Playing AK allgemeine Frage

    • OnTop01
      OnTop01
      Bronze
      Dabei seit: 18.10.2008 Beiträge: 202
      Hi Leute,

      Die meisten guten Spieler sagen, dass es profitabel ist für 100BB den Stack rein zu stellen gegen so gut wie jeden Spieler im 6MAX. (was ich noch nie so richtig verstanden habe)

      Also angenommen ich bin im Cut Off mit 100BB (NL10)! Der Typ UTG mit 100BB raist auf 0.3 ich raise im Cut Off auf auf 0.9 und UTG packt eine 4B auf 2-2.5 aus!

      Callen: kommt nicht in Frage mit AKo

      Shoven: also wenn ich davon ausgehe das er nach einer 4B zu 100% den Shove callt, benötige ich eine Equity von 45.5%

      Selbst gegen die unten angegebene Range habe ich nur 44.91% welche eine 4.5%Range darstellt...
      Und ein TAG auf den Micros 4bettet viel tighter! (Besonder in der Situation aus UTG)

      Also wieso ist hier profitabel zu pushen?

      Es scheint bei weitem nicht profitabel oder habe ich falsch gerechnet?
      Wenn man gegen eine 4B spielt scheint es ja fast nie profitabel zu sein AK zu shoven...
      Also wer zum Teufel 4bettet viel looser als die unten angegebene Range außer vielleicht im Blind Battle

      Also nach einer 4B folde ich AK auch nicht mehr! Aber hier in der Situation nach einer 3B scheint es deoch ein Easy Fold zu sein!

      Ich würde mich über eine gute Erklärung freuen, es ist mir nämlich sehr wichtig das zu verstehen weil man sehr oft in solche Situationen kommt und gute Spieler einem meist nur sagen "AK geht rein Preflop"


             Equity     Win     Tie
      MP2    55.09%  45.06%  10.03% { 99+, AJs+, AKo }
      MP3    44.91%  34.89%  10.03% { AKo }
  • 8 Antworten
    • OnTop01
      OnTop01
      Bronze
      Dabei seit: 18.10.2008 Beiträge: 202
      ...
    • nleeson111
      nleeson111
      Bronze
      Dabei seit: 14.09.2007 Beiträge: 25.296
      Hallo OnTop01,

      deinem ersten Satz kann ich mich überhaupt nicht anschließen, selbst für 100BB sollte man immer noch die bestehende Action und die Spieler beachten!

      Aber hie rhandlet es sich ja auch gar nicht um eine spezielle Handbewertung, sonder eher um eine Strategiediskussion.
      Ich werde mal das Verschieben ins Strategieforum veranlassen. Wird sicherlich eine reichhaltige Diskussion.

      Mich persönlich würde auch interessieren, wo du es her hast, dass
      "die meisten guten Spieler sagen, dass es profitabel ist für 100BB den Stack rein zu stellen gegen so gut wie jeden Spieler"?

      nleeson
    • OnTop01
      OnTop01
      Bronze
      Dabei seit: 18.10.2008 Beiträge: 202
      Hi Nleeson,

      also ich hoffe es war klar, was ich damit meinte... Ich meine hier AK Preflop rein zu stellen! Also viele gute leute die ich gefragt habe, meinten halt das es nie ein großer Fehler ist gegen Spieler AK Preflop rein zu stellen... was ich noch nie verstanden habe...
      Also du siehst das anders? Ich nämlich auch... unswar ganz anders!
      Was man an meiner Rechnung da sieht...
    • OnTop01
      OnTop01
      Bronze
      Dabei seit: 18.10.2008 Beiträge: 202
      Hey Leute,

      Ich benötige mal die Aufmerksamkeit von ein paar erfahrenen Spielern, die mir vielleicht mal meine Frage oben beantworten könnten...
      Es ist mir nämlich sehr wichtig das Play an der Stelle mit AK zu verstehen!

      Viele Grüße
    • FaLLout86
      FaLLout86
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 22.02.2005 Beiträge: 6.450
      Servus OnTop,

      also hier gibt es doch einiges an Diskussionsbedarf denke ich.
      Erstmal ist AK nicht immer ein Broke gegen jeden Spieler!

      Man kann wohl sagen dass man in Steal-Resteal-Situationen auch auf NL10 mit AK broke gehen kann.
      Es ändert sich natürlich einiges wenn der Spieler wie in deinem Beispiel aus UTG raist und dann 4-bettet.

      Die Probleme hier sind folgende:
      Gegen UTG wird sehr wenig gebluff 3-bettet, UTG hat eine recht starke openraising range und es wird so gut wie nie als bluff ge4-bettet.
      Dementsprechend ist es korrekt hier AK gegen gewisse Spieler zu folden auf die 4-Bet.

      Je nachdem wie der Spieler preflop spielt kann es auch sein dass es profitabler ist AK zu callen, als zu 3-betten preflop.
      Der 4-Bet Wert bzw. die 4-Bet Range helfen bei solchen Entscheidungen natürlich enorm (falls sample vorhanden ist)

      Gruß FaLLi
    • SonMokuh
      SonMokuh
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2010 Beiträge: 2.861
      Benutz die Suchfunktion, das Thema wird ungefähr alle 2 Wochen behandelt ;)

      Kurz und knapp: Kommt drauf an :D

      Wenn die Games aggressiv sind, ist es zumindest shorthanded nie ein Fehler, AK preflop reinzustellen. Im HU oder shorthanded am BU/CO/SB/BB bist du sogar froh, wenn du mal AK kriegst und action kommt. Vorausgesetzt die Gegner sind keine totalen Nits.

      Der Grund dafür ist simple: Wenn der Gegner sagen wir mal 14% aus UTG openraist, haben dich davon nur AA/KK beat und das sind, nachdem du AA/KK blockst, nur 6 Kombinationen. Gegen den Rest flippst du und bei 3bb openraise und 1,5bb blinds sind das immerhin schon 4,5bb, die du kassierst. Wenn villain mit 99+/AJ+ 4bettet, wird er die 5bet nicht mit der gleichen range callen. Falls doch, ist das vielleicht nicht gut für dein AK, aber AA/KK und evtl. QQ hätten dann einen enormen EV. Außerdem ist AK dann immer noch +EV, weil er ja auch oft foldet.

      Viel wahrscheinlicher ist, dass villain entweder sehr wenig preflop 4bettet, dann callt oder foldet er viel und du spielst in Position gegen eine dominierte range oder kassierst oft die 4,5bb. Oder er spielt ein mix aus 4bet/fold, call 3bet und 4bet/call. Gegen alle lines ist AK 3bet/5bet +EV, bei üblichen openraising ranges in UTG (~14%) und vorausgesetzt du verkackst es postflop im 3bet pot nicht total. D.h. aber nicht, dass es auch maxEV ist.
      Kannst es dir ja mal genauer anschauen, so kompliziert ist das nicht. Und evlt. nachrechnen. Den Postflop EV wirst zwar nicht berechnen können, aber für die Fälle 4bet/call, 4bet/fold kannst du Annahmen treffen und damit rechnen. Und für die Postflop line kann man davon ausgehen, dass AK gegen eine i.d.R. dominierte range +EV spielbar ist.

      Selbst auf den micros dürfte es kein allzu großer Fehler sein, AK preflop immer reinzustellen (shorthanded). Wenn man die Gegner kennt, kann man natürlich davon abweichen. Gegen jemanden der vs UTG 1% 3bettet, stell ich AK auch nicht rein.
      Kompetente Gegner und auch unknowns haben aber i.d.R. eine weitere 3bet range und dagegen ist 4bet/call fast immer +EV. Das heißt aber natürlich nicht, dass andere lines keinen größeren EV haben können.

      Wenn du denkst, dass 3bet/5bet mit AK bspw. BU vs UTG overplayed ist, dann kannst du a) preflop nur callen, b) 3bet/folden oder c) 3bet/callen. Alle lines kann man begründen, wenn man dafür den richtigen Gegner hat.

      Gründe wären z.B.:

      a) villains range ist so tight, dass du dich mit der 3bet gegen besseres isolierst oder ~50% Equity hast. Dann ist callen vermutlich besser, da du auf K/A high boards oft die cbet bekommst und seine range im single raised pot dominierst.

      b) villain openraised viel, callt auch gerne, aber 4bettet nur die nuts.

      c) villain openraist normal bis zu viel, callt oft genug, 4bettet eine solide range, callt die 5bet aber mit einer range gegen die du weniger als 50% Equity hast. Dann könntest du 3bet/5bet spielen (was trotzdem +EV sein sollte), aber evtl. ist das callen der 4bet besser, weil du seine bluffs drin behälst.


      Wenn du die Situation genauer beurteilen willst, schau dir doch mal deine Gegner an, auf die du eine gewisse sample hast und überleg dir, was gegen die die beste line ist. Oder überleg dir, wie du selbst in bestimmten Positionen spielen willst. Oder wie die Gegner spielen müssten, dass du a), b) oder c) wählen willst. Das sollte dein Spielverständnis deutlich verbessern.


      Ich 3bette AK standardmäßig im shorthanded erst gegen CO openraises und calle ansonsten preflop. Wenn ich in MP/UTG ge3bettet werde, calle ich preflop i.d.R. mit KQs/AQs/AKo/AQo, TT-KK oder TT-QQ/AA und 3bette AKs/KK/AA + bluffs, je nach dem ob MP oder UTG. 4bet/broke erst ab CO.
      Mit reads ändert sich das aber natürlich auch mal.
    • Behare1
      Behare1
      Gold
      Dabei seit: 22.04.2011 Beiträge: 274
      schliesse mich vorredner an. was ich nicht verstehe, dieses berühmte "kommt drauf an" trifft im poker doch eigentlich immer zu. du spielst ja nicht immer nur gegen unknown. wenn ich natürlich weiss, dass der typ tatsächlich nur mit KK+ broke geht, überleg ich mir auch zweimal, wie ich AK spielen soll. und selbst gegen unknown hast du ja schon nach wenigen händen zumindest einen ersten eindruck. erfahrung und nach einem blick in meinen HM: preflop broke mit AK ist nur selten ein fehler.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Meie Gedanken zu der "Problematik" habe ich hier zusammen gefasst:

      AK und QQ auf den Low Limits (1) - Grundgedanken
      AK und QQ auf den Low Limits (2) - Mögliche Lines
      AK und QQ auf den Low Limits (3) - Deine Gegner
      AK und QQ auf den Low Limits (4) - Beispiele

      Vielleicht hilft das ja schon etwas. ;)

      Ich denke ich habe da einige Fälle beschrieben, verallgemeinern lässt sich so etwas einfach nicht.

      Und ein Satz wie "AK preflop immer All-in" hilft natürlich auch nicht wirklich weiter, es gibt einige Spots wo andere Optionen besser sind.

      Lies dir obige Artikel einfach mal durch, wenn Fragen dazu auftauchen kannst du die direkt hier stellen. ;)