mietrecht any1?

    • 18001
      18001
      Bronze
      Dabei seit: 24.08.2009 Beiträge: 1.830
      Hallo!

      Freundin und ich hatten vor nen jahr notfallsmäßig eine wohnung genommen, die in nem richtigen dreckszustand war und haben mittlerweile gemerkt dass der typ aus nem lagerraum eine wohnung gemacht hat und noch dazu alles schwarz. (Kein direktes fenster nach aussen. keine wasserreglung, kommt kochendes wasser aus den hähnen, schimmelbildungen, dazu halt mietpreis unverschämt hoch)

      Nun wollte ich zum mieterschutz, aber da kriegt man erst in nem monat nen termin aber wir sind da nun ausgezogen. 1. Jan, bzw heute koennten wir die schlüssel auch abgeben. Aber das problem nun, ändert es was an der sache ob wir heute oder nächstes monat den typen anzeigen und unser geld zurückverlangen. Nen polizist meinte, dass geht nur wenn wir die wohnung weiterbehalten...

      gibs hier jmden der sich gut auskennt (not for free ofc)/ oder mich an nem anwalt weiterleiten kann. (Öst, falls es da einen unterschied gibt)
  • 6 Antworten
    • trekula
      trekula
      Bronze
      Dabei seit: 10.08.2007 Beiträge: 1.931
      Hallo 18001,

      wenn keine Fenster vorhanden sind, hätte es nie als Wohnung vermietet werden dürfen.
      Ob ihr noch in der Wohnung wohnt oder nicht ist für Deine Forderungen egal.
      Ich verstehe nicht ganz was Du anzeigen willst, aber auch das ist unabhängig davon ob Du noch dort wohnst oder nicht. Du solltest aber jede Menge aussagekräftige Fotos machen.
      Ich empfehle Dir Dich nach einem Anwalt Vor Ort umzuschauen.
    • 18001
      18001
      Bronze
      Dabei seit: 24.08.2009 Beiträge: 1.830
      Die wohnung hat fenster, aber nicht direkt nach aussen. Sondern eines in den gang und das andere in nem schacht, oder was auch immer das ist. (Was anscheinend auch nicht erlaubt ist?)

      Würde gerne einen teil der miete gerne zurückfordern, denn der mietpreis ist für diese bedingungen eindeutig zu hoch, soweit ich nun mitbekommen habe. Laut listen wieviel man für bestimmte wohnungen geld verlangen darf, hat der mieter nen 500% aufschlag draufgepackt.

      Dass alles schwarz gemacht wurde, wurde von der hausverwaltung nun bestätigt. Die wohnung hätte nicht vermietet werden dürfen.

      Hab ehrlich gesagt null plan von der materie und will da ehrlich gesagt auch nicht viel rumdiskutieren ohne viel wissen, würd mir deshalb gerne was von nem profi oder bzw mir jmd sagt, ob ich mich da nun reinsteigern soll/ wie die chancen dazu stehen..

      Wollte die sache am anfang einfach sein lassen, aber der vermieter pisst mich wegen der kaution an und verlangt unverschämte summen für beschädigte sachen. Gibs dazu auch tipps? Paar dellen im billigen parkettboden zB?

      Und ja morgen gehts zum anwalt, wäre aber dankbar für paar tipps/ bzw wollt mich mal heute erkundigen, weil mich diese sache nun irgwie fertig macht.
    • Tandor1973
      Tandor1973
      Black
      Dabei seit: 25.04.2007 Beiträge: 3.987
      Mietminderung kannst du niemals rückwirkend fordern. Die kannst du durchsetzen wenn der Vermieter einen Mangel über den du Ihn in Kenntnis gesetzt hast nicht in angemessener Zeit beseitigt.

      Hier scheint es aber um Mietwucher zu gehen.
      Dafür musst du aber nachweisen warum du dich bei Abschluss des Mietvertrages in einer Zwangslage befunden hast.
      In dem Fall kannst du durchaus auch Miete zurückfordern.

      Zusätzlich hätte dein Vermieter nen Strafprozess am Hals.
    • 18001
      18001
      Bronze
      Dabei seit: 24.08.2009 Beiträge: 1.830
      Wohnung ging alles über meiner freundin.

      Zwangslage war, dass sie sich für ne abendschule angemeldet hatte hier in wien und noch keine Wohnung hatte. Entfernung 220 km zw der Wohnung der Eltern, wo sie vorher wohnte. Inwieweit dass unter Zwangslage zuzuordnen ist, kann ich nicht beeurteilen. Vll eher in "dummheit" (mangelnde Organisation) Musste somit jeden tag mit dem Zug fahren, waren täglich 4h-5h (2h hin und 2h zurück). Bevor jemand fragt. Bei mir konnte sie nicht wohnen, da ich noch bei meinen Eltern wohnte und da gabs probleme mit eltern/freundin. Lange Geschichte...

      Würde mich über mehr Antworten freuen, möchte nicht komplett uninformiert zum anwalt morgen. Damit ich irgwie beeurteilen kann ob der Anwalt auch ahnung von seiner Materie hat und ob ich überhaupt hin soll oder es einfach sein lasse.
    • Tandor1973
      Tandor1973
      Black
      Dabei seit: 25.04.2007 Beiträge: 3.987
      Das reicht für ne Zwangslage.

      Das die Wohnung in Wien ist könnte aber einiges ändern.
      Mein Post bezog sich auf Deutschland, wie das in Österreich ist weiß ich nicht.
    • Morgelin
      Morgelin
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2007 Beiträge: 336
      Ich kenne mich im österreichischen Mietrecht gut aus, kannst du mir mal bescheid geben, wann das Haus gebaut wurde? Also vor 1945, oder vor 1953? Steht das Gebäude im Wohnungseigentum oder im schlichten Eigentum (meist gibt es dann nur einen Eigentümer/Vermieter für das ganze Haus)
      War der Mietvertrag befristet oder unbefristet?

      Wie groß war die Wohnung, wieviel Mietzins wurde vereinbart, gibt es einen schriftlichen Vertrag, wenn ja, wieviel Hauotmietzins und wieviel Betriebskosten wurden vereinbart, eventuelle Vereinbarung von Sonderzins,
      genaue Auflistung von Betriebskosten etc.

      Sind alles nützliche Infos, die ich benötige, bevor ich dir dazu etwas sagen kann.

      Auch in Österreich kann man Mietminderung im Nachhinein nicht fordern, jedoch gibt es im Nachhinein andere Mittel, um eventuell zuviel bezahlte Miete zurück zu fordern.

      Ach ja, und wichtig: geh zu einem Anwalt, der auf Wohnrecht spezialisiert ist, da es gerade im MRG viele Sonderregelungen gibt, die ein normaler Anwalt nicht kennt. Würde dieser niemals zugeben und verkackt dann. Schon oft genung erlebt.