Nebenkostenabrechnung um fast 25% höher

    • Furo
      Furo
      Gold
      Dabei seit: 06.04.2007 Beiträge: 11.046
      Hello,

      Ich bin gerade umgezogen und hatte heute die Nebenkostenabrechnung der alten Wohnung für 2012 im Briefkasten. Für 2011 musste ich damals 40€ nachzahlen, woraufhin eine Erhöhung der Nebenkosten um 10€ ab 2013 vereinbart wurde (somit bin ich schon davon ausgegangen, dass ich ein bisschen nachzählen muss - die Nebenkostenanpassung galt noch nicht ab 2012).

      Ich hatte übers Jahr insgesamt 1560€ Nebenkosten in Vorauszahlung bezahlt (130 pro Monat) und soll nun für 2012 fast 400€ nachzahlen. Das erscheint mir, selbst bei steigenden Versorgungspreisen doch enorm viel lol. Wie kann ich nun überprüfen, ob die ganzen Angaben stimmen?

      Beim Überfliegen der Kopien ist mir z.B. aufgefallen, dass man kurzerhand den Verteilungsschlüssel für die Warmwasserversorgung von 50:50 (2011) auf 30:70 (2012) verändert hat, was dann schon mal 100€ Unterschied macht. Darf man sich das drehen wie es einem passt ohne Vorankündigung?
  • 8 Antworten
    • Bliss86
      Bliss86
      Bronze
      Dabei seit: 03.08.2006 Beiträge: 5.562
      Ich musste auch einiges nachzahlen, hab aber dafür eine Erstattung von der alten Wohnung bekommen. Kommt eben drauf an, für welches Konto du wann einzahlst.. Ziehst du kurz vorm Winter um wirst du warscheinlich ne hohe Nachzahlung haben (zahlst im Sommer ja genauso, heizt aber nicht) und bei der alten Rechnung was zurück bekommen.
    • splitter233
      splitter233
      Bronze
      Dabei seit: 25.04.2008 Beiträge: 10.677
      die preise sind die letzten 2 jahre einfach explodiert.
      vor 2 jahren hatte ich monatlich 45€ gezahlt... dann kam ne nachzahlung von 210€ und abschlagserhöhung auf 70€.
      letzte woche, weil kalt und angefangen zu heizen, ne zwischenrechnung erstellt -> aktuell muss ich 270€ nachzahlen :rage:

      und ich rede nur von gas. strom will ich gar nicht wissen, da hab ich seit 4 jahren nämlich immer vom versorger schätzen lassen und jedes jahr kohlen wiederbekommen :D
    • krong
      krong
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 25.12.2005 Beiträge: 14.095
      Dazu kommt dann noch, dass der letzte Winter extrem lang war.
      Mir grauts auch schon vor meiner Abrechnung, die irgendwann im November eintrudeln sollte...
    • doubleJay
      doubleJay
      Black
      Dabei seit: 09.10.2006 Beiträge: 6.234
      da wird auch heizung mit einberechnet?
      die muss man erfahrungsgemäß immer nachzahlen X(
    • Furo
      Furo
      Gold
      Dabei seit: 06.04.2007 Beiträge: 11.046
      Also ist das Im Rahmen?

      Darf man den Verteilungsschlüssel bei Warmwasser und Heizung einfach ändern?
    • Furo
      Furo
      Gold
      Dabei seit: 06.04.2007 Beiträge: 11.046
      wenn ich die Seite (http://www.mietrecht-hilfe.de/nebenkosten-betriebskosten/umlageschluessel-verteilerschluessel.html) als Info nehme darf man eben nicht den Schlüssel einfach ändern, werde doch mal Protest einlegen :coolface:

      Anpassungsmöglichkeiten

      Das Gesetz räumt dem Vermieter die Möglichkeit ein, von dem vertraglich vereinbarten Umlageschlüssel abzuweichen. Er kann durch schriftliche Erklärung bestimmen, dass die Betriebskosten zukünftig ganz oder teilweise nach einem Maßstab umgelegt werden, der dem erfassten unterschiedlichen Verbrauch oder der erfassten unterschiedlichen Verursachung Rechnung trägt, § 556a Abs. 2 Satz 1 BGB. Eine solche Erklärung gegenüber dem Mieter ist jedoch nur vor Beginn eines neuen Abrechnungszeitraumes zulässig, § 556a Abs. 2 Satz 2 BGB.

      Damit ist dem Vermieter ein Instrument an die Hand gegeben, das eine verbrauchs- und verursachungsgerechtere Umlage der Kosten ermöglicht. Durch einseitige Erklärung kann auf diese Weise bestimmt werden, dass für künftige Abrechnungsperioden verbrauchsabhängige Kosten mit Messgeräten (wie etwa Wasseruhren) erfasst werden, um die Kosten sodann auch tatsächlich nur verbrauchsabhängig umzulegen.

      Zum Schutz der Mieter sieht § 556a Abs. 2 Satz 3 BGB eine entsprechende Herabsetzung der Miete vor, wenn in ihr bisher die höheren Kosten enthalten waren. Das Gesetz sichert die Rechte des Mieters auf verbrauchsgerechtere Erfassung der Betriebskosten und Herabsetzung der Miete durch ein Verbot abweichender Vereinbarungen zum Nachteil des Mieters, § 556a Abs. 3 BGB
    • Rubnik
      Rubnik
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 10.334
      Dein link liest sich ja so, als ob eine Änderung des Schlüssels zum Zweck der gerechteren Verbrauchserfassung erlaubt ist - falls Du also zB. extrem viel heizt kann der Schlüssel von 50/50 (Verbrauch/ Wohnfläche) auf 70/30 geändert werden damit die anderen Mieter nicht so stark an deinen Heizkosten beteiligt werden.

      Bei dir ist es ja andersherum (50/50 - 30/70) das erscheint mir ganz abgesehen von der fehlenden Ankündigung schonmal zweifelhaft.

      Oder hast Du die Angaben andersherum gemacht (WF/ Verbrauch)?

      Habt ihr evtl. viel Leerstand im Haus bzw. mehr als früher? Kann sein dass der Vermieter so seine Betriebskosten für den Leerstand (die ja er bezahlen muss) senken will.

      Du hast hier imo 2 Ansatzpunkte, in denen du der BKA widersprechen kannst.
    • Furo
      Furo
      Gold
      Dabei seit: 06.04.2007 Beiträge: 11.046
      Also laut Mietvertrag und auch Gesetzvorschriften kann er dies nur bei außergewöhnlichem Verbrauch ändern, dann muss er aber auch am Anfang (also vor Januar 2012 bereits) des neuen Berechnungszeitraums dies schriftlich mitteilen. Einfach ändern ist nicht erlaubt.
      Soweit meine Recherchen (und ja ich meinte, dass dies auf 70% Verbrauch 30% Fläche verändert wurde)


      Das Haus bzw. die meisten Mietwohnungen gehören wohl der GAG und mein Vermieter ist nur der Eigentümer der Wohnung. Gut möglich, dass die GAG dem das gesagt hat, er das Ganze aber nicht an mich kommuniziert hat und nun kann er sehen wo die Differenz bleibt, sollte nicht mein Problem sein...