Frage zur Equity

    • Hundi
      Hundi
      Bronze
      Dabei seit: 21.11.2007 Beiträge: 172
      Mahlzeit die Herren,

      könnt ihr mir mal bitte kurz weiterhelfen. Angenommen wir sind am Turn mit ca. 42 % Equity, ist es dann korrekt den Turn zu shippen auch unter der Annahme das Villain seine geamte Range immer callt.

      Beispiel:

      Am Turn

      Reststack Hero: 82 BB
      Reststack Villain 82 BB

      Pot: 37,5 BB

      Benötigte Equity für einen shove sind 40,6 % . Ich habe solche Sachen eigentlich immer vermieden, da ich die Hand ja als Underdog reinstellen würde und Villain mit dem Call auch keinen Fehler macht.

      Die gleiche Frage gilt auch für den River, wenn noch mehr dead money im Pot ist. Theoretisch müsste ich dann auch mit 40% EQ all in gehen oder ?

      Danke
  • 3 Antworten
    • Benzodiazepin
      Benzodiazepin
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 3.456
      grundsätzlich erstmal nein. sobald man ohne FE mit weniger als 50% EQ freiwillig geld investiert, macht man logischerweise verlust. dazu muss man sich nur mal den EQ-begriff klarmachen: EQ ist unsere anteil am pot. wenn uns weniger als die hälfte des pots gehört, wir aber mit einer bet immer genau 50% investieren (die anderen 50% kommen vom gegnerischen call), dann investieren wir mehr, als wir gewinnen können. freiwillig sollte man das also nie tun.


      am river und gerade in position ist die sache eindeutig: ein checkbehind mit 42% EQ hat einen eindeutig höheren ev als ein shove.
      am turn ist das schwieriger zu beurteilen, weil sich die EQ zum river hin noch verschieben kann.
      angenommen auf jede riverkarte callt villain weiterhin seine gesamte range und bettet nicht selbst und unsere EQ verändert sich nicht (realisierungsfaktor von1), dann gilt für den ev (inkl. 5% rake)

      ev(shove) = 0,42 * 201,5 *0,95 - 82= -1,6
      ev(checkdown) = 0,42 * 37,5 * 0,95 = 15

      schon ziemlich eindeutig imo.


      anders sieht es natürlich aus, wenn man vor der entscheidung steht, zu callen oder zu folden. sobald der call einen ev >0 hat, sollte man callen, da der fold ev neutral ist.

      deadmoney spielt bei der frage, ob wir betten sollen also keine rolle (wenn wir davon ausgehen, keine fe zu haben), sondern nur bei der frage, ob wir callen müssen.
    • Rubnik
      Rubnik
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 10.288
      Klasse post wollte Ich mal anmerken - sehr schön erklärt das ganze :s_thumbsup:
    • Hundi
      Hundi
      Bronze
      Dabei seit: 21.11.2007 Beiträge: 172
      Danke für die Antwort :D , ich bin darauf gestossen auf Grund einer Hand im Video von Shaddii.

      http://de.pokerstrategy.com/video/19907/

      So ab Minute 15-18: Da wird am Flop allerdings im 4-Bet Pot empfohlen AK zu shippen auf einem 253r Board mit 37,27 % EQ und kaum bis keiner FE, da ein Haufen deadmoney im Pot ist.

      Bei Minute 16:50 steht rechts folgendes:

      "Wenn wir c/r AI spielen und Villain immer callt: Investition 7,32$ um 20$ zu gewinnen ->
      7,32/20 = ca. 36,6% benötigte Equity"

      Daraus habe ich geschlossen das es ja im Prinzip immer profitabel sein muss die Hand als Underdog reinzuknallen bei ausreichend deadmoney.