Postflop-Konzepte auf niedrigen Limits - in wie weit notwendig?

    • Kai1989
      Kai1989
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2009 Beiträge: 349
      Hallo zusammen.

      Ich möchte zum September neu mit pokern beginnen, auf mikro-limits und ohne viel einzucashen.

      Meine Pokerbeginne hatte ich vor längerer Zeit mit der SSS mit 20bb max. und bin von da aus zu MTTs.

      Dadurch, dass in MTTs in der späteren Phase ebenso wie bei der SSS die Stacksizes wenig Platz für Turn und River-plays liessen, habe ich hier auch meine Schwachstellen.
      So bin ich zu The Poker Blueprint gekommen und mache mich mit dingen wie Floats, Double oder Triple Barrels gerade im Zusammenhang mit Scarecards vertraut und den Situationen, die dementsprechend entstehen...

      Ich verstehe durchaus, dass diese Konzepte ab einem gewissen Limit notwendig sind.

      Aber wie sinnig sind diese Konzepte auf niedrigeren Limits?
      Sicher sind sie hier +EV, aber treiben sie evtl die Varianz überproportional in die Höhe?

      Könnte man nicht mit abc-poker + anpassungen an die Spielertypen etwas weniger aber dafür konstantere BB/100 kriegen, sodass als Folge davon ein aggressiveres Bankroll Management möglich sind?


      Es könnte ja über den Daumen gepeilt gelten:

      mit Konzepten usw.--> X*1,5 BB/100 mit einer Varianz von Y*2 brauchen Z*2 Stacks fürs BRM

      mit abc-poker.--> X BB/100 mit einer Varianz von Y und dementsprechend Z Stacks BR.


      Dadurch wäre mit abc-poker ein Aufstieg mit geringeren insg.-Winnings möglich, was wiederum heißt, dass die X BB/100 mehr $ auf einem höheren ausmachten als die X*1,5 BB/100 auf einem niedrigeren...

      Damit möchte ich mir nicht ausreden, mir Theorie anzulesen, sondern eher, sie auf den falschen Limits anzuwenden...
  • 19 Antworten
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      auch simpelstes ABC Valuepoker erfordert Hirnschmalz, denn man muss eben die spots auch sehen und mitnehmen - sowohl die klaren valuebets als auch die klaren folds.
      Zudem ist das mindset hier wie sonst auch überall superwichtig und nicht selten spielen Leute ganz ok, dann kommen paar bad beats und schon spielen sie locker -20bb/100 schlechter als vorher und machen das noch >500 Hände lang und haken das als "passiert halt" ab...

      All das vorausgeschickt so sind imo die Micros mit ganz simplen ABC Valuepoker locker mit bis zu 10bb/100 schlagbar, wenn du die Konzepte aus dem blueprint begriffen hast und anwenden kannst sind auch 20bb/100 drin - wobei hier wie du ja schon selber sagst die Gefahr besteht, dass du alles ruinierst, wenn du die spots eben nicht drauf hast und bei komplizierten Spielzügen Fehler machst.

      Ich würde von daher erstmal ganz simpel anfangen, valuebetten was das Zeug hält und gegen Aggression sehr tight spielen (folden!) und es sollte reichen um die ganz kleinen Limits zu schlagen, wenn du merkst, dass das nicht mehr ausreicht oder aber du sowieso Möglichkeiten siehst dein Spiel zu verbessern, kannst du das ja dann jederzeit machen.

      Zudem wirst du die postflopleaks ja sowieso nur in den Griff bekommen, wenn du dran arbeitest und hier ist vor allem das HBF weiterhin eine sehr gute Option, wenn du gezielt Problemspots raussuchst, deine Gedanken dazu nennst und dann guckst wie andere (bessere) Spieler das sehen und wieso.

      gl :)
    • Thomas6409
      Thomas6409
      Black
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 5.978
      Original von Scooop

      All das vorausgeschickt so sind imo die Micros mit ganz simplen ABC Valuepoker locker mit bis zu 10bb/100 schlagbar, wenn du die Konzepte aus dem blueprint begriffen hast und anwenden kannst sind auch 20bb/100 drin

      :facepalm:

      hör doch mal bitte damit auf, deine absurden winrate Theorien zu verbreiten. evtl. glaubt das hier noch jemand, der dich nicht kennt, und hält sich dann für einen schlechten Spieler, wenn er nur 5bb schafft.

      20 sind absolut unmöglich, klar kann man das mal mit mega upswing auf ne begrenzte samplesize schaffen, aber longterm würde selbst ein NL1k reg NL10 nicht so hart beaten.
      10bb sind evtl. machbar, aber auch nur, wenn man bereits genug skill hat, um auch nl100 schlagen zu können, daher spielt niemand die mikros, der dort 10bb erreichen könnte. "locker schlagbar" mit so einer winrate ist in jedem Fall totaler Schwachsinn.
      alles über 4bb/100 ist super und ein realistisches Ziel.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      schau dir mal die Graphen an die die Leute posten die tatsächlich diese stakes spielen, bzw gespielt haben und jetzt aufsteigen an.
      Sehr oft siehst du Graphen mit deutlich über 10bb/100 und das auf >50k Hände.

      Sicher reicht heute kein SHC und der Bet button wie früher um die Limits komplett zu crushen, das habe ich aber auch nicht behauptet. Dennoch sind die Micros weiterhin gut schlagbar und eben auch nicht nur mit winrates wie sie auf den Midstakes Standard sind, sondern durchaus höher. - Allerdings muss man dazu einigermaßen gut sein. Mit groben leaks schlägt man nichtmal diese stakes...
    • kirasaki01
      kirasaki01
      Bronze
      Dabei seit: 25.04.2012 Beiträge: 1.177
      naja....
      kommt halt auch auf die seite an bzw wann man spielt.

      10bb/100 schaffst schon wennde auf microgaming nur am weekend zockst...

      auf stars mittwochs um 2 uhr nachts wirste es wohl gegen 90 % TAG regs schwer haben die 10bb zu halten.


      scoop hat schon nich so ganz unrecht.

      würd mich aber ma interessieren wieviel bb/100 du so auf 50k hands rausholst auf nl10 scoopy :)
    • Thomas6409
      Thomas6409
      Black
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 5.978
      Original von Scooop
      schau dir mal die Graphen an die die Leute posten die tatsächlich diese stakes spielen, bzw gespielt haben und jetzt aufsteigen an.
      Sehr oft siehst du Graphen mit deutlich über 10bb/100 und das auf >50k Hände.

      lol 50k hands, das spiel ich pro Woche. weißt du wie oft ich >10bb in einer Woche spiele und die nächste Woche hab ich ne losing Woche und bin auf die letzten 2 Wochen dann plötzlich nur noch bei 4bb. winrates werden ab 1 Mio hands halbwegs aussagekräftig, dass immer mal wieder Leute 50k hands mit 10bb spielen und dann aufsteigen, ist klar, aber das ist weit über ihrem EV (nicht zwangsläufig allin-EV).
      mal als Beispiel, ich bin Anfang Januar auf NL100 6max umgestiegen, nachdem ich die 2 Jahre davor hu only gespielt hatte. nach 18k hands war ich 45 stacks up, nur um danach 100k hands be zu spielen.
    • Kai1989
      Kai1989
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2009 Beiträge: 349
      Original von Scooop
      Ich würde von daher erstmal ganz simpel anfangen, valuebetten was das Zeug hält und gegen Aggression sehr tight spielen (folden!) und es sollte reichen um die ganz kleinen Limits zu schlagen, wenn du merkst, dass das nicht mehr ausreicht oder aber du sowieso Möglichkeiten siehst dein Spiel zu verbessern, kannst du das ja dann jederzeit machen.

      Zudem wirst du die postflopleaks ja sowieso nur in den Griff bekommen, wenn du dran arbeitest und hier ist vor allem das HBF weiterhin eine sehr gute Option, wenn du gezielt Problemspots raussuchst, deine Gedanken dazu nennst und dann guckst wie andere (bessere) Spieler das sehen und wieso.
      Danke für die Antwort Scoop.
      Demnach lieber weniger "moven" und dafür mit weniger stacks aufs nächste limit aufsteigen -> BR ausbauen -> solche "fortgeschrittenen"-konzepte dann einfließen lassen als andersherum?
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      niemand der winning player ist spielt ne Million Hände auf diesen stakes, denn natürlich steigt man lange vorher auf^^

      und nimm nur mal den Unterschied zwischen Nitpoker auf FR zoom, wo du nicht selten 7-8 andere Nits mit am Tisch hast und wenn du dann selbst eine bist, ja dann stimme ich zu, dann sind auch wegen des extrem hohen Rakes nur marginale winrates möglich.
      Aber man kann sich auch genausogut z.B. an die deep Tische setzen wo du nicht selten 3 oder 4 krasse Fische am Start hast, die da alle mit >250bb sitzen und dann mit TP no kicker broke gehen. An so einem Tisch kann man ganz andere winrates generieren und muss dafür nichtmal groß was tun...

      Wie auch immer: am eigenen Spiel arbeiten, mindset muss passen, table selection ist auch superwichtig (s.o.) und wenn man dann die Limits einigermaßen überzeugend schlagen kann, trotzdem man noch selber so einige leaks hat, ist doch alles gut.
      Ob nun mit 3bb/100 oder 13bb/100 ist letztlich egal, Hauptsache man lässt sie hinter sich.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Original von Kai1989
      Original von Scooop
      Ich würde von daher erstmal ganz simpel anfangen, valuebetten was das Zeug hält und gegen Aggression sehr tight spielen (folden!) und es sollte reichen um die ganz kleinen Limits zu schlagen, wenn du merkst, dass das nicht mehr ausreicht oder aber du sowieso Möglichkeiten siehst dein Spiel zu verbessern, kannst du das ja dann jederzeit machen.

      Zudem wirst du die postflopleaks ja sowieso nur in den Griff bekommen, wenn du dran arbeitest und hier ist vor allem das HBF weiterhin eine sehr gute Option, wenn du gezielt Problemspots raussuchst, deine Gedanken dazu nennst und dann guckst wie andere (bessere) Spieler das sehen und wieso.
      Danke für die Antwort Scoop.
      Demnach lieber weniger "moven" und dafür mit weniger stacks aufs nächste limit aufsteigen -> BR ausbauen -> solche "fortgeschrittenen"-konzepte dann einfließen lassen als andersherum?
      "moves" machen ist halt einerseits die große Kunst, aber andererseits auch die große Gefahr.
      Denn wenn deine moves nicht gut sitzen wird es superteuer, z.B. wenn du große Riverbluffs machst die viel öfter gecallt werden als du glaubst.
      Ich will dir ja keine moves verbieten, nur eben sagen, dass du dich zunächst mal auf klassisches valuebetten konzentrieren sollst und die fortgeschrittenen Sachen nach und nach einbauen sollst.
      Meiner Erfahrung nach geht es nämlich gründlich schief, wenn man alles auf einmal einbauen will und als Anfänger z.B. so spielen wie im blueprint vorgeführt (das Buch ist btw. für NL100 gedacht, auch wenn man die Sachen freilich auch auf tieferen stakes anwenden kann).

      Zum BRM habe ich gar nichts gesagt. Das ist individuell und musst du selbst rausfinden.
      Ich würde auf den Micros etwa mit 30stacks Minimum planen, so bis NL50 dann mit 50stacks, aber du kannst auch jederzeit defensiver sein, wenn du damit besser klar kommst.
    • SteveWarris
      SteveWarris
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2007 Beiträge: 5.815
      Original von Thomas6409
      Original von Scooop

      All das vorausgeschickt so sind imo die Micros mit ganz simplen ABC Valuepoker locker mit bis zu 10bb/100 schlagbar, wenn du die Konzepte aus dem blueprint begriffen hast und anwenden kannst sind auch 20bb/100 drin

      :facepalm:

      hör doch mal bitte damit auf, deine absurden winrate Theorien zu verbreiten. evtl. glaubt das hier noch jemand, der dich nicht kennt, und hält sich dann für einen schlechten Spieler, wenn er nur 5bb schafft.

      20 sind absolut unmöglich, klar kann man das mal mit mega upswing auf ne begrenzte samplesize schaffen, aber longterm würde selbst ein NL1k reg NL10 nicht so hart beaten.
      10bb sind evtl. machbar, aber auch nur, wenn man bereits genug skill hat, um auch nl100 schlagen zu können, daher spielt niemand die mikros, der dort 10bb erreichen könnte. "locker schlagbar" mit so einer winrate ist in jedem Fall totaler Schwachsinn.
      alles über 4bb/100 ist super und ein realistisches Ziel.
      ich finde auch das ein. xybb/100 gelaber nur falsche erwartungen schürt die dann evtl. net erfüllt werden und zu tilt führen. ja auf NL10 zoom gehen vielelciht 10bb/100 aber die haben meistens die leute die schon mal deutlich höher gespielt haben und warum auch immer wieder aufsteigen.

      mal zum Topic:

      bewusst auf winrate in einem spiel mit kleinen edges zu verzichten nur um ein bisschen die varianz zu drücken halte ich nicht für sinnvoll. das ist bausparer-denkweise die einem nur behindert.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      ich hab mit den winrates nicht angefangen, sondern es wurde konkret danach gefragt...
      Und ich weiß dass solche winrates erspielt werden und das nicht von ner Hand voll Ausnahmespieler, sondern normalen Spielern die auch nie höher gespielt haben und selbst noch massig leaks haben (krass abfallende redline z.B, dennoch 10bb/100 auf NL25, usw.)
      aber ich will darauf nicht rumreiten.
      Als Anfänger ist jede positive winrate ein Erfolg! :P



      und das mit dem bewusst auf edge verzichten ist halt so eine Sache...
      Natürlich würde nie jemand im Poker freiwillig auf Geld was rumliegt verzichten, darum geht's dabei ja gar nicht -sondern es geht um folgendes:

      solides Valuepoker ohne viele bluffs, mit ner sehr klaren Strategie, nimmt die großen Valuespots alle mit und vermeidet komplizierte spots, die viel postflop skill erfordern und zusätzlich die winrate steigern können.
      Und zwar deshalb, weil der eigene skill eben nicht reicht um diese spots oft genug +EV zu spielen.

      Beispiel:
      Nimm an du kannst in einem knappen spot einfach folden (EV=0; die "easy" Valuepokerline für Anfänger) oder du startest ein bluffraise am Flop was du dann auch noch auf Turn und River je nach Boardentwicklung weiterspielen musst.
      Der EV des Flopraises ist in der Theorie +2,3bb, was also ein klarer spot ist und viel besser als weak zu folden.
      Der Haken dabei ist aber, dass das raise nur dann +2,3bb einbringt, wenn man eben sagen wir zu >90% korrekt weiterspielt. Wenn man aber Anfänger ist und z.B. nur zu 75% korrekt weiterspielt ändert sich die Bewertung der line und zwar von +2,3bb in -14bb.
      Das ist das Problem und die Gefahr, dass man spots spielt die theoretisch (ja, theoretisch^^) +EV sind, aber eben nur wenn man postflop sattelfest ist. Ist man es nicht, bricht man sich selbst das Genick, weil man ne 40bb Riverbet als bluff 15% öfter setzt als man sollte, usw.

      Klar ist das alles fiktiv, aber das veranschaulicht dennoch den Punkt.
      Erstmal die "einfachen" Dinge lernen und spielen und alles andere Stück für Stück mit steigender Erfahrung hinzunehmen.

      Als Anfänger zu spielen anfangen und zu glauben, man muss auf jeder street ne c/r Range haben ist nicht nur unnötig, sondern eben sehr gefährlich, weil man bei zu wenig skill mit so einer aggressiven Spielweise sehr schnell Schiffbruch erleidet, auch wenn man vielleicht selber nach einigen Monaten Erfahrung tatsächlich nach und nach dahin kommen wird wirklich so eine c/r Strategie inkl. bluffs zu implementieren würde ich erstmal dazu raten dann groß zu betten und zu raisen, wenn man sehr starke Hände hat und ansonsten den Ball flach halten und gegen raises tight zu folden und alles andere sich auf dieser soliden Basis nach und nach entwickeln zu lassen.

      aber das ist nur mein Ansatz, gibt sicher auch andere Vorschläge, muss jeder für sich selbst entscheiden. ;)
    • demutter
      demutter
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2009 Beiträge: 342
      Hallo Kai

      mich würde ja mal interessieren was und wo du denn vorhast ab september zu spielen?--> Fullring oder 6max? auf Pokerstars oder woanders? willst du auf NL2 oder NL5 oder gar NL10 starten? nutzt du ein Trackingprogramm?

      Die Tipps von scoop (die Winrategeschichte mal außen vor gelassen :P ) sind schon soweit in Ordnung.

      Ich habe mir vor 2 Monaten ebenfalls das Blueprint durchgelesen. Was gibt es denn da für "krasse" Moves die man auf dem Micros nicht anwenden kann? Ich meine selbst eine 2nd Barrel auf eine Scarecard kann man mMn heutzutage schon als solides ABC-Poker bezeichnen.

      Hast du dir denn schon die ganzen Einsteigerartikel/videos von PS.com angeguckt und durchgearbeitet? Ich weiß ja nicht inwieweit du deinen Skill einschätzen würdest aber für die meisten Anfänger (falls du jetzt auf BSS Cashgamme wechselst und vorher SSS und MTT gespielt hast ist das ja quasi ein neuer Anfang für dich) bzw für die Stakes NL2 und NL5 reichst das fast schon aus. Ich meine ich habe auch mal mit dem Starting Hand Chart am PC gezockt und das lief alles gut und suverän. Mit der Zeit kommt dann die Sicherheit und Erfahrung in das eigene Spiel sodass man die Ranges dann erweitert, genauer auf die Spielertypen eingeht, eventuell eine Trackingsoftware benutzt um dann noch präziser auf die Gegner einzugehen usw. Dazu kannst du, wie schon erwähnt wurde, deine Problemhände/Problemspots ins HBF zur Diskussion stellen.


      Also mein Vorschlag an dich ist die ganze Anfängergeschichte von PS.com durchzuarbeiten und versuchen jede Hand die du spielst so gut und richtig wie möglich zu spielen ohne zu viel Wert auf Varianz und Winrate zu legen, das kommt dann alles von alleine.




      P.S.: Gute Resultate bzw die Mikros schnell hinter sich zu lassen ohne viel einzucashen will natürlich jeder aber lieber ein paar stacks mehr in der BR als zu wenig und dann absteigen bzw nachcashen zu müssen ;)
    • Kai1989
      Kai1989
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2009 Beiträge: 349
      Hallo demutter,

      danke für die Tipps. :)

      Original von demutter
      Ich habe mir vor 2 Monaten ebenfalls das Blueprint durchgelesen. Was gibt es denn da für "krasse" Moves die man auf dem Micros nicht anwenden kann? Ich meine selbst eine 2nd Barrel auf eine Scarecard kann man mMn heutzutage schon als solides ABC-Poker bezeichnen.
      Naja... Da werden Sachen wie Floats angesprochen, wo auf Flop und Turn gecallt wird, um auf dem River den Pot mitzunehmen.
      z.B.

      6 max. 100BB effektive stacks.
      CO: Villain (decent TAG)
      BU: Hero: J :diamond: , T :diamond:

      fold, fold,
      CO open-raises 4BB, Hero calls 4BB, fold, fold.

      Pot: 9,5 BB.

      Flop: A :diamond: , 9 :club: , 2 :club: .

      CO bets 6BB, Hero calls.

      A turn Q, 8, or diamond gives you at least eight more outs, allowing you to call another bet. If the turn comes a J or T, you may call again if you think he’s double-barreling light. If the turn is a club and Villain checks, you will take down the pot more often than not with a bet. If Villain check-calls a turn club and isn’t overly tricky, I would bet the river again because his range is likely a pair with a club that will fold to a river bet. If he’s capable of check-calling the turn with 9x or TT-KK, fire the river again.


      ..und ich frage mich, ob so etwas denn wohl notwendig ist und:
      Ob die Spieler auf den Limits bereit sind, nach 2 barrels auf dem River zu folden. Wenn ich so etwas anwende, aber zu oft gecallt werde, eben weil meine Gegner nicht weit genug denken, wäre so etwas ja nicht mehr +EV.


      Original von demutter
      mich würde ja mal interessieren was und wo du denn vorhast ab september zu spielen?--> Fullring oder 6max? auf Pokerstars oder woanders? willst du auf NL2 oder NL5 oder gar NL10 starten? nutzt du ein Trackingprogramm?
      Ich nutze PT3. Im moment Spiele ich ab und zu mal abends ein bisschen NL4 6max auf iPoker, um mich zu gewöhnen, wollte aber eigentlich den September dann auf NL10 einsteigen.
      Wegen den SHC... Hmm. Ich hab das grob im Kopf, spiele aber gegen bestimmte Gegner lieber weitere ranges auf dem CO und BU...

      Original von demutter
      Also mein Vorschlag an dich ist die ganze Anfängergeschichte von PS.com durchzuarbeiten und versuchen jede Hand die du spielst so gut und richtig wie möglich zu spielen ohne zu viel Wert auf Varianz und Winrate zu legen, das kommt dann alles von alleine
      Da hast du glaube ich recht. Ich setze mich dann vor die Artikel und erwische mich, da nur diagonal durchzuschauen nach dem Motto "ja, hab ich ja damals schon alles gelesen" und übersehe dann doch die hälfte.
      Das versuche ich nächste woche vllt nochmal ausführlicher...
    • demutter
      demutter
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2009 Beiträge: 342
      Freut mich wenn ich dir helfen konnte.

      Ja gut da hast du recht mit dem Blueprint und den fortgeschrittenen Moves. Die hatte ich gar nicht mehr so in Erinnerung. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich sie gar nicht erst gelesen bzw gleich so gedacht habe "das brauche ich nicht zwingend um die Mikros zu schlagen" :)
      Allerdings geht es da letztendlich auch nur darum dem Gegner eine realistische Range zu geben, wodurch dann diese und jene Lines profitabler ist als eine andere etc.

      Ich spiele hauptsächlich FR auf Stars, da hat mir das SHC und die Anweisungen in den meisten Coachings, keine großen Moves/Bluffs zu machen, anfangs gut geholfen.
      Da du aber 6max spielst werden dir die SHCs und das "übliche ABC-Poker" wohl nicht viel nützen dafür ist SH einfach zu dynamisch und noch gegnerspezifischer als FR. :f_eek:

      Aber viel Glück für dein Vorhaben :f_thumbsup:
    • BReWs7aR
      BReWs7aR
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 26.03.2007 Beiträge: 7.740
      Original von Scooop
      schau dir mal die Graphen an die die Leute posten die tatsächlich diese stakes spielen, bzw gespielt haben und jetzt aufsteigen an.
      Sehr oft siehst du Graphen mit deutlich über 10bb/100 und das auf >50k Hände.

      Sicher reicht heute kein SHC und der Bet button wie früher um die Limits komplett zu crushen, das habe ich aber auch nicht behauptet. Dennoch sind die Micros weiterhin gut schlagbar und eben auch nicht nur mit winrates wie sie auf den Midstakes Standard sind, sondern durchaus höher. - Allerdings muss man dazu einigermaßen gut sein. Mit groben leaks schlägt man nichtmal diese stakes...

      Alter ich peils auch nicht. Im einen Thread machst du penetrant darauf aufmerksam, wie krass varianzreich Poker ist und in diesem Thread gibt es plötzlich keine Varianz mehr. 50k Hands, ich erinnere mich wie du noch gesagt hast dass 1 Mio Hands ausreicht um zu zeigen, dass man genug AUssagekraft hat.


      So viel unfug zu verbreiten ist so sick. Natürlich postet nur jeder der nl10 mit 500bb/100 schlägt nen Graphen. Wer nl10 mit 1bb schlägt, der wird sich mehr zurückhalten mit dem braggen. Und die, die es gar nicht schlagen oder unlucky runnen(ohne auf den EV einzugehen), die posten auch keine Graphen. Man das ist so obv, dass ichs echt nicht begreife...



      Um mal auch etwas produktives zu schreiben:

      Diese ganzen Konzepte kannst du auf allen Stakes anwenden. Es gibt Spots, da ist es unlikely, dass Villain Hand/Range x hält oder die Wahrscheinlichkeit für die und die Range ist gering bzw groß - und genau da greift jedes Konzept. Anfangen kann man ja, sich auf die Spots zu konzentrieren, wo Villain mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit (manchmal nahezu 100%) eine schwache bzw starke Range hält. Exploiting eben!
    • MrVain0205
      MrVain0205
      Bronze
      Dabei seit: 20.10.2006 Beiträge: 1.277
      In den Mikrolimits geht es nur darum so schnell wie möglich aufzusteigen, daher ist die ganze winrate kacke Wayne, sobald die Roll da ist gehts ein Limit höher.
      Bis nl10 solltest du ohne Probleme mit ABC Poker durchkommen. Wenn du aufsteigst merkst du schnell ob du klar kommst und wo deine leaks sind, daher ist imo die Lernkurve bei einem limitaufstieg sehr steil.
    • MrVain0205
      MrVain0205
      Bronze
      Dabei seit: 20.10.2006 Beiträge: 1.277
      .
    • 10playmaker10
      10playmaker10
      Bronze
      Dabei seit: 05.11.2011 Beiträge: 2.082
      du brauchst auf den micros kein postflopspiel du mußt nur zusehen wie du mit den weak tighten gegner klar kommst die halt nicht von ihren händen loslassen können da können dann auch 2 overcards auf flop und turn liegen sie aber von ihrem pocket pair 66 nicht loslassen können und sowieso immer in die defensive des check check gehen also halt nur check call spielen.

      das kann recht nervig sein weil du weißt das ihre plays unprofitabel sind und ihre calls du dich aber damit abfinden mußt und dich durch dem dreckigen keller von pokeranbietern hocharbeiten mußt.

      das spiel läuft so ab 4 bets sind nur vale wahrscheinlich in 9 von 10 fällen den einen spieler der nicht for value spielt erkennst du sofort im hud.

      wenn villain gegen eine 3 bet von hero spielt werden diese grundsätlich gecallt und villain checkt auch in 9 von 10 fällen die 3 bet und callt dann auch in 7 von 10 fällen auf die c bet von hero.
      es sind auch sehr sehr oft hände dabei die man eigentlich nicht unbedingt auf 3 bets squeezes callt weil man einfach hinten liegt grade auf den micros wo eh nur zu 100% for value gebeted wird und wenn das einer nicht tut wie oben beschrieben erkennt man ihn halt an den stats,aber sowieso 8oder9 von 10 spielern verwenden garkein hud oder beachten dieses nicht in den micros.

      darauf mußt du klar kommen postflop mußt du da eigentlich garnicht spielen weil es sich nicht lohnt gegn die weak tighten spieler du mußt ihnen einfach das geben was sie brauchen damit sie endlich mal einsehen das ihr spiel unprofitabel ist und sie wieder in ein paar monaten verschwunden sind von der poker bühne.

      wenn man a k pocket hat und auf dem flop ein k trifft und dann selber noch auf turn und river in deckung geht mit seinen bets oder check plays ja dann weis ich nicht was sich so ein spieler denkt.

      wünsche dir glück vielleicht kmmst du gut durch ich habe es bisher nicht geschafft.


      sie können nur callen immer wieder der gleiche mist muß nun erstmal 200k hands spielen um endlich dort up zu kommen oder was ?(
      Hero (Button) ($10)
      SB ($9.31)
      BB ($22.95)
      UTG ($12.06)
      MP ($4.35)
      CO ($18.85)

      Preflop: Hero is Button with T, T
      UTG raises to $0.30, 2 folds, Hero raises to $1, 2 folds, UTG calls $0.70

      Flop: ($2.15) 5, 5, 9 (2 players)
      UTG checks, Hero bets $1.30, UTG calls $1.30

      Turn: ($4.75) 8 (2 players)
      UTG checks, Hero bets $2.80, UTG calls $2.80

      River: ($10.35) 7 (2 players)
      UTG checks, Hero bets $4.90 (All-In), UTG calls $4.90

      Total pot: $20.15 | Rake: $0.91

      Results below:
      Hero had T, T (two pair, tens and fives).
      UTG had 6, 6 (straight, nine high).
      Outcome: UTG won $19.24
    • slothrop1701
      slothrop1701
      Bronze
      Dabei seit: 23.10.2010 Beiträge: 866
      Alles überbewertet imo. Poker Blueprint, OOP Floats, FoldEQ in Spot XY ausrechnen, junge junge... Zu meiner NL10-Zeit hat man einfach Valuehande durchgeballert, den Rest weggeschmissen und fertig ist die Kiste. Viel wichtiger finde ich Tiltresistenz, um von NL2 bis NL25 zu kommen. Die Leute auf den Micros ohne Fold-Button, die dann Runner Runner Two Pair hitten, haben mich sicherlich mehr Geld gekostet als irgendwelche tricksigen Spots, die man im gigantischen NL10 Zoompool sowieso nur einmal alle 200k Hände gegen den einen Villain sieht.
    • demutter
      demutter
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2009 Beiträge: 342
      @ playmaker: Hattest du gerade ne schlechte Session oder warum wirkt dein Beitrag so tilty?
      Was gibt es denn besseres wie weake Gegner die nur check/callen? Das ist doch das softeste Play überhaupt (erst recht Preflop wenn man nicht bzw fast nie gebluff3bettet wird) und das Villian mal eine Runner Runner Straigt/Flush/2Pair macht ist ja wohl jedem hier schon eine bazillionen mal passiert. Ich hoffe du bist dann nicht einer der REGs die den Fisch dann entweder so sehr beleidigne das er den Tisch verlässt oder den Fisch am besten noch erklärt was er falsch gemacht hat :f_eek:

      Willst du dein Geld lieber durch schlechte Calls von deinen Gegnern machen oder lieber gegen taffe Regs bei jeder Street mit schweren Entscheidungen konfrontiert werden ?(
      Es gibt ja auch nicht nur weaktighte Gegner auf den Micros aber das sollte dir ja aufgefallen sein wenn du ein Hud benutzt :tongue:


      @slothrop: Hat ja auch keiner OP dazu geraten sich strikt an das Blueprint zu halten bzw tricky Moves zu spielen :f_grin: