vei einem Gegner 20 zu eins. Bei 7 Gegnern theoretisch 1 zu 1. Also muss ich doch bei 2 bis 4 Gegnern entsprechend anpassen oder ich verliere jede Menge EV. Wenn ich das durchrechen ergibt sich bei mir 20/10/6/5 fach für +EV Calls (für 1/2/3/4) Gegner. +/- je nach dem wie gut meine Chancen sind auszahlung zu bekommen.

      Daraus würde sich ergeben das man gegen den 3 Bet und einen Call vom BB z.B. einen leichten call hat.
      Kommt das so in etwa hin.
      Original von Snapshot
      wie oben schon geposted ist der ursprüngliche Grund für die call 20 Regel, dass der Pot HU ist
      ...
      wenn mehr Leute im Pot sind steigen generell auch die implied odds wenn wir ein Set hitten (reverse implied odds für set over set Geschichten nich mit einbezogen)
      ...
      standard ist hier aber i.d.r ein call... da einfach statt 200 bb 300bb+ im Umlauf sind... Implied odds steigen...

      Das mit den Implieds ist immer so eine Sache.

      Sicherlich kannst du gegen mehrere Gegner eher callen weil die Implieds wohl ein Tick höher sind. Die call20-Regel ist aber keine mathematische, du kannst nicht sagen bei drei Gegner hast du eine Call5-Regel oder ähnliches.

      Für den EV müsste man alle Fälle betrachten.

      Beispiel Multiway: Im HU geht ein Overpair häufiger broke als im MW-Pot! Die Ranges werden demnach auch etwas tighter.

      Stell dir vor du hast drei Gegner auf einem 567-Flop und hältst Pocket 5er!

      Im HU geht das definitiv rein - wenn nun aber alle drei Gegner bereits All-in gegangen sind - redest du dann von "unglaublich hohen Implieds"? Und denkst du nicht eher daran sogar zu folden?

      Das Beispiel zeigt schon dass die Implieds irgendwo auch begrenzt sind.

      Gleiches gilt auch für Deepstacks. Wie häufig kommt es vor dass du mit einem kleinen Set Aces für 300BB stackst? Im Grunde nie!

      Ich würde dort sogar bestreiten, dass die Implieds höher sind. Denn während man für 100-140Bb sein starkes Overpair eher mal reinbringt, ist das bei 300BB nicht mehr der Fall.

      Bist du bspw. in Position und raist den Turn, werden starke Hände 300BB deep sogar eher folden. Du gewinnst also weniger als gegen jemand mit "normalen" Stack der eben diesen dann einfach reinjuckelt für einen passablen Preis.

      Während du also vom Normalo die 100BB abgreifst spielt der Deepstack am Turn 15BB/fold - deutlich weniger longterm-Gewinn.

      Und dann kommt wieder das Set-over-Set-Problem. Bottom Set im 3-bPot bspw. ist schon recht stark. Aber auch hier wieder die Frage: 300BB deep auf JT85-Board mit 55 - gehst du da lachend broke?

      Auch hier sollte zumindest klar werden dass man sich aufgrund eines dreifachen Stacks nicht dreifache Implieds anrechnen kann.


      Im MW-Pot sehe ich die Implieds als höher an, vor allem durch kleinere Pötte (da kommt die Cbet, einer callt und du raist. Schon mal mehr Deadmoney und einer von mehreren kann seine Hand dann mal overplayen).

      Bei richtigen Deepstacks sehe ich dies nicht an, ich schätze einfach die Grenze liegt irgendwo bei 120-150BB, darüber hinaus müssen es schon krasse Setups sein wo du evtl. mal mehr gewinnen kannst.
    • murphyslavvV
      murphyslavvV
      Bronze
      Dabei seit: 06.08.2013 Beiträge: 596
      Beispiel Multiway: Im HU geht ein Overpair häufiger broke als im MW-Pot! Die Ranges werden demnach auch etwas tighter.

      Da geb ich dir recht, da sollte ich etwas besser anpassen. Aber die Stacktiefe verstehe ich nicht so ganz. Mal ein Beispiel: Ein Raise mit 3 BB und 2 caller. Hero im BB mit einem Pocketpair. Er muss also 2 BB callen um sein Set zu jagen. Wie groß muss der effektive Stack behinde sein damit Hero callen darf.

      Selbst wenn ich davon ausgehe das nur jedes 2 mal ein Contibet von einem der 3 Gegner kommt gewinne ich mit meinem Set doch schon automatisch einen Pot von 4*3= 12 +6 Conti = 18BB. 12BB +6BB*50% Contibet = 15BB

      Natürlich ist ein Set nicht unschlagbar, besonders multiway. Aber da kommt doch der springende Punkt. Die Auszahlung die ich brauche um Setmining zu betreiben bekomme ich doch am ehesten je mehr Spieler am Pot beteiligt sind. Das bedeutet Setmining ist für mich dann im besten wenn ich keinen riesigen Stack habe. Wenn ich also in meinem Beispiel einen Stack von 12 bis 20 BB habe ist doch das fürs Setmining interessant.

      Ich verliere 7x2 BB = -14
      Ich gewinne 1x 14 BB => +/-0
      14 BB zu gewinnenbei einem 12BB Pot sollte mir auf dauer doch selbst dann gelingen, wenn ich hin und wieder Set over Set oder gegen einen Draw verliere.

      Das meine Werte noch nicht genau sind ist mir schon klar. Auch das sie je nach Situation etwas variieren. Aber im Prinzip ist das doch eine Stelle wo weniger +EV verloren geht je besser man sich an die Spielerzahl anpasst. Und da sich diese Setminingsituationen ständig ergeben müsste man da doch einiges an Value hohlen können.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von murphyslavvV
      Wenn ich also in meinem Beispiel einen Stack von 12 bis 20 BB habe ist doch das fürs Setmining interessant.
      Das verstehe ich nicht?

      Ein 20BB Stack? :f_eek:

      Du sitzt doch immer mit mindestens 100BB am Tisch? Wie kommst du auf 12-20BB Stacks.

      Und das du mit einem 20BB Stacks mehr Gewinne mit Sets einfährst als mit normalen 100BB Stacks - das kann ja nun vorne und hinten nicht stimmen. ;)

      Mit wieviel BBs sitzt du denn am Tisch? ?(
    • Thunder1214
      Thunder1214
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2010 Beiträge: 921
      Das ist dann wohl die Mathematik von Pokerschool 3.0 oder so ;)

      Nee, mal im Ernst:

      Ein Set triffst du in 12% der Fälle oder jedes 8,5te Mal.
      Das heisst im Klartext, dass du das 7,5 fache von dem, was du callen willst, gewinnen musst um wenigsten +/- 0 zu sein.

      Wenn dein BB also 2bb callt, muss er 15bb gewinnen ... Minimum.

      Es muss also zwangsläufig von Vorteil sein, wenn die Leute sehr deep am Tisch sitzen.

      Das gilt im Übrigen für alle spekulativen Hände, also auch für kleine Axs oder für SuitedConnectors.
    • murphyslavvV
      murphyslavvV
      Bronze
      Dabei seit: 06.08.2013 Beiträge: 596
      Original von MiiWiin
      Original von murphyslavvV
      Wenn ich also in meinem Beispiel einen Stack von 12 bis 20 BB habe ist doch das fürs Setmining interessant.
      Das verstehe ich nicht?

      Und das du mit einem 20BB Stacks mehr Gewinne mit Sets einfährst als mit normalen 100BB Stacks - das kann ja nun vorne und hinten nicht stimmen. ;)

      Mit wie viel BBs sitzt du denn am Tisch? ?(
      Das die implied odds steigen je größer der effektive Stack ist is klar. Das du einen größeren Pot gewinnen kannst je größer der effektive Stack ist auch klar. Der +bb/Hand kann doch aber bei einem Stack von 20BB größer sein als bei einem Stack von 100BB. Der Vorteil des großen Stack ist das du größere Riesenpots aufbauen kannst. Der Vorteil des kleinen Stacks ist das du die Chips leichter in die Mitte bekommst.

      Die Frage um die es mir geht ist eigentlich eher die. Ab welchem "kleinsten" Stack kann ich Setmining betreiben. Wenn ich das Beispiel mit den 3 Leuten vor dir aufgreife:

      Der Setminingcall von 2 BB benötigt gegen einen Gegner 40 BB behinde (20 er Regel).
      Gegen 2 Gegner sind es weniger.
      Gegen 3 Gegner reicht schon "fast" der Contibet.

      Wenn ich also einen Stack von 20BB habe und in der beschriebenen Situation bin (Raise und 2 Caller mit PP im BB) dann muss ich laut 20 / 1 Regel (die ja für einen Gegner gedacht ist) folden weil mein Stack zu gering ist. Dann lasse ich aber doch einen erstklassigen Spot aus. Also muss ich in dieser Situation meine 20 / 1 Regel auf die Spielerzahl anpassen also z.B. zu bei 3 Gegnern muss der Stack z.B. 6/1 sein. Wenn es mir gelingt die Zahl gut festzulegen kann ich diesen Spot optimal ausnutzen. Also vorausgesetzt 6/1 ist richtig mit 11 BB folden und ab 12 BB callen.

      Da die Situation so häufig ist und Sets ein recht häufiger Flop sind hab ich hier doch eine Standardsituation über die sich komischerweise niemand Gedanken macht.

      Möglicherweise hab ich ja einen totalen Knick in meiner Denke. Aber bisher hat mir noch niemand ein einleuchtendes Argument nenne können warum das Prinzip nicht stimmen sollte.
      :f_confused:
    • murphyslavvV
      murphyslavvV
      Bronze
      Dabei seit: 06.08.2013 Beiträge: 596
      Original von Thunder1214
      Es muss also zwangsläufig von Vorteil sein, wenn die Leute sehr deep am Tisch sitzen.

      Das gilt im Übrigen für alle spekulativen Hände, also auch für kleine Axs oder für SuitedConnectors.
      Ja, je tiefer je besser. Sehe ich genauso. Besonders da du praktisch oft von AA noch eine Auszahlung bekommst obwohl ein Overpair bei den Stacksizes nie gut sein kann.

      Spekulative Hände benutzen das selbe Prinzip, haben aber andere Werte. Ich spiele Axs und Con nicht nach der 20 er Regel. Für Ax verwende ich z.B. 18 oder (130 was nie vorkommt), je nach dem ob mir der Draw schon reicht um reinzustellen.

      Man kann sogar trashhands nach der Methode spielen, allerdings hast du praktisch fast nie so große odds.
    • Thunder1214
      Thunder1214
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2010 Beiträge: 921
      Gegen 3 Gegner reicht schon "fast" der Contibet.
      Na klar ist es besser mehrere Gegner zu haben ...

      1.) wir bekommen PreFlop einen besseren Preis
      2.) wir bekommen PostFlop häufiger eine Auszahlung (die ImpliedOdds sind besser)

      Aus diesem Grund muss man eben auch überlegen, wie man die Hand, die man aktuell hält spielen will: HU oder MW?

      SCs oder auch kleine Axs möchte ich gerne MW spielen, weil sie bei einem Hit (Flush oder Straight) dann wesentlich bessere Auszahlung bekommen.
      AKo spiele ich dagegen lieber HU, weil ich einen Gegner besser ausspielen kann, auch wenn ich nicht getroffen habe.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von murphyslavvV
      Möglicherweise hab ich ja einen totalen Knick in meiner Denke. Aber bisher hat mir noch niemand ein einleuchtendes Argument nenne können warum das Prinzip nicht stimmen sollte.
      :f_confused:
      Ganz einfach: Du sitzt niemals mit 20BB am Tisch!

      Ich weiß nicht wie du auf diese Idee kommst? ;)

      Wir spielen hier BSS mit mindestens 100BB, wenn du Interesse an irgendwelcher SuperShortStack-Plays hast bist du im falschen Forenteil. ;)

      => http://de.pokerstrategy.com/forum/board.php?boardid=1520

      Verstehe mich nicht falsch, ich will dich nicht loswerden. ;)

      Nur was bringt uns diese Diskussion, wenn jeder der Beteiligten grundsätzlich mit 100BB am Tisch sitzt und selbst ein Midstack sich jedes Mal mit 40BB einkaufen muss?

      BSS ist schon tricky genug, da brauche ich keine Theorien was ich als 20BB-Stack machen würde.


      Ansonsten hast du im Kern natürlich Recht, dass du gegen mehrere Gegner auch eher ein Payout bekommst, das sagte ich ja bereits. Und das gegen einen 20BB Stack auch looser broke gegangen wird als gegen einen Bigstack ist auch richtig, das Beispiel hat ich ja gebracht mit einem Normalstack und einen deepen Stack.

      Nur das jetzt mathematisch zu belegen wird eng.

      Grobe Abschätzung:

      Tighter PFA raist, Fisch 1 callt, Fish 2 callt, ...du callst mit einem Pocket Pair und triffst am Flop ein 2nd Set!

      Wann wirst du am meisten Gewinn machen?

      => Mit einem 10BB Stack?
      => Mit einem 20BB Stack?
      => Mit einem 40BB Stack?
      => Mit einem 100BB Stack?
      => Mit einem 200BB Stack?

      Ich kann dir die Reihenfolge sicherlich nicht beweisen, aber ich bin mir sehr sicher es keine der ersten beiden Varianten sein wird.
    • murphyslavvV
      murphyslavvV
      Bronze
      Dabei seit: 06.08.2013 Beiträge: 596
      Hi,

      ah jetzt versteh ich das Problem. Ich bin im falschen Forum. Ich komm eigentlich vom SNG und da sind die Situationen standard.

      Habs ursprünglich bei Das PokerStrategy.com Forum » Pokerstrategie und Handdiskussionen » Poker lernen – Psychologie, Mindset, Mathematik » Das einfachste der Pokerwelt - Bets im Preflop gepostet da ist aber alles tot.

      Habs dann bei den SNG geposted da bin ich dann aber rausgeflogen und es hieß poste es bei Strategie. Und bei Strategie viel mir dann die Frage zu 5% ins Auge und ich dachte da passt es hin.

      Sorry, mein Fehler. Danke für eure Hilfe.
    • Renne01
      Renne01
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 3.589
      Als Shorty callt man aber nicht auf Setvalue, nur so am Rande, weil man mit so kleinen Stacks von der FE lebt. Dh. dass man oft 3-bettet aber nicht callt. Falls du planst auf den übrigen 20bb Tischen zu spielen, kann ich dir davon nur abraten. Dort ist nichts mehr mit easy Money. Da spielt sich BSS komfortabler.
    • murphyslavvV
      murphyslavvV
      Bronze
      Dabei seit: 06.08.2013 Beiträge: 596
      Original von Renne01
      Als Shorty callt man aber nicht auf Setvalue, nur so am Rande, weil man mit so kleinen Stacks von der FE lebt. Dh. dass man oft 3-bettet aber nicht callt. Falls du planst auf den übrigen 20bb Tischen zu spielen, kann ich dir davon nur abraten. Dort ist nichts mehr mit easy Money. Da spielt sich BSS komfortabler.
      Gutes Argument, da muss ich mal drüber nachdenken. Da ich SNG spiele wo der Bubblefaktor zuschlägt ist es zwar ein bisschen besser aber die verlorene FE ist bestimmt ein Thema. Das muss ich mir mal ernsthaft ansehen.

      Danke für den Tip, war bisher der beste! :f_love:
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von murphyslavvV
      Hi,

      ah jetzt versteh ich das Problem. Ich bin im falschen Forum. Ich komm eigentlich vom SNG und da sind die Situationen standard.

      Habs ursprünglich bei Das PokerStrategy.com Forum » Pokerstrategie und Handdiskussionen » Poker lernen – Psychologie, Mindset, Mathematik » Das einfachste der Pokerwelt - Bets im Preflop gepostet da ist aber alles tot.

      Habs dann bei den SNG geposted da bin ich dann aber rausgeflogen und es hieß poste es bei Strategie. Und bei Strategie viel mir dann die Frage zu 5% ins Auge und ich dachte da passt es hin.

      Sorry, mein Fehler. Danke für eure Hilfe.
      Ok, das erklärt einiges! :D

      Dein 15/20BB Stack hat mich völlig verwirrt...

      Dann auch hier nochmal: Wenn es bei den SNGs nicht mehr läuft, bist du hier gerne gesehen. ;)


      Aber diskutiere das im SNG-Forum nochmal an, ich glaube eben dass dies dort die Regel ist. Renne01 hat ja schon etwas dazu gesagt.

      Und bei SNGs wird mMn in gewissen (End-)Phasen auch nicht so loose gecbettet oder 2nd Barrels gesetzt in irgendwelchen MW-Pots. ;)