cbet checkraise

    • Fireball1002
      Fireball1002
      Bronze
      Dabei seit: 01.12.2012 Beiträge: 70
      Hallo allerseits,
      hab grad nen nettes tool für mein Spiel für mich entdeckt. Wollte Fragen ob es irgendwelchen Content zu Thema checkraise Spots etc auf dem Flop gibt. Klar muss man das immer auf die Range des Gegners beziehen mit der er an den Flop kommt. Ich spiele NL25 FR und würde echt gerne diese Art Spots mit weniger random benutzen:)

      Gibt es dazu irgendwelches Lehrmaterial bzw. Videos die dieses Thema haben?

      Gruß Fireball1002
  • 3 Antworten
    • Wamaroa
      Wamaroa
      Black
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 41.021
      Wüsste ich jetzt speziell nicht, aber du könntest ja mal selbst überlegne gegen welchen Gegner auf welchem Board ein cr Sinn macht und wann nicht.
    • Fireball1002
      Fireball1002
      Bronze
      Dabei seit: 01.12.2012 Beiträge: 70
      Ist nicht ganz so einfach deshalb hatte ich ja gehofft das es dazu Content gibt:)
      Naja ich werde mal versuchen bisschen in der Datenbank nachzurecherchieren.
      Denke mal ganz allgemein ist ein checkraise dann möglich wenn der Flop die range meines Gegners schlecht trifft bzw. er z.b häufig midpair bzw. air hält welches er dann folden könnten.

      Gegen welche Gegnertypen auf welchen Boards wird nun wieder schwieriger werden:) Ich werde mal versuche mich schlau zu machen.
    • SonMokuh
      SonMokuh
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2010 Beiträge: 2.861
      Im Prinzip macht ein checkraise for value Sinn, wenn du die gegnerische downcalling range hart crusht. Ganz simple eigentlich :D

      Der Gegner muss/sollte einen gewissen Teil seiner Flop betting range downcallen, ansonsten solltest du auf cbets nie folden und könntest anytwo profitabel checkraisen und barreln. Wenn du den Flop komplett verfehlt hast und eigentlich folden würdest, hat der fold einen EV = 0. Wenn der Gegner auf action aber zu viel foldet, ist der EV von checkraise + barrel über 0, also solltest du nie folden.
      Deswegen sollte villain ein Interesse daran haben, genügend down zu callen. Wenn du seine Flop betting range (halbwegs) kennst, kannst du daraus errechnen welche Hände er downcallen muss und kannst daran ableiten, was du for value raisen kannst. Und dann kannst du mit Bluffs auffüllen so dass er auch wirklich indifferent zum call oder fold ist und dich auf die eine oder andere Weise ausbezahlt.

      Dann ist die Frage: Welche Hände bluffen? Generell sollten Hände, die improven können, +EV raises sein, wenn sich villain exakt an seine downcalling Frequenz hält. Dementsprechend hat villain aber auch wieder einen Anreiz, mehr zu defenden, damit du mit Bluffs keinen Gewinn machst. Das hängt halt wieder davon ab wie stark er deine valuehände dann ausbezahlt. Kann man so leicht nicht sagen und lässt sich sowieso nicht genau lösen, weil es ja auch auf die Boardentwicklung ankommt.

      Um mal ein paar Zahlen in den Raum zu werfen:
      Auf einem K:h7:c2 board cbette ich mit meiner UTG range (ca. 15%) gegen den üblichen TAG der z.B. am CO callt 100% meiner opening range. Die Gegner folden auf den boards einfach zu viel.
      Um halbwegs unexploitable gegen raises von villain zu sein (damit er nicht 44 +EV raisen und barreln kann), muss ich ca. 20-25% meiner Flop cbetting range downcallen. Das wäre etwa KQ/AK/AA/22/77/KK. Das ist schon ziemlich loose, aber trotzdem kann man dagegen nur sets valueraisen und 3 streets barreln.
      Wenn man weniger cbettet, weil man z.B. QQ/KK oder 5:d6 checkt, muss man natürlich auch weniger downcallen. Das board ist aber beliebt zum cbetten und die allermeisten müssten vermutlich ab AK downcallen.

      Die Zahlen sind Schätzungen, ich hab das vor paar Tagen mal berechnet aber hab nicht mehr die exakten Ergebnisse im Kopf.
      Falls du es genauer wissen willst kann ich dir "Applications of NL Hold'em" von Matthew Janda empfehlen.