matchball31

    • matchball31
      matchball31
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      Dabei seit: 20.12.2010 Beiträge: 223
      Hallo,

      dann stell ich mich hier mal kurz vor:
      Ich bin 36 Jahre alt und voll berufstätig(also kein absoluter Dauerzocker). Poker spiele ich schon seit einigen Jahren im Bereich SnG, hatte jetzt allerdings eine längere Auszeit von etwa einem Jahr genommen. Da bei meinen Lieblingsseiten der Traffic in meinen Limits bei SnG ziemlich mau ist will ich mich jetzt umorientieren. Im Cashgame geht meine Erfahrung näherungsweise gegen Null.

      So, kommen wir mal zur ersten Hausaufgabe. Da der aktuelle Kurs ja bereits läuft werd ich wohl recht fix hintereinander die Lektionen durchgehen:

      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?

      In der Hauptsache ist Poker für mich ein netter Zeitvertreib. Da ich nicht ganz so viel Zeit habe ist der finanzielle Aspekt an der Sache nicht direkt vordergründig, aber auf nachhaltigen Verlust hat wohl keiner Lust. Die Zielsetzung ist bei mir in die Midstakes zu gelangen und diese solide spielen zu können ohne dafür alle Nase lang eincashen zu müssen.

      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?

      Meine Hauptschwäche ist, daß ich gerne mal einen oder mehrere Tische aufmache auch wenn nicht meine volle Aufmerksamkeit beim Spiel ist. Z.B. wenn bei meiner Lieblingsserie der Plot gerade nur vor sich hinplätschert etc. Da ich viel zum Zeitvertreib spiele habe ich mich in der Vergangenheit auch immer wieder in Turniere verirrt, obwohl meine Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigt war(Übermüdung, Alkoholeinfluss, emotionale Situationen, ...). In letzteren Situationen habe ich es allerdings immer hinbekommen nur kleinste Limits oder Freerolls zu spielen, wodurch sich die Verluste in Grenzen hielten(gerade durch die freerolls ist dabei oft genug sogar was rausgekommen, daß es wohl etwa break even war).
      Bezüglich NL BSS dürfte mein größtes leak sein, daß ich den Mittelweg zwischen dem extrem tighten Spiel aus den Anfangsphasen der SnG bis zu den oftmals loosen Spielweisen in den Push or Fold Phasen noch nicht gefunden habe. Daher kommt auch die Entscheidung diesen Anfängerkurs komplett zu absolvieren, auch wenn einige Grundlagen sicher bereits vorhanden sind.

      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?

      TAG bedeutet, daß der Spieler eine gute Handauswahl trifft und nur mit starken Händen spielt. Wenn er sich zum Spiel entscheidet übernimmt er in der Regel die Initiative, um den Gegenüber zu Entscheidungen zu zwingen. Somit können einige Faktoren des Spieles wie z.B. die entstehende Potsize kontrolliert werden und man treibt den Gegner dazu Fehler zu begehen.

      Nachtrag zu Frage 2:

      Von diesem Kurs erhoffe ich mir vornehmlich, daß ich meine Grundlagen festigen und auf das NL Holdem umzusetzen lerne. Mir geht es bei diesem Kurs mehr um die Abstellung spielerischer Mängel und spieltheoretischem Informationsgewinn, als um die Abstellung der anderen Leaks. Ich möchte im Grunde Freizeitspieler bleiben und werde dann spielen, wenn ich Lust darauf habe. Auch in der Zukunft kann dies der Fall sein, wenn man vorher ein paar Biere getrunken hat oder noch eine Aufregung von einem stressigen Tag fühlt. In der Vergangenheit habe ich zu diesem Zweck eine getrennte kleinere Bankroll bei einem zweiten Pokerraum geführt und das wird auch zukünftig der Weg bleiben.
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    • matchball31
      matchball31
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      Lektion 2:

      So, die zweite Lektion hab ich direkt angeschlossen und hoffe, daß ich es morgen zum coaching schaffe(von der ersten hab ich nur das podcast gesehen). Hier sind schonmal einige Hausaufgaben:

      Frage 1:

      Die Blindstealing Situationen sind die erste Stelle, an denen Anpassungen getroffen werden sollten. Die Ranges können durchaus looser gewählt werden wenn man sich postflop bereits einigermaßen wohlfühlt(ist in meinem Fall so). Eventuell sollte man hier auch die Betsize etwas anpassen. Sofern es keine Isolation Situationen sind, also man wirklich first in ist, kann man die Bets sicherlich auf 3 bb aus dem SB und auf 3,5 bb aus dem BU reduzieren. Ob eine Reduzierung aus dem CO ebenfalls sinnfoll sein kann muß ich für mich in der Praxis herausfinden. Hintergrund dieser Überlegung ist, daß man weniger Geld riskiert, die Foldequity sich hingegen nur geringfügig bis gar nicht ändern dürfte.
      Weitere Anpassungen sollten nach Reads und auch Stats auf die Gegner passieren. Soeben habe ich HM2 upgedatet und meine Lizenz reanimiert und bin mal gespannt wie schnell sich ein paar stats gerade auf die Regs in den unteren Limits sammeln lassen.

      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat.

      NL2 J10o preflop raise und contibet

      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo?

      Equilab gibt mir 46,32%. Gut genug, damit die Hand willkommen ist :)

      PS: Nachdem ich mich nun ein Weilchen mit dem Kurs beschäftigt habe mal ein kurzes Lob und Dankeschön an die kreativen Köpfe, die es entwickelt haben und auch an diejenigen, die es umsetzen. So ein geleiteter Einstieg ist super, da es einem nicht nur die Themenauswahl(incl. Reihenfolge) abnimmt, sondern auch PS-Neulingen ihre Berührungsängste mit den unterschiedlichen Medien nimmt. Sowas hab ich damals bei meinem SnG Einstieg leider nicht zur Hand gehabt. Also nochmal Daumen hoch für die Nummer.

      edit: Frage 2 nachgereicht und damit angefangen ein weiteres leak zu schließen(mangelnde Nachbearbeitung von sessions)
    • matchball31
      matchball31
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      Lektion 3:

      Frage 0:

      erledigt

      Frage 1:

      Vor dem Flop beträgt meine Equity 50,78%.
      Nach dem Flop nur noch 26,46%, da der Gegner sein Set getroffen hat.

      Frage 2:

      Im Pot liegen 91ct, zahlen muß ich 22ct. Mein Draw gibt mir Odds von ca. 4:1 auf den höchsten Flush. Allein dies rechtfertigt einen Call. Eventuell kann man noch drei Asse als Outs hinzuzählen, da sie mir noch ein Top Pair bescheren würden. Diese mit einzubeziehen wäre mir allerdings zu marginal, da der Gegner mt seinem reraise signalisiert bereits etwas getroffen zu haben. Ein Set oder Two Pair wären denkbar allerdings erhällt auch er nur noch eine Karte, um dies zu einem Full House zu komplettieren. Kreuz 6 und Kreuz 3 halte ich daher ebenfalls für kritische Outs. Dennoch denke ich, daß mein Flush hier oft genug reicht, um in diesem Spot in der Hand zu bleiben.

      Frage 3:

      Flopcall gegen Shorty Donkbet
    • matchball31
      matchball31
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      Lektion 4:

      Frage 1: Poste eine Hand in unseren Handbewertungsforen, in der du postflop die Initiative hast.

      NL2 betzise cbet

      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde.

      NL2 JJ weiterspielen?

      Frage 3: Du stehst am Flop mit KQ. Auf dem Board liegt J, 9,
      8 und dein Gegner hält 77. Welche Equity besitzt du in diesem Spot?

      In diesem Spot habe ich 41,41% Equity.

      Edit: link gefixed
    • matchball31
      matchball31
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      Lektion 5:

      Frage 1: Poste eine Hand zur Bewertung, bei der du deine Entscheidungen von den Stats deines Gegners abhängig gemacht hast.

      NL2 Problem implied Odds einzuschätzen

      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde.

      AA

      Frage 3: Sieh dir folgende Situation an:
      Wie würdest du agieren und warum?

      Zunächst müüsen wir mal abschätzen, was die Gegner halten könnten. Für den BB kommt hier eine sehr große range in Frage. Er hat am Flop keine Action auf die beiden checks geboten und wird mit vielem preflop mitgegangen sein. Seine Stats sind generell etwas looser und da er schon Geld durch den Blind investiert hatte ist sein Resteinsatz nicht mehr so hoch. Auch sein WTSD ist relativ hoch. Da er am Turn mitgeht hat er sicherlich etwas getroffen. Am wahrscheinlichsten ist ein Jack. Er könnte auch eine 3 oder die Ten halten. Da er kein sonderlich aggressiver Gegner ist und am Flop keine Initiative hatte wäre das bei dem Check duraus noch möglich. Gegen seine Range sind wir sicherlich mit unserem Flush klar vorne.
      Bei dem SB liegt die range enger. Preflop dürfte bei ihm bereits eine kleinere Auswahl an Händen in Frage kommen. Dort setze ich ihn auf suited connectors, Pocketpairs oder auch Bradways(ohne die Paare, welche er bestimmt preflop mit einer 3bet gespielt hätte). Da der Flop von den meißten Händen verfehlt wurde ist hier auch ein Slowplay denkbar, zumal er nicht die Initiative hatte. Leider kann man dadurch keine weiteren Karten aus der Range nehmen. Der River spricht für mindestens einen getroffenen Jack, eventuell hällt er auch eine 3. Die einzige Hand gegen die wir aktuell hinten wären sind 33 und JJ. Letztere hatte ich preflop schon nicht mehr in seiner Range. Die 33 sind unwahrscheinlich. Oft hält er ein Karo und bettet hier auch einen Flushdraw, der mir auch gefährlich werden könnte.
      Meine Entscheidung ist ein raise auf 3$. Ich möchte damit den BB aus der Hand bekommen und vom SB will ich Value von einem Flushdraw oder Trips bekommen.
      Der River muß neu evaluiert werden, wenn ein J, eine 3 oder ein weiteres Karo kommt. Ansonsten bleibt die Line klar auf Value.

      Frage 4: Sieh dir folgende Situation an:
      Wie würdest du agieren und warum?

      Die preflop 3bet signalisiert eine starke Hand des Gegners. Hier liege ich vermutlich nur noch gegen AK vorne und der backdoor Draw auf die Straße ist auch nicht viel wert.
      Daher checke ich zunächst. Auf eine contibet ist es dann ein klarer fold, es sei denn diese ist unterirdisch klein.